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  1. Inaktiver User

    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deine Beweggründe sind sehr aufrichtig und Du willst etwas Gutes tun.
    Ja. Das sehe ich auch so.

  2. VIP

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Liebe Mathilda,

    grundsätzlich nimmt mir Lukulla die Worte aus der Tastatur.

    Meine Idealvorstellung ist, dass jemand sich ein paar Stunden um den Hund kümmert, so dass er zu Hause bleibt.
    Ich verstehe Deinen Wunsch, einem Hund zu helfen und selbst einen Hund zu haben, sehr gut. aber gibt große Abers:

    Wie soll der Hund eine Bindung zu Dir aufbauen, wenn er Dich hauptsächlich schlafend erlebt und ansonsten den Hundesitter hat und allein ist. Einen Hund 8-10 Stunden allein zu lassen, eventuell gehst Du auch abends mal weg, das ist in meinen (tierärztlichen und sehr hundeerfahrenen) Augen ein Fall für den Tierschutz.

    Und zum Thema Auslandshund: Ohne Hundeerfahrung und ohne Zeit? Keine gute Idee.
    Ich lebe schon fast mein ganzes Leben (jetzt ca. 50 Jahre) mit Hunden und habe selbst seit 3 Jahren auch einen Auslandshund. Es ist schon eine anstrengende Aufgabe, dem Hund gerecht zu werden und dabei auch mir selbst noch. Die Hündin kam als verstörter Welpe mit Sozialisationsdefiziten (da möglicherweise schon im Lager geboren oder sehr früh dorthin gekommen) versehentlich zu mir und meinen damals noch 2 Hunden.
    Sie ist ein Angsthund und sie wird auch einer bleiben, wenngleich sie durch viel Arbeit und Konsequenz etwas, aber nur etwas sicherer, geworden ist. Am liebsten ist sie zu Hause. Dort - und nur dort - ist sie wirklich entspannt. Spaziergänge in gewohnter Umgebung sind auch (wieder) ok, da tobt sie auch manchmal. Aber größere Ausflüge, viele Reize ... Das stresst sie sehr.
    Wäre sie an einen Anfänger geraten, dann wäre sie jetzt ein Tierheim-Wanderpokal.

    Viele der Auslandstierhilfen differenzieren nicht, wem sie welchen Hund geben können, und preisen auf ihren Seiten jeden als sooo lieben und dankbaren Familienhund an. Oft sind diese Hunde traumatisiert, haben miserable Erfahrungen, waren auf sich gestellt, wurden misshandelt oder kennen nix und sind deshalb schwierig. Oder sie jagen. Die meisten mussten erfahren, dass sie allein für sich selbst verantwortlich sind, und es ist schwer, einem solchen Hund zu vermitteln, dass er sich nicht mehr selbst schützen und versorgen muss. Meist sind diese Hunde Entscheider. Deshalb landen sie dann hier nach kurzer Zeit in den Tierheimen.

    Mitleid ist ein ganz schlechter Ratgeber bei der Entscheidung für ein Tier.
    Lass Dich, falls Du Deinen Tag und Dein Leben so gestalten kannst, dass es dem Hund gerecht wird (Teilzeit, Homeoffice ...) zum Thema Auslandshund beraten - und zwar von Trainern, die sich mit solchen Problemhunden beschäftigen oder von Tierärzten für Verhaltenskunde.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Bei uns ins Tierheim kommen regelmäßig Hunde aus anderen Ländern(Tötungsstationen) und diese sind mit 2 Ausnahmen der letzten 8 Jahre wirklich pflegeleicht-sie würden sie sonst auch nicht mehr los!

    Sie holen diese Tiere u.a deshalb, WEIL sie so unkompliziert sind und somit die deutschen schwierigen Langzeitfälle mitfinanzieren
    so ist mehreren gedient.

    ABER : das kann ich eben nur für dieses Heim sagen-wie das bei anderen Heimen/Organisationen ist, weiß ich nicht und da mögen die Argumente der anderen durchaus richtig sein!

    Ich finde, du solltest dich erst mal gut informiueren und dir damit viel zeit lassen!

    Und einen Hund/tier nur aus Mitgefühl zu nehmen, ohne dass es "klick" macht, ist denk ich, nicht so gut

    Wo wohnst du denn?
    (gern per PN)
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  4. gesperrt

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    @ Lukulla: Ja, es wäre mein 1. Hund. Ich hatte, als ich noch zu Hause wohnte, Katzen. Hunde habe ich bisher nur gebabysittet bzw. war mit ihnen über längere Zeit spazieren.

    Du hast Recht mit dem, was Du über ausländische Tierheime schreibst. Es ist ein höheres Risiko als ein Tier aus einem deutschen Tierheim aufzunehmen. Die Tiere werden dort aber immer beschrieben. Ich vermute, die sind geeignet fürs Vermitteln. Nur weiss ich natürlich nicht, ob ich mit dem Hund klar komme und ob er mir wirklich gefällt.

    Bei dem Hund der Vermieterin habe ich aber gemerkt, dass sich Sympathie auch entwickeln kann. Sowohl der Hund als auch ich haben uns ins Herz geschlossen. Ich fand ihn zu Anfang nicht schön (sehr kurzes Fell und sehr dünn) und sehr schreckhaft, so einen Hund kannte ich vorher nicht. Und er hatte Angst vor mir und als ich ihn zum 1. Mal an die Leine nehmen wollte, um mit ihm rauszugehen, hat er geknurrt und ich hatte schon Angst, dass er die ganzen 10 Tage nicht raus geht und die Wohnung als Toilette nutzt. Jetzt mögen wir uns total. Obwohl er mich nicht oft sieht, freut er sich, wenn er mich sieht und mir mir spazieren geht.

    Ich bin zur Zeit auf Jobsuche. Daher kann ich mir jetzt auch keinen Hund nehmen, da ich schauen muss, wo ich einen Job finde. Bleibe ich in Deutschland, habe ich einen Vollzeitjob, gehe ich zurück ins Land der Nummernkonten reicht mir ein 80% Job locker und ich würde dann auch nur 4 Tage arbeiten.

    Umziehen muss ich eh, da ich zur Zeit nur eine vorübergehende Bleibe habe. Da werde ich, unabhängig davon, ob ich einen Hund nehmen werde oder nicht, darauf achten, dass Hundehaltung möglich ist.

    Die Anfangsausstattung ist ja jetzt nicht so extrem teuer. Das sind einmalige Ausgaben. Und Geld fürs tägliche Leben habe ich dann auch. So wenig werde ich nicht verdienen, als dass ich mir einen Hund nicht leisten könnte. Klar, wenn er ständig operiert werden müsste und mich im Jahr 10.000 Euro kosten würde. Aber so das Normale, das ist drin.

    Spielen macht man ja meist draussen. Und das auch nur bei Tieren, die das kennen. Der Hund meiner Vermieterin kannte das nicht und spielt auch nicht. Der möchte gestreichelt werden und ist gerne dort, wo man selber ist. Aber Spielen, das kennt er nicht. Und das kennen viele Tiere, die nie gross in einer Familie gelebt haben, auch nicht.

    Ich möchte schon so lange einen Hund. Und so konkret wie jetzt bin ich da noch nicht dran gegangen. Ich würde auch meine Reiselust eindämmen und mit dem Hund schöne Aktivurlaube machen. Aber leider besteht das Leben eben nicht nur aus Ferien, sondern auch aus der Arbeitszeit, für die sich eine Lösung finden muss. Ins Büro zu nehmen, finde ich nämlich nur eine Notlösung...

  5. Inaktiver User

    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Ich kann Deinen Wunsch nach einem Hund sehr gut nachvollziehen. Mein Mann und ich hätten auch gerne einen, wir begnügen uns einstweilen mit unseren Katzen und uns.

    Unsere Lebensumstände sind nicht so, dass wir einem Hund gerecht werden könnten. Es fängt schon damit an, dass wir im dritten und vierten Stock wohnen und geht damit weiter, dass wir täglich über zehn Stunden außer Haus sind. Erfahrung mit Hunden habe ich zwar, aber ich würde trotzdem wieder neu anfangen und wollte darin viel Zeit investieren.

    Morgens eine Stunde und abends zwei Stunden mit dem Hund raus zu gehen, nachdem Du den ganzen Tag gearbeitet hast - puh. Das ist eine Menge. Du hast ja neben dem Hund und der Arbeit auch noch ein anderes Leben, andere Interessen und auch Dinge, die Du tun musst.

    Das mit der Fremdbetreuung sehe ich gar nicht mal so kritisch. Meine Mutter muss ihren Hund phasenweise und sehr ungern auch betreuen lassen. Sie ist für den Hund trotzdem die Nummer 1 - sehr zum Leidwesen des Herrn, der den Hund betreut, wenn sie es nicht kann.

  6. gesperrt

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Hallo Antje

    Vielen Dank für Deine Antwort. Ja, ich weiss, ich kenne das Leben mit einem Hund nicht wirklich. Ich bin mehr die Pausenvertretung. Meine maximale Hundemutterzeit war 10 Tage. Ansonsten nur Gassigehen..

    Einen Hundesitter könnte ich mir definitiv nicht 5 Mal die Woche leisten. Das ginge dann nur für ein paar Tage im Monat.

    Ich werde abwarten, wo ich einen Job bekomme und dann eine Wohnung suchen, wo ich auch einen Hund halten könnte. Dann werde ich schauen. Mein Wunsch ist wirklich sehr gross. Aber natürlich soll der Hund auch nicht so lange bei mir allein bleiben. Da ist er besser im Tierheim aufgehoben, wo er wenigstens noch andere Tiere als Freunde hat....

    Viele Grüsse

    Mathilda

  7. gesperrt

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein solches Vorhaben ergibt für mich überhaupt keinen Sinn.
    Das sehe ich etwas anders. Es geht um die Ausgangsbasis. Ein Hund in einem Tierheim dürfte 2 Familien wohl besser finden als sein Leben im Tierheim. Ein Tier, dass z.B. bei einer Familie lebt, wo mind. 1 Person nur 1/2 Tag weg ist, hat es natürlich besser als ein Hund, der in 2 Familien lebt und es wäre quatsch, wenn diese Familie ihren Hund, weil nicht mehr haltbar, an jemanden wie mich gegeben würde, wenn es auch noch eine andere Möglichkeit gibt, die seiner Vergangenheit sehr ähnlich ist.

    Ich denke, alles ist besser als ein Leben im Zwinger. Selbst, wenn ein Hund 6 h allein ist, ist es besser als ein Hund, der nur 1 h pro Tag Menschen um sich hat. Das gilt zumindest für Tiere aus dem Ausland. Wie das in deutschen Tierheimen gehandhabt wird, weiss ich nicht.

    Was ich aber mal in einer Doku gesehen habe, ist, dass die hier schwieriger ist, ein Tier zu adoptieren. Ebenso wie es schwierig ist, ein Kind zu adoptieren. Wenn die Umstände der Tierheimleiterin nicht passen, dann ist nichts mit einer Vermittlung. Das mag sein, dass hier die Umstände in Tierheimen besser sind als die einer schlechten Vermittlung...

  8. Inaktiver User

    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Liebe Mathilda,

    genau wie du hab ich mich vor elf Jahren in einen Hund verliebt.Und ihn völlig blauäugig zu mir genommen ( ohne Hundeerfahrung)
    Ich liebe Sarah, sie ist phänotypisch ein Spitz, kommt aus Bankok, wo sie mir gebrochenem Fuß als Welpe gefunden wurde.Eine Frau hat sie nach D genommen und operieren lassen und sie dann weiter an einen Freund abgegeben.Durch Zufall habe ich sie dort gesehen, mich in sie verliebt und sie zu mir genommen, da war sie zwei.

