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  1. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Ich finde trotzdem nicht, dass jeder Hund "etwas zu tun braucht" - das ist für mich ein Modetrend.

    Genau wie man ganz normal mit seinen Kindern leben kann oder sie von Geburt an gezielt "fördern" - eine reine Glaubensfrage.

    Daher bleib ich dabei: es gibt Hunde, denen es für ein zufriedenes Hundeleben absolut ausreicht, in ihre Familie integriert zu sein, ausreichenden Freilauf und Kontakt zu Artgenossen zu haben und ansonsten einfach mit ihren Leuten zu leben.

    Aber ein Ridgeback zählt da mit Sicherheit nicht dazu.

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Vermutlich ist das wie meistens eine Frage der richtigen Erziehung: ich kenne einen RR persönlich, die Dame hat außerdem einen Jack Russel und zwei kleine Kinder. Alle vier sind problemlos zu handeln.... Woher´s wohl kommt?
    Mein Bruder hat einen Ridgeback Mix (ehemaliger Straßenhund) und hatte vorher lange Jahre eine Staffordshire Dame (fällt heute unter Kampfhund) - auch diese Hunde sind/waren absolut normal und machen keine Probleme.
    Vermutlich sollte man sich aber vorher darüber im Klaren sein, wie viel Zeit man ggf. investieren kann und will, wenn es doch nicht so klappt, wie man sich das vorstellt....

  3. VIP

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei.

    Integration ins Rudel, Sozialkontakte sind sowieso absolute basics.
    Allerdings bin ich der Meinung, das körperliche "Auspowern" wird überbewertet und reicht alleine nicht aus.

    Schon ein bisschen "Nasenarbeit" - Leckerli aus gebastelter Verpackung oder einer Korkenschüssel rausholen oder ein Futterdummy suchen und nicht nur daheim aus der vollen Schüssel gefüttert werden - ist Beschäftigung fürs Hirn (und fördert darüber hinaus die Bindung). Solche Sachen freuen auch Minis, träge Hunde und sogar behinderte Greise. Ein bisschen was tun fürs Futter scheint den meisten Hunden echt Spaß zu machen es ist gut für die Ausgeglichenheit.

    Meine junge Hündin, die Angstpatientin, wird beim Trailen oder auch beim Suchen von vorher verstecktem Futter nicht nur plötzlich hochkonzentriert, sondern "vergisst" ihre Ängste während der Arbeit. Sie führt ihre Aufgabe aus ohne sich zu mir zu flüchten. Beim Trailen geht sie auf der Suche nach dem Opfer sogar durch die Automatiktüren in den Baumarkt, sonst müsste ich sie tragen. Sie macht das sehr gern, obwohl sie mein erster Hund ist, der am liebsten zuhause unter dem Tisch liegt.
    Anschließend ist sie richtig gesund müde und schläft tief und entspannt. So gut würde sie nur nach dem Jagen schlafen, was ich natürlich nicht zulasse.
    Spielen mit anderen Hunden lässt ihr immer noch Raum für Ängste und Fluchtimpulse, wenn es kracht oder es zuviele Hunde sind. Und es macht sie auch längst nicht so müde wie ein bissl Denken.

    Ich behaupte aber doch nicht, dass jeder Hund ungeachtet seiner "Ausstattung" ein tolles Apportiertraining braucht, permanent Agility machen muss, auch wenn es ihm keinen Spaß macht und er Grobmotoriker ist, oder viermal pro Woche zur Flächensuche-Ausbildung antreten soll.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  4. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei.

    Integration ins Rudel, Sozialkontakte sind sowieso absolute basics.
    Allerdings bin ich der Meinung, das körperliche "Auspowern" wird überbewertet und reicht alleine nicht aus.
    Ja, vielleicht.

    Aber leider werden schon diese Basics ja von vielen nicht erfüllt... denk ich mir oft wenn ich im Regen rumrenne. Gibt anscheinend auch Schönwetterhunde, die nur bei Sonnenschein laufen wollen. Und grad Sozialkontakte unter Hunden ist sowas was genau die Leute gerne unterbinden, die ihren Hund sehr auf sich fixieren wollen.

    Trotzdem ist dieses "bewußt beschäftigen" mir zu künstlich - und ich kenn das vorwiegend von Leuten, bei denen sich eh viel um den Hund dreht (analog zu den Helikoptereltern bei denen der Lebensinhalt dann das Kind ist) - und die sich auch stundenlang über die perfekte Hundeernährung austauschen können. Meins ist das nicht.

    Ich finde das eher widernatürlich, sich als Privatperson einen Arbeitshund zu holen und dem dann Aufgaben suchen zu müssen, weil er seiner sagen wir mal Bestimmung in dem Umfeld nicht ganz selbstverständlich nachkommen kann. Das kann man eigentlich nur, wenn man sein ganzes Leben um den Hund rum baut. Anstrengend find ich es trotzdem.

    Einig sind wir uns aber sicher, dass man die Anschaffung eine RR sehr gut bedenken muss - in meinen Augen muss man sich selbst da noch einen Ticken kritischer hinterfragen als bei der Grundsatzentscheidung Hund ja/nein, weil diese Rasse einfach sehr hohe Ansprüche an den Halter stellt.

