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  1. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von ReginaM
    Es geht dabei nicht nur um die Jagd. Ich habe mal einen kleinen Schafbock aufgezogen, dessen Mutter kurz nach der Geburt gestorben war. Das Kleine war ohne Eingreifen zum Tode verurteilt, also hab ich die Mühe auf mich genommen und es war eine Mühe, denn ein Schafbock ist nun mal kein Haustier. Es hat soweit auch alles wunderbar geklappt.... aber ein halbes Jahr später, der Bock war inzwischen längst bei der Herde, war er tot und keiner weiß, warum. Damals habe ich mir geschworen, nie wieder der Natur ins Handwerk zu pfuschen.

    Ja, kann man so sehen. Aber wenn es "Forschungszweicke" waren, weshalb nicht eingegriffen wurde, dann greift auch das Tierschutzgesetz nicht oder? Sicher bin ich mir jetzt da nicht.

    Soweit ich weiss, gilt das Tierschutzgesetzt immer. Auch unter Labor- bzw. Forschungsbedingungen.
    Wahrscheinlich aber in jedem Land anders

    "Pfuschen" wir der Natur denn nicht unentwegt ins Handwerk. Dieser Tage musste bei unserem Kater ein eitriger Abszess in Narkose aufgeschnitten werden. Ohne dieses eingreifen wäre er wahrscheinlich (lt. TÄ) nach innen aufgegangen, hätte das Blut vergiftet und der Kater wäre gestorben.

    Dass der kleine Bock gestorben ist, kann vielfältige Ursachen haben. Trotz sachgemässer Aufzucht und Hege sterben auch in den Zoos immer wieder Tiere. Da ist es egal, ob die Tiere ohne menschliches eingreifen von den Tiermüttern aufgezogen wurden, oder Handaufzuchten waren.

  2. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Keines meiner Pferde hätte in freier Natur eine Überlebenschance - ist aber auch nicht so geplant, "moderne" Pferde sind ein Ergebnis von Züchtungen und nicht unbedingt für unsere Breiten und Haltungsbedingungen geeignet.

    Insofern ... wir MÜSSEN pfuschen, finde ich, wenns um Haustiere geht.

  3. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Keines meiner Pferde hätte in freier Natur eine Überlebenschance - ist aber auch nicht so geplant, "moderne" Pferde sind ein Ergebnis von Züchtungen und nicht unbedingt für unsere Breiten und Haltungsbedingungen geeignet.

    Insofern ... wir MÜSSEN pfuschen, finde ich, wenns um Haustiere geht.
    Wobei Katzen da anderen Haustieren überlegen sind. Sie schaffen es tatsächlich, sich alleine durchs Leben zu schlagen. Sehen wir gerade wieder an einer Mutter mit 3 Kindern, die wir seit Tagen auf einem Fabrikgelände einfangen wollen um sie kastrieren zu lassen. Hoffentlich erwischen wir den unkastrierten Kater auch. Allerdings befürchten wir, dass die Mutter schon wieder tragend ist.
    Nur so zum Thema "der Natur nicht ins Handwerk pfuschen"

    Ja, ich denke du hast recht - es gibt Situationen da MÜSSEN wir einfach eingreifen.

    @Regina, soweit es sich um wildlebende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum handelt stimme ich dir völlig zu. Im geschilderten Fall hätte ich das als natürlich akzeptiert, wenn die Mutter mit ihren Jungen beispielsweise einem Löwen zum Opfer gefallen wäre, Aber als Mensch dem langsamen Sterben tatenlos zusehen, das kann ich für mich nicht nachvollziehen.

    @One, wir haben den Mäusen zumindest Latten in die Lichtschächte gelegt und die Katze im Haus gehalten. So hatte die arme Maus zumindest eine kleine Chance

  4. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Hallo ihr Lieben

    @Noodie : Ich denke das es zu spät ist, diesen Sender anzurufen
    Früher hätte ich das getan. (Damals als die ersten Tierquältrans-
    porte in Panorama oder Monitor kamen, hab ich das gemacht)
    Es war aber wohl ein Schreiben (damals ohne Internet noch!)
    von vielen.Ob es was gebracht hat, hab ich nie erfahren.
    Jedoch was Tiertransporte anging, schlugen da ja nach
    und nach Wellen. (Gott sei Dank)

    Ihr Anderen: Ich finde eure Antworten schön.
    Es beweisst , dass ich nicht falsch denke.
    Im Grunde genommen würde jede von uns
    hier, wäre sie zufällig in einem Filmteam
    dabei, würde soetwas passieren, motivieren,
    einzugreifen.

    Ich für meinen Teil würde es tun. Die Zeit in der wir leben
    ist anders. Arten sterben aus. Für viele Tierarten, auch
    der Gepard, wird es immer schwieriger sich zu behaupten.

    Die Gepardenmutter wackelte dahin , ich kann euch sagen.


