Ja, er ist über sie haftpflichtversichert. Der Reitverein hat noch eine Schulpferdeversicherung für ihn. Ich selbst habe für mich eine Unfallversicherung.![]()
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03.01.2014, 07:31
AW: sind Pferde-Freundinnen hier?
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03.01.2014, 09:25
AW: sind Pferde-Freundinnen hier?
Hi, hier ist noch eine Pferdebesitzerin.
Als Kind hatte ich mal ein Pferd in reiner Selbstversorgung, direkt neben unserem Haus stehen. Das ging relativ gut, aber auch nur, weil mein Vater mir damals sehr viel an Arbeit abgenommen hat. Trotzdem macht man so eben auch sehr viel falsch. Dass man da Entscheidungen selber treffen muss, keinen um Rat fragen kann usw., sollte man nicht unterschätzen. Wenn man selber sehr viel Erfahrung hat, ist das vielleicht noch was anderes, aber ich bin schon froh, daß ich mir in dem Pensionsstall, in dem ich jetzt stehe, auch schonmal ein paar Meinungen dazu holen kann. Schon allein bei kleinen Sachen, ob man in bestimmten Situationen den Tierarzt schon rufen soll, oder wann das Pferd nach Krankheit wieder geritten werden kann,
Also, ich hatte sowas mal, habe damit aber leider überhaupt keine guten Erfahrungen. Nachdem ich 20 Jahre lang kein Pferd hatte, das aber unbedingt wieder wollte, aber auch nicht soviel Geld hatte, habe ich mich mit einem Nachbarmädel zusammen getan, und wir haben einen Jährling aus der Nachbarschaft zusammen gekauft, der auch dort stehen bleiben durfte. Wir sollten dafür Stallmiete zahlen (immerhin noch über 100 EUR), und dafür mithelfen. Das mit der Mithilfe wurde dann allerdings immer mehr. Meine Mitbesitzerin fing dann ihre Lehre an, und hatte kaum noch Zeit, so, daß ich dann ihren Teil auch noch oft genug mitmachen sollte. Dann wurden mir Vorwürfe gemacht, ich hätte z.B. Pferdeäppel vom Paddock aus einfach über den Zaun in den Wald geschmissen. Wollte natürlich sonst keiner gewesen sein, und die Stallbesitzerin war so launisch, daß sie bei sowas mal mir und mal meiner Mitbesitzerin die Schuld gab, je nachdem, wen sie gerade auf dem Kieker hatte. Dazu kam noch, daß die Stallbesitzerin fast immer bestimmte, wann wieviel mit unserem Pferd gearbeitet werden musste (das war eh viel zu viel für so einen Jungspund).Da ich selbst schon lange mit dem Gedanken spiele ,das ich mich mit einer Pferdebesitzerin "zusammentue " um eine Stallgemeinschaft zu bilden, hätte mich einfach eure pro und contra Meinung interessiert. Es ist wahrscheinlich sehr schwer ,jemanden zu finden ,der auf derselben "Wellenlänge" spielt.
Hat jemand von euch damit Erfahrung ?.
Irgendwann habe ich mich dann beschwert, und bin des Hofes verwiesen worden. Meine Mitbesitzerin wollte gerne dort stehen bleiben, so, daß ich ihr das Pferd überlassen habe. Sie hat das 3 Monate lang ausgehalten, aber als der Terror sich dann alleine auf sie konzentrierte, hat sie es auch nicht mehr ausgehalten, und das Pferd wieder an die Stallbesitzerin vekauft. Das ging bei ihr zum Schluss so weit, daß sie einmal die Woche den Keller der Stallbesitzerin putzen sollte, weil sie den auch schonmal betreten musste, dort waren nämlich die Sättel untergebracht (die hingen allerdings 2 Meter hinter der Aussen-Kellertür).
Nie wieder!
Der Vorteil an der ganzen Nummer war höchstens, daß ich weiss, was ich nicht mehr will, und, daß mein Mann gemerkt hatte, wie ernst es mir mit der ganzen Pferdegeschichte war, und mich seitdem unterstützt.
