hallo,
mein Hund hat, laut Tierarzt eine Ohrnekrose und ich wollt bei euch fragen, ob ihr Erfahrung mit dieser Erkrankung habt.
Im Moment bekommt er durchblutungsfördernde Pillchen, aber es sollte doch auch was anderes geben.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
Thema: Ohrnekrose
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07.04.2014, 10:26
Ohrnekrose
da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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07.04.2014, 15:49
AW: Ohrnekrose
liebe meta,
das erste das mir einfällt: Maden. Ich weiß aber nicht, ob man diese auch in der Vet-Medizin anwendet. Ich hatte davon gelesen, weil mein Opa einen oder besser gesagt zwei diabetische Füße hat und mittlerweile werden mit den Maden, die in einem Verband auf die nekrotisierende Stelle gesetzt werden, gute Erfolge erzielt. Die Maden knabbern das tote Gewebe ab aber verschonen das noch lebende.
Dazu gibt es in dem letzten Spiegel-Special zur Naturheilkunde einen Artikel.
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07.04.2014, 17:39
AW: Ohrnekrose
Hallo meta,
was meinst Du mit Ohrnekrose? Die Ohrrandnekrose (Ohrrandekzem), also blutige, ausfransende Veränderungen der Ohrränder?
Die Mikrozikulation ist hier gestört. Kantorka denkt da in die richtige Richtung (aber die Behandlung mit Maden kenne ich in unserem Fach nicht, nur aus der Humanmedizin).
Über die Ursachen der Mikrozirkulationsstörung gbt es unterschiedliche Theorien und zum Teil auch Dogmen.
Klar ist, dass bestimmte Rassen (und ihre Mixe) bevorzugt erkranken und dass die Ohrrandnekrose eine häufige Manifestation der Leishmaniose sein kann. Also falls Dein Hund aus dem Auslandstierschutz ist oder im Süden war, schadet ein Leishmaniosetest nicht, auch wenn der Hund schon negativ getestet wurde.
Weieter können Milbenerkrankungen assoziiert sein.
Das Thema Mikronährstoffmangel (Zink) wird immer wieder genannt und Ernährung überhaupt. Allerdings ist beim Thema Ernährung immer von allen Seiten viel Ideologie dabei.
Auch über eine autoimmune Genese oder ein allergisches Geschehen wird diskutiert.
Die Durchblutungsförderung ist sicher eine gute Sache. Die betroffenen Stellen sollte man feucht halten (wie chronische Wunden beim Menschen, offene Beine etc.), Hydrokolloidverbände eignen sich da gut, sind aber relativ teuer. Sprich das mal bei Deinem TA an. In der Humanmedizin soll es auch gute Efolge mit medizinischem Wundhonig bei chronischen Wunden geben.
Es scheint auch Untersuchungen mit Aspirin (ASS) und verwandten Wirkstoffen zu geben, die die die Durchblutung verbessern, allerdings beim Schwein.
Gute Besserung!Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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08.04.2014, 09:48
AW: Ohrnekrose
Danke für eure Antworten.
Katelbach, du hast recht, es handelt sich um eine Ohrrandnekrose, er hat am Rand der Schlappohren Verkrustungen.
Im Netz habe ich den Tipp gefunden, dass an Bepantenohrensalbe auftragen soll, das werde ich auch noch versuchen.
Was die Ernährung angeht, vielleicht muss ich da wirklich umstellen. Er ist ja ständig hungrig, satt war das Kerlchen noch nie, er bekommt auch fast nur Trockenfutter (ich gestehe, ich ertrage den geruch von Nassfutter nicht und unsere Katze wird bald 11 Jahre und ist noch immer fit). Das Trockenfutter bekam ich empfohlen, aber vielleicht sollte ich ein anderes suchen, Fleisch ist halt wirklich nicht so meins.
Er kommt aus Spanien, ist zwar offiziell kein Mischling, aber wer weiß das schon. Also werde ich ihn mal auf Leishmaniose testen lassen.
Nochmals vielen Dank.da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
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08.04.2014, 10:13
AW: Ohrnekrose
Vielleicht magst Du ja mal versuchen, Frischfleisch zu füttern? Das finde ich vom Geruch her weit angenehmer als Dosenfutter, gerade wenn ich abends heim komme und die Katzis von der morgendlichen Fütterung noch was übrig gelassen haben. Das Dosenfutter müffelt dann den ganzen Tag munter vor sich hin, aber Fleisch trocknet eher ein und riecht so gut wie gar nicht.
