Ehrlich gesagt habe ich etwas ein Problem damit, wenn man auf die gute Abstammung von Hunden soviel wert legt. Ich bin mit Mischlingshunden aufgewachsen, einen Schaeferhundanteil hatten wohl alle, und alle waren recht ausgeglichen und im Gegensatz zu vielen Rassehunden gesund. Einige Rassehunde, die ich kenne habe jeweils spezifische Erkrankungen. In einem Hundesportverein wo wir mal kurzfrisitg waren, war ein Hund eher ein austauschbares Ding, wenn er seine Leistung nicht bringen konnte.
Ich habe es da wirklich erlebt, dass welche die einen Welpen aus einer ganz tollen Zucht hatten, ganz klar gesagt haben, dass sie zu dem Hund keine zu enge Bindung aufbauen wollen, da es ja sein kann, dass er mit 2 Jahren abgeben wird wenn er die Leistung nicht bringt, was ich furchtbar finde.
Ja unser hat definitv ein ausgepraegten Wach und Schutztrieb das was aber erwuenscht. Wie schon geschrieben das Grundstueck ist abgeschlossen, man muesste also ueber einen Zaun von 1,5m klettern um hier reinzukommen, wenn jemand das Grundstueck betritt und wir sind dabei, ist es kein Problem, es wird kurz mal geschnuppert und das war es dann. Vielleicht sehen wir das auch etwas anders, da bei uns schon mal eingebrochen wurde.
Wenn gar keiner da ist, ist unsrer Hund in der Wohnung, Nachts ist er auch bei uns. Bisher hatten wir einmal die Situation, dass jemand wohl versucht hat, Nachts ueber den Zaun zu klettern, Charly hat so laut gebellt, dass die betreffende Person davon abstand genohmen hat. Wir leben hier in einem Dorf, mit leider sehr vielen Einbruechen, ein Grund dafuer kann sein, dass hier eine Autobahnzufahrt ist, unser Grundstueck ist auch sehr gross und unuebersichtlich, an der einen Grundstuecksgrenze geht ein kleiner fast nicht einsehbarer Weg lang. Ja ich fuehle mich sicherer, seit wir unserern Hund haben. Ich fuehle mich auch wessentlich sicherer wenn ich mit meinem Hund joggen gehe oder anderweitig im Wald unterwegs bin. Ich wuerde ihn aber nicht von der Leine lassen, solange ich mir nicht sicher bin, dass er bedingungslos abrufbar ist. Wir sind uns auch dessen bewusst, dass wir ihn nicht mit kleinen Kindern alleine lassen sollten, was wir auch nicht tun. Kleine Kinder sind ihm nicht gehaeuer.
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05.02.2015, 10:09
AW: Boxer-Staffordterrier-Mix - Eure Meinung und Erfahrung dazu?
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05.02.2015, 17:09
AW: Boxer-Staffordterrier-Mix - Eure Meinung und Erfahrung dazu?
Ah, das ist wohl ein Missverständnis. Ich meinte nicht Abstammung im Sinne von Schönheits- oder Field-trial-Champions mit 150 Prüfungen im Stammbaum, sondern HD-, ED-, PR-, ... Freiheit, Wesenstest, beste Sozialisation.
Manche Züchter sind da sehr verantwortungsvoll. Meine Goldens waren sehr gesund, extrem umgänglich, souverän, draußen sehr temperamentvoll und sie wurden gesund alt - einer fast 16 (am Schluss war er natürlich ein gebrechlicher Greis, aber vergnügt), seine Geschwister auch ungefähr.
Übrigens führen Mischlingshunde die bereinigte Krankheitsstatistik an, was eigentlich einleuchtet, da überhaupt keine Auswahl getroffen wird.
Bei den Rasseeigenschaften denke ich an generelle Eigenschaften. Zum Beispiel möchte ich keinen hibbeligen Hund, der permanent rumzappelt. Die meisten Terrierrassen wären nix für mich. Dass ich keinen territorialen Hund möchte, auch keinen mit ausgeprägten Schutzeigenschaften, schrieb ich weiter oben schon. Ich möchte diese Eigenschaften möglichst auch bei einem Mischling nicht.
Meine beiden Golden-Rüden kamen aus Superzuchten. Die Auswahl der Elterntiere nach Gesundheit, Arbeitsgebiet - für mich kein jagdlicher Einsatz (Papa meines 2. Rüden war Flächensuchhund, 2-mal nach Japan eingeflogen, um nach Verschütteten zu suchen), viele Nachkommen waren Behindertenbegleithunde ... Die Würfe wuchsen in der Familie auf, die anderen, teil schon alten Hündinnen zogen die Bande mit auf. Es gab Hühner, Katzen, Kaninchen, Schulkinder tobten am Garten vorbei, die Züchter fuhren mit ihnen Auto, zum See, hatten Besuch, es gab Tunnels, Dinge, die Krach machten, Staubsauger, ferngesteuerte Autos ... Die Welpen waren cool. Nicht nur die dierekten Geschwister meines Ollen, sondern auch alle anderen von dort.
Bei meinem ersten war es ähnlich, nur dass die Züchterfamilie relativ abseits wohnte. Es gab keine kreischendesn Schulkinder, die täglich vorbeigingen. Aber der kannte auch fast alles, als er zu uns kam.
Ich habe kein Problem mit Mischlingen, überhaupt nicht. Aber mir wäre es lieber, ich würde Elterntiere und die Bedingungen der ersten 4 Monate kennen, da in dieser Zeit einfach ganz vieles im Hirn verdrahtet wird. Ich sehe, was bei meiner Hündin aus dem Auslandstierschutz alles nicht da ist, was sie auch nie mehr ganz aufholen kann.
PS: Keinen Hund sollte man mit kleinen Kindern allein lassen. Niemals. Hätte ich nicht mal mit meinen Goldens gewagt, obwohl die ihre 12, 14 und fast 16 Jahre jeweils weder geknurrt noch die Zähne gezeigt haben (meine Second-hand-Hündin einmal, als ich sie am ersten Tag bei uns vom Sofa gescheucht habe). Übrigens haben sie auch nicht gerauft.
Ich habe es da wirklich erlebt, dass welche die einen Welpen aus einer ganz tollen Zucht hatten, ganz klar gesagt haben, dass sie zu dem Hund keine zu enge Bindung aufbauen wollen, da es ja sein kann, dass er mit 2 Jahren abgeben wird wenn er die Leistung nicht bringt, was ich furchtbar finde.
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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09.02.2015, 10:54
AW: Boxer-Staffordterrier-Mix - Eure Meinung und Erfahrung dazu?
Katelbach, da stimme ich dir in allen Punkten zu. Unsere beiden Labradore sind auch von verantwortungsvollen Züchtern. Wobei sich Gesundheit und Schönheit ja nicht unbedingt ausschliessen müssen. Wir haben ein "Überbleibsel" aus einem Wurf genommen. Einen Rüden, der mit 11 Wochen noch nicht vermittelt war und haben damit einen grossen Glücksgriff getan...
Ich denke auch, dass Mischlinge nicht unbedingt gesünder sind als Rassehunde... Das halte ich für ein Ammenmärchen...


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