Hallo Leute, insbesondere Pferdeliebhaber,
aber natürlich auch gern alle anderen Tierfreunde
Muss mir mal ein bisschen Luft machen...
Achtung- könnte etwas länger werden....!
Ich habe mit meinem Pferd vor knapp zwei Wochen den Stall gewechselt.
Vorher stand ich mit meinem mittlerweile 18jährigen Vollblüter (hab ihn seit er 5 ist)
gut 10 Jahre in einem Vollpensionsstall, tags im Winter Paddock/im Sommer Weide, nachts in der Box.
Eigentlich war alles wirklich in Ordnung, von ein paar üblichen etwas suboptimalen Dingen abgesehen- aber Stallklima war toll, die Pferde wurden gut versorgt, von füttern bis misten war all inclusive, ich hatte alle Freiheiten, war da der "alte Hase", mein (ziemlich lebhafter) kleiner Hund konnte da rumsausen, und insbesondere kam ich viel aufs Pferd.
Nachteile? Genau drei an der Zahl.
-Zum einen: keine Reithalle (allerdings ein großer Reitplatz mit Flutlicht und Drainage)
Das war ein Luxus, den ich insbesondere im letzten, nicht enden wollenden Winter schon zunehmend vermisst habe.
-Zum zweiten: arg begrenzte Fläche.
Der Stall war ein alter Resthof zu dem etwa 1 ha Weideland gehört.
Nicht viel für 16 Pferde- also kamen die nur tagsüber raus, wurden nachts aufgestallt und zugefüttert.
Mein Pferd ist immer noch sehr agil, bewegt sich gern und viel.
Zumindest in den Sommermonaten hab ich mir für ihn (grad auf seine alten Tage) schon "unendliche Weiten" gewünscht, wo er in einer festen Herde halt Tag und Nacht draußen sein darf.
-Und last but not least: meine beste Freundin, mit der ich 9 Jahre zusammen stand, hat letztes Jahr aus privaten Gründen (die eher etwas mit einem dort anwesenden Mann als mit den Haltungsbedingungen zu tun hatten) den Stall gewechselt.
Ich hab sie und unsere gemeinsamen Unternehmungen mit den Pferden, selbst nur das zufällige Treffen im Stall und die Plaudereien dort, schon ziemlich vermisst.
Der Hof, auf dem sie damals kurzentschlossen unterkam war, wie sie Ende letzten Jahres feststellte, aber für sie auch nicht das wahre und mir gefiel es von Anfang an, nach kurzem Augenschein, dort auch überhaupt nicht, obwohl sie fragte ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. da wollte sie auf jeden Fall wieder weg, bei uns war aber mittlerweile alles wieder belegt.
Nun, sie brachte im Februar in Erfahrung, dass ab Mitte Mai zwei Plätze auf unserem "Traumhof" frei würden, den wir uns in den vergangenen Jahren "so aus Neugier" schon mal angeschaut hatten.
Ein riesiger Gutshof, Weiden wohin das Auge reicht, schöne helle Boxen, Reithalle!!!
Von uns beiden aus gesehen nicht weiter weg als der ehemalige Stall (für mich ein Stückchen weiter, aber unwesentlich).
Sie unterschrieb prompt den Vertrag und bat mich doch mitzukommen.
Ich überlegt lange hin und her und hatte einige schlaflose Nächte.
Aber dann dachte ich mir- Zeit, mal was neues zu wagen... eigentlich spricht ja alles dafür!
Ich unterschrieb ebenfalls vor drei Monaten den Pensionsvertrag, freute mich schon wie Schnitzel auf den Umzug, das Neuland, Veränderungen...
Und jetzt- ... bin ich irgendwie grad ziemlich down
Alles erweist sich als soooo wahnsinnig umständlich, viel viel aufwändiger und teurer als ursprünglich gedacht und vor allem: zeitraubend!!
Ich muss dazu sagen- ich hab ne eigenen Firma und somit ne 6-Tage-Woche.
