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    AW: *Gebrauchter* Hund - worauf achten?

    Vielen, vielen Dank für die vielen Tipps und für die Gedanken, die du dir gemacht hast. Das mit der Suchleine werde ich ihr sofort weitergeben. Es geht einem ja so manches durch den Kopf, eben zum Beispiel auch das mit dem Spazierengehen.

    Ja, ich werde sie ermutigen, sich auf ihr Gefühl zu verlassen. Und ich bin ja dann auch noch dabei. Wir werden das älteste Kind mitnehmen, 13, da muss man nicht damit rechnen, dass der Hund sofort zerquetscht wird. Aber die Reaktion auf die *Neuen* kann man dann ganz gut testen, denke ich.

    Wir haben uns einen langen Spaziergang vorgenommen, mit oder ohne die Vorbesitzer, dann werden wir sehen.

    Näpfe und Leine wird sie vermutlich vom Vorbesitzer bekommen, was soll der noch damit? Und wenn nicht, dann gibt es hier genügend Tierhandlungen, bei denen wir alles Nötige besorgen können. Und ich bin ja auch noch da, am Futter soll es nicht mangeln.

    Sie hat dem Hund schon einen ruhigen Platz ausgesucht und hofft, dass der Hund seine Decke mitbringen kann, damit er sich nicht total verloren fühlt.

    Also, ich danke für die Unterstützung und werde bei Gelegenheit berichten. Danke auch für den Hinweis, dass es möglicherweise länger dauern kann, bis er sich eingelebt hat. Das muss man sich ja auch klarmachen, welche Umstellung das für ihn bedeutet.

    Übrigens: angeblich ist der Hund, nachdem sein Frauchen neuerdings ganztags arbeiten muss, zuviel alleine, ganz abgesehen vom Gassigehen, und darunter leidet er sehr. Daher wollen sie ihn schweren Herzens abgeben. Sagen sie. Wir werden sehen.

    Liebe Grüße

    Petersilie
    Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel wohlbehalten und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd: …WOW, was für ein Ritt!!...

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    AW: *Gebrauchter* Hund - worauf achten?

    Hi Petersilie,

    klingt, als kriegt der zukünftige Hund einen guten Platz bei Deiner Freundin, toll!
    *weiterfleissigdaumendrück*

    Noch was zur "Suchleine": hat den Vorteil, dass man sie (im Gegensatz zur Flex) einfach mal fallen lassen kann - z.B. bei Hundebegegnungen oder um ein bisschen den Freilauf zu üben, und man kann Hund dann unauffällig wider "einfangen", ohne ihn direkt an Halsband oder Geschirr packen zu müssen.

    Für den "Freilauf mit Zugriffsmöglichkeit" gibts auch noch die Schleppleinen - langes Gurtband, allerdings ohne Schlaufe, damit sich selbige nicht irgendwo verhakt, wenn Hund mal durchs Gebüsch dackelt. Ich mag die Dinger nicht, weil man sie nicht gescheit festhalten kann und sie leicht "durchrutschen" (aua), aber im Winter mit Handschuhen wärs noch ne Möglichkeit, Hund erstmal etwas Radius zu gönnen.

    Am besten wär natürlich ein eingezäuntes Gelände zum entspannten Freilaufen ...

    Sodele, jetzt warten wir gespannt auf Berichte über "Fergus live"!
    Viele Grüße allerseits von
    Avocado

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    AW: *Gebrauchter* Hund - worauf achten?

    Also, dann will ich mal erzählen:

    wir sind am Freitag nachmittag hingefahren, wir zwei Frauen und die 13-jährige Tochter meiner Freundin.

    Es handelt sich um einen Labrador-Riesenschnauzer-Mix, was so nicht in der Anzeige stand, sonst hätten wir direkt nach der Größe gefragt. Ein superschönes Tier, gut gepflegt, offensichtlich gut ernährt. Er war sehr freundlich und zugänglich, kam sofort zu uns, eroberte unsere Herzen im Sturm. Wir haben dann lange im Wohnzimmer der *Verkäufer* gesessen, sie haben erzählt, was der Hund so macht, was er kann, wie er sich verhält im Umgang mit anderen Hunden, was er isst usw. usf. Er kennt keinerlei Befehle, weder Sitz noch Platz, geht nicht bei Fuß und kann nicht mit anderen Rüden, häufig aber gar nicht mit anderen Hunden. Er hört nicht auf seinen Namen und lässt sich aus keiner Situation abrufen. Auf meine Frage, wie er den Hund denn zu sich zurückkriegt, antwortete der Besitzer, zu diesem Zwecke hätte er einen kleinen Ball in der Hosentasche, den er dann hochwirft und damit rumspielt, darauf würde der Hund ziemlich schnell reagieren, weil er sehr verspielt ist. Er hatte übrigens schon 3 Vorbesitzer, der Hund, meine ich. Die jetzige Besitzerin erzählte, dass sie nur mit ihm rausgeht, wenn sie sicher ist, keinem anderen Hund zu begegnen. Hmmm....

