Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 25
  1. Inaktiver User

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Gerade vor zwei Wochen haben wir den vierten Kater bekommen. Daher kennen wir das Eingewöhnen schon von den drei vorhergehenden Exemplaren. Bei diesen ersten Neuankömmlingen gab es überhaupt keine Konflikte, jetzt beim letzten schon etwas mehr. So wie schon vorher geschrieben: Erst Fauchen, Knurren von Seiten des Neuen, aus Angst natürlich. Die anderen lauerten, warteten ab. Dann schon mal wildes Jagen durch die Wohnung, kleine Raufereien. Jetzt ist es eigentlich schon ganz friedlich. Der Älteste (Vorgänger, sehr verschmust, siehe Foto) zickt immer noch etwas rum, da eifersüchtig, aber die anderen haben sich sozusagen "schulterzuckend" abgefunden und man akzeptiert einander einigermaßen. Ich hatte anfangs auch ziemlich Angst, weil es einige ziemlich aggressive Situationen gab, aber es ist wirklich so: Geduld!!!
    Übrigens hat sich unser erster Kater bei der Ankunft des zweiten auch tagelang sehr zurückgezogen. Unterm Bett, unterm Sofa, sehr schüchtern. Aber das wurde dann auch immer besser, und jetzt ist er völlig relaxed und abgeklärt. So nach dem Motto: "Ach, schon wieder ein Neuer?" *gähn*.
    Kann auch aus meiner Sicht nur sagen: Geduld!!

  2. User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Ich danke Euch für Eure Antworten. Es wird wirklich von Tag zu Tag besser. Fini geht schon relativ entspannt an das kleine Mistviech :-) heran. Sie schnuppert schon mal an ihrer Schnauze oder an ihrem Hintern. Fauchen tut sie nur noch selten.

    Mini hat da schon noch größere Probleme. Sie lässt Fritzi kaum auch nur vorbeigehen, ohne zu fauchen. Sie zieht sich auch zurück. Aber es ist auch schon ein bisserl besser geworden.

    Geduld ist jetzt angesagt, das wissen mein Mann und ich eh. Wir hoffen halt, dass sie sich gut verstehen. Vor allem Fini und die kleine. Meine arme Mini hat Krebs und wird vermutlich nicht alt werden - sie ist jetzt viereinhalb. Ich bin sehr traurig darüber, weil ich ihr das Leben gerettet habe und sie nur überlebt hat, weil ich sie gefangen und mitgenommen habe.

    Dass jetzt Fritzi zu uns gestoßen ist, haben wir halt auch ein wenig als Schicksal gesehen - wir hätten uns sowieso wieder eine zweite Katze genommen, wenn Mini irgendwann einmal gehen muss... Vor diesem Tag fürchte ich mich schon. Mini ist meine erste Katze, von der ich mich verabschieden muss. Ich hatte schon mal eine Katze, aber Cassie ist zu meiner Mutter übersiedelt und lebt dort immer noch. Sie ist jetzt 13 Jahre alt.

    Auf jeden Fall werden wir alles tun, damit die "Alten" nicht eifersüchtig werden und sie die Kleine nicht allzu sehr aufführt. :-)

    Danke und LG
    Sabine

  3. User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Was mir überhaupt nicht klar wird ist: Warum müssen sich Deine Katzen unbedingt an eine neue gewöhnen? Zumal wenn eine davon krank ist und ein möglichst gutes Immunsysthem braucht und von daher jeglicher Streß Gift ist. Es sind reine Wohnungskatzen von daher sind sie ohnehin sehr viel empfindlicher auf alle Veränderungen. Warum suchst Du dem Kleinen keine neue Stelle, er ist jung genug um das problemlos zu verkraften? Hat Deine kranke Katze kein Recht auf ein Zuhause nach ihren Vorstellungen? Soll sie jetzt die verbliebene Zeit unbedingt mit einem Eindringling in ihrem Revier durchstehen nur weil Du jetzt schon einen Ersatz für sie willst?

    Tatra

  4. User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    @ Tatra
    Wie ich schon ausführlich geschrieben habe, habe ich diese Katze vor dem Winter gerettet. Zum zweiten habe ich lange darüber nachgedacht. Und nicht zuletzt habe ich intensiv mit der Tierärztin, einer Freundin von mir, gesprochen. Auch sie hat mir vor Wochen, als ich diese Katze retten wollte, gesagt, ich solle keine dritte nehmen. Gut, habe ich dann auch nicht.

