Eine Übersprunghandlung zu was? Einem Angriff?Gähnen sehe ich inzwischen kritisch. Laut neuer Studie von Bloch ist Gähnen keine Beschwichtigung, sondern eine Übersprungshandlung. davon ab, werden dabei auch Zähne sichtbat, was u.U. wieder gegenteilig wirkt.
Diese Meinung teile ich nun gar nicht, denn ich bin nicht der Meinung, dass Gähnen eine Drohgebärde ist.
Ich habe es bereits mehrmals bei Hunden ausprobiert. Bei einem angstaggressiven Hund im Tierheim z.B. Dem habe ich was vorgegähnt... *grins* und er hat sich zusehends entspannt. Ein Hund baut durch Gähnen Anspannung und Erregung ab, sowohl bei sich selbst, auch als an das Gegenüber übertragen. Probier's doch mal selbstan dir und mit deinen Hunden. Beobachte sie.
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11.10.2006, 20:26Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
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11.10.2006, 22:03
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Ich bin mir gerade was das Gähnen betrifft auch nicht wirklich sicher, denn es gibt eben auch bestimmte Situationen, in denen ich bei Shiwa und Lilou zu erkennen meine, dass sie als Beschwichtigung gähnen und daher hab ich mich gerade über diesen Punkt schon länger mit einem Hundetherapeuten unterhalten - der eben sicher ist, dass es KEINE Bewichtigung, sondern nur eine Übersprungshandlung aus Stress ist.
Eine Verlegenheitsgeste, wie auch Kratzen oder schnüffeln - weil man mit der Situation überfordert ist und daher einfach "etwas" tut - aber nicht mit dem Ziel der Beschwichtigung, sondern nur mit dem Zeil des Stressabbaus für sich slebst ohne Signalwirkung für andere.
Wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher - aber die Blochstudie ist da recht eindeutig und behauptet eben, dass sehr viele der von Turid Rugaas behaupteten Calming Signals gar keine sind, z.B. weil sie von wilden Hunden auch dann häufig eingesetzt werden, wenn absolut niemand in der Nähe ist, den sie beschwichtigen müssten oder könnten. Andere haben sie bestätigt gefunden, z.B. den Kopf abwenden.
Letztlich bleibt es reine Interpretation. Die Situationen, in denen Shiwa und Lilou gähnen sind nämlich immer welche, in denen sie natürlich Stress haben. Ob sie dann nur zum Stressabbau und aus Verlegenheit/Unschlüssigkeit gähnen, oder um Beschwichtigung zu demonstrieren, können wir nur vermuten.
Seit ich Calming Signals gelesen habe, habe ich immer wieder und fast täglich versucht, diese Gesten selbst einzusetzen, gerade weil Lilou so ängstlich ist - auch das Gähnen, Ich persönlich konnte da eine Entspannung beim Gegenüber nicht wirklich beobachten, höchstens mal, dass meine Gesten dann erwiedert wurden. Eben z.B. mitgegähnt wurde. Warum kann ich auch da nicht mit Sicherheit sagen - werde ich da nun zurück beschwichtight oder war mein Stress ansteckend?
Aber ob Hunde überhaupt empfänglich sind, für CS die MENSCHEN aussehden, ist ja eh ein Diskussionspunkt. Auch da scheiden sich da die Geister und Lehrschulen dahingehend, dass manche eben Kommunikation auf Hundisch mit Hunden ganz ablehnen, weil die sagen, Hunde wissen, dass wir keine Hunde sind und wir sollten uns daher auch nicht so benehmen, da sie und sonst nicht ernst nehmen und andere eben sagen, dass es durchaus nützlich ist auf Hundisch mit Hunden zu kommunizieren. Wobei ich prizipiell eher zweites denke.
Was meinst du mit der Frage "Übersprungshandlun wozu?" Eine Übersprungshandlung führt doch nicht zu einer Handlung, sondern tritt dann ein, wenn man eben in einem inneren Konflikt ist und sich nicht für eine Verhaltensoption entscheiden kann und dann etwas ganz anderen macht z.B.
Mein Satz mit den Zähne zeigen war keinesfalls so gemeint, dass Gähnen ein aggressives Zeichen eines Hundes ist, aber dass es u.U. von einem Hund so verstanden werden kann, wenn Beate das tut. gibt nämlich durchaus Drohgebärden bei Hunden (gerade bei angstaggressiven Hunden), die sich rein optisch nicht so sehr vom Gähnen unterscheiden.
Nun wüsste ich noch gern, warum dich mein über die Lippen Lecken bei geschlossenem Mund so amüsiert hat? Das war mein voller Ernst - eben "züngeln" d.h. die Zunge zwischen den geschlossenen Lippen durchstecken, ohne dass Zähne sichtbar werden. Eben nicht den Mund öffnen. Tun Hunde beim Züngeln doch auch nicht...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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11.10.2006, 22:33
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Hier ein Link:
http://hundefarm-eifel.de/forschung/bericht.htmUnd falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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12.10.2006, 02:41
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Hallo Beate,
sehr tapfer, das Klingeln! Schön, dass Du mit Deinen Nachbarn so friedlich auskommst ... hast Du auch die Hunde gesehen und ein bisschen kennengelernt? Das Überreichen von Wienerle stimmt zumindest unsere Hunden dem Besuch gegenüber immer seeehr gewogen
.