Ich habe mir dann ein eigenes, fertig ausgebildetes Pferd gekauft, einen wunderschönen Haflinger-Wallach, und ihn in einen kleinen Pensionsstall mit Offenstallhaltung in meiner Nähe gestellt. Und da fühle ich mich so pudelwohl ...! Ich bin mit den Stallbesitzern befreundet, überhaupt gibt es da nur nette Einsteller und Reitbeteiligungen. Das ganze ist klein und nett und überschaubar, und liegt direkt am Naturschutzgebiet, mit den herrlichsten Reitwegen.
Ich hätte vor 2 Jahren wohl fast mal unser Nachbargrundstück kaufen können, und hatte da nochmal kurz darüber nachgedacht, doch nochmal Selbstversoger zu werden. Letztlich hätten da aber doch die Nachteile überwogen:
+ vermutlich billiger
+ Pferd direkt bei mir am Haus
+ spontane Ausritte, Betüdeln, Liebhaben usw. möglich
+ ich hätte einen Reitplatz in der Nachbarschaft mitnutzen können
- viel viel Arbeit und Organisation
- Keine Notfallbox mehr
- Mist muss entsorgt werden (hätte man ggf. noch auf einen Anhänger laden können)
- Man hätte mindestens einen Einsteller dazu nehmen müssen - wieder Konfliktpotential - ausserdem hätte man einen Parkplatz anbieten müssen
- nicht mehr soviele Ausreitpartner, wenn überhaupt
- keine Ratschläge mehr- d.h. evtl. auch, den Tierarzt öfter rufen, als nötig
- ich hätte meine Freundinnen aus dem Stall nicht mehr so oft gesehen
- Paddocks und Weidehütten sind enorm teuer
- Fraglich, ob die Stadt das genehmigt hätte, selbst mit Weidehütte
Noch eine andere Nachbarin von mir hat sich z.B. einfach einen Paddock in den Garten gebaut, und den alten Carport zu Stallungen umgebaut, und wurde ein Jahr später von jemandem aus dem Dorf bei der Stadt angeschwärzt. Sie hätte jetzt entweder Auflagen von 15.000 EUR erfüllen müssen (es ging wohl hauptsächlich um Entwässerung) und sich Unterschriften in der gesamten Nachbarschaft holen müssen, daß sie die Pferde dort halten darf, oder sie musste die Pferde woanders hinstellen. Da sie dafür kein Geld mehr hatte, ist sie komplett mit den Pferden dort ausgezogen.
Der schöne Paddock und die Boxen stehen jetzt verlassen da. Klar, sie hätte sich vorher informieren können, aber sie ist das Risiko eben eingegangen.Grüsse
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04.01.2014, 22:57Inaktiver User
AW: sind Pferde-Freundinnen hier?
Hallo,
ich habe eine Haflinger-Mix Stute, 12jährig (2004 an die falschen Leute abgegeben, sieben Jahre später erst wiedergefunden-schrecklich), einen Haflingerwallach, 1,5jährig (ehemaliges Schlachtfohlen aus Östereich) und
eine Welsh-A Stute, 3,5jährig von einem holländischen Händler, bei dem sie als Fohlen den eisigen Winter 2010/11 ohne Dach über dem Kopf verbringen musste.
Dafür, dass ich kein Pferd mehr wollte, sind das ziemlich viele.
Und ich würde das nicht nochmal anfangen.
Bekannte haben einen alten Stall, den sie nicht brauchen und den ich seit einem Jahr kostenlos nutzen kann.
Für die Weide zahle ich Pacht. Da sie jahrelang brach lag, und entsprechend viel wächst, was da nicht wachsen soll, werde ich
noch jede Menge Zeit und Geld aufbringen müssen, um sie in einen akzeptablen Zustand zu versetzen.
Ansonsten habe ich natürlich Futter-und Einstreukosten, Mistcontainer, morgens raus, an jedem Tag, bei jedem Wetter, misten, Paddock abäppeln, einstreuen, Heu nassmachen, fegen, Pferde putzen, Wasserpötte füllen (wenn`s friert werden Kanister geschleppt).