    Das Filmteam hatte das noch in der Kamera. Der Kommentar
    dazu: "Noch ahnen die Kleinen nicht, das der Gazellenbock
    soeben das Todesurteil der ganzen Gepardenfamilie ausgelöst
    hat"
    (Und die haben der Mutter so beim Kämpfen geholfen.)

    Ich für meinen Teil muss nochmals erwähnen:
    In einen Kampf einzugreifen zwischen Jäger und Gejagtem,
    würde ich niemals befürworten. Wenn es ein Ende gibt,
    einer verlor, der andere im gerechten Kampf seine Beute
    erlegt, dann ist das der Lauf des Lebens.

    Was die Auswilderung eines jeden Jungtieres angeht,
    sollte man die Hoffung nie aufgeben, das es doch klappt.
    Lieber ein junges Tier retten und versuchen wieder
    einzugliedern in seinen natürlichen Fluss seines Lebens,
    als zusehen , wie es dahinstirbt.

    Liebe Grüsse

  5. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Stimmt - Katzen sind zäher - aber wenn ich an die häufigen Nierenerkrankungen von freilebenden Katzen denke, bin ich auch wieder etwas nachdenklich ...

    Strelia - eine Maus hab ich bis jetzt durchgebracht, die anderen waren zu klein. Ich hab echt ein paar Tränchen vergossen, als ich sie in einem Heuschober mit ausreichend Futter und auch einigen Mehlwürmern ausgelassen habe - und wenn ich manchmal an dem Heuschober vorbeifahre, denke ich immer, wie es meinem Maus (es war ein kleiner Mäusemann) wohl geht, ob er hoffentlich noch keiner Katze zum Opfer gefallen ist, ob er schon viele Mäusedamen beglückt hat, etc.

    Hätte er glücklicher bei mir ausgesehen, ich hätt ihn behalten. Aber es war ihm anzusehen, daß er wohl rauswollte ...

    Eine Freundin von mir hat ein Eichhörnchenbaby aufgezogen, und sogar im Garten eine Voliere bauen lassen, um das Hörnchen langsam fürs freie Leben fit zu machen. Als das Hörnchen groß, fit und klug war, ging sie mit ihm gemeinsam über die Wiesen, etc. Bei solchen Aktionen steckt schon viel Herzblut drin.

  6. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    @1of8

    Ja das glaube ich auch. ( das mit dem Herzblut)

    Ich kenne das Aufziehen von "verwaisten" Rehkindern.
    Dort wo ich aufwuchs gab es verschiedene Landwirte
    die ab und an ein Rehkitzchen anmähten. (Mähsaison
    oft Rehgeburtensaison)

    Viele Landwirte (leider nicht alle denen das passierte)
    nahmen das Kitzchen mit und zogen es daheim gross.
    Mit Fläschen und so.

    Was mir noch einfällt zu diesem Thema, erst kürzlich
    kam auch eine Sendung über Steinböcke und ihr Leben
    in den Felsen. Das ist Wahnsinn wie die Kleinen sich da
    behaupten müssen und lernen müssen auf diesen millimeter-
    grossen Abstufungen, zurecht zu kommen.

    Da sah man ein Kleines, das hatte ein Beinchen total verkrüppelt
    (Ich konnte kaum hinsehen, dachte auch, "oh je - das ist
    verurteilt zum Tod")

    Doch dem war nicht so*freu*

    Es hat gelernt in dieser Welt da, mit seiner Behinderung
    klar zu kommen. Es konnte , wenn auch nicht ganz so
    schnell wie die anderen, genauso die Felsen erklimmen.

    Liebe Grüsse

  7. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Hallo,

    ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Soweit ich weiss, gilt das Tierschutzgesetzt immer. Auch unter Labor- bzw. Forschungsbedingungen.
    Wahrscheinlich aber in jedem Land anders
    Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    "Pfuschen" wir der Natur denn nicht unentwegt ins Handwerk. Dieser Tage musste bei unserem Kater [...]
    Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst )

    Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.

    Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys ) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

    Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

    Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

    Neugierige Gruesse
    Aviva

  8. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Zitat Zitat von Aviva
    Hallo,

    ich antworte jetzt auf Delenns Posting, weil das so schoen strukturiert ist.



    Hallo, glaubst Du denn wirklich, dass der Tierschutz greift, wenn ein Wildtier einem anderen 'Leid zufuegt'? Bzw. wenn ein Mensch so etwas beobachtet und nicht eingreift oder sich hinterher nicht um den Verlierer kuemmert?




    Tja, hiermit waeren wir wieder beim alten Thema domestiziertes Tier (sowohl Haus- als auch Nutztier) vs. Wildtier. Dein Kater wohnt doch bei Dir zu Hause und nicht in freier Wildbahn. Insofern ist der Tierarztbesuch imho kein gravierender Eingriff in die Nahrungskette. (Die andere Frage waere natuerlich, ob er Freigaenger ist und seltene Voegel reisst )

    Aber gut, angenommen wir setzen domestizierte und Wildtiere auf eine Stufe: Wie entscheidet Ihr denn dann, welche Tierarten Ihr foerdern (= im Endeffekt behalten) und welche Ihr durch Eure Eingriffe schaedigen (= bis hin zum Ausrotten) wollt. Es liegt hier schliesslich ein Kreislauf, ein "Nullsummenspiel" vor.

