Moncheri,
wie oft wurde Dein Hund denn dabei verletzt? Ich meine jetzt nicht die kleinen Schrammen, die bei jedem Gerangel entstehen können, sondern richtig tiefe Bißwunden.
Heutzutage muß sich der Hund nur selber auf die Zunge beißen, Blut am Maul und schon ist Frauchen oder Herrchen kampfbereit.
Normale Showkämpfe von Rüden, bei denen die Rangordnung klargestellt wird, werden in wilde Beißereien uminterpretiert. Und was ist dabei, wenn ein anderer Hund Deinen Hund unterdrückt? Der Hund verkraftet das, falls er nicht ein grundsätzliches Verhaltensproblem hat. Halter, die damit ein Problem haben, sollten besser keinen Hund halten, da diese Abläufe zu einem normalen Sozialverhalten bei Hunden gehören.
Ich bin jedenfalls nicht der Meinung, daß die in 99,9 % der Fälle völlig grundlose Angst eines Halters alle anderen Halter verpflichtet ihre Hunde ständig an der Leine zu führen.
Außerdem meine ich, wer einen Hund hält, hat die moralische Verpflichtung, sich kundig zu machen, was ein Hund für ein gutes Sozialverhalten benötigt. Was er ganz gewiss nicht benötigt ist ein Halter, der übertrieben ängstlich ist. Entweder will ihn dann der Hund verteidigen oder er wird auch so ängstlich. Die traurigen Ergebnisse kann man viel zu oft beim Gassi gehen bedauern.
Cook3
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13.10.2006, 11:19
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Geändert von Cook3 (13.10.2006 um 11:25 Uhr)
Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)
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13.10.2006, 11:27Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Liebe Strelia,
also, es ist tatsächlich so, dass manche Hunde "Opfer" signalisieren und ein "gefundenes Fressen" für andere Hunde sind. Und wenn dein Hund unter den anderen als dieses "Opfer" bekannt ist, wird es wohl immer zu Auseinandersetzungen kommen. (Ungeachtet, dass diese Hunde auch auf andere losgehen, da können ganz andere "Signale" eine Rolle spielen).
Das ist ja auch im Prinzip nicht verkehrt. "Falsch" ist allerdings, sie in ihrer Ängstlichkeit zu unterstützen. Was richtig wäre, ist, ihr Selbstvertrauen zu vermitteln.Damals was unsere Hündin zwar mitintegriert aber sobald
es "Rangeleien" gab, stellte sie sich hinter mich
Im Grunde bin ich ihre Beschützerin.
Wie verhältst du dich, wenn ihr anderen Hunden begegnet?
Wie sieht es aus, wenn du deinen Hund "beschützt"?
Bim
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13.10.2006, 11:54Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Cook,
hast du meinen Beitrag überhaupt richtig gelesen?
1. natürlich weiß ich das es vorkommt das ein Hund unterdrückt wird, habe ich keine Probleme mit.
2. Das Problem ist nicht, daß mein Hund großartig verletzt wird, dass ist erst einmal geschehen, aber da war es wirklich schwerwiegend - er hätte fast sein rechtes Auge verloren und sein Kopf war offen - und wenn ich das schreibe meine ich es auch so, ohne Übertreibung.
Mein Problem, wie schon geschrieben ist, daß ich einen friedliebenden sogenannten Kampfhund habe, und wenn er angegriffen wird kommt es nun einmal zu einer Rangelei. Das Herrchen auf der anderen Seite sieht dann aber nur diesen "agressiven" Kampfhund (der sich nur wehrt)- und da ist mein Problem. Ich wurde bespuckt, beschimpft und mein Hund wurde getreten. Und nach seiner starken Verletzung war er einfach schneller bereit zurück zu beissen. Kleine Kläffer stören ihn nach wie vor nicht, aber son massiger Hund der auf ihn los geht.......
4. ich bin nicht übertrieben ängstlich bei dem Thema. Grundsätzlich freue ich mich bei jedem Hund der entgegen kommt, den meiner tobt trotz der 10J. zu gerne, nur manchmal freu ich mich zu früh scheinbar.
5. Und falls mir dein Satz:Halter, die damit ein Problem haben, sollten besser keinen Hund halten, da diese Abläufe zu einem normalen Sozialverhalten bei Hunden gehören. - sagen sollte ich soll keinen Hund halten, dann sage ich Dir ich weiß wie man mit Hunden umgeht, sie erzieht und wie sich Hunde verhalten.