Jeden Morgen brauche ich mindestens 1,5 Stunden. Abends miste ich nochmal, da der Kleine mit der Unsitte begonnen hat, fast ausschliesslich in der Box Pippi zu machen, geäppelt wird auch sehr gern drin. Die Stuten, die vorher immer zu diesem
Zweck nach draussen gingen, machen es nun wie er :-(. Nun ja, ich hab ihn trotzdem lieb, den Süßen.
Das ist es auch, was mich dazu bringt, mir das anzutun, ich hab sie einfach alle drei unheimlich lieb.
Zum Reiten komme ich so gut wie nie, aber das ist mir auch nicht besonders wichtig.
Wenn meine ältere Stute (die anderen haben ja sowieso noch Zeit) mich vorwurfsvoll ansieht, wenn ich den Sattelgurt anziehe, vergeht mir oft ohnehin schon die Lust.
Ohne Sattel ist es eher ungesund für den Reiter, da die Dicke gelegentlich dazu neigt, sich als sehr reaktionsfreudig zu zeigen.
Da sie einen breiten Rücken und eigentlich keinen Widerrist hat, also rund und rutschig ist, findet man sich ab und an spontan eine Etage tiefer wieder.
Mit meinem spanischen Sattel ist das kein Problem.
Ich habe sehr viel Spaß daran, mit den Ponys einfach Zeit zu verbringen, die Jährlinge sind wie kleine Kinder, die alles ausprobieren müssen, z. B. große Löcher in den Paddock wühlen :-( oder die Wasserbehälter umzuschubsen und durch die Gegend zu schiessen, außerdem werden auch gern die Vorderbeine in die Schubkarre gehängt, die sie dann aber allein nur schlecht wieder rausbekommen. So sehen sie mich dann hilfesuchend an, damit ich sie befreie, und sie gleich danach das Bein wieder
in die Karre heben :-)).
Allein ihre Mimik bei diesen Spielchen ist so süß.....
Aber nochmal anfangen? Missen möchte ich sie auch nicht mehr.
Irgendwann kann man wohl nicht mehr mit und nicht mehr ohne. Aber ich mache mir oft Sorgen, was aus ihnen wird, wenn ich das mal nicht mehr kann, aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen. Meine Tochter interessiert sich überhaupt nicht für die Ponys, daher fällt sie schon aus.
Ich kann allerdings bestätigen, dass man doch eine engere Bindung zu den Pferden hat, wenn man sie selbst rundum versorgt.
Schließlich liebt das Pferd immer den, der den Futtereimer hat....sagt man :-)))).
Liebe Grüße,
IliniaGeändert von Inaktiver User (05.01.2014 um 01:06 Uhr)
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04.01.2014, 23:53Inaktiver User
AW: sind Pferde-Freundinnen hier?
Hallo ilinia, diese Sorgen kann ich sehr gut verstehen.
Ich kann Dir nur den Rat geben, Deine jungen Pferde 1 A zu erziehen. Eine gute Erziehung ist nicht mehr nachzuholen.
Der Wallach und die kleine Stute haben noch ein langes Pferdeleben vor sich. Und wenn Du sie doch irgendwann weggeben musst, oder jemand anderes muss sich um sie kümmern, dann ist es die beste Pferdelebensversicherung, wenn sie gut erzogen und leicht im Umgang sind.
Noch besser ist es, wenn sie etwas können, also gut reit-oder fahrbar sind.
Pferde, die nichts gelernt haben, landen schneller beim Schlachter, als einem lieb ist. Oder sie wechseln ständig den Besitzer und werden geschlagen oder vernachlässigt.
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19.01.2014, 21:35
AW: sind Pferde-Freundinnen hier?
Hallo :-)
Ich habe seit 8 Jahren eine Friesin. Hab sie in einem Reitstall stehen, muss selbst misten, Futter bereitstellen und 2x in der Woche den Winterpaddock abäppeln. Ich bin voll berufstätig in stressigem Job und bin zusätzlich familiär sehr eingebunden. Lieber würde ich gar nichts an Stallarbeit machen, da dafür viel Zeit draufgeht, die ich mit dem Pferd besser nutzen könnte. Aber das ist eben der Kompromiss zur möglichst artgerechten Haltung hier im Raum.


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