    Kann man das Eurer Meinung nach den Filmcrews ueberlassen, die schliesslich die Wahl treffen, welches Tier sie zum Protagonisten kueren, indem die 'Geschichte' aus dessen Blickwinkel erzaehlt wird? Wer entscheidet denn, dass Geier(-Babys ) weniger Lebensrecht haben als Wildkatzenjunge?

    Und wie soll man mit den Langzeitfolgen umgehen, wenn man jetzt z.B. beschliesst, dass die Geier halt Pech gehabt haben, wenn sie weniger Aas bekommen, weil mehr Tiere vor dem natuerlichen Tod 'gerettet' werden sollen.

    Oder meintet Ihr das so, dass nicht generell eingegriffen werden soll, sondern nur, wenn auch ein Kamerateam anwesend ist - also letztendlich um das Gewissen (?) des Publikums zu beruhigen.

    Neugierige Gruesse
    Aviva

    @Aviva Ja ich finde ein Filmteam sollte das tun.
    Ich hab nicht nur einmal erklärt warum
    ich persöhnlich das für gut fände:

    Nochmal: Wir leben in einer anderen Zeit
    Gewisse Tierarten verkleinern sich erschreckend.
    Wenn ich Zeuge werde, das Jungtiere durch
    einen unglücklichen Ausgang einer Jagd seiner
    Mutter, zum Tode gleichermassen verurteilt sind,
    dann nehme ich diese an. Gebe sie an Ort
    und Stelle weiter, wo man sich auskennt und
    sie soweit behüten kann, dass sie entweder
    wieder ausgewildert werden, oder in Zoo
    ihr Weiterleben führen können.

    Gutes Beispiel sind unsere Orang Utans
    Kennt ihr deren Leidensgeschichten????
    Das ist total schlimm...
    Da diese Verwandten von uns ernsthaft
    zum Austerben bedroht sind, wird dort wo
    Ureinwohner sie bewildern, Massenrodungen
    ihren Platz verkleinern, Aufzucht betrieben.
    Man nimmt sich der übriggebliebenen Kleinen
    an, deren Mütter getötet wurden, zieht sie
    gross und versucht sie wieder einzugliedern
    Allerdings in Schutzgebieten. Aber auch
    im freien Gehege - mit immerwieder durchgeführten
    Kontrollmassnahmen

    Liebe Grüsse
    Geändert von Inaktiver User (20.11.2006 um 11:21 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Ich verstehe es in diesem Fall auch nicht. Die Population von Geparden geht dramatisch zurück, jedes Jungtier ist kostbar. Man hätte wenigstens Wildhüter informieren können, und die Jungen möglicherweise in einem Gehege aufziehen und später wieder freilassen können.
    Sicher, diese Tragik spielt sich täglich unbeobachtet ab, aber zugucken und nichts tun verstehe ich in diesem Fall wirklich nicht. Auf der anderen Seite hätte es auch geschehen können, dass die Gepardin den Bock erlegt und dann eine Hyäne kommt und ihr die Beute streitig macht, sie keine Kraft mehr hat, diese zu verteidigen (was einer der Gründe ist, warum die Population zurückgeht) und sie und ihre Jungen am Ende genauso sterben würden.

    Ich habe neulich auch eine Doku gesehen, in der einem Giraffenbullen arg von Löwen zugesetzt wurde. Er war schwer verletzt, konnte sich nicht mehr bücken um zu trinken, und verdurstete schließlich vor dem Wasserloch. Vielleicht darf ein Filmteam nicht eingreifen. Aber es wäre ja möglich, dass solche Teams von Wildhütern begleitet werden, die dann solche Szenen beenden könnten. Ich leide da auch immer mit, frage mich aber auch, ob der Bulle tatsächlich so leidet, wie ich es mir einbilde, oder ob in der Natur nicht ganz andere Mechanismen greifen.

  10. User Info Menu

    AW: Naturgesetz ja oder nein?

    Hi Strelia,

    stimmt, das hast Du weiter oben schon erwaehnt. Mir war nur vom Grundtenor Deines Postings her nicht klar, dass es Dir (und einigen anderen) in erster Linie um bedrohte Tierarten ging. Es las sich eher so, als gaebe es eine Forderung, verletzte Elterntiere zu 'erloesen' und die Tierbabys von Hand grosszuziehen - unabhaengig von der Tierart oder davon, ob sie nun gefaehrdet ist oder nicht.

    Also Du bist dafuer, auf diese Weise bedrohte Arten zu erhalten. Das wird ja sehr oft auch jetzt schon so gemacht.

    Bei nicht bedrohten Arten dann dementsprechend nicht eingreifen. (oder???)

    LG
    Aviva

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