Also am Rande:
In NRW gehört der Doge zu "Hunde bestimmter Rassen" (NICHT zu "gefährliche Hunde"!), deshalb besteht für den Dogo z.B. auch kein Zuchtverbot und auch kein Importverbot auf Bundesebene.
Trotzdem GÄBE es hier prinzipiell Auflagen für Hund und Halter, z.B. eben dass der Hund beim Verlassen des Grundstückes Maulkorb und/oder Leine tragen muss, falls der Halter keinen Wesenstest mit ihm absolviert hat. Das weiß man aber wohl nicht wirklich, oder?
Ist ja aber in diesem Fall auch völlig egal, oder sehe ich das falsch? Sollten diese Auflagen tatsächlich bestehen, wird der Dogo sich bevor er abhaut nicht selbst den Mauli umtun, daher gehört es hier in meinen Augen gar nicht her.
Alles was wichtig wäre, ist ein höherer bzw. nach innen gewinkelter Zaun oder eben den Hund ohne Aufsicht nur an der Schleppleine im Garten zu lassen. Vielleicht kannst du deinen Nachbarn darauf einfach mal ganz freundlich ansprechen?
Wenn er den Hund an eine Laufvorrichtung oder mit einem Bodenhaken und einer 10-Meter-Leine so befestigt, dass er den Zaun gar nicht erreichen kann, wäre ja schon Abhilfe geschaffen... Schlag das doch einfach mal vor. Sag halt ganz offen, dass du den Hund eigentlich magst, aber eben Angst um deine Katzen hast. Das müsste er ja eigentlich verstehen...
Und bitte halt aus auf dem Laufenden, was mit dem Kater eurer Nachbarin ist.
LG
Natalie
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Ergebnis 11 bis 20 von 75
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06.11.2006, 23:43
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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07.11.2006, 00:08Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Verlass dich nicht darauf, dass Hunde eine Katze nicht erwischen könnten. Jeder große Jagdhund, aber auch viele Schäferhunde und andere etwas zubissfreudigere Hunde sind ohne weiteres in der Lage, eine Katze zu töten, wenn die sich nicht rechtzeitig auf einen Baum oder unter einen Holzstapel rettet. Selbst unsere friedliche Boxerhündin hat bereits 2 auf dem Gewissen (Da es eigene Katzen waren, habe ich zumindest nicht die Nachbarschaft gefährdet).
Bei 300 m Entfernung vom Haus schießt kein Jäger eine Katze, auch wenn es erlaubt ist, weil er so nah selten den Hochsitz stehen hat und weil das meistens Ärger gibt. Tatsächlich scheuchen Katzen in freier Wildbahn aber eine ganze Reihe bodenbrütende Vögel auf, die dann nicht immer zu ihrem Gelege zurückkehren. Erstaunlicherweise richtet ein herumstreunender Hund bei weitem nicht so viel Unruhe unter den Wildtieren an wie eine Katze. Dennoch dürfte selbst der Hund geschossen werden, wenn er sich außerhalb der Einwirkung seines Herrchens/Frauchens befindet.
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07.11.2006, 00:32
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Naja. Kommt dann halt auf die Wildtiere an. Die Rehe hier dürften vor unseren Katzen wohl eher keine Angst haben.Erstaunlicherweise richtet ein herumstreunender Hund bei weitem nicht so viel Unruhe unter den Wildtieren an wie eine Katze.Grüsse
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07.11.2006, 06:56Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Abgewöhnen wohl kaum, erzieherisch unter Kontrolle halten ja. Was bei freiem Auslauf im Garten ja schon mal wegfällt.
Zitat von Borealis
Erst einmal ist der Nachbar gefordert, alle Massnahmen zu ergreifen, dass der Hund auf seinem Grund bleibt. Was natürlich erst einmal schwer -bzw. wohl nur sehr langwierig- durchzusetzen sein wird, wenn er sich querstellt.