Desweiteren mach ich grad an der Fernuni nen Bachelor (fast fertig) und wollte dann wegen der guten Note (und weil ich eh grad so eingetaktet bin, mein Leben besteht seit Jahren aus der Doppelbelastung, das ist für mich normal) noch den Master dranhängen.
Mein Pferd ist ein super Ausgleich, ich brauche das einfach, und das ließ sich mit dem Hund auch immer gut kombinieren, der flitze da halt absolut ortstreu -einfach so- mit herum, ich konnte mit dem Pferd tüddeln oder auf dem Platz reiten, das hat niemanden gestört, auch nicht wenn ich ihn mit ins angrenzende Feld genommen hab.
Alles war so unkompliziert.
Hinfahren, putzen, reiten, und wieder los- an knappen Tagen war das in einer Stunde erledigt und auch der Wuffi hatte seinen Spaß.
Wenn man mal gar nicht konnte (was normalerweise ein, zweimal die Woche vorkommen kann), war das auch überhaupt kein Thema.
Auf dem neuen Hof- muss er an die Leine, wenn ich mit dem Pferd zugange bin (hat mir vorher niemand gesagt).
Ins angrenzende Gelände- wird das auch nicht gern gesehen.
Reite ich auf dem Platz muss ich ihn daneben anpflocken, in der Halle- muss ich ihn ins Auto sperren.
Reitplatz/Halle müssen nach jeder(!) Benutzung geharkt werden.
Misten/einstreuen im winter, bzw. im Sommer Koppel absammeln muss jeden Tag selbst gemacht werden (es soll kein Mist in der Box liegen, wegen des Geruchs, weide muss auch immer pikobello sein), allerdings gibt es da ein Mädel, dass das für einen "guten Preis" macht, wurde mir gesagt.
Der "gute Preis" beläuft sich jetzt nach einer Neukalkulation allerdings auf 3 Euro pro Karre (das hat ein Pferd/Tag an Output), also entweder jeden Tag drei Euro bzw. man verpflichtet sich einen bestimmten tag komplett, sind 7 Karren, sind 21 Euro pro Woche, sind gut 80 Euro im Monat.
Also zusätzlich.
Bei uns wurde 2 sonst mal im Monat gemistet (und jeden morgen drübergestreut), kostete je 10 euro, nur zum vergleich.
Dazu hat man alle zehn Tage Hallen/Reitplatzdienst, alles durchharken und sprengen, dauert auch so 2 Stunden (hab ich auch nicht gewusst).
Kraftfutter und Müsli muss auch selbst gekauft werden. Das wusste ich vorher.
Ich wusste nicht, dass man das dann selbst füttern muss, weil sonst zu kompliziert.
Also jeden Tag zweimal hin, bzw. mit der Freundin absprechen.
Die Benzinpreise sind auch nicht ohne, derzeit.
Ganz ehrlich- das pack ich nicht. Gar nicht mal finanziell gesehen. Es ist so- mir läuft einfach die Zeit davon :(
Das alles artet momentan in den totalen Stress aus.
Heute hab ich von 6 Uhr früh an gelernt, dann war ich arbeiten, war dann abends um halb sieben beim Pferd.
Da sie wg. Dauerregen drin standen musste ich erst die Box machen (lange, lange Wege.. Stroh rankarren, Mist wegkarren, da umherkramen).
Eigentlich wollte ich reiten- dabei aber den Hund einzusperren, der eh den ganzen Tag schon zu kurz kam hab ich nicht über mich gebracht.
Also hab ich mein Pferd auf den Auslauf gestellt, den Hund abgeleint (hatte ihn ja im Blick), ne halbe Stunde am Paddock gestanden und mich gefragt, ob ich jetzt zukünftig ein Pferd nur noch zum "haben" habe.
Zum reiten werde ich nämlich bei dem ganzen Gerödel kaum noch kommen.
Ich hab nicht jeden Tag drei Stunden Zeit.
Hab ich einfach nicht.
Brauch ich da aber !!!!
