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    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich leide da auch immer mit, frage mich aber auch, ob der Bulle tatsächlich so leidet, wie ich es mir einbilde, oder ob in der Natur nicht ganz andere Mechanismen greifen.
    Das ist für mich der Punkt, ich glaube nämlich, wir denken da zu menschlich. Für Tiere sind Leid und Tod etwas völlig Selbstverständliches.

  2. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Aviva
    Hallo,

    ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist.



    Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?
    Für mich schon, denn -ich gehe jetzt einmal vom Eingangsposting aus. Hier ist eine Filmcrew, die praktisch "Laborbedingungen" schafft. Tierbeobachtungen in freier Natur. Also eigentlich doch nur der Aktionsplatz vom Labor in die Natur verlagert.
    Solange jetzt die Natur ihren ganz natürlichen Lebensverlauf nimmt, sprich ein Tier wird gejagt, getötet und gefressen ist alles ok.
    Wenn jetzt aber ein Tier bei diesen Beobachtungen so schwer verletzt wird, dass abzusehen ist, dass es qualvoll stirbt und auch seine Jungen (die, das sage ich jetzt bewusst polemisch) sicher auch nicht lautlos gestorben sind, sondern wohl ziemlich verzweifelt nach ihrer Mutter gerufen haben, dann hat der Mensch kein Recht, diesem Leiden tatenlos zuzusehen.


    Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst )
    Nein, Freigänger ist er nicht. Allerdings verirrt sich trotz Katzennetz hin und wieder ein Vogel auf den Balkon und der wird natürlich gejagt. Aber hier sind bisher meist (bis auf 1) die Vögel im Vorteil.

    Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.
    Ich glaube, in der heutigen Zeit liegt nicht mehr nur ein Nullsummenspiel vor. Auch die Tierwelt hat sich angepasst. Viele überleben und vermehren sich überproportional, weil die natürlichen Fressfeinde fehlen. One schrieb vor kurzem, dass in ihrer Heimat kleine Echsen aussterben- weil da wiederum die Fressfeinde Überhand nehmen.

    Bei den Vögeln ist es z.B. auch so, dass die Natur "Verluste" bei der Brut einkalkuliert.

    Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys ) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

    Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

    Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

    Neugierige Gruesse
    Aviva
    Nein die Wahl sollte man dem Filmteam nicht überlassen, zu bestimmen, welches Tier gerettet werden soll.

    Ich habe das weiter oben schon einmal geschrieben. Wären jetzt Geier oder ein Löwenrudel aufgetaucht und hätten Mutter mit Kindern als Nahrung angesehen, hätte ich das ganz normal gefunden. (Wobei mir wohl, ehrlich gesagt, auch das Herz geblutet hätte )
    Was ich nicht akzeptieren kann ist, einer Tierfamilie tagelang beim sterben zuzusehen um dadurch welche Erkenntnisse auch immer zu gewinnen. Wobei dann für mich wieder die Laborbedingungen greifen und der Tierschutz.

    Wenn es dann vielleicht sogar nur geschah, um dem Voyeurismus der Zuschauer Rechnung zu tragen, finde ich das schon sehr schlimm.

    LG Delenn

  3. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von ReginaM
    Das ist für mich der Punkt, ich glaube nämlich, wir denken da zu menschlich. Für Tiere sind Leid und Tod etwas völlig Selbstverständliches.
    Das mag schon sein, dass wir zu menschlich denken, heisst aber nicht, dass nicht auch Tiere zu Gefühlen wie Schmerz und Trauer fähig sind.

    Selbst Fische, von den es jahrhundertelang hiess, dass sie den Angelhaken nicht spüren, haben ein Schmerzempfinden, wenn sich der Haken im Maul festhängt.

    Ich denke, wenn ein Mensch sieht, dass ein Tier leidet und keine Heilungsmöglichkeiten bestehen, hat er die Pflicht, das Tier zu erlösen.

  4. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    [QUOTE=Aviva]Hi Strelia,

    stimmt, das hast Du weiter oben schon erwaehnt. Mir war nur vom Grundtenor Deines Postings her nicht klar, dass es Dir (und einigen anderen) in erster Linie um bedrohte Tierarten ging. Es las sich eher so, als gaebe es eine Forderung, verletzte Elterntiere zu 'erloesen' und die Tierbabys von Hand grosszuziehen - unabhaengig von der Tierart oder davon, ob sie nun gefaehrdet ist oder nicht.

    Also Du bist dafuer, auf diese Weise bedrohte Arten zu erhalten. Das wird ja sehr oft auch jetzt schon so gemacht.

    Bei nicht bedrohten Arten dann dementsprechend nicht eingreifen. (oder???)


    Liebe Aviva

    Es gibt leider nicht mehr so viele Tierarten, die
    wirklich ursprünglichen Lebensraum auf unserer
    Erde haben. Die es nicht notwendig hätten,
    des Mensches Schutz zu bekommen.