Eine Katze, die vor dem Hund wegläuft, zieht in aller Regel den kürzeren, falls sie nicht rechtzeitig auf einen Baum o.ä. kommt.
Eine Katze, die den Nerv hat, sich dem Hund zu stellen und ihm kräftig einen Hieb auf die Nase geben kann, bleibt Sieger.
LG Delenn
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07.11.2006, 08:20
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Wesenstest hin, Wesenstest her. Ich glaube, der ist hier nicht wegen der Katzen angebracht
Der total gutmütige, altersschwache Jagdhund meiner Freundin, hat alle Katzen platt gemacht, die sich im Umkreis befanden. Ich war total irritiert, weil ich es diesem Hund überhaupt nicht zugetraut hätte. Meine Freundin hat einen Bauernhof und der Hund durfte frei rumlaufen. Das geht dort nicht anders. Als sie die Nachbarn "gewarnt" hat, haben die nur den Kopf geschüttelt und meinten: "Unsere Katzen sind flink und ihr Arcor ist doch ein lieber..."
Arcor hat bei Katzen einfach ROT gesehen...
Ich glaube, beim Wesenstest wäre er mit Bestnote rausgegangen.
In einem dicht besiedelten Wohngebiet sieht die Sache anders aus. Der Hund sollte dann nicht ohne Aufsicht im Garten sein oder der Zaun muss höher gezogen werden.
Gartenzwergin
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07.11.2006, 08:25
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Dann hast DU dich aber in diesem Fall missverständlich ausgedrückt!
Zitat von murmeltier
Es ist auch nicht so, dass grundsätzlich jeder große und schwere Jagdhund auf einer Liste steht. Auf diesen Listen stehen Hunde, die als gefährlich gelten bzw. deren Gefährlichkeit vermutet wird!
Ehrlich gesagt, ich bin die Wortklauberei langsam leid.
@Borealis,
um Rehe dürfte es bei Katzen wohl weniger gehen, eher schon um Vögel und deren Gelege oder Kleintiere.
Meines Wissens knallen Jäger weder Hunde noch Katzen so einfach ab, schon gar nicht in der Nähe von Häusern und bei uns stehen Hochstände schon mal in nur 50 m Entfernung. Soweit mir bekannt ist (kein Anspruch auf Richtigkeit!) muß der Jäger erstmal versuchen, das Tier lebend zu fangen und/oder Anzeige gegen den Halter erstatten, notfalls gegen Unbekannt. Ob das immer gemacht wird, weiß ich natürlich nicht. Normalerweise kennt aber ein Jäger die Häuser in unmittelbarer Nähe und auch die Haustiere dort. Ich kenne es so, dass in solchen Fällen der Jäger erstmal mit den Haltern spricht und meistens reicht das dann auch aus.
Ich lebe in einem sehr wald- und wildreichen Gebiet mit entprechender Jagdausübung. Zudem stehen bei uns viele Höfe unmittelbar am Waldrand und keiner von denen ist eingezäunt. Hunde und Katzen haben fast alle. Dennoch ist mir persönlich kein Fall bekannt geworden, in dem ein Haustier erschossen worden wäre. Ich folgere daraus, dass es weit weniger "schießwütige" Jäger gibt, als oft behauptet wird.
Das sollte allerdings kein Freibrief sein, seine Haustiere herumstreunen zu lassen, das sollte sich schon aus Gründen des Tierschutzes von selbst verbieten.
Ein Wesenstest mit lebenden Tieren ist meiner Meinung nach strikt verboten.
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07.11.2006, 08:42Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Jein. Das kommt auf die Region an in der du wohnst, bzw. die Verordnungen sehen auch bei Abschuss einen Schutz des Tieres vor, soll heißen, der Jäger ist angehalten zu versuchen das Tier einzufangen...
Zitat von ReginaM
Sagen wir so: Es gibt solche und solche wie immer. Ich kenne sowohl einen Jäger, der mit mir 2 Stunden mit seinem Jeep durch den Wald ist, mir Taschentücher spendierte (ich war hysterisch und musste ein bißchen heulen), sein Handy lieh (musste überall rumtelefonieren, ob Hund vielleicht dort auftaucht) und schlußendlich auch meine entlaufene (damals pubertäre) Geisteskranke einfing (Hündchen hat sich als Schißbuchse nach 2 Stunden doch sehr sehr gefreut, seit diesem Tag hatte sie dann auch ein Geschirr für Walspaziergänge, da sie just an dem Tag die perfekte Rückwärtstechnik entdeckt hatte, um sich aus dem Halsband zu winden
).
Ich hatte aber auch schon das Vergnügen, dass mir einer androhte den Hund zu erschießen und das Gewehr anlegte, ich wäre schließlich in seinem Wald. Hund war neben mir im Sitz und an der Leine. Ich habe mich dann zitternd vor den Hund gestellt und ihm mitgeteilt, erst mich zu erschießen zu müssen. Selten innerlich so gezittert. Vor mir stand jemand, der weniger als die Hälfte des IQs meines Hundes besaß, allerdings hatte er das Jagdgewehr...
Meine Anzeige wurde natürlich wegen Geringfügigkeit eingestellt, bzw. Aussage gegen Aussage...wie immer bei sowas
.
Was Katzen angeht, ist es meiner Erfahrung nach so, dass eine Katze innerhalb der Fluchtbewegung zum Opfer wird, es sei denn sie traut sich sitzenzubleiben und auf den Hund zu gehen. Da Katzen fiese Kämpfer sind (Augen und Nase als bevorzugtes Ziel), gewinnt in dem Fall normalerweise die Katze. Flüchtet sie, zieht sie im Normalfall den Kürzeren...
LG
Estrella
(die keine Jäger mehr mag, bis auf den einen mit dem Jeep
)
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07.11.2006, 09:03
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Darum schrieb ich ja "meines Wissens"!
Zitat von Inaktiver User
Sowas ist ja auch immer ein bisschen Auslegungssache.
Bist du sicher, dass das ein Jäger und kein größenwahnsinniges Rindvieh war, das sich mit der Flinte in der Hand stark fühlt?
Zitat von Inaktiver User
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07.11.2006, 09:13Inaktiver User
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Daß freilaufende Katzen sehr große Schäden anrichten, ist bekannt. Es geht dabei nicht um Rehe, sondern um bodenbrütende Vögel (z. B. der Wachtelkönig - streng geschützt) und um Reptilien (die Echsen leiden extrem unter freilaufenden Katzen!). Das nur mal vorweg, mir tun die vielen Zauneidechsen, die Katzen zum Opfer fallen, tatsächlich leid, unsere Fauna wird arg dezimiert.
Mein Hund, z. B., läßt jede Katze in Ruhe, die sich ruhig vor ihm bewegt, an ihm vorbeiläuft oder einfach in der Sonne liegt. Aber wehe, sie flieht! Dann ist er hinterher, doch dadurch, daß ich ihn nicht unbeaufsichtigt lasse, passiert nichts, er lät sich (ungern!) abrufen.
Ich bin bei Jägern auch recht zwiegspalten, kenne aber sehr viele nette, mein bester Freund ist einer, z. B. Aber beim Ausreiten oder Hundespaziergängen sehe ich durchaus einiges, was Hunde und Katzen betrifft, was echt nicht notwendig ist. Insofern: viele Jäger bemühen sich, aber manche sind einfach nur besoffen, verblödet, selbstherrlich und kompensieren mit der Flinte ihre eigene Minderwertigkeit.
LG,
One
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07.11.2006, 09:19
AW: Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Ein jagdlich geführter allemal.Können Hunde Katzen wirklich gefährlich werden?
Ansonsten sehe ich das Problem Hund / Katze eher darin, die Katze an den Hund zu gewöhnen, als umgekehrt.
Cook3Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)


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