Antworten
Seite 5 von 11 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 106
  1. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Hallo Lukulla, Semi und andere

    genau das ging mir auch durch den Kopf. Die Rettung der Gepardenkinder waere ausgesprochen schwierig gewesen. Nicht nur, weil es sicherlich nicht so einfach ist, die Tiere rechtzeitig in eine geeignete Rettungsstation zu bringen, sondern auch, weil sich manche Tierarten praktisch gar nicht mehr auswildern lassen.


    Liebe Delenn,

    Deine Passage ueber die de-facto Laborbedingungen habe ich 2x gelesen und bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe. Meinst Du, dass sich durch die blosse Beobachtung (+ Filmen) der Wildtiere eine aehnliche moralische Verpflichtung zum 'Helfen' ergibt, wie das in einem Labor gegeben waere? Oder gehst Du davon aus, dass dadurch, dass ein Kamerateam die Tiere begleitet, bereits keine natuerlichen Bedingungen im Sinne von 'freier Wildbahn' mehr herrschen?

    Ich vermute, Du meinst beides. Du schreibst, wenn ein Loewe die Kleinen gefressen haette, dann waere es der natuerliche Lauf der Dinge gewesen. Das sehe ich ganz genauso. Allerdings nehme ich (vielleicht naiverweise?) an, dass diese Wildtier-Filmer es verstehen, eben nicht einzugreifen und einen ausreichenden Abstand zu halten. Ich habe die Doku nicht gesehen, gehe aber jetzt mal davon aus, dass es ein Standardformat war, bitte korrigiert mich. Deshalb wuerde ich auch nicht von vornherein annehmen, dass das Filmteam durch seine Arbeit der Natur ins Handwerk gepfuscht hat.

    Woher haetten sie denn wissen sollen, dass kein anderes Raubtier kommen wuerde? Wie lange wartet man mit dem Eingreifen? Wann ist es gerechtfertigt - nach 1h, 12h, 24h, ist es dann vielleicht schon zu spaet fuer eine Rettung?

    So sehr ich selbst fuer den Artenschutz bin, die Forderungen an die Filmcrew finde ich in diesem Fall etwas unrealistisch.
    Geändert von Aviva (21.11.2006 um 00:01 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Liebe Strelia,

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Es gibt leider nicht mehr so viele Tierarten, die
    wirklich ursprünglichen Lebensraum auf unserer
    Erde haben. Die es nicht notwendig hätten,
    des Mensches Schutz zu bekommen.
    Yepp, insoweit stimme ich Dir zu - ich bin im Prinzip auch pro Artenschutz. Und wie auch Delenn weiter oben schrieb: Das natuerliche Gleichgewicht ist bereits ganz gehoerig am Wanken bzw. stellenweise zusammengebrochen. Sehe ich ganz genauso.

    Mit 'Nullsummenspiel' meinte ich eher, dass die Verlierer i.d.R. als Futter fuer andere dienen. Man kann nicht gleichzeitig Jaeger und Gejagten retten, sondern muss sich, wenn man denn unbedingt eingreifen will, fuer eine Seite entscheiden. Des einen Verlust ist des anderen Gewinn.

    Davon unabhaengig sind selbstverstaendlich manche Tierarten staerker bedroht als andere.

    Die Frage nach der Praktikabilitaet (s.o.) lasse ich jetzt mal ausser Acht.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn ich schon Tierdokumentationen mach, Zeuge
    eines Unglücks werde, es sich wirklich um Tierbabies handelt,
    muss ich was tun. Eigentlich egal ,um welche Gattung es geht.
    Das hingegen kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Wie passt das denn zum Artenschutzargument oben?

    Das war es im uebrigen auch, was ich aus Deinen frueheren Postings herauszulesen glaubte. Hilflose Tierbabys darf man nicht sich selbst ueberlassen, egal welche Gattung.

    Wie steht es aber mit Arten, die nicht bedroht sind, bei denen entweder ein gewisser 'Schwund' einkalkuliert ist oder die, noch extremer, eine andere Art, die sich nicht so gut an neue Lebensbedingungen anpassen konnte, zu verdraengen drohen? Zerstoert man dann durch 'helfendes Eingreifen' das Gleichgewicht nicht noch weiter?

