Danke Euch!!
Jetzt muss ich noch ein bisschen büroarbeit erledigen und dann gehen wir eine Runde mit ihr..es ist schön, dass ihr an uns denkt..
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Thema: Sorgen um meine Hündin...
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15.11.2013, 15:36Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
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15.11.2013, 15:54Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
Das tue ich auch - an Euch denken, meine ich - und ich wünsche Euch vor allem alles, alles Gute.
Wenn Du jetzt auch nicht den Preis für die Mitarbeiterin des Jahres bekommen wirst, so auf jeden Fall den für eine sehr gut sorgende Hunde"mutter".
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15.11.2013, 19:31Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
Morgen (yepp, Samstag) haben wir noch mal ein Gespräch mit einem Doc, um zu hören, wie es genau weiter geht.
Vielleicht steht noch mal eine OP an...Chemo in jedem fall - aber eine sanfte Form, die sie nicht quält.
Sie hat gerade einen großen Napf voll hausgemachtem Spezial-kranke-Maus-Futter gefressen, mit großem Appetit. Vorher waren wir mit ihr draussen - sie ist gerannt wie ein junger Hund und war so fröhlich drauf wie sonst auch.
Jetzt liegt sie in ihrem Korb und pennt.
Seit Wochen (lange bevor der Mist losging) höre ich ein arabisches Lied (ich liebe arabische Musik) besonders gerne.
Heute habe mir die Übersetzung angesehen:
"Meine Liebe...ich bin verwundet...verletzt
Ich werde bald gehen.
Wenn du mich liebst - lässt du mich gehen.
Ich werde dich nie vergessen und glaube, du wirst mich nicht vergessen...
Und wenn du eines Tages Gefühle für eine neue Liebe hast, freue ich mich ..."
Tja..passt irgendwie. Aber die meisten arabischen Lieder haben melancholische Texte..
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16.11.2013, 07:52Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
Ich hoffe sie wird nicht operiert. Ich finde Operationen so schrecklich. Egal ob für Mensch oder Tier. Beträfe es mich oder meinen Hund oder wen auch immer aus meiner unmittelbaren Nähe, würde ich extrem abwägen. Und eine Chemo für meinen alten kranken Hund, ich weiß nicht so recht.

Total schön.
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16.11.2013, 08:16
AW: Sorgen um meine Hündin...
erstmal: es tut mir Leid für euch, dass ihr den Weg gehen müsst. Es hilft alles nichts - es tut weh.
Wir haben alle leider nur eine bestimmte Lebenszeit.
Mir hilft dabei der Gedanke, dass ich glücklich und dankbar bin, überhaupt die Zeit mit dem Lebewesen gehabt zu haben.
Ich habe einige Lebewesen in den Tod begleiten müssen. Und immer habe ich festgestellt, dass sie kurz vor dem endgültigen Ende nochmal richtig aufdrehen - richtig jung werden, sogar beim Menschen trifft man das bei schweren Krankheiten an.
Und ich als begleitender Mensch falle dann in die grosse Bestürzung, weil die Hoffnung falsch war.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis Ärzte, Tierärzte und Krankenschwestern. Alle sagen einmütig, dass das ein häufiges Verhalten vor dem Tod bei schwerer Krankheit ist. Als wolle der Körper, dass man alles in Ordnung bringt. Und beim Tier, dass es sich ein ruhiges Plätzchen zum Gehen suchen kann.
Wir haben uns auch über die Schmerzgrenze bei Tier und Mensch unterhalten. So unterschiedlich sie schon beim Menschen ist, so unterschiedlich ist sie bei Tieren. Es gibt Menschen, denen merkt man körperlichen oder seelischen Schmerz nicht an. Nur, wenn man sie ganz gut kennt, sieht man die Signale.
Pepe, mein Kater, kam neulich heim, sah etwas zerzaust aus, kam aber lässig schlendernd die Mauer entlang, ihm hinterher ein ebenfalls lässig schlendernder Kumpel. Pepe ging in die Wohnung, ich machte die Tür zu und im gleichem Moment hinkte er und sah schlimm aus. Innerhalb Sekunden war sein Fell stumpf und fleckig. Wärme und eine Wundsäuberung haben geholfen, es war also nicht schlimm, aber ich war doch verdutzt, wie sehr er gegenüber dem Kumpel schauspielerte.
