Dass Katzen für die Ausrottung verschiedener Tierarten zuständig sind, wird fälschlich immer wieder behauptet.Zitat von Inaktiver User
Hier ein Auszug aus einem Artitkel "Miese- oder Miezekatze. Katzen töten 1 Million Hasen"
Auszug:
Natürlich erbeuteten Hauskatzen Wildtiere, aber: „Untersuchungen über die Fressfeinde von Hasen und Wildvögeln haben ergeben, dass vor allem Fuchs, Hermelin, Steinmarder, Graureiher und Mäusebussard hier eine Rolle spielen, Katzen spielen bei diesen Untersuchungen eine verschwindend kleine Rolle!“
und weiter:
„Das vielfach gebrauchte Argument der Jagdfunktionäre, die Katze würde mit Vorliebe Junghasen und Jungfasane verspeisen, wird zur Rechtfertigung des Katzentötens benützt, greift aber nicht“, so Mike Ruckelshaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BMT. Der Biologe H. Spittler habe die Mägen von 300 in Nordrhein-Westfalen getöteten Katzen untersucht, die von Jägern erschossen worden sind und kam zu dem Ergebnis, dass in nur drei Prozent der Katzenmägen Hasenüberreste, in zwei Prozent der Katzenmägen Fasanenüberreste gefunden wurden. Biologen in der Schweiz untersuchten ebenfalls den Mageninhalt von 281 von Jägern geschossenen Katzen. Das Ergebnis: In nur einem Katzenmagen wurden Hasenrückstände gefunden, Fehlanzeige bei den Fasanen. Das Revier, in dem die Katzen getötet worden waren, sei ein gutes Fasanengebiet, auch an Hasen mangele es auf diesen Feldern nicht.
Vogelreste werden in Katzenmägen übrigens auch nur in vernachlässigbarem Umfang gefunden.
Vögel und Echsen sind auch Raubtiere. Wer trauert um die Regenwürmer und Insekten die von diesen Tieren gefressen werden. Wer trauert um die Mäuse und Ratten. Das ist ok, wenn sie von der Katze gefangen und getötet werden.
Das grösste Raubtier aber ist der Mensch. Da ist es normal, dass Tiere gezüchtet werden um dann abgeschlachtet zu werden, da ist es normal, dass im Herbst "Wild" auf dem Speiseplan steht.
Nein, ich bin kein Vegetarier. Ich bitte nur darum, die Relationen einmal zu beachten.
In einem alten Katzenbuch, das ich leider im Moment nicht finde, stand ein Bericht mit Bildern über die Nachkriegszeit in Berlin. Dort lebten in den Trümmern Katzen und Bodenbrüter einträchtig nebeneinander. Keiner starb aus, weder Katze noch Vogel.
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07.11.2006, 09:47Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
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07.11.2006, 13:28Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
@Delenn
Völlig unbestritten, dass der Mensch das größte Raubtier ist und durch seine Art, zu leben, etliche Tierarten bereits ausgerottet hat.
Aber deswegen stören Katzen trotzdem bei allzu freiem Herumlaufen die Wildtiere. Es geht dabei nicht darum, dass sie die Hasen oder Fasanen fressen könnten (was sie lt. o.g. Untersuchung offenbar auch wenig tun), sondern um die Unruhe. Bei streunenden Hunden entsteht nur ein ganz kurzer Moment der Störung, dann können alle Wildtiere die Gefahr einordnen und dann ist sie ja auch schon wieder vorbei. Eine Katze aber untersucht ein Gebiet leise und in Ruhe, was eine viel nachhaltigere Störung darstellt und Wildtiere veranlasst, weiter zu fliehen und nicht zurückzukehren zum Gelege. Oder die Eier sind mittlerweile zu kalt geworden zur weiteren Bebrütung. Das ist der Punkt.
Und zum Thema Katze vs. Jäger:
In der hiesigen Region werden die Besitzer streunender Hunde mehrfach aufmerksam gemacht, wenn ihre Hunde im Revier unterwegs sind. Da wird nicht einfach draufgeballert. Ich weiß aus den letzten 10 Jahren keinen einzigen Fall eines erschossenen Hundes. Bei Katzen sieht das schon anders aus. Rassekatzen oder welche mit Halsband in relativer Häusernähe werden nicht erschossen, sondern es erfolgt nur ein Hinweis an die Besitzer. Katzen, die auf Stoppelfeldern Mäuse fangen, werden auch nicht geschossen, die machen sich ja eher nützlich. Die werden höchstens das Opfer schneller (Jagd-)hunde (denen es übrigens völlig egal ist, ob die Katze flieht oder angreift, sie töten sie und büßen gelegentlich auch ein Auge dabei ein, aber für die Katze ist es auf jeden Fall zu spät).