    Ich gehe jede Wette ein: Wenn die Geschichte in der Tierdoku aus der Perspektive des nicht von der Ausrottung bedrohten Beutetiers erzaehlt worden und die Gepardin erfolgreich gewesen waere, haette es ebenso empoerte Proteste gegeben.

    Und das hielte ich dann nicht mehr fuer angebracht. Sorry, aber das waere fuer mich, wie fuer einige andere hier, nur noch blosse Sentimentalitaet. Niemand sieht gern ein Tier leiden. Aber so ist die Natur nun einmal. Und Tierschutz bedeutet (fuer mich persoenlich) eben auch, dass man diese in unseren Augen (!) 'grausame Realitaet' des Lebens in freier Wildbahn mit schuetzt.

    LG
    Aviva

  3. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von semiramis
    Liebe Delenn,
    ich glaube, da bist Du ein wenig zu blauäugig. Schön wär's wenn es so funktionieren würde. Ich würde mal sagen, nicht Afrikaweit, sondern vereinzelt in Afrika. Was wir hier im TV zu sehen bekommen sind doch leider Einzelfälle. Die Zoo's hier haben ein so knappes Budget, dass sich manche nicht mal einen eignen TA leisten können. Sie sind froh, wenn ihr hiesiger Nachwuchs in anderen Zoo's unterkommt.(Platzmangel) Da ist sicher kaum Geld übrig um sich an solchen Projekten zu beteiligen.Was anderes ist es, wenn eine Art vom Aussterben bedroht ist, da greift jeder gerne zu.
    Ich bin auch ziemlich skeptisch bez. des Auswilderns, wir können es immer nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt verfolgen. Mich würde mal interessieren, wie lange die Tiere danach überleben und ob ihr Überlebenskampf nach der Auswilderung nicht auch eine Art von Tierquälerei ist.
    LG
    semi
    @Semi, als ausdauernder Zuschauer der Zoosendungen weiss ich, dass z.B. der Kölner Zoo sich an verschiedenen Projekten von Artenschutz und Auswilderung beteiligt. Es wurden auch schon mehrfach Berichte über die Stationen in den einzelnen Sendungen gezeigt. Und aus der Aussage von Zootierarzt Behlert weiss ich, dass weltweit Zoos solche Projekte unterhalten bzw. mittragen.

    Übrigens ist die Auswilderung von Geparden schon gelungen und zwar Matto Barfuss. Dass es sicher kein einfaches Unterfangen ist, wissen wir spätestens seit der Löwin Elsa.

    Ich nehme an, dass wir die ganz armen Zoos in den Sendungen nicht zu sehen bekommen. Aber die Zoos die bisher zu sehen waren verfügen über mehr als einen TA.

    Ja, ich stimme dir sogar zu, dass ich es wohl etwas blauäugig oder zu menschlich sehe.
    Trotzdem wünschte ich mir, dass es mehr Menschen gäbe, die nicht einfach zuschauen um dokumentieren zu können, wie lange schafft es ein Gepard mit einer solchen Verletzung zu überleben, wie lange können Gepardenkinder ohne Nahrung überleben. Was passiert wenn ........
    @Aviva, das ist es, was ich mit "Laborbedingungen" meinte.

    LG Delenn

  4. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Liebe @Aviva

    Es ist gut das jeder anderer Meinung sein kann, vieles
    aus anderer Sicht sehen kann.

    Wenn die Gepardin gewonnen hätte?

    Was wäre anders? Der Kampf wäre zum Ersten auf die
    natürlichste Weise, die die Natur vorschreibt ausgegangen.
    Gazellen haben grossen Rudel. Wäre dieser Bock eine Gazellen-
    dame gewesen mit Jungen, (meisstens haben die ja ein Junges)
    wäre dieses junge Gazellenkind mit im Rudel geschützt worden.
    Ausserdem ist deren Beuteverhalten ganz anderes ,wie das
    einer Raubkatze. Es wär eine ganz andere Ausgangssituation
    für die Kleinen. (sprich Gazellenjungen)
    Es würde zu keiner Diskussion stehen, das der Mensch in
    diesem Fall einschreiten sollte.