Bei Tieren ist es meist so, dass sie Schmerz erst dann zeigen, wenn er ultimativ ist. Denn sie wissen, dass ein Tier ein anderes krankes Tier nicht duldet, Ausnahmen gibts natürlich. Um nicht getötet zu werden, geben sie vor, gesund zu sein.
Deshalb sind die Fachleute da etwas vorsichtig, zu sagen, dass ein Tier eine Chemo usw. leichter wegsteckt.
Ich wünsche euch das Beste..
I'm waiting for the other shoe to drop.
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16.11.2013, 11:31Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
Das Ganze hat ja erst vor ca. 3 Wochen angefangen - ich hatte und habe nicht den Eindruck, dass die Kleine lebensmüde ist...ganz im Gegenteil.
Dieser SCh...krebs erwischt Mensch und Tier mitten im Leben und frisst sich dann langsam vorwärts. Es dauert, bis er es schafft, Seele und Körper zu schwächen - so weit, dass man Abschied nehmen will. Ich kenne sie gut - sie wird mir "sagen" was sie will...
JETZT ist noch nicht die Zeit des Abschieds...aber sie wird kommen, in Woche, in Monaten - unausweichlich...wie in dem Lied..
Bis dahin nehmen wir alle Chancen wahr, die sie nicht quälen..
Ich musste auch schon einige Tiere und Menschen begleiten.
Es haut mich immer wieder komplett aus den Socken - jedes Mal aufs Neue - daran gewöhne ich mich nicht. Zumal ich nicht an ein Paradies, sonstiges Leben glauben kann, wenngleich ich das gerne möchte und manchmal hoffe, dass ich mich mit meinem "großen finsteren Nichts", in das der Tod einen unwiderruflich sendet, irre..
Kolia:
es ist längst nicht so dramatisch wie beim Menschen, die Chemo. Sie wird sanfter eingestellt, weil ein Tier nicht versteht, was eine Chemo bewirkt. Ein Mensch versteht, wenn man ihm sagt. "also jetzt hast du 3 harte Monate, und dann gehts dir aber besser!" - ein Tier nicht. Also dosiert man heutzutage sanft. Es hat sich in den letzten Jahren eine ganze Menge getan..es ist sanfter geworden und man kann es besser auf das Tier einstellen. Kein Haarverlust. Ganz selten Erbrechen oder Durchfall.
Als wir in der Klinik waren, begegnete uns ein dicker Labbi - der sprang begeistert an mir hoch und schnuffelte in einer Jackentasche nach Leckerlies :-) und wollte mit unserer Kleinen rumhüpfen
Das Frauchen erzählte mir, er bekäme jetzt gleich noch seine Chemo...wäre nicht so schlimm.
Ich hoffe, dass unsere Kleine das genauso wegsteckt,.
Falls sie arg leidet, stoppe ich das...
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16.11.2013, 12:00
AW: Sorgen um meine Hündin...
Liebe Ruby, gerade erst bin ich auf deinen Strang gestossen.
Leider kann ich nichts Hilfreiches beitragen, sondern nur sagen, dass es mir schrecklich leid tut, was deine Maus und du gerade durch machen.
Sehr sehr gut kann ich diese Situation nachvollziehen. Zwar haben wir keine Hunde, aber zwei Kater. Erst vor vier Wochen mussten wir unseren geliebten Tiger gehen lassen. Diese schxxx Krankheit hat ihn innerhalb einer Woche von einem lebensfrohen 9 jährigen Kater in einen todkranken halb gelähmten Kater verwandelt.
So wie du es beschreibst, ging es mir auch; ständig neben mir stehend, im Büro mehr Fehler als alles andere produziert etc. Die verbleibende Zeit mit Tiger haben wir so intensiv wie möglich gestaltet. Als klar war, dass es nicht mehr geht, habe ich Urlaub genommen und den ganzen Tag neben ihm gelegen. Ich habe ihn nochmals an seine Lieblingsplätze getragen, raus in die Sonne und auf seinen Lieblingsplatz auf den Kratzbaum gelegt. Dieser intensive Abschied hat mir sehr geholfen, mit der Trauer umzugehen.
Liebe Ruby, noch ist vielleicht nicht alles zu spät. Vielleicht gibt es doch Wunder ... wer weiß. Auf jeden Fall halte ich euch die Daumen, dass das unmöglich Scheinende passiert. Meine Gedanken sind bei euch
Das Weiße im Auge des Feindes zu sehn,
heißt nichts, als geduldig vorm Spiegel zu stehn.
