Mein Hund ( Border Colli Mix ) wir im Dezember 2 Jahre alt.
Eigentlich ist er ein liebes Tier und hört auf unserem Grundstück gut.
Mein Problem ist, das er beim Gassigehen total durchdreht und Pferde verbellt.
Am Anfang hatte er das auch bei Kühen, aber wenn die auf der Weide stehen geht er mittlerweile vorbei, ist aber unentspannt.
Eine Reiterin ist schon mal abgestiegen, das Pferd war total lieb und hat an meinem Hund gerochen. Ich schätze er hat einfach Angst vor der Größe und ich habe Angst, das irgendwann mal was passiert.
Jemand ne Idee?
Ich wohne auf dem Land, da trifft man öfter Pferde.
Auch an der Leine mit genügend Abstand dreht er durch und verbellt und knurrt
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19.10.2013, 19:44
Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
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20.10.2013, 14:07
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Also zunächst einmal denke ich, dass es sehr wohl etwas bringt, den Hund an der Leine zu führen, wenn er außerhalb Eures Grundstückes nicht abrufbar ist, sprich nicht hört und wenn bei Euch viele Pferde unterwegs sind, denn nur so wirst Du sicher verhindern können, dass es mal wirklich zu einer Katastrophe verbunden mit viel Ärger kommt. Dabei ist es erst einmal egal, ob er dann an der Leine trotzdem Stress macht. Wichtig ist nur, dass er gesichert und damit selbst sowie auch die Pferde um ihn herum sicher sind. Das muss Priorität 1 haben! Die Motivation Deines Hundes (Aggression oder Angst-Aggression) ist irrelevant!
Grundsätzlich wirst Du erst einmal nicht darum herum kommen, den Grundgehorsam Deines Hundes zu verbessern, damit ein Abruf auch außerhalb Eures privaten Grundstückes sitzt - dafür bietet sich gut Schleppleinentraining an.
Als nächstes würde ich versuchen, die spezielle Situation zu trainieren und über eine positive Verknüpfung der Pferdesichtungen seitens Deines Hund ein Ignorieren seinerseits herbei zu führen.
Ich habe zwei Hunde, die auch im Freilauf gut abrufbar sind, allerdings nicht, wenn wir z. B. an einem Grundstück vorbei kommen, auf dem sich Hunde befinden, die sofort Krawall machen, sobald irgendetwas an ihrem Zaun entlang geht - unabhängig davon, ob man nur 1 m oder 5 m Abstand hat. Da sind meine beiden dann regelmäßig hingerast und haben das gleiche Theater veranstaltet, nur eben auf der anderen Seite des Zaunes. Passieren konnte da zwar nichts, ist ja der Zaun dazwischen, aber genervt hat mich das Verhalten meiner beiden trotzdem genauso, wie das der Hunde hinter dem Zaun.
Ich bin dann dazu übergegangen, die Strecke am Zaun vorbei bewusst als Übungsstrecke zu nutzen. Wenn ich also in die Nähe kam, die Hunde gesehen habe und meine noch so entspannt waren, dass sie gut abrufbar waren, dann habe ich sie angeleint. Während wir in Richtung des Zaunes gingen, habe ich sie immer wieder mit dem Kommando "hier" auf mich bezogen und für's Anschauen und Hierbleiben jeweils links und rechts Leckerli in die Hundemäuler verteilt.
Anfangs musste ich fast ununterbrochen das Kommando wiederholen und kam mit Leckerlie geben gar nicht mehr hinterher, um den Impuls meiner Hunde, zum Zaun zu rasen, um Krawall zu machen, zu unterbinden, was sie aber trotzdem anfänglich auch nicht immer daran gehindert hat, immer mal wieder in die Leine zu steigen oder in Richtung des Zauns zu pöbeln.
Mit der Zeit haben sie begriffen, dass wenn ich sie in der Nähe des Zaunes anleine, ein in die Leine springen und/oder Gepöbel nicht erwünscht sind und wenn sie das befolgen, werden sie dafür belohnt. Ich konnte dann nach und nach die Strecke am Zaun vorbei verlängern ohne ständig Leckerli zu geben - dann hat ein "hier" bald ausgereicht, um ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Zwischenzeitlich konnte ich die Leckerli-Gabe weitestgehend ausschleichen und es reicht ein "hier" aus, um die Hunde "bei mir zu behalten", wenn wir aber gut an dem Krawall vorbei gekommen sind, gibt's zum Abschluss trotzdem noch ein Lecker und ein fettes verbales Lob mit Anerkennungsknuddler für beide.
Die nächste Stufe ist das unangeleinte friedliche Vorbeigehen...
Obwohl wir das Verhalten an der besagten Stelle eingeübt haben, haben sie es insoweit generalisiert, dass wenn wir an einem anderen Zaun vorbei kommen, an dem plötzlich ein Hund pöbelnd zum Zaun prescht, reicht das "hier" um ihren wahrnehmenbaren Impuls, zum Zaun zu ziehen, zu unterbinden.
Mach Dir aber klar, dass das viel Zeit, Geduld und Übung (= viele Wiederholungen) braucht, vor allem, wenn sich das Verhalten evtl. schon stark festgesetzt hat. Aber Du schaffst das mit Konsequenz bestimmt! Außerdem dürfte es mit einem Hund noch einfacher sein, als mit zweien, den da gibt es ja naturgemäß eine andere Dynamik. Sprich selbst wenn einer auf's Kommando hören wollen würde und der andere aber eben mal nicht, kann sich's der andere auch gleich mal anders überlegen und dem Verhalten des anderen Folge leisten.
Viel Erfolg und Spaß beim Üben
Frismo
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20.10.2013, 15:28
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Das Bellen Deines Hundes ist wohl nicht böse gemeint und hat wohl auch nichts mit Angst zu tun. Tief in ihm schlummert sein natürlicher Instinkt, nämlich sein "Hüteinstinkt". Lass ihn mal in eine Schafherde und Du würdest staunen was dort abgehen würde.
Dein Hund hat Freude :-) Mach ein Inserat, dass Du gerne eine Reiterin dessen Pferd sich an Hunde gewohnt ist begleiten möchtest auf einem Ausritt. Deinem Hund wird diese Art Spaziergang gut tun und er wird es geniessen, neben dem Pferd laufen zu dürfen. Nur schauen, dass er nicht anfängt das Pferd von hinten antreiben zu wollen.
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20.10.2013, 17:28Inaktiver User
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Schlagt mich, aber ich würde es, rassetypische Veranlagung hin oder her - zusätzlich zum selbstverständlichen Anleinen, solange er sich so verhält - ganz schlicht und einfach zunächst einmal mit dem Wörtchen "Nein!" oder "Aus" versuchen....
Im Alter von 2 Jahren sollte eigentlich jeder Hund wissen, was das bedeutet, nämlich:
Höre sofort auf mit dem, was Du tust und zwar sofort.
Falls das bei Euch wirklich (noch) nicht klappt, ist es allerhöchste Zeit für eine Hundeschule bzw. besser noch ein Einzeltraining bei einem Hundetrainer.
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20.10.2013, 18:04
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Leider interessiert er sich in dem Moment weder für nein noch für Leckerbissen

Es ist auch nicht so, das er ohne Leine gar nicht hört, aber es könnte besser sein, ich muss ihnmanchmal öfter bitten
Das mit dem Inserat an einer Reiterin ist ne gute Idee, vielleicht probiere ich das mal aus.
Ja ich muss mehr mit ihm üben, definitiv evt. auch noch mal Schule stimmt schon
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20.10.2013, 18:07
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Der Hund meiner Schwester hat auch Pferde angebellt aber seit dem sie mich ab und zu mit ihm begleitet, hat das aufgehört. Auch er hat einen Teil Rasse in sich, die Schafe hüten. Er hat nun begriffen, dass das Pferd nicht zu "hüten" ist sondern man es einfach begleiten darf und echt, es macht ihm riesen Spass. Sie muss ihm im Wald nicht mal mehr anleinen, weil er ständig beim Pferd sein will.
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20.10.2013, 18:42
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Süß
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21.10.2013, 10:49
AW: Hilfe,mein Hund verbellt Pferde!
Aber bitte nicht in Pferde-Nähe
So ein Exemplar hatte ich auch mal, zog eine 10m lange Leine hinter sich her, Besitzer nicht in Griffweite, und lief so munter auf mein Pferd zu.... Manche Pferde kriegen dann Angst, weil das Teil da gefährlich aussieht (Schlange?). Und ich fand die Vorstellung auch gar nicht lustig, dass mein Pferd sich mit mir drauf in dieser Leine verheddert, während der Hund bellend um uns rumkreist...
Hab den Leuten versucht zu erklären, dass das ins Auge gehen kann... haben nur provozierend zurückgeguckt...


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