Hi Murmeltier, das ist ja ein super Link und ein Text zum Nachdenken. (Allen Dominanztheorieanhängern ans Herz gelegt:anklcken und runterscrollen.) Vielen vielen Dank!!
Hallo Strelia, bleib doch mal sachlich. Ich hab kein dringendes Bedürfnis, mir Dir irgendwas "abzuklären" und es ist mir auch wurscht, was für ein '"dies und das" Du von mir denkst, aber wenn Du meinst, irgendwas loswerden zu müssen, schick mir ne PN. Brauchen tu ich das nicht.
Zurück zum Thema "freilaufende Hunde und deren Abwehr": war bei uns zum Glück noch nie notwendig. *aufholzklopfunddraufspuck* Unter anderem deshalb, weil ich solchen Begegnungen schlicht aus dem Weg gehe. Wenn irgendwo am Horizont ein Hund auftaucht, den ich nicht kenne (oder dem ich nicht traue), dann dreh ich um bzw. ab und gehe mit meinem Hund einen anderen Weg. Notfalls quer durchs Unterholz, das ist mir egal (und der Süßen machts Spaß
). Deeskalation, nicht Abwehr!
Viele Grüße allerseits von
Avocado
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12.10.2006, 03:01
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Zitat von Avocado
Merci! *g*
Nee, die Hunde hab ich nicht kennengelernt - Zeit war zu knapp. Aber ich wollte wenigstens, dass die Nachbarn Bescheid wissen, dass einer ihrer Hunde ausgebüxt war. Es gibt auch 2 Kinder bei uns, die den Weg benutzen ... das wäre wohl nicht ganz so glimpflich ausgegangen ...
Aha! Wienerle ... *ggg* ... ich dachte auch schon daran, mir mal zwei, drei Hundekuchen (immerhin!) einzustecken. Falls doch wieder einer der Hunde entwischt ...was ich nicht hoffe *aufHolzklopf*
There are a hundred paths through the world that are easier than loving. But, who wants easier?
Mary Oliver
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12.10.2006, 11:47
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Na, ich weiss nicht. Wegen aufdringlicher Blicke gleich scharf zu schiessen, scheint mir doch arg überzogen.
Zitat von Inaktiver User
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12.10.2006, 16:01Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Zitat von zork
Wenn man will kann man jeden Satz falsch verstehen. Ich denke sie hat nicht gemeint, daß sie wegen der Blicke gleich wild um sich schießt. Sondern die Art wie sie angesehen wird ist beängstigend.... sodaß man sich dann sicherer fühlen kann.
Hast Du es verstanden mit den kurzen Worten. Sonst erläutert sie es sicher gern selbst!!
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12.10.2006, 17:57Inaktiver User
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Zitat von Inaktiver User
So stimmt es
Sorry wenn das mit dem Schiessen bisschen falsch
rüberkam.
Ich werde beim Walken echt belästigt stellenweise
Ich laufe mit meinem Hund nun extra schon
Wege, die an Strassen vorbei gehen um nicht
alleine in der Wildnis ausgeliefert zu sein.
Ob einem wilden Hund mit vier Beinen oder zweien.
Wenn ich walke (was ich sehr oft mach) dann
fahren manche Autos so langsam vorbei uns schauen
wo ich abbiege und so... (ich wiederhole "manche")
Ich fühle mich stellenweise dann nicht wohl
Könnt ihr glauben. Und ich bin mir nicht sicher
ob mein eigentlich friedlicher Hund mich wirklich
beschützen könnte?
Ich hab aus diesen Gründen nicht nur einmal
mein Abbiegen , oder meine eigentlich zu laufende
Tour geändert.
Ausserdem bin ich sowieso langsam für Waffenhaltung
wie in Amerika. Ja! Aber da müssten wir einen
neuen Strang nun aufmachen...
Ich hab im Moment nicht so viel Zeit sorry
Liebe Grüsse
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12.10.2006, 18:38
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Strelia,
wer mit einem solchen Angstpotential durchs Leben geht, dem hilft auch keine Handtaschen-Atombombe.
Du kannst einem leid tun - merkst Du eigentlich nicht, daß Du Dich zu einer Bedrohung für Andere entwickelst?
Cook3
Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)
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12.10.2006, 19:31
AW: Wie verhalte ich mich bei einem Hunde"angriff" richtig?
Hallo Murmelita, hallo Bim!
ich finde es hochinterressant, was ihr über Hundesprache und "Calming signals" schreibt (am liebsten wäre ich ja eine Jane Goodall...
geworden) - gibt es etwas vergleichbares auch für "kätzisch"?
Liebe Grüße, HummelDrink in your summer, gather your corn
M. Jagger


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