Ich habe Angst mir wächst das über den Kopf.
Wäre meine (dann total am Boden zerstörte) Freundin nicht und würde sich mein Pferd dort da nicht pudelwohl fühlen (Ja, DER hat Spaß, auch grad wieder mit seinem alten Kumpel vereint, für ihn ist es da wirklich das größte), wär ich schon ernsthaft am überlegen ob ich nicht stante pede zurück geh.
Ich vermisse einfach all die praktischen Selbstverständlichkeiten, Freiheiten und vertrauten Gewohnheiten.
Vielleicht muss sich auch erstmal alles einspielen, mir fehlen bislang natürlich auch alle Routinen (dort).
Danke für jeden, der es bis hierher geschafft hat.
Gedanken, Ideen, Vorschläge??
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: Stallwechsel ... Heimweh :(
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27.05.2013, 22:07Inaktiver User
Stallwechsel ... Heimweh :(
Geändert von Inaktiver User (27.05.2013 um 22:11 Uhr)
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28.05.2013, 05:53Inaktiver User
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28.05.2013, 05:58
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
ja klar, geh zurück.
wie willst du unter dem selbstversorgerdach 14 tage krank sein können?Geändert von legrain (28.05.2013 um 06:03 Uhr)
lg
legrain
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28.05.2013, 07:00Inaktiver User
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
Idee: Reitbeteiligung, die Dir an zwei oder drei Tagen pro Woche die Arbeit abnimmt?
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28.05.2013, 09:12Inaktiver User
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
Naja, ich denke gegen weitere Bezahlung des zuständigen "Mädchens für alles" bzw. Absprache mit mit meiner Freundin/einer anderen Einstellerin ließe sich ein Krankheitsfall mal überbrücken. Gewiss wäre man dann auch ausnahmsweise von den anfallenden Pflichten entbunden. Nur- wie gesagt: das wäre die Ausnahme.
Oh Mann...pffff... ich habe den organisatorischen und logistischen Aufwand echt ziemlich unterschätzt :-/
Zumindest meine alte Box ist ab Samstag neu vermietet.
Ansonsten ist aktuell nichts frei, ich denke aber, dass über kurz oder lang da wieder ein, zwei Leute gehen werden, da könnt ich mich sicher vormerken lassen.
Reiter sind nunmal ein fahrendes Volk... in Pensionsställen herrscht meist ne ziemliche Fluktuation.
Dass jemand wie ich 10 1/2 Jahre Sitzfleisch hat kommt eher selten vor;)
Ich denk die würden mich auch gern zurücknehmen, ich war schon ein geschmeidiger Kunde.
Dagegen spräche
a) dass ich zum einen schon (so ein ganz kleines bisschen) das Gefühl habe da reumütig wieder zurückgekrochen zu kommen (begeistert waren sie natürlich nicht über meine Kündigung, aber ich habe natürlich in den schillernsten Farben von den tollen Lebensumständen für mein Pferd geschwärmt).
b) eben diese. Meinem Pferd ging es immer gut. Jetzt geht es ihm noch besser, das sieht man.
c) meine Freundin wäre todtraurig
sie war so happy, dass wir endlich wieder zusammen standen (ich eigentlich auch) und sie fühlt sich da halt auch sauwohl--- allerdings hat die auch doppelt soviel Zeit wie ich, arbeitet nur 3/4 stelle, lebt allein und für sie ist die ganze anfallende Arbeit natürlich ganz anders zu bewältigen, da sie nicht so unter Zeitdruck steht sondern es genießt stundenlang im Stall zu sein.
Ach ja, nen Hund dem sie dann irgendwie zusätzlich noch gerecht werden müsste hat sie auch nicht. Ich glaub der Punkt macht mir die größten Kopfschmerzen.
d) ich habe das Gefühl ich werfe zu schnell die Flinte ins Korn.
Vlt. muss ich manches eben nur umstrukturieren, einiges pendelt sich ein oder ich seh allgemein zu schwarz oder bin nur zu verwöhnt.