    Dass das wunderschöne Tiere sind steht ja außer Frage. Aber ich würde mir - obwohl ich immer Hunde hatte - keinen zutrauen.
    Geändert von Inaktiver User (30.05.2013 um 18:01 Uhr)

  5. VIP

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Ja, ich hab einen Schönwetterhund. Meine Angsttante geht sehr ungern raus, wenn es regnet. Die böse katelbach nötigt sie immer. Und im Winter bettelt sie ums Mäntelchen.

    Mit dem Arbeitshund stimme ich Dir voll zu. Das meine ich, wenn ich fordere, dass man sich vor der Entscheidung für eine bestimmte Rasse mit deren Eigenheiten befasst. Ich möchte zum Beipiel keinen sehr territorialen Hund mit ausgeprägten Wach- und Schutzeigenschaften oder keinen hibbeligen Hütehund, der in einer Tour bellt, wenn er nichts zu tun hat.

    Aber Alltagsbeschäftigung für den Normalohund ist wirklich was Tolles. Bei meinen Goldens war es das Schwimmen und Fische belauern. Das hat sie alle total gefesselt. Sie standen da und verfolgten jede Bewegung der fetten Karpfen im Teich in einem Park. Oder Buddeln auf Kommando. Das funktionierte sogar zum Pflanzlöcher graben. Unterwegs Handschuhe verlieren und mit großem Gedöns die Hunde losschicken - quasi Verlorensuche. Die momentane Generation ist jetzt zu alt und gebrechlich, jetzt machen sie nur noch einen auf Kneipp.

    Und bei meiner Ängstlichen ist es Nasenarbeit, die ihr Sicherheit gibt und (hoffentlich) ihren ausgeprägten Jagdeifer ein bissl kompensiert. Ich verstecke einfach beim Gassigehen an manchen Stellen eine kleine Tupperbox mit ihrem ganz normalem Futter. Überhaupt kein Act. Sonst ist einmal in der Woche Trailen angesagt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  6. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen

    Mit dem Arbeitshund stimme ich Dir voll zu. Das meine ich, wenn ich fordere, dass man sich vor der Entscheidung für eine bestimmte Rasse mit deren Eigenheiten befasst. Ich möchte zum Beipiel keinen sehr territorialen Hund mit ausgeprägten Wach- und Schutzeigenschaften oder keinen hibbeligen Hütehund, der in einer Tour bellt, wenn er nichts zu tun hat.



    Klar ist jede Beschäftigung für den Hund was Schönes, gefallen wird das jedem - aber manche Hunde können ohne das gar nicht sein. Das ist für mich der Unterschied.

    Was für den einen Spaß und nette Abwechslung ist braucht der andere um überhaupt artgerecht gehalten zu sein.

  7. VIP

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Klar ist jede Beschäftigung für den Hund was Schönes, gefallen wird das jedem - aber manche Hunde können ohne das gar nicht sein. Das ist für mich der Unterschied.
    [..]
    Ich seh da die Balljunkies vor meinem geistigen Auge. Die schnüffeln ja nicht mal.
    Das stresst mich schon beim Hinschauen.
    Aber erkläre das mal den Besitzern, die nicht ohne diese Ballschleuder aus dem Haus gehen und dann alle 4 Wochen mit dem (vorne) humpelnden Hund beim TA aufschlagen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  8. Inaktiver User

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    Das beobachte ich meist bei Border Collies oder Australian Shepherds - die ihren Menschen ununterbrochen fixieren, das würd mich ganz verrückt machen.

    Das meinte ich eben mit: den Hund total auf sich fixieren, die Hunde sind ja dauerangespannt und interessieren sich auch für nix anderes mehr. Schrecklich.

    Aber ich denk, viele brauchen das für ihr Ego.

    Was früher die Schäferhundeleute mit dem Stachelhalsband waren das sind heute die, die Weimaraner als Familienhunde halten, weil sie sich dadurch mehr aufgewertet fühlen als mit einem unspektakulären Boxer oder Mischling. Und auf viele Ridgebackhalter trifft das halt leider auch zu, zum Nachteil der Rasse.

  9. VIP

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    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    @ Alice30

    Es gibt in der Community eine sehr erfahrene und engagierte Ridgeback-Besitzerin. Vielleicht liest sie mit und sagt Dir mehr zur Rasse.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

  10. User Info Menu

    AW: Rhodesian Ridgeback - problematisch?

    ich hab einige zeit mit meinem tupfenhund in einer hundegruppe verbracht die zu 90 % aus ridgis bestand, da die leiterin selbst mehrere ridgis hat und zeitweise auch züchtete

    als einfach würd ich sie nicht bezeichnen und als "mitlaufender" familienhund schon 2 x nicht, da aber jeder für sich selber einschätzen kann/muss wieviel zeit und konsequenz er in einen hund stecken mag, empfehle ich die anmeldung in speziellen rasseforen und das dortige intensive lesen von den beiträgen der besitzer

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