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13.10.2006, 12:12
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Moncheri,
natürlich sage ich nicht, daß Du keinen Hund halten sollst. Ich beziehe mich auf die häufig gemachte ERfahrung, daß zwei Rüden ein bißchen rangeln, einer nachgibt und dann sein Herrchen erstmal richtig in Rage gerät.
Ganz allgemein gesagt bin ich ein Anhänger der Idee eines Führerscheins für Hunde. Denn wenn man sowohl den Tier- als auch den Menschenschutz ernst nimmt, sollte die Mehrzahl der deutschen Hundehalter besser keinen Hund halten.
Die von mir weiter oben erwähnte Hündin war ein AST, die vor zwei Jahren mit 15 Jahren starb. Ich kenne die besondere Problematik für die Halter dieser Rassen und ich verstehe auch Deine Defensivhaltung, weil im Zweifelsfall der "Kampfhund" immer schuld ist. Und jeder, der seinen Anlagenhund nicht bei dem ersten Ärger ins Tierheim abschiebt, hat meinen Respekt.
Aber von diesem Sonderaspekt Anlagenhund war hier ja nicht die Rede.
Cook3Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)
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13.10.2006, 12:13Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
"Normalerweise" sollte es überhaupt nicht zu solchen bösen Auseinandersetzungen sprich ERNSTKÄMPFEN kommen, wie du sie schilderst. Mindestens einer der Beteiligten beherrscht seine Sprache nicht. Möglicherweise beide.und wenn er angegriffen wird kommt es nun einmal zu einer Rangelei.
Es sind nicht nur "die anderen".Geändert von Inaktiver User (13.10.2006 um 12:18 Uhr)
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13.10.2006, 12:59Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
und wundere dich dann nicht, wenn er sein Bein hebt
Zitat von Inaktiver User
Dass es heute mehr aggressive Hunde gibt, dem kann ich nicht zustimmen.
Ganz im Gegenteil. Wir fahren viel Rad und am liebsten auf ruhigen Feldwegen o.ä. Dabei begegnen wir natürlich auch vielen Hundebesitzern mit ihren Hunden. Die allermeisten, die ihren Hund frei laufen lassen, rufen ihn und lassen ihn absitzen bis wir vorbei sind. Die anderen frei laufenden sind so klein, dass man eher aufpassen muss, sie nicht anzufahren, oder sie kümmern sich gar nicht um uns.
Ich habe also eher den Eindruck, dass sich immer mehr Hundehalter intensiv mit ihren Tieren und deren *öffentlichkeitstauglicher* Erziehung beschäftigen.
LG Delenn
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13.10.2006, 14:13Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Liebe Bim
Weil du es bist komm ich heute nochmal in diesen Strang
Nun wie verhalte ich mich bei meinem Hund?
Früher als sie frisch vom Tierheim war und wirklich sehr
ängstlich und misstraurisch, sie sich wegen Allem bald hinter
mich stellte (immer unangeleint)) da war ich ganz krank vor
Sorge. Also ich hab den anderen in der Gruppe halt gesagt
sie sollen ihre Hunde bisschen mehr zu Abstand annimieren.
(Wenn die Situation einfach zu eng wurde.)
Meiner gegenüber. (Diese anderen Hunde waren auch nie
angeleint. Ich meine, die Hunde in deren Gruppe wir waren)
Meine Hündin wurde sehr bedrängt und das mag sie einfach
nicht.
Ich hab nicht viel getan. Sie gelassen. Hinter mir.
Sie gestreichelt und ihr gut zugeredet. Die anderen Hunde-
halter haben auch akzeptiert das meine so ist und ihre
Hunde dann pariert.
Unser Hund hat seine Freunde seiner Art ist aber
keine grosse Gesellschafterin. So ist sie halt. Aber
deswegen nie agressiv. Sie ist auch mittlerweile selbst-
bewusster als früher. Also sie geht auch auf andere Hunde
zu. Total freundlich.
Wenn sie und ich zusammen walken oder Rad fahren oder
einfach nur spazieren gehen ,dann stimmt eigentlich alles.
Ich geb aber zu, das sie mit Sicherheit spürt, das ich nach
gewissen Erfahrungen von Vorne rein, eben besagten
Hunden aus dem Weg geh.