Nach nicht mal 14 tagen schon aufgeben ist eigentlich gar nicht meine Art...
Gute Idee, vom Prinzip.
Leider ist mein Pferd recht speziell. Ich hab ihn damals direkt von der Rennbahn gekauft und er ist schon echt ein Kracher.
Der muss wirklich qualifiziert geritten und gehandelt werden- und wer wirklich soviel know how und Erfahrung hat- hat meist ein eigenes Pferd. Irgendwelche wildentschlossenen, aber planlosen Dorfmädels kann ich da leider nicht drauflassen... und wer nicht reiten darf bzw. ständig Flugstunden macht, will sich (logischerweise) auch nicht kümmern. hab ich alles schon durch *örgs*
Erstmal danke an, tut gut sich mein Problem mal von der Seele zu schreiben.
Mein mann hat schon ohren wie Rhabarberblätter, und meiner Freundin will ich (derzeit) noch keine Angst machen, obwohl die schon merkt, dass ich etwas gebremst bin....
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28.05.2013, 10:20
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
Wenn deine Freundin mehrZeit hat, gern lange im Stall ist und auch Wert darauf legt, dass du in dem Stall bleibst, kann sie dann nicht dein Pferd teilweise mit versorgen? Sie kennt es ja sogar lange.
Wenn sie für ihr Pferd Müsli macht und es ihm gibt, könnte sie es für deins gleich mitmachen, o.ä....(ich kenne mich allerdings mit Pferdeställen nicht aus...).
Da du ja anscheinend zweimal am Tag hin musst, könnte sie vielleicht an manchen Tagen einmal für dich mit übernehmen.
Sie müsste ja verstehen, dass das für dich kaum leistbar ist und möchte ja gern, dass du dabei bleibst.
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28.05.2013, 11:48Inaktiver User
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
So ist es ja auch.
Das was du vorschlägst ist nicht nur die einzige (wirklich praktikable) Lösung, die mir im Moment einfällt, sondern das hat sie mir auch schon von sich aus angeboten.
Zu Koordinationszwecken haben wir in den letzten zwei Wochen übrigens schon öfter telefoniert als sonst in einem Jahr.
Ach, ich weiß es auch nicht, ich bin vlt. grad auch wirklich einfach nur frustriert und sehe nur noch, was alles irgendwie nicht geht...
...denn auch im Falle meine Freundin weiterhin und vor allem permanent so einspannen zu müssen ist mir nicht wohl.
Allein mich jeden Tag bzw. kontinuierlich mit jemandem abstimmen zu müssen (kommst du heut/morgen/die Woche? wenn ja wann, wieviel Zeit hast du, was schaffst du dann? Wer übernimmt wann was?) empfinde ich als ziemlich einschränkend, zumal das mir ja auch viel von meiner letzten noch verbleibenden Spontaneität raubt. Mein Leben ist so schon unheimlich strukturiert und auf Wochen im voraus durchgeplant.
Des weiteren hätte ich schon das Gefühlö ich wäre ihr irgendwie was schuldig, wenn sie für mich regelrecht körperliche Arbeitsleistungen erbringt. "Mal" was mitzumachen ist was anderes, als wenn das der Regelfall ist (zB das auf einmal doch sehr gern gesehene tägliche misten/einstreuen der Box).
Meine eigene Freundin bezahlen will ich aber ebensowenig, wie sie unentgeltlich für mich schuften zu lassen.
Und nicht zuletzt weiß ich nicht wie gut es unserer Freundschaft tut, wenn da statt unverbindlichem, geteilten Freizeitvergnügen plötzlich massive Abhängigkeiten den Ablauf bestimmen.
Shice !!!!
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28.05.2013, 12:38
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
Die Abhängigkeit besteht ja schon, seid ihr gemeinsam den Stall gewechselt habt - wenn sie das Problem mit dem Mann im alten Stall nicht hätte, würdet ihr schon längst zurückwechseln.
Du fühlst dich ihr verpflichtet zu bleiben aus Freundschaft und sie dir - weshalb sie dir wahrscheinlich ziemlich uneingeschränkt helfen würde.
Ich empfehle eine Aussprache, was die Freundschaft angeht.
Und dann schau deine Priorisierung nochmal genau an, Liste schreiben, Punkte vergeben.
Was mich auf Dauer persönlich nerven würde - und deshalb müsste ich das tun, was MIR am Wichtigsten ist:
Ich würde mich nicht "einspannen" lassen wollen, die persönlichen Konflikte meiner Freundin mitlösen zu müssen und deshalb in einem für mich unpassenden Stall zu landen und zudem ein neues Konfliktfeld mit der Freundin zu bekommen (Hilfe). Das wäre mir zu kompliziert.
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28.05.2013, 12:48
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
ein wechsel des standpunktes wäre möglich.
bisher war es negativszenario, ihr musstet wegen einer männergeschichte deiner freundin wechseln.
sie müsste wegen deiner zeitprobleme deine aufgaben mit übernehmen, weil wegen der männergeschichte...
was stünde auf einem zettel mit postiven vorstellungen?:
zeit, die ich mit dem pferd verbringen kann, davon pflegezeit, reitzeit.
geld, wieviel ich für die leistung ausgeben möchte.
fahrzeit.
möchte ich mir jede leistung selbst organisieren müssen?
wieviel mehraufwand an zeit und geld ist mir der vorteil halle wert?
wieviel vorteile und nachteile hat mein pferd durch die freie haltung/grosse wiese?
welche auswirkung hat die eine oder andere lösung auf mein privatleben?
es könnte eine rückkehr in den alten stall, oder eine unterbringung ganz woanders rauskommen.lg
legrain
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28.05.2013, 13:36
AW: Stallwechsel ... Heimweh :(
Gäbe es denn nicht noch einen Stall C, über den ihr beide nachdenken könntet?
Und wenn sie das dann absolut nicht will, denke ich, es gibt auch in anderen Ställen nette Miteinsteller, und nette Pferdekumpels.
Ich würde so lange weitersuchen, bis ich was gefunden hätte, das die wichtigsten meiner Ansprüche erfüllt (also erst die vom Pferd, und dann meine...), auch, wenn der Weg dahin dann etwas weiter wäre. Alles kann man nicht haben, das sehe ich ein, aber bei den beiden Ställen wären mir die Mankos (kleine Weide, bzw. Selbstversorgung) einfach zu gross. Und ich habe eigentlich noch viel mehr Zeit als du, aber ich finde, es muss auch noch was anderes im Leben geben, als immer nur alles fürs Pferd zu organisieren und zu machen. Was nützt dir die schönste Halle, wenn du keine Zeit mehr zum Reiten hast.
Und zum Kraftfutter: braucht dein Pferd das denn unbedingt? Bei uns am Stall muss man das auch selber füttern, aber da bekommen die meisten Pferde wirklich nur nach der Arbeit Kraftfutter, selbst die schlankeren Pferde - allerdings bei 24/7 Offenstallhaltung. Wir haben vielleicht 3 Rentnerpferde dabei, die im Winter mal extra Rübenschnitzel bekommen, da macht das dann allerdings auch der Stallbesitzer, oder alle im Wechsel, und jeder macht einen Haken auf eine Liste, die im Stall liegt. Bei Medikamenten machen wir das auch oft so.
Über Selbstversorgung würde ich nur wieder anfangen nachzudenken, wenn ich mein Pferd direkt am Haus halten könnte - dann könnte ich das mit in meinen Tagesablauf integrieren - und ich müsste halt die "Chefin" sein. Ansonsten nie wieder. Ich habe das mal gemacht, 3 Pferde, zusammen mit 2 anderen Damen im Selbstversorgerstall. Das gab Stress und Streit wegen der Absprachen und unterschiedlicher Sorgfältigkeits-Auffassungen. Oder: ich war mal krank, dann hiess es, auch wenn man krank ist, kann man ja die Pferde versorgