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  1. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein.

    Das ist eine Idee unserer Zeit, in der künstlichen und kontrollierten Lebenswelt in der sich viele befinden, da werden Kinder schon im Mutterleib gefördert und bereits als Kleinstkinder gebildet und jeder Hund muss geistig ausgelastet sein.

    Man kann auch einfach leben.
    Der Widerspruch entsteht jedoch aus einer insbesondere für die Hunde problematischen Situation heraus:

    Einfach leben würde bedeuten, verschiedene Bedürfnisse dennoch unter einen Hut zu bringen. In Sachen Hund liegt da aber einiges im Argen. Früher passierten viele Fehlentwicklungen aus einer generellen Uninformiertheit heraus, aus einem Mangel an Verständnis für das, was Hunde tatsächlich sind.

    Heute sind für jeden Menschen die Informationen, die ihn befähigen, "einfach" mit seinem Hund zu leben, problemlos zugänglich.

    Nutzt er sie, und setzt das Wissen um, lebt er gemeinsam mit seinem Hund ein Leben, das beiden Artfremden gerecht wird.

    Nutzt er sie nicht, fällt er wahlweise in alte Zustände, und rechtfertigt sich damit, dass es ja "nur" ein Hund ist, oder macht sich unnötig Stress, häufig schlicht deshalb, weil es heute immer weniger Frustrationstoleranz gibt: Jeder will jederzeit alles haben können, auch wenn es gar nicht in sein Leben passt.

    Bei einem Lebewesen kann aber nun einmal nicht immer passend gemacht werden, was nicht passt. So einfach ist das, was man wüsste, wenn man wirklich lebte, statt vorwiegend zu konsumieren.

  2. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nutzt er sie, und setzt das Wissen um, lebt er gemeinsam mit seinem Hund ein Leben, das beiden Artfremden gerecht wird.
    Im besten Fall ja.

    Was ich meinte ist, dass es den Bedürfnissen manchen Hundes einfach auch gerecht werden kann, das Leben seiner Familie zu teilen, dass sich aus dem ganz normalen Alltag heraus einfach so viele verschiedene Situationen ergeben die ihn ganz selbstverständlich auslasten dass man die nicht künstlich für jeden Hund schaffen muss.

    Die Ansicht jeder Hund braucht explizite geistige Auslastung ist mir zu vermenschlicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im besten Fall ja.

    Was ich meinte ist, dass es den Bedürfnissen manchen Hundes einfach auch gerecht werden kann, das Leben seiner Familie zu teilen, dass sich aus dem ganz normalen Alltag heraus einfach so viele verschiedene Situationen ergeben die ihn ganz selbstverständlich auslasten dass man die nicht künstlich für jeden Hund schaffen muss.

    Die Ansicht jeder Hund braucht explizite geistige Auslastung ist mir zu vermenschlicht.
    Warum?

    Weil Du annimmst, ein Tier habe keinen Geist, der gefordert sein will?

    Fakt ist, dass das Leben vieler Menschen einem Hund überhaupt keinen Raum bietet. Wenn Du von Hunden nun verlangst, sie mögen sich diesem Leben anpassen, gehen sie buchstäblich vor die Hunde.

    Einen Hund geistig auszulasten bedeutet nichts anderes als seine Lebensbedürfnisse zu achten. Ein Hund wird niemals glücklich darüber sein, als Couchpotatoe das TV- und Internet-Leben eines Menschen zu teilen - nicht einmal die sehr duldsamen Gesellschaftshunde sind damit "ausgelastet".

    Besteht normales Leben dagegen darin, sich jeden Tag aktiv in der Natur zu bewegen, und ist inbegriffen, dass Hund diese Aktivitäten überwiegend unangeleint und verbunden mit seinen Menschen teilen darf, braucht es keine "extra" Auslastung.

    Hat ein Hund eine echte Aufgabe - beispielsweise das Sichern eines grossen Grundstücks, das Hüten einer Herde, Interaktion und /oder Begleitung mit/von Kranken, Alten, Behinderten, Aufspüren verschiedener Substanzen, Begleitung bei der Jagd etc., braucht er ebenfalls kein extre Programm.

    Es geht also darum, fest zu stellen, ob man

    a) einem Hund grundsätzlich ein geeignetes Lebensumfeld bieten kann und will, und
    b) eine Hunderasse auszuwählen, die bestmöglich zum eigenen Leben passt.

    Das ist in den meisten Fällen für Otto Normalmensch eben

    KEIN RR
    KEIN Beagle, Weimaraner, Deutsch Draht/Kurz/Langhaar, Setter, keine Bracke/Retriever, Vizsla, auch keiner der Schweizer
    KEIN Kangal, keine Aussies (damit schliesse ich Kelpie, ACD etc. ein)
    KEIN Boerboel und auch kein Basenji
    KEIN Nordländer und auch
    KEIN Windhund
    ja genau genommen auch kein Schäferhund und schon gar kein Malinois,

    also alle echten Arbeitshunde - die sind allesamt Spezialisten, gezüchtet für die Erledigung bestimmter Aufgaben. Und denen reicht ein Garten und einmal täglich uninspiriertes GassiGassi nicht aus. Ende der Durchsage. Wer dennoch einen solchen Hund unbedingt halten muss, ohne ihm einen Job geben zu können, der kommt um das Thema "geistige Auslastung" denn eben nicht herum, denn sein "normaler" Alltag macht den Hund krank, das passt nicht zusammen.