Heinz Rudolf Kunze
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16.11.2013, 13:07
AW: Sorgen um meine Hündin...
Ich denke, keiner wird sich Hau-Ruck und ohne Abwägen der Pro- und Contra-Argumente in das (übrigens auch recht teure) Abenteuer einer Chemotherapie stürzen. Die Faktoren für die Entscheidungsfindung sind dieselben wie beim Menschen:
- der statistisch zu erwartende Effekt der Therapie (Wahrscheinlichkeit einer Heilung/Tumorkontrolle/Verlängerung des Überlebens/Verlängerung des krankheits- bzw. progressionsfreien Überlebens - je nachdem)
- der Erhalt/das Erreichen einer guten Lebensqualität
- der Gesundheitszustand und Lebensalter des Patienten
- die zu erwartenden Nebenwirkungen
- die zu erwartende Entwicklung der unbehandelten Erkrankung
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass die Tumorpatienten, die wir unterstützend oder wegen nicht-onkologischer Probleme mitbehandelt haben bzw. die ich aus dem Bekanntenkreis kenne, mit ihren Chemotherapien gut gelebt haben bzw. gut leben. Bei Lymphompatienten habe ich sogar einige Heilungen bei Hunden und Katzen miterlebt.
Die Hündin einer Bekannten, sie hatte eine sehr aggressive und weit fortgeschritte Lymphomerkrankung, büchste unter Chemo genauso aus wie davor, um die örtlichen Mülltonnen zu leeren, ihr Appetit und ihr Jagdeifer waren (leider) unverändert und ihre "Platzhirsch"-Anwandlungen auch. Sie hatte ausgefüllte 2 Jahre, bis sie mit 13 wegen einer Bandscheibensache eingeschläfert werden musste.
Beim Hämangiosarkom sieht es natürlich anders aus. Wie geschrieben: Man muss es immer individuell abwägen.
Was Operationen betrifft: Ich glaube, wir reagieren mit unserem Horror davor über. Ich nehme mich da nicht aus, mich schaudert schon beim Gedanken.
Aber auch hier habe ich aber immer erlebt, dass die Patienten (Mensch und Tier) relativ schnell wieder gut klarkamen und vor allem sehr gut schmerztherapiert waren. [[Bei meinen Angehörigen habe ich sehr viele schwere Eingriffe - von der Magenentfernung über neurochirurgische Operationen, künstliche Gelenke und andere "Knochen"chirurgie bis hin zu ganz, ganz ausgedehnter Tumorchirurgie miterlebt.]]
Meine Freundin hielt ab dem zweiten postoperativen Tag nach einer Darmresektion im Krankenhaus Hof. Eine andere wollte sich zwei oder drei Tage nach Entfernung eines Lungenlappens die Entlassung erkä#mpfen, weil sie in Urlaub fahren wollte.
Der Großteil unserer vierbeinigen Patienten (inklusive meiner eigenen Tiere) war schon am Abend, spätestens am nächsten Tag hungrig, unausgelastet und schwer zu bremsen.
Das perioperative Management ist das A und O.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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16.11.2013, 23:26Inaktiver User
AW: Sorgen um meine Hündin...
Heute hat mich noch mal mein haustierarzt angerufen. Er hat mit der Klinik gesprochen - ich fühle mich echt optimal betreut und bin denen sehr dankbar.
Also: bislang keine Metastasen nachweisbar.
Die Veränderung ist Milz ist - soweit man das beurteilen kann, altersbedingt.
Die Milz wurde bei der Op genau begutachtet - auch da gab es keine Anhaltspunkte für bösartigkeiten.
Blutwerte altersbedingt gut...
Wir werden sie oft ultraschallen lassen, um sofort eingreifen zu können - jetzt kommt erst mal die chemo..
Und ja - ein bisschen Schiß habe ich natürlich, wie sie das verträgt.
Aber ohne Chemo hat sie noch höchstens 3 Monate...
Ich mag keinen Hund sterben lassen, der noch so munter, vital und lebensfroh ist...ich mach mir das echt nicht leicht und kann kaum an was anderes denken..Mein Mann ist genauso "drin"...
Im MOment schläft sie leise schnarchend in ihrem Körbchen...ich reagiere hyperempfindlich...sie muss sich nur mal etwas länger kratzen und schon glaube ich, es ist eine Metastase da :-(
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16.11.2013, 23:55
AW: Sorgen um meine Hündin...
PN.
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin


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