Ich kann dieses Gebeisse dieser Anderen einfach nicht
mehr ertragen. Mein Hund und ich wollen einfach nur
die Natur und Ruhe geniesen. Sie ist wie ich , wenn wir
unterwegs sind, sehr glücklich.
Übrigens auch mein Mann geht dieser Keilerei lieber
aus dem Weg.
Leider ist es doch oft so, das agressive Hunde die losgehen
sehr böse sein können.
Sollte ich das meiner antun?
Also wenn ich einen dieser Hunde seh ,die Konfrontation wählen?
Es würde nicht besser. Dafür hab ich das schon oft zuvor
mal ankommen lassen und es war immer das Selbe.
Kampf
Nun - Mein Hund und ich kennen unsere Touren mittlerweile
wissen um Wege die uns friedlich walken o.ä. lassen und
sind eigentlich so dann sehr zufrieden
L.G. und jetzt muss ich echt raus
Bis dann mal
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13.10.2006, 14:29Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Liebe Strelia,
ich verstehe dich, aber ich finde trotzdem du bist viel zu ängstlich.......
Es gibt sie, beißende Hunde, mit der Dobi hatte ich auch schon 3 mal wirklich richtig Pech gehabt in der Zeit, wo ich sie habe.......
Aber von grundauf (und das sind auch mehrere Jahre Erfahrungen) hat sich mir nicht der Eindruck vermittelt, dass (und so kommt es bei dir rüber), die meisten anderen Hunde potentielle Beißer sind...... Ich kenne wirklich jede Menge andere Hunde mit Besitzern, gehe abends immer in einem reinen Hundeauslaufgebiet spazieren. Da ist einer dabei, der ist agressiv (und der hat sie auch erwischt). Das ist einer, von 200 anderen die dort friedlich rumlaufen.....
Mein Hund läuft also trotz Unfällen frei in der Gegend rum. Sie muss ja nach einer schlechten Erfahrung, wieder neue gute Erfahrungen sammeln, sonst denke ich geht der Schuss nach hinten los (wie bei dir).
Entweder wird der Hund ebenfalls agressiv oder er wird hypaängstlich.....
Es hört sich so an, als wenn dein Hund permanent angegriffen wird.......
Das muss Gründe haben......
Grüße Peppi
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13.10.2006, 14:47
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Hallo,
*kurzreinhüpf*
leider gibt es sie wirklich, diese "nixwieabmitdenZähneninsnächsteBein"-Hunde. Und ich kann mich der Meinung von irgendwo "oben" nur anschließen, da ist nichts mit Reaktion nach der Schrecksekunde, weil der Hund einem da schon im Bein hängt...
Und wenn ich ehrlich bin: sollten sich demnächst wieder Hundezähne in meine Haut verirren (wobei ich nicht einen schnellen Dackel-Angstbiss, sondern einen "gezielten" Angriff meine), bekommt der liebe kleine Wauzi von mir alles ins Gesicht, ins Auge, auf die Nase, wo auch immer es wehtut, was ich gerade in der Hand habe, ob das nun ein Schirm mit fieser Spitze oder Pfefferspray ist. Mir reichen nämlich die Narben von einem Dobermann"schätzchen", da müssen nicht noch weitere von anderen dazu kommen...
So lange Hund nur bellt oder droht, versuche ich auch, ruhig zu bleiben. Aber wenn er mich verletzt, ob nun Halterfehler oder nicht, dann gucke ich nicht wieder nur zu, wie mir das Blut die Beine runterläuft. Nur soviel zum Thema "Waffen".
Plüschtier
*wiederraushüpf*Plüschtier
32, sehr glücklich mit ihrem Plüschtiererich, und last but not least: Binomette von Laborschnecke
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13.10.2006, 15:36Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Zitat von Plueschtier
Unterschätze nie, aber auch niemals einen Rauhaardackel........
Sich gegen einen bereits beißenden Hund zu wehren kann für dich gefährlich werden.
Im Affekt würde ich ihn allerdings auch wegtreten. Das kannst du mir glauben......
Ich habe auch schon Hunde weggetreten, die mit den Zähnen in meinem hingen.......
Und das sage ich als absolute Hundeliebhaberin......
Da überwiegt bei mir der "Familienschutz"....., ganz klar....
Wichtig ist aber doch, dass man unmittelbar eine Anzeige macht.
Besitzer von menschenangreifenden Hunden gehören angezeigt.....


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