  4. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Wir sind uns doch einig.

    Unter artgerechter Haltung versteh ich vor allem die enge Einbindung ins Alltagsleben, das ist doch auch schon viel Abwechslung.

    Wenn also so ein Durchschnittshund das Leben seiner Familie begleitet, dann geht er vielleicht mit einkaufen, oder mal mit der U-Bahn in die Stadt, mal mit ins Lokal zum Essen, man fährt er mit dem Auto mit oder mit dem Rad, geht mit in den Biergarten und im Sommer an den See, tobt mit den Kindern, freut sich wenn Besuch mit oder ohne Hund kommt oder darf sogar mit ins Büro. Das zusammen mit viel Freilauf in unterschiedlichen Gegenden, mal mit Schwimmen, mal im Wald, mal auf der Wiese - das ist in meinen Augen für manche Hunde ein artgerechtes Leben, das sie auslastet ohne dass ich ihnen zusätzliche Aufgaben stellen muss.

    Das ist wie mit kleinen Kindern finde ich. Du kannst sie in Kurse stecken und fördern und machen oder tun - oder sie von klein auf einfach so einbinden dass sie im Alltag viel lernen und erleben können. Du kannst sie zur Physiotherapie und ins Kinderturnen schicken, oder sie einfach von klein auf beim Kochen helfen lassen oder mit ihnen im Wald über Bäume klettern etc.

    Damit mein ich nicht, dass ein Hund glücklich wird wenn er tagein tagaus vor dem Fernseher liegen soll und dreimal um den Block geführt wird.

    Aber für mich gibt es eben Hunde die kein Extra-Training etc brauchen und Arbeitshunde und nicht jeder Hund muss Kurse machen und Aufgeben gestellt bekommen um zufrieden zu sein. Ich sehe da deutliche Unterschiede.

  5. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Prima, schnellschnell - da sind wir absolut einer Meinung!

  6. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir sind uns doch einig.

    Unter artgerechter Haltung versteh ich vor allem die enge Einbindung ins Alltagsleben, das ist doch auch schon viel Abwechslung.

    Wenn also so ein Durchschnittshund das Leben seiner Familie begleitet, dann geht er vielleicht mit einkaufen, oder mal mit der U-Bahn in die Stadt, mal mit ins Lokal zum Essen, man fährt er mit dem Auto mit oder mit dem Rad, geht mit in den Biergarten und im Sommer an den See, tobt mit den Kindern, freut sich wenn Besuch mit oder ohne Hund kommt oder darf sogar mit ins Büro. Das zusammen mit viel Freilauf in unterschiedlichen Gegenden, mal mit Schwimmen, mal im Wald, mal auf der Wiese - das ist in meinen Augen für manche Hunde ein artgerechtes Leben, das sie auslastet ohne dass ich ihnen zusätzliche Aufgaben stellen muss.
    Nur mal eben zur Klarstellung: nichts anderes mache ich mit den BCs.

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Mich würde jetzt gerade interessieren, welche Erkenntnis die Strangeröffnerin aus dieser Diskussion gewonnen hat .

    Ridgeback oder lieber doch eine andere Rasse?
    ... and nothing else matters

  8. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur mal eben zur Klarstellung: nichts anderes mache ich mit den BCs.
    Das glaub ich dir - allein, es wundert mich. Ich kenne eigentlich keinen, der nicht ununterbrochen seinen Menschen fixiert und auf sein Bällchen oder anderes wartet. Für meine Hunde zählen die schon gar nicht mehr als Hund, weil eh keiner spielt oder auch nur Interesse an anderen Hunden zeigt.

  9. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das glaub ich dir - allein, es wundert mich. Ich kenne eigentlich keinen, der nicht ununterbrochen seinen Menschen fixiert und auf sein Bällchen oder anderes wartet. Für meine Hunde zählen die schon gar nicht mehr als Hund, weil eh keiner spielt oder auch nur Interesse an anderen Hunden zeigt.
    Natürlich fixieren sie; aber ich ignoriere das stoisch. Und da Hunde über Erfolg lernen, lernen sie bei mir, dass sie damit keinen Erfolg haben. Und lassen es.
    Unsere Border Collies laufen im Rudel mit, integrieren sich, spielen sehr sozial mit anderen Rassen, splitten, hüten usw. Alles bestens!

  10. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich fixieren sie; aber ich ignoriere das stoisch. Und da Hunde über Erfolg lernen, lernen sie bei mir, dass sie damit keinen Erfolg haben. Und lassen es.
    Unsere Border Collies laufen im Rudel mit, integrieren sich, spielen sehr sozial mit anderen Rassen, splitten, hüten usw. Alles bestens!
    Vio,

    Du möchtest jetzt aber Deine Arbeit mit den Hunden nicht mit dem gleich setzen, das der Durchschnittsmensch unter "Spaziergängen mit Hund" versteht, nein?

    Ich gehe mit meinen Hunden auch ganz normal raus - aus meinem Blick-, Anspruchs-, und Erfahrungswinkel betrachtet

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