Katzen, die zu Hauptbrutzeiten in hohen Wiesen herumstreifen, die enden gelegentlich ohne Vorwarnung.
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07.11.2006, 13:56Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Text zu dem Thema, was freilaufende Katzen so fressen ...
(Quelle: Geo)
Laut einer britischen Studie fallen jährlich über 250 Millionen Tiere des Königreiches den Raubzügen streunender Katzen zum Opfer - darunter auch Exemplare seltener Kleintierarten. Die britische Mammal Society hat nichts gegen Katzen - doch aufgeschreckt durch neue Erkenntnisse zum Raubverhalten des Heim-Tigers empfiehlt sie deren Besitzern, ihre Katze nachts im Haus zu halten oder zur Warnung potenzieller Beute mit einem lautstarken Glöckchen oder einem elektronischen Pieper auszustatten.
Nach dem von der Gesellschaft herausgegebenen Bericht "Look What The Cat Brought in" erlegten die fast tausend Katzen, deren Halter gebeten worden waren, fünf Monate lang jedes angeschleppte Beutetier zu notieren, insgesamt mehr als 14 000 Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Rechnet man diese Ergebnisse auf die gut acht Millionen Hauskatzen hoch, die in Großbritannien leben - in Deutschland sind es 6,3 Millionen -, ergibt sich eine Zahl von jährlich über 250 Millionen Opfern.
Zwar wurden Katzen vor allem ihrem Ruf als Mäusefänger gerecht: Mäuse rangieren ganz oben auf der Beuteliste, einschließlich der seltenen Wasserspitz-, Schwimm- und Schlafmäuse; für letztere - für den Menschen völlig harmlose Nager - könnte die Hauskatze allerdings einen der wichtigsten Fressfeinde darstellen. Unter den Vögeln mussten Spatzen am häufigsten ihr Leben lassen. Und selbst Lurche, Eidechsen und größere Tiere wie Kaninchen, Eichhörnchen, Wiesel und Hermeline wurden erlegt. Für die selteneren unter den Beutetieren bedeutet die Bejagung durch Hauskatzen eine nicht zu unterschätzende Gefährdung des Artbestandes. Ratten hingegen wurden von den Katzen meist verschmäht - wegen deren heftiger Gegenwehr.
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07.11.2006, 14:04Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Offenbar wird diese Unruhe aber gerne überschätzt:
Zitat von Inaktiver User
"Fehlanzeige bei den Fasanen. Das Revier, in dem die Katzen getötet worden waren, sei ein gutes Fasanengebiet, auch an Hasen mangele es auf diesen Feldern nicht. "
Es gibt auch genügend andere Raubtiere sowie Wildkatzen die durch den Wald streifen.
Das Thema Jagd und das abschiessen von freilaufenden Katzen wird uns beide nicht auf einen Nenner bringen, befürchte ich. Für mich ist das durch nichts zu rechtfertigen und wird im Gegensatz zu dem, was Jäger erzählen, auch immer noch unnötigerweise praktiziert.
Meine ZÄ ist Jägerin und Tierschützerin (wobei ich mich da auch etwas schwer tue, wie ich zugeben muss) und hat mir das aus erster Hand bestätigt, dass es genügend Jäger gibt, die sich nicht scheuen, eine Katze grundlos zu erschiessen um des schiessens willen.
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07.11.2006, 14:19Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
In dem von mir oben angegebenen Link wird zu dieser Studie unter andem wie folgt Stellung genommen:
Zitat von Inaktiver User
Ob sich die Studie trotzdem so lückenlos von den knapp 1000 Katzen in Groß Britannien auf zwei Millionen wilde Katzen in Deutschland hochrechnen lässt, bezweifeln Göttinger Wildbiologen und zeigen sich überrascht über die Ergebnisse der Studie aus dem wissenschaftlich anerkannten Magazin.
und:
Ungenauigkeiten könnten sich in die englische Untersuchung zum Beispiel dadurch eingeschlichen haben, dass Katzen sich durchaus auch überfahrene Tiere einverleiben – auch wenn sie keine Aasfresser seien.
Tierschützer halten auch die vom DJV angegebene Anzahl verwilderter Katzen für zu hoch: „Zwei Millionen sind mit Sicherheit zu hoch geschätzt, eine Million ist realistischer“, so Hannelore Thied, die Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen / Thüringen des Bund gegen den Missbrauch der Tiere (BMT), der in Göttingen das Katzenhaus an der Lutter betreibt.
„Das vielfach gebrauchte Argument der Jagdfunktionäre, die Katze würde mit Vorliebe Junghasen und Jungfasane verspeisen, wird zur Rechtfertigung des Katzentötens benützt, greift aber nicht“, so Mike Ruckelshaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BMT.
Den Vorschlag mit dem Glöckchen zeigt eigentlich, das das Magazin sich so genau nicht informiert hat. Die Katzen lernen schnell, sich lautlos und ohne dass die Glocke bimmelt, anzuschleichen. Sie ist keine Gefahr für den Vogel, wohl aber für die Katze.
Und, dass Katzen auch Mäuse jagen, die für den Menschen harmlos sind, da frage ich mich ehrlich, was soll denn ein solches Argument. Irgendwie ein wenig albern für eine Gesellschaft, die ernstgenommen werden möchte, oder?
Viele, aber nicht alle Katzen jagen Ratten, das ist richtig. Genau so richtig ist, dass viele Angst vor Ratten haben. Katzenmütter werden zum Beispiel nie eine lebende Ratte zum Training für ihre Kinder mitbringen. Lebende Mäuse aber sehr wohl.
Und was das Argument Singvögel etc. anbelangt. Gerade jetzt zur Herbst-/Winterzeit wird wie jedes Jahr gebeten, die Vögel nur bei äusserstem Frost und geschlossener Schneedecke zu füttern Argument u.a., dass zuviele Tiere überleben, die eigentlich der natürlichen Auslese zum Opfer fallen würden. Und über ein paar Vögel, die evtl. Futter ein paar Katzen sind, regt man sich auf.
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07.11.2006, 14:24Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Nein, nicht nur über ein paar Vögel, aber seit in meiner Umgebung sage und schreibe 12 Katzen rumtigern, ist die Zauneidechsenpopulation nicht mehr vorhanden. Definitiv. Keine mehr da. Da nutzen meine Totholzhaufen auch nicht.
Insofern (dem Glöckchenvorschlag kann ich auch nichts abgewinnen) wäre ich sehr dankbar, wenn nicht jeder, der neu einzieht, flugs 2 freilaufende Katzen hätte *seufz*
LG,
One
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07.11.2006, 14:30Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Da sind wir beide ja schon wieder einer Meinung. Ich bin auch eher -wenn auch aus anderen Gründen- für reine Wohnungshaltung möglichst mit gesichertem Balkon oder abgesichertem Garten.
Zitat von Inaktiver User
Ich glaube, damit könnten dann alle leben. Die Katzen, die Jäger, die Tierschützer und die Halter.
LG Delenn
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07.11.2006, 14:50Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
*lächel* - Ich glaube, wir beide verstehen Tierschutz in ähnlicher Weise. Das jagdbare Wild ist eine Sache (die unter anderem mit viel Geld zu tun hat) und der Wildtierbestand (also incl. z. B. Reptilien), der eine Gegend einzigartig macht, die andere.
Ich habe auch nicht viel Sympathie für künstlich hoch gehaltene Rotwildbestände, etc. Aber das sollen sich die Jäger (bzw. Jagdpächter) und die Forstexperten schön alleine ausmachen.
Ich stelle mich mit meinem Schutzgedanken (auch unter Berücksichtigung der Katzen!) sowieso oft ins gesellschaftliche Out.
Aber: eigentlich ging es ja um Hunde, die Katzen jagen bzw. verletzen/töten können oder nicht *smile* - und ich bin auch überzeugt, daß sie es können, aber nicht alle es tun (zum Glück!).
So schließt sich der Kreis - auch Hunde sollten nicht rumstreunen, zum Schutz aller (inclusive ihnen selbst).
LG,
One
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07.11.2006, 17:45
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Eine Freundin von mir hat einen Hund, der inzwischen drei ihrer vier eigenen Perserkatzen totgebissen hat. Sie wollte ihn schon einschläfern lassen, aber hat es dann doch nicht getan.
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08.11.2006, 13:55Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Was ist denn das für'n Unsinn ?
Zitat von ReginaM
Bei aller Katzenliebe: Übernatürliche Kräfte haben die auch nicht.
Wenn sie keine Ausweichmöglichkeit hat, der Hund sehr schnell ist, der Hund klüger ist etc pp., ist's um die Katze geschehen.
Gegen einen Hund - zumal einen großen - hat eine Katze null Chancen.
Außer der Hund ist feige oder es gelingt ihr, sich schnell genug zu verpfeifen.


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