    So punktgenau kann man es nun nicht vergleichen.
    Ich finde, der Mensch beansprucht absolut zuviel
    Platz für sich und seine doch schon längst übergreifenden
    Bedürfnisse. Das Tier ist in seinen natürlichen Waffen
    immer mehr eingeschränkt. Deshalb sollte man, wo
    Hilfe sichtbar wird, etwas tun. Jeder kann das.
    Wenn ich schon Tierdokumentationen mach, Zeuge
    eines Unglücks werde, es sich wirklich um Tierbabies handelt,
    muss ich was tun. Eigentlich egal ,um welche Gattung es geht.(Wie gesagt, wir leben in einer anderen Zeit. Du kannst
    frühere Massstäbe nicht mehr ansetzen , meiner Meinung nach)

    Liebe Grüsse

  5. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das mag schon sein, dass wir zu menschlich denken, heisst aber nicht, dass nicht auch Tiere zu Gefühlen wie Schmerz und Trauer fähig sind.

    Selbst Fische, von den es jahrhundertelang hiess, dass sie den Angelhaken nicht spüren, haben ein Schmerzempfinden, wenn sich der Haken im Maul festhängt.

    Ich denke, wenn ein Mensch sieht, dass ein Tier leidet und keine Heilungsmöglichkeiten bestehen, hat er die Pflicht, das Tier zu erlösen.
    ja Deleen so ist es

    Denkt mal an die Delphine die abgeschlachtet werden
    an verschiedenen Küsten.
    Habt ihr den Ausdruck der "halb abgestochenen" Tiere
    schon gesehen? Auch im Fernsehen ist sichtbar, wie
    sehr diese Tiere leiden.
    Ich meine sogar ihnen anzusehen, das sie hinausschreien
    "Warum tut ihr uns das an?"

    L.G.

  6. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Habt ihr den Ausdruck der "halb abgestochenen" Tiere
    schon gesehen? Auch im Fernsehen ist sichtbar, wie
    sehr diese Tiere leiden.
    Ich meine sogar ihnen anzusehen, das sie hinausschreien
    "Warum tut ihr uns das an?"

    L.G.
    Was diese Sendungen betrifft, schaue ich sie mir bewusst gar nicht mehr an, und wenn ich per Zufall in einen solchen Beitrag hineingerate, schalte ich möglichst schnell weiter

    Diese Bilder bekomme ich nie mehr aus dem Kopf

    LG Delenn

  7. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Ich denke, daß bei vielen dieser Dokumentationen eine Story aus einzelnen Fragmenten zusammengeschnitten wird. Oftmals liegt es auch nur dicht neben der Wahrheit.
    Gerade habe ich gestern oder vorgestern eine Doku über Erdmännchen gesehen, (Animal Planet)die eigentlich wunderschön war aber durch die Kommentare total verkitscht wurde. Alle Tiere bekamen originelle Namen und eine Story wurde so konstruiert. Ich habe ausgeschaltet, weil ich den Quatsch nicht mehr hören konnte. Selbst in den Tierdoku's muss es Sensationen geben oder ganz normale Ereignisse im Leben der Vierbeiner werden dazu gemacht.
    Die geschilderte Situation ist für uns nicht schön anzusehen aber im Lebenslauf der Wildtiere passiert es eben.Es ist wohl für die Filmemacher ein Glücksfall die sterbende Gepardenmutter und die danach einsamen Jungen zu filmen. ( Ich hoffe, jeder hier merkt, dass der Satz ironisch gemeint war )Wenn es denn wirklich die gleiche Mutter und nicht Junge, aus irgendeiner anderen Doku waren.
    LG
    semi
    Time is just memory
    Mixed with desire

    Tom Waits

  8. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    semi, die Doku kenne ich auch. Mein Hund liebt sie - seitdem bin ich nicht mehr sicher, ob Hunde tatsächlich nix sehen im Fernsehen. Er sitzt jedesmal gebannt davor. Ich schalte den Ton übrigens weg und geh putzen (so wie ich es am liebsten mit dem Fußballspiel für meine andere Hälfte tun würde)

  9. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    @Semi

    Ich weiss nicht so recht ob sich das so abspielt.
    Jedoch ganz abstreiten, dass dies nicht möglich wäre,
    tu ich auch nicht.

    Tiere in freier Wildbahn sollte man lassen ja-
    Die Gesetze der Natur sind hart aber eigentlich ausgeglichen.
    Nur:

    Das ist eben heutzutage nicht mehr so.
    Das Gleichgewicht ist durcheinander.
    Leider

    Liebe Grüsse

  10. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe neulich auch eine Doku gesehen, in der einem Giraffenbullen arg von Löwen zugesetzt wurde. Er war schwer verletzt, konnte sich nicht mehr bücken um zu trinken, und verdurstete schließlich vor dem Wasserloch. Vielleicht darf ein Filmteam nicht eingreifen.
    Ich würde mal vermuten, daß ein Filmteam weder das Equipment (Fanggeräte,Käfige, Futter, Narkosegewehr, Transportmöglichkeiten) noch die Expertise hat, Raubkatzen oder gar eine Giraffe zu fangen, zu versorgen und an den top-geeigneten Ort zu bringen. In einem Riesenland wie Afrika dürfte der wohl auch kaum gleich um die Ecke liegen.

    Und die Geparden abschießen - wetten, daß sie dann wegen Wilderei dran wären ?
    Kann ja jeder erzählen, daß die schon schwer verwundet/dem Tode geweiht waren.

    Mir tut es auch leid, wenn ich sowas sehe .... Aber der Job eines Naturfilm-Teams ist nun mal filmen und nicht aufwändige Tierrettung.

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