    Wir sind dann alleine mit dem Hund gegangen, um uns sein Verhalten mal selber anzuschauen. Dabei haben wir festgestellt, dass er sehr zieht an der Leine und dass wir ihm kräftemäßig fast gar nicht gewachsen sind. Schulterhöhe 65 cm, Gewicht 40 kg, nach Aussage der Besitzer.

    So schön wir das Tier fanden, die fehlende Erziehung macht uns doch Sorgen. Klar, man kann in die Hundeschule gehen. Aber erstens, wie soll es so lange gehen, bis er besser hört? Meine Freundin kann nicht garantieren, dass ihr im Wald keine anderen Hunde begegnen. Und was das dann bedeutet, konnten wir dann selber erleben: wir trafen eine junge Labradorhündin, angeleint, 4 Monate alt. Ferguson hat sie sofort angegriffen, es kam zu einer Beißerei, wildes Gebelle, kein *Spiel-mit-mir*-Gebelle, sondern pure Aggression. Ich fand es bedenklich, dass Ferguson keinerlei Welpenschutz vermuten ließ, schließlich handelte es sich um einen sehr jungen Hund, m. M. nach sollte sich ein älterer Hund anders verhalten, aber bitte.

    Meine Freundin hat sich dann eine Bedenkzeit ausgebeten, die Verkäufer wollten sich auch noch andere Leute anschauen, hätten den Hund aber wohl gerne an meine Freundin abgegeben.

    Das Problem ist, dass meine Freundin darauf angewiesen ist, dass auch mal eines ihrer Kinder mit dem Hund geht (alle schon größer, die Jüngste ist 13, der Große 22). Aber selbst meine Freundin mit ihrer normalen Statur kriegt den Hund kaum in den Griff, wenn er erstmal loslegt.

    Eben rief sie mich jedenfalls an, um mir zu sagen, dass sie sich gegen Ferguson entschieden hat, eben aus den o. g. Gründen.

    Und ich finde, das ist eine verantwortungsvolle Entscheidung.

    Sie hat nur wenig Hundeerfahrung, würde weder sich noch dem Tier einen Gefallen tun. Und nach dem Gespräch mit der bisherigen Besitzerin bin ich auch fest davon überzeugt, dass sie den Hund auch nur abgeben, weil er ihnen über den Kopf wächst.

    Also, kurz: ein prima Hund, sehr brav, lag im Wohnzimmer die ganze Zeit auf unseren Füßen, bettelte nicht, bellte nicht groß, als jemand klingelte, aber draußen, vor allem im Umgang mit anderen Hunden: eine Katastrophe!

    Nun ist meine Freundin ganz traurig, aber da muss die Vernunft siegen, so schwer das ist.

    Ich danke euch, im Namen meiner Freundin, sehr für eure Hilfe und hoffe, bald von einer erfolgreichen *Adoption* erzählen zu können.

    Liebe Grüße

    Petra
    Geändert von petersilie (06.11.2006 um 14:38 Uhr)
    Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel wohlbehalten und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd: …WOW, was für ein Ritt!!...

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    AW: *Gebrauchter* Hund - worauf achten?

    Hi Petra,

    schade für Fergus ... aber bestimmt die richtige Entscheidung von Deiner Freundin! Mit so einem großen problematischen Hund sollte nur jemand gehen, der sich besser auskennt.

    Fergus tut mir schrecklich leid. Wie kann es sein, dass ein 2 1/2jähriger Hund nicht mal Sitz kann? Haben die Besitzer echt gar nix mit ihm gemacht? Das ist soooo traurig ... Dass Fergus ein gestörtes Verhältnis zu anderen Hunden hat, ist ja klar, wenn er nie rauskommt und welche treffen kann ... aber so was zu ändern ist sicher zu viel für hundeunerfahrene Menschen.



    Wir halten Deiner Freundin natürlich weiterhin Daumen und Pfoten, dass sie bald den richtigen Hund trifft!
    (Würd mich freuen, wenn Du weiter berichtest ...)
    Viele Grüße allerseits von
    Avocado

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