    Jetzt, beim Wintereinbruch, habe ich die Tierärztin wieder angerufen und gefragt, ob sie nicht einen Platz weiß für die Kleine. Sie wusste keinen, meinte aber, ich solle die Katze mitnehmen, um sie vor dem Tod zu bewahren. Und nach zwei Tagen war Fritzi eben immer noch bei uns, auch noch nach drei Tagen. Und ich kann ja eine kleine Katze wohl kaum über Tage im Badezimmer eingesperrt lassen...

    Jedenfalls habe ich mich dann nochmal ausführlich mit der Tierärztin unterhalten. Und sie meinte dann eben, ich solle es als Schicksal sehen, dass Fritzi zu uns gekommen ist. Und das tu ich auch.

    Ich will mich nicht rechtfertigen, das habe ich nicht verdient, aber Du sollst wissen, dass da sehr wohl etliche Überlegungen im Spiel waren und dass wir nicht aus Jux und Tollerei die Kleine zu uns genommen haben. Früher oder später wäre sowieso eine neue Katze dazu gekommen, jetzt war es eben früher.

    Mini bleibt freiwillig im gleichen Raum, frisst neben der Kleinen und schläft entspannt im gleichen Raum. Nur einen Abstand von 20 Zentimeter muss das kleine "Monster" einhalten, sonst wird gefaucht. Und in dieser einen Woche haben sich die drei schön aneinander gewöhnt - so viel halt in einer Woche möglich ist. Und hergeben tun wir sie nicht mehr.

    Und unsere Mini bekommt Extra-Streicheleinheiten und alle Aufmerksamkeit dieser Welt.

    Sabine

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Sabine,

    ich kann Tatras Reaktion nicht ganz nachvollziehen. Wenn Deine Altkatze einen Mega-Stress mit der Kleinen hätte, dann schon. Aber so wie Du das beschreibst, ist es eine ganz normale Eingewöhnungsphase. Und klar ist auch, dass es für die gesunde Altkatze irgendwann einmal sehr bitter werden würde, wenn ihre Kameradin stirbt und sie dann alleine ist. Daher finde ich jetzt die "3-Katzen-Lösung" für alle Beteiligten sehr gut, natürlich vor allem für das kleine Findelkind.
    Du hast jedenfalls meinen Respekt, dass Du die Mieze aufgenommen hast.

    Gruß
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  6. User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Vielleicht könnt ihr es nachvollziehen, wenn ihr euch mit der einschlägigen Literatur der Verhaltensforschung und Verhaltenstherapie befaßt. Ich empfehle da Prof. Leyhausen und Dr. Peter Neville.
    Katzen bilden zwar Zweckgemeinschaften aber sind prinzipiell Einzelgänger und auch wenn sie sich gezwungenermaßen mit Neuankömmlingen arrangieren oder sich auf bestimmte andere Katzen sozialisieren wenn sie mit diesen aufwachsen, ist eine erzwungene Gemeinschaft wie die hier beschriebene nicht das was sie von sich aus wählen würden und der Streßlevel steigt enorm. Fakt ist, daß Verhaltensprobleme bei Katzen fast ausschließlich bei Katzen in reiner Wohnungshaltung und in Mehrkatzenhaushalten auftreten, verursacht schlicht und ergreifend durch Streß. Ich frage mich deshalb mit schöner Regelmäßigkeit warum man Katzen zur sozialen Gemeinschaft zwingen und in wochenlanger Arbeit daran gewöhnen muß wenn sie doch mehr als deutlich kundtun daß sie das nicht möchten. Katzen sind nunmal keine Hunde die vom genetischen Programm her in Gruppen leben und die alteingesessenen Katzen hier haben ja bereits eine Gesellschaftskatze mit der sie sich ein soziales Systhem erarbeitet haben. Das sie sich nach mehreren Wochen damit arrangieren weil ihnen schlicht und ergreifend nichts anderes übrigbleibt heißt nicht daß sie es auch begrüßen und ob eine Katze einen "Megastreß" hat kann man nicht immer unbedingt an fauchen und ähnlichen Reaktionen festmachen.