    Sie ist und war schon immer ein Problemhund.Sie hat meine Tochter mehrfach gebissen.Meine Kinder hatten nie den Kuschel und Schmusehund, den man sich für Kinder wünscht.
    Inzwischen ist sie ungefähr 13 Jahre alt, wir lieben sie alle, aber sie ist immer noch nicht unproblematisch und wird es wohl nie mehr werden ( Hundeschule und Training haben wir gemacht...)

    Ich kann dir nur dringend abraten dir einen Hund zuzulegen, den du nur per Video kennst.
    Es ehrt dich, dass du einen Hund aus einem Tierheim nehmen willst, aber diese Hunde sind oft nicht Anfänger geeignet.
    Wenn du das wirklich machen möchstest such dir einen Hund aus einem Tierheim in deiner Nähe.Einen, den du gut kennen lernen kannst.Mit dem du Gassi gehen kannst und schauen kannst, wie er sich dir und anderen Hunden gegenüber verhält.

    Der Hund begleietet dich viele Jahre, er muss auch noch in zehn Jahren zu deiner Lebenssituation passen.

    Ich bedauere es nicht, dass Sarah bei uns ist, aber ich würde sie mit meinem heutigen Wissen auf keinen Fall mehr nehmen.

  9. gesperrt

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    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Hallo Katelbach

    Danke für Deine Antwort. Dein Welpe ist so, wie der Hund meiner Vermieterin. Der fühlt sich am Wohlsten, wenn er zu Hause ist. Er geht auch gerne mit mir spazieren, aber wenn es laut(er) wird, kriegt er Angst. Was mich aber nicht davon abhält, ihn auch mal mit diesen Sachen zu konfrontieren, denn sonst könnte ich ja nur kleine Touren machen. Auch seine Besitzer überqueren Strassen, wo Autoverkehr ist oder Strassenbahnen fahren.

    Mein Hund, der aber schon vermittelt wurde, ist ein West-Highland Terrier. Ich liebe kleine, wuschelige Rassen. Und es ist ein Mädel. Ich glaube, dass die einfacher sind, weil sie nicht angreifen. Der Hund meiner Vermieterin ist mal, als ich mit ihm spazieren war, von 3 oder 4 Rüden angegriffen worden. Sie müssen gerochen haben, dass er ängstlich ist. Und leider ist er nicht weggelaufen. Denn ich glaube, er hätte mehr Kondition gehabt, als die Angreifer.

    Ich glaube nicht, dass ich Homeoffice machen kann. Das ist in meinem Job nicht vorgesehen. Ich habe es zumindest so noch nicht erlebt und wäre wohl auch etwas aufwendig.

    Wenn ich einen Hund adoptiere, würde ich ihn nie abgeben, ausser, er würde mich beissen und ich hätte Angst vor ihm. Anderes käme für mich nicht in Frage. Ich übernehme Verantwortung für ein Lebewesen, möchte ihm ein schönes Leben schenken, etwas, was er noch nicht gekannt hat vorher.

    Ich werde mich auf jeden Fall noch mal beraten lassen. Der Hund soll sich ja mit mir verbessern und sich wohl fühlen und nicht sein altes Leben vermissen, weil er sich da besser gefühlt hat oder weil er sich mit mir nicht wohl fühlt...

  10. Inaktiver User

    AW: Was alles bedenken, wenn man sich einen Hund zulegen möchte..

    Zitat Zitat von Mathilda67 Beitrag anzeigen
    Ich denke, alles ist besser als ein Leben im Zwinger.
    Nein, das ist es definitiv nicht. Tierheime sind zum einen heute nicht mehr die furchtbaren Verliese wie früher (jedenfalls nicht in Deutschland).
    Und ob es wirklich besser ist für das Tier, stundenlang mutterseelenallein zu sein anstatt im Heim, wo es zwischendurch mal raus kommt und zumindest Artgenossen hört - das können wir kaum nachprüfbar beurteilen, das dürfte von Tier zu Tier verschieden sein. Es gibt sehr viele Hunde, die so lange im Heim waren, dass sie für ein Leben in der Familie nicht mehr "brauchbar" sind.

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