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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08.04.2014, 15:58
AW: Ohrnekrose
Gern geschehen, meta!
Spanien ist wie der ganze Süden und Südosten Europas Leismaniose-Endemiegebiet. Überall, wo es aufgrund des warmen Klimas Sandmücken gibt. Sogar hier in Deutschland wurden Fälle bei Mensch und Tier berichtet, die nie im Ausland waren. Klimawandel! Meine Dreijährige (Mann! Schon 3!) ist aus einer kälteren Ecke aus Rumänien und ein Winterkind, aber ich lasse sie trotzdem ab und zu nachtesten, weil die Tests manchmal nicht sicher sind.
Was die Ernährung betrifft: Ein Allergietest kann relativ zuverlässig rausfinden, was das Tier nicht verträgt. Ist aber teuer.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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08.04.2014, 22:38
AW: Ohrnekrose
Du könntest auch ein Blutbild erstellen lassen. Bei erhöhten Eos liegt der Verdacht auf Allergie vor (die Werte steigen auch bei Parasitenbefall, aber ich nehme an, dass Du regelmäßig entwurmst und hier reden wir ja von einem Hautproblem). Man kann in dem Fall zunächst eine Ausschlussdiät mit rohem Fleisch machen. Dabei füttert man sechs Wochen lang nur eine einzige Proteinquelle und zwar von einem Tier, das Dein Hund noch nie gefuttert hat. Zum Beispiel wird häufig Pferdefleisch empfohlen, wobei ich da sage, dass man schauen sollte, wo das Fleisch herkommt (1. Belastung mit verbotenen Medis und 2. Tierschutz --> Fleisch aus Ost-/Südeuropa). Du kannst mal googeln nach Ausschlussdiät+Hund. So kann man sich die Kosten für einen Allergietest sparen. Wenn Du Fragen zur Ausschlussdiät hast, kann ich das gern noch weiter erklären.
Liebe katelbach, bitte korrigier mich, wenn ich etwas Falsches geschrieben habe.
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09.04.2014, 07:29
AW: Ohrnekrose
Guten Morgen,
Ausschlussdiät ist toll (haben wir in den Zeiten vor den Tests in der Klinik immergemacht/geraten), aber eine super mühsame Geschichte. Eine Bekannte macht das seit Monaten mit ihrer Hündin, weil sie sich nicht vortsellen konhte, dass die vielen Unverträglichkeiten im Test wirklich vorhanden sind. Jetzt hat sie sich dazu entschlossen, doch ein spezielles Fertigfutter zu geben, das aus hydrolysiertem Protein besteht. D.h. in dem Futter gibt es keine Proteine, sondern deren Bestandteile: Aminosären. Die sind im Normalfall nicht allergen. So ein Futter ist oft die ultima ratio für schwere Allergiker. Für die Skeptiker: Im Verdauungstrakt werden die Protweine auch in ihre Aminosäuren zerlegt (deshalb kann man z.B. kein Insulin "essen").
Der "Ausschluss" betrifft ja nicht nur die Mahlzeiten, sondern auch jedes Leckerli und alles, was der Hund draußen eventuell mal schnell "mitnimmt".
Im Trockenfutter kan es Milben geben, deshalb ist ein Versuch, das TF portionsweise auf -18 °C einzufrieren (portionswise) gerechtfertigt.
PS: Eosinophile sind leider nicht spezifisch.
Später mehr.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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10.04.2014, 09:45
AW: Ohrnekrose
Kinners, irgendwie war früher alles anders, so kommt es mir zumindest vor. Die Hunde, die wir hatten, als ich ein Kind war, da kommt es mir so vor (klar in der Erinnerung ist vieles anders), als seien die Tiere einfach fitter gewesen.
Auch da bekommt man die Belastung der Lebensmittel zu spüren.da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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10.04.2014, 14:35
AW: Ohrnekrose
Ja da mag was dran sein. Ich bin jetzt noch irgendwie fassungslos, wenn ich daran denke, dass unsere Katze nur 10 geworden ist und einen Tumor hatte. Obwohl Freigängerin, sonst nie krank gewesen...
Aber lass doch einfach nochmal auf Leishmaniose testen. Kann doch gut sein, dass es mit Allergie gar nichts zu tun hat.


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