    Ich bezweifel ja auch gar nicht, daß es richtig war die kleine Katze erstmal aufzunehmen aber es ist kein Problem einen neuen Platz für eine kleine Katze zu finden wenn man sich eine Weile umschaut, ich bin da gerne behilflich.

    Tatra

  7. Inaktiver User

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Zitat Zitat von Islabonita
    Und klar ist auch, dass es für die gesunde Altkatze irgendwann einmal sehr bitter werden würde, wenn ihre Kameradin stirbt und sie dann alleine ist.
    Also, meine Katze hat sozusagen die Champagnerkorken knallen lassen, als ich ihre "Kameradin" einschläfern lassen mußte .... (Obwohl die Katzen auch keinen offensichtlichen Stress miteinander hatten).

    Ich finde Tatras Worte durchaus bedenkenswert.

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    Anscheinend habe ich da ganz andere Erfahrungen gemacht. Mein Kater ist regelrecht depressiv geworden, als die Mitkatze gestorben ist. Er war völlig auf seine Menschen fixiert und man hat ihm angesehen, dass er gelangweilt und unglücklich war.

    Mit den neuen Katzen fühlt er sich wohler und die "Neuen" haben sich auch relativ schnell an ihn gewöhnt.

    Allerdings würde ich nie mehrere Katzen auf engem Raum zusammen halten, das ist klar. Wir haben allerdings ein Haus mit 2 Etagen, da hat jede Katze genug Rückzugsmöglichkeiten. Ich habe auch beobachtet, dass alle 3 einige Plätze haben, an denen nur sie liegen und keine von den anderen Katzen. Leider gilt das nicht für mein Kopfkissen

    Gruß
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  9. Inaktiver User

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    als VierKaterBesitzerin stelle ich einerseits fest, dass Katzen sehr individuelle Charaktereigenschaften haben, andererseits man aber nicht verallgemeinern sollte, was "man" ihnen zumuten kann/sollte/nicht sollte. Einer von unseren Katern könnte genauso gut allein leben. Er stört sich aber nicht an den anderen. Einer ist so viel draußen unterwegs, dass er die Gemeinschaft der anderen lässig hinnimmt, wenn er mal da ist. Einer BRAUCHT andere Katzen (vielleicht rassetypisch? Siamese(Balinese), weil er Spielkameraden braucht, der Neue hat vorher eine Katzenbande von drei anderen betüttelt, incl. Köpfchen geleckt, gekuschelt, usw. Also ganz verschiedene Typen !
    Unsere können allerdings raus und nutzen das gerne.

  10. User Info Menu

    AW: Miezen aneinander gewöhnen??

    und eben das ist der springende Punkt, sie haben genügend Ausweichmöglichkeiten das macht es ihnen leicht sich zu arrangieren denn sie können gehen wenn es ihnen zu stressig wird. Wenn sie sehr sozial eingestellt sind wie dein Siamese sehen sie klare Vorteile für sich. Aus der Verhaltensforschung weiß man, daß Katzen sich Reviere teilen aber dafür zeitliche Arrangements treffen wer es wann nutzt. Und das sie Zweckgemeinschaften bilden, z.B. zur Kinderaufzucht auf Bauernhöfen mit unkastrierten Katern die ihre Jungen töten würden (auch da sind es verwandte Weibchen) oder die zeitlichen Zusammenkünfte von Straßenkatzen die i.R. daher rühren daß sie zu bestimmten Zeiten gefüttert werden.
    Ich selber habe zwei Schwestern die zusammen aufgewachsen sind und immer Freigänger waren, sie verstehen sich sehr gut und liegen auch oft zusammen. Trotzdem waren sie nicht bereit einen 3 Monate alten Kater in ihrem Revier aufzunehmen. Ich habe ihn deshalb weitergegeben anstatt sie zu zwingen. Wenn eine von beiden sterben würde glaube ich nicht, daß die andere eine andere Katze als neue Gesellschaft schätzen würde.
    Außerdem kenne ich mehrere Haushalte mit sehr großen Katzenanzahlen weil Pflegetiere vom Tierschutz da sind. Alle arrangieren sich, die kleineren spielen auch miteinander aber es sind auch immer unsaubere Katzen darunter und wenn man ihnen eine Weile zuschaut sieht man wieviel erzwungene soziale Arrangements sie ständig treffen müssen, trotz Freigang und wie viele Katzen darunter sind die einen sehr hohen Druck dadurch bekommen.

    Tatra

Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •