Hallo zusammen,
bräuchte ein paar Tipps, wie ich meiner Katze (und mir) das Autofahren erleichtern kann. Vielleicht könnt Ihr mir was raten?
Wir haben hier jedes Mal Drama, wenn die Katze mit dem Auto transportiert werden muss. Sie miaut recht viel, und wir sind keine 5 Minuten unterwegs, schon mißbraucht sie die Transportbox als Katzenklo. Habe die Box zwar mit so Baby-Wickel-Unterlagen ausgelegt, aber das hilf halt auch nur für's Pipi. Wie die Katze dann aussieht, wenn sie etwas später aus der Box raus kann, könnt ihr Euch sicher denken...Davon abgesehen ist der Rest der Fahrt natürlich für alle Beteiligten ein olfaktorisches Abenteuer.
Und ich kann sie danach auch nicht direkt in der Wohnung flitzen lassen, sondern muss sie einer gründlichen Reinigung unterziehen. Das ist dann noch zusätzlich eine Qual für die arme Kleine.
Sie macht mir beim Autofahren keinen ängstlichen Eindruck. Es scheint eher, dass sie (neugierig wie sie ist) versucht, alle neuen Eindrücke aufzusaugen, obwohl es eigentlich zu viel ist für sie. Dass sie aus der Box nicht raus kann, um "alles" genau in Augenschein zu nehmen, scheint sie zusätzlich aufzuregen.
Habe es jetzt ein paar Mal mit Rescue-Tropfen versucht, zuvor auch schon eine Weile die Box mit Feliway präpariert. Der Erfolg war eher mäßig.
Habt Ihr einen Rat, was ich noch versuchen kann?
Oder gbt es irgendwas, was ich ihr zur Beruhigung geben kann? Idealerweise halt keinen "richtigen" Beruhigungsmittel-Hammer, ich will ihr ja nicht regelmäßig einen Knock-Out verpassen.
Aktuell geht es gerade um die Frage, wie die Katzen in unserem nächsten Urlaub versorgt werden. Ich hätte jemanden, die zu uns nach Hause kommen könnte. Vorteil: Kein Transport - Nachteil: bis auf 2 Stunden täglich wären sie 10 Tage am Stück alleine in der Wohnung. Andernfalls könnte ich sie bei jemandem, den sie gut kennen, zu Hause unterbringen. Vorteil: Sie sind sehr Menschen-bezogen und wären nur tagsüber zu den üblichen Arbeitszeiten alleine. Nachteil: die Fahrt. Ich kann die Kleine unmöglich im üblichen Zustand dort in der Wohnung aus der Box lassen.
Danke schon mal für's Lesen!Ist länger geworden, als ich dachte...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
Thema: Katze im Auto - Tipps?
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11.07.2013, 09:57
Katze im Auto - Tipps?
Geändert von Joker (11.07.2013 um 10:02 Uhr) Grund: Rechtschreibung...
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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11.07.2013, 10:10
AW: Katze im Auto - Tipps?
Versetz dich mal in die Lage deiner Katze. Sie ist eingesperrt, sieht nicht, was um sie herum passiert, die Umgebung schwankt und schaukelt, unbekannte Geraeusche und Gerueche ueberall und da soll sie keine Angst kriegen?
Ich empfehle, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen. Sie sind immerhin mindestens zu zweit und wenn sich 2 Std. am Tag jemand um sie kuemmert, dann sollte das reichen. Das ist allemal besser, als sie in eine voellig fremde Umgebung zu verfrachten, wo sie sich nicht auskennen. Dazu noch der Transport. Das wuerde ich den Tieren nicht zumuten.Aktuell geht es gerade um die Frage, wie die Katzen in unserem nächsten Urlaub versorgt werden. Ich hätte jemanden, die zu uns nach Hause kommen könnte. Vorteil: Kein Transport - Nachteil: bis auf 2 Stunden täglich wären sie 10 Tage am Stück alleine in der Wohnung.
Es kommt natuerlich auf die Katze an. Manche verkraften Ortswechsel sehr gut, andere ueberleben den Umzug in eine andere Wohnung nicht. Trotzdem sind Katzen eher reviertreue Tiere und auch wenn Katzenbesitzer das nicht gern hoeren, wuerden sie wahrscheinlich lieber ihren Dosenoeffner als ihr Revier austauschen, wenn man sie fragen wuerde.
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11.07.2013, 10:48
AW: Katze im Auto - Tipps?
Das stimmt wohl. Ich denke nicht, dass sie Angst hat, da wäre die Körpersprache anders. Aber wenn sie die Umgebung besser kennenlernen und sich langsam ans Fahren gewöhnen könnte, wäre sie sicher wesentlich weniger aufgeregt. Vielleicht kann ich mir da mal ein Eingewöhnungsprogramm überlegen.
In unserem Fall kennen sie die Umgebung, in die sie kämen, schon. Und der Tagesablauf wäre dort auch recht ähnlich zu unserem zu Hause - Routine ist ja für Katzen ebenfalls ein wichtiger Punkt. Rein von der Betreuung her würde das bei meinen beiden besser passen, als 22 Stunden pro Tag alleine zu Hause. Für kürzere Zeiträume, mal ein langes Wochenende o.ä., ist die Betreuung zu Hause sicher die bessere Wahl. Aber keine Frage, wenn die Sache mit dem Transport nicht für alle Beteiligten gut gelöst werden kann, werden die Katzen zu Hause bleiben.
Allerdings wäre es trotzdem gut, die Transport-Situation irgendwie in den Griff zu bekommen. Es kann ja immer mal was passieren, wo es sich nicht vermeiden läßt.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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11.07.2013, 11:24
AW: Katze im Auto - Tipps?
Meine mögen auch keine Autofahrten.
Besser wird es, wenn ich mich zusammen mit der Katzenbox auf den Rücksitz setze - Box neben mir und die Box mit einem Tuch zudecke, dass nur der Blick zu mir frei ist.
Die meisten Katzen mögen es gar nicht, wenn ihr Umgebung so schnell an ihnen vorbeiflitzt, das können die nicht einordnen, das regt sie auf.
Meine Idee zu der Pinkelei wäre: vor der Fahrt nicht viel zu trinken geben u. wenn es geht, sie zum Pinkeln animieren: bei uns hilft immer, frisches Streu in die Katzenkiste zu geben, da müssen sie dann sofort ihre Marke hinterlassen ;-)
Es gibt relativ große Transportboxen, in diese kann man auf die eine Seite eine kleine Schale mit Katzenstreu stellen.
müsstest du mal beim Tierarzt nachfragen...da gibt es sicher was....würde ich aber nur machen, wenn es gar nicht anders geht.Oder gbt es irgendwas, was ich ihr zur Beruhigung geben kann? Idealerweise halt keinen "richtigen" Beruhigungsmittel-Hammer, ich will ihr ja nicht regelmäßig einen Knock-Out verpassen.
Wenn du 2 Katzen hast, ist es gar kein Problem, sie 10 Stunden alleine zu lassen - sie sind ja nicht alleine, sondern zusammen - und den Großteil des Tages werden sie verpennen :-DAktuell geht es gerade um die Frage, wie die Katzen in unserem nächsten Urlaub versorgt werden. Ich hätte jemanden, die zu uns nach Hause kommen könnte. Vorteil: Kein Transport - Nachteil: bis auf 2 Stunden täglich wären sie 10 Tage am Stück alleine in der Wohnung. Andernfalls könnte ich sie bei jemandem, den sie gut kennen, zu Hause unterbringen. Vorteil: Sie sind sehr Menschen-bezogen und wären nur tagsüber zu den üblichen Arbeitszeiten alleine. Nachteil: die Fahrt. Ich kann die Kleine unmöglich im üblichen Zustand dort in der Wohnung aus der Box lassen.
Danke schon mal für's Lesen!
Ist länger geworden, als ich dachte...
Es ist besser für Katzen, sie in ihrem Zuhause zu lassen, als irgendwo unterzubringen, wo sie sich nicht auskennen.
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11.07.2013, 12:16Inaktiver User
AW: Katze im Auto - Tipps?
Wenn ich das jetzt richtig sehe, geht die Katze problemlos in die Transportbox, ist in dieser Box im Auto auch nicht ängstlich, sondern nur durch die vielen Eindrücke beim Fahren verstört.
Wo hast du die Transportbox eigentlich stehen? Ich stelle die Box immer vor den Beifahrersitz und klemme sie dort mit dem Sitz fest, damit sie nicht verrutschen kann, offene Seite und somit Blickrichtung zu mir. So bin ich der einzige optische Eindruck
Zudem gibt es ein bis zwei Kaustangen, so dass die Katze erst mal beschäftigt ist und Autofahren auch positiv in Erinnerung behält. Das klappt mit meinen vier Katzen ausnahmslos gut.
Sind allerdings Fahrten von max. 45 Minuten - ob das bei Langstreckenfahrten genauso aussehen würde, weiß ich nicht, da fehlt mir die Erfahrung.
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11.07.2013, 12:41
AW: Katze im Auto - Tipps?
Die Box steht auf der Rückbank. Habe 2 Katzen, die beiden Boxen stehen so, dass sie sich gegenseitig sehen. Ein Stück weit können beide sicher die Fenster gegenüber sehen, und mich vorne ebenfalls. Außerdem können sie mich natürlich hören. Ich könnte es mal mit einem Tuch über beide Boxen versuchen. Dann würden sie nur noch sich gegenseitig sehen, alles andere wäre ausgeblendet.
Auf der Rückbank sind sie deswegen, weil ich da die Boxen mit dem Gurt gut fixieren kann.
Ablenkungsmanöver wie mit den Kaustangen (sogar Katzenminze- oder Baldrian-Spielzeug, auf das beide normalerweise sehr stark reagieren) werden komplett ignoriert. Leider.
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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11.07.2013, 12:50
AW: Katze im Auto - Tipps?
Ich kann - wenn es denn unbedingt die Fahrt sein muss - nur üben, üben, üben empfehlen. Ins Auto einfach so reinstellen ohne Fahren, ein paar Minuten später wieder rausholen (immer was zum Knabbern in die Box legen). Das nächste Mal ein paar Minuten fahren, dann wieder nur Motor anlassen, dann wieder nur im Auto sein....etc., etc. Anscheinend ist es für die Mietze so aufregend im Auto, dass sie durchdreht. Vor allem gibt es nach der Fahrt ja auch immer ein "einschneidendes Erlebnis" für die Katze: Revierwechsel, Tierarzt o.ä.
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11.07.2013, 13:07Inaktiver User
AW: Katze im Auto - Tipps?
Die Idee mit dem Tuch halte ich für gut - so werden die optischen Ereignisse außerhalb des Wagens ausgeblendet. Fernsehen durch die heimischen Fenster ist ja interessant, aber im Auto wechseln die Eindrücke ja rasend schnell, vielleicht vertragen das deine Katzen nicht. An das Motorgeräusch und allgemein das "Eingesperrtsein" kann man sie ja gewöhnen wie NurZuGast das schon schrieb. Futter würde ich auf jeden Fall etwas in die Box packen, da Katzen üblicherweise nicht dort pinkeln, wo das Fressen sich befindet. Üblicherweise, wenn es reine Panik sein sollte, hilft das natürlich auch nix.
Wenn du magst kann ich gerne den Namen des beruhigendes homoöpathisches Mittels suchen, das einer meiner beiden Kater vor dem Impfen braucht, weil er sich nicht von Fremden anfassen lassen will und förmlich am Rad dreht. Es beruhigt ihn in dieser Hinsicht etwas, aber er ist trotzdem quirlig wie immer, kann also kein "Hammer" sein. Unterstützend kann das ja nicht schaden. Die Globuli müssen allerdings über ein paar Tage vor dem "Ereignis" eingegeben werden.
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11.07.2013, 13:56
AW: Katze im Auto - Tipps?
Wie gesagt, diese Fahrt muss jetzt nicht unbedingt sein. Wenn sich die Sache mit dem Transport nicht entspannt, dann werden die Katzen eben zu Hause betreut. Der geplante Urlaub ist jetzt eher ein Aufhänger, zu versuchen, für das generelle Problem eine Lösung zu finden. Manchmal läßt sich ein Transport halt nicht vermeiden. Da wäre es schön, wenn es auch für die Katze etwas leichter zu verkraften wäre als derzeit.
Wenn sie das Auto und die Abläufe beim Transport besser kennen lernt und erfährt, dass sie immer kurz danach wieder zu Hause aus der Box steigen kann, würde das sicher helfen.
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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11.07.2013, 13:58
AW: Katze im Auto - Tipps?
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey


Davon abgesehen ist der Rest der Fahrt natürlich für alle Beteiligten ein olfaktorisches Abenteuer.
Und ich kann sie danach auch nicht direkt in der Wohnung flitzen lassen, sondern muss sie einer gründlichen Reinigung unterziehen. Das ist dann noch zusätzlich eine Qual für die arme Kleine.
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