    Wie meintest du das mit diesen Protesten andersrum?
    So wie ich es nun verstanden und darauf aus meiner
    Sicht geantwortet habe?
    Warum sollten da derartige Proteste kommen?
    Das glaub ich nicht. Diese Art von Protesten wären
    wirklich nur Sentimentalitäten.
    Findest du nicht auch, dass man unter den heutigen
    Umständen die wir in der Natur haben, wirklich abwägen
    sollte auf den einzelnen Fall? Ich meine, gerade Geparden
    gehören zu einer sehr bedrohten Art.
    Für mich ist hier weder nur reine Sentimentalität im Spiel
    noch Mitleid oder Sonstiges. Das sind einfach Fakten.

    Ich bin als Filmteam hier - die Gepardenmutter stirbt
    (wobei ich ganz persöhnlich auch veranlassen würde
    diese zu retten und alle drei in diesem Falle dann nach
    der Obhut von Menschen (allerdings nur artgerecht behütet)
    wieder auswildern würde) - sehe wie die Jungen verenden.
    Also für mich keine Frage - diese Jungen sollten angenommen
    werden, bis sie stark genug sind wieder alleine zurecht
    zu kommen.

    Wenn ich Tierdokus mach oder solche Reportagen und
    werde Zeuge wie etwas Derartiges unglücklich ausgeangenes
    passiert, kann ich das tun. Ich denke daran an jede Art von
    Tieren, die hilflos wären als Tierkinder.

    Ich sehe das nicht als Zugabe in ein Ungleichgewicht das
    wir ja schon extrem habe. Ich sehe das total anders.
    Ich rette Tiere, helfe dabei - das diese Art mehr von Ihres-
    gleichen bekommt.

    Liebe Grüsse

  5. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Lukulla
    Im übrigen ging es in dem Fall darum eine sichere handlungsfähige Basis innerhalb von 48 Stunden herzustellen.

    Ich hätte als Regisseur des Films vor Ort einen erfahrenen Jäger mit einem Bärentöter gebeten, die drei zu erschiessen, damit sie nicht leiden. Selbstverständlich hätte ich dann die Tiere nebst Fell gewinnbringend verkauft und damit weitere Tierschutzprojekte gefördert: Wahrscheinlich ist schon naiv, daran zu denken, dass ein Filmteam einen erfahren Tierjäger dabei hat.

    @Strelia

    Das Beispiel mit den OrangUtans hinkt gewaltig. Das sind Pflanzenfresser und sie müssen auf Bäumen rumklettern und sich Nüsse und Samen holen oder Die Hauptnahrung des Orang-Utan sind dabei allerlei Früchte mit einer Vorliebe für die stacheligen Früchte des Zibetbaumes. Aber auch Blüten, Knospen, junge Blätter und weiche Rinde stehen auf seinem Speiseplan. In freier Wildbahn ist der Orang-Utan ein reiner Pflanzenfresser. Das kann man in Reservaten super üben und dann "auswildern".

    Die Geparden sind darauf angewiesen, zu lernen wie man jagt. Kein Mensch kann ihnen das beibringen, auch nicht im besten Wildpark der Welt.

    @Lukulla

    Nein da wiederspreche ich dir gewaltig was Orang Utans angeht
    Ich bin bei WWF und bekomme regelmäsig Unterlagen
    über bedrohte Tierarten.
    Besonders die Orang Utan Babies sind hilflos wie
    Menschenkinder.
    Mehr brauch ich erst mal nicht dazu posten.
    Vielleicht schaust du dir das mal an

    Liebe Grüsse

  6. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @Semi, als ausdauernder Zuschauer der Zoosendungen weiss ich, dass z.B. der Kölner Zoo sich an verschiedenen Projekten von Artenschutz und Auswilderung beteiligt. Es wurden auch schon mehrfach Berichte über die Stationen in den einzelnen Sendungen gezeigt. Und aus der Aussage von Zootierarzt Behlert weiss ich, dass weltweit Zoos solche Projekte unterhalten bzw. mittragen.

    Übrigens ist die Auswilderung von Geparden schon gelungen und zwar Matto Barfuss. Dass es sicher kein einfaches Unterfangen ist, wissen wir spätestens seit der Löwin Elsa.

    Ich nehme an, dass wir die ganz armen Zoos in den Sendungen nicht zu sehen bekommen. Aber die Zoos die bisher zu sehen waren verfügen über mehr als einen TA.

    Ja, ich stimme dir sogar zu, dass ich es wohl etwas blauäugig oder zu menschlich sehe.
    Trotzdem wünschte ich mir, dass es mehr Menschen gäbe, die nicht einfach zuschauen um dokumentieren zu können, wie lange schafft es ein Gepard mit einer solchen Verletzung zu überleben, wie lange können Gepardenkinder ohne Nahrung überleben. Was passiert wenn ........
    @Aviva, das ist es, was ich mit "Laborbedingungen" meinte.

    LG Delenn
    @Delenn
    Die Aussagen eines Zoodirektors und in den im Moment so beliebten Zoosendungen, sind ein Ding und die Aussagen von Biologen,welche am Ort arbeiten aber nicht im TV erscheinen sind etwas Anderes. Ich kenne einige durch meine Biologen Tochter, welche lange im Artenschutz, vornehmlich in Afrika, gearbeitet haben und wenn sie von ihrer Arbeit in Afrika erzählen stehen einem manchmal die Haare zu Berge.Das sieht dann etwas anders aus , als im TV oder den Werbebroschüren einiger Tierschutzorganisationen. Leider, sage ich dazu.
    Deine Wünsche kann ich voll unterstützen, nur sind wir davon noch sehr, sehr weit entfernt und ich denke, oft wird der Tierschutz völlig falsch verstanden.
    LG
    semi
    Time is just memory
    Mixed with desire

    Tom Waits

  7. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Wäre dieser Bock eine Gazellen-
    dame gewesen mit Jungen, (meisstens haben die ja ein Junges)
    wäre dieses junge Gazellenkind mit im Rudel geschützt worden.
    Ausserdem ist deren Beuteverhalten ganz anderes ,wie das
    einer Raubkatze. Es wär eine ganz andere Ausgangssituation
    für die Kleinen. (sprich Gazellenjungen)
    Es würde zu keiner Diskussion stehen, das der Mensch in
    diesem Fall einschreiten sollte.
    Da bin ich nicht sicher. Viele Grasfresser säugen nur ihr eigenes Junges. Sprich: wenn die Mutter stirbt, ist auch das Junge verloren, obwohl die ganze Herde da ist, denn kein anderes Muttertier akzeptiert das Junge an ihrem Euter. Es verhungert also.
    Szenario: Gepardin reisst Muttergazelle, verletzt eventuell dabei auch das Junge, aber das kann mit der Herde flüchten. Es verhungert aber einige Tage später. Und das alles vor der Kamera eines Filmteams.
    Würden wir hier auch die Intervention der Filmer fordern?

    Ich stelle mal folgende Hypothese auf: wir machen in unserer Bereitschaft zu intervenieren Unterschiede bei den Tierarten - allerdings nicht, ob sie als Spezies bedroht sind oder nicht (wenn es wirklich danach ginge, müssten wir vor allem Amphibien retten). Raubtiere ziehen immer gut - junge Raubtiere, Grosskatzen vor allem, haben den höchsten Mitleidsfaktor.

  8. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    @Hourus

    Da hast du vollkommen Recht.
    Ein Gazellenjunges kann unter Umständen nicht aufgenommen
    bzw. angenommen werden von seinen Rudelgenossen.
    Aber -
    immerhin besteht eine grosse Chance, dass es aufgenommen
    wird. Bei Raubkatzenkindern ist da null Chance.
    Mal in diesem einen Fall der Gepardin.
    Ein Löwinnenrudel allerdings kann kl. Löwenbabies akzeptieren.
    Sich deren annehmen. Hier wieder ist keine Einmischung nötig
    finde ich. Die Jungen haben wenigstens eine Chance zu
    überleben und das ist der Lauf der Natur. So ist es absolut
    akzeptabel. Ich meine damit, so kann man die Jungen auf
    sich selbst überlassen.

    Verletzt die Gepardenmutter beim Kampf ein
    Junges der Gazelle mit, dann ist das zusätzliches Futter.
    Ich bin mir sicher das die Gepardin schnell töten wird.
    Das grosse Tier , sowie das junge Tier.

    Da liegt das Annehmen eines Naturgesetzes .(meinerseits)
    Meisstens töten die Jäger schnell. So ist es gut. Kein Leiden.
    Ausnahmen , auch in der Natur , ganz auf sich alleine gelassen
    gibt es allerdings auch. (Sind aber die absolute Minderheit)

    Was Amphibien angeht, stehe ich mit meiner Meinung
    genauso - je nach Fall bei dem ich Zeuge werde -
    dafür ein.

    L.G.
    Geändert von Inaktiver User (21.11.2006 um 09:11 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Was Amphibien angeht, stehe ich mit meiner Meinung
    genauso - je nach Fall bei dem ich Zeuge werde -
    dafür ein.
    Ja, du.

    Aber seien wir ehrlich - bei den meisten Zuschauern solcher Dokus ist das anders. Der "Jöööööö-Faktor" bei Raubtierkindern zieht da voll, aber um warzige Kröten scheren sie sich einen Dreck.

    Zurück zum vorliegenden Fall. Ich schaffe es nicht, hier eine Meinung für die eine oder andere Seite zu formulieren. Intellektuell und mit allem ökologischem Wissen tendiere ich eher zu der Ansicht, dass das Filmteam richtig gehandelt hat, nicht einzugreifen. Wildtiere sind Wildtiere, der Mensch sollte da so wenig wie möglich eingreifen (er tut es eh schon genug)

    Aaaber ... ich kenne mich. Emotionell reagiere ich anders. Ich hab selbst schon ziemliche Absturzgefährdung auf mich genommen, um ein verletztes Wildtier (Birkhahn mit gebrochenem Flügel) in den Bergen zusammenzulesen und in die Tierklinik zu bringen. (Die haben ihn wirklich wieder zusammengeflickt und ausgewildert.) Obwohl ich genau wusste, dass ich damit ins Naturgesetz eingreife und den Fuchs, Luchs oder Adler um eine einfach zu fangende, dringend benötigte (es war im Hochwinter) Beute bringe. Ich tendiere dazu, diese Aktion intellektuell als falsch zu bewerten. Aber ich konnte schlichtweg nicht anders.

  10. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich würde mal vermuten, daß ein Filmteam weder das Equipment (Fanggeräte,Käfige, Futter, Narkosegewehr, Transportmöglichkeiten) noch die Expertise hat, Raubkatzen oder gar eine Giraffe zu fangen, zu versorgen und an den top-geeigneten Ort zu bringen. In einem Riesenland wie Afrika dürfte der wohl auch kaum gleich um die Ecke liegen.

    Und die Geparden abschießen - wetten, daß sie dann wegen Wilderei dran wären ?
    Kann ja jeder erzählen, daß die schon schwer verwundet/dem Tode geweiht waren.

    Mir tut es auch leid, wenn ich sowas sehe .... Aber der Job eines Naturfilm-Teams ist nun mal filmen und nicht aufwändige Tierrettung.

    mir ging es nicht darum, den Bullen aufwendig zu retten, sondern zu erschießen.

    Ich fände es nicht "dumm", Fimteams von Wildhütern begleiten zu lassen, die die Befugnis haben, Wild zu erschießen.

    Und wie gesagt, bei bedrohten Tierarten fände ich ein Eingreifen angebracht, das hat nichts mit "Niedlichfaktor" bei Raubkatzen zu tun. So denke ich auch bei bedrohten Tieren, die keinen "Niedlichfaktor" haben.

Antworten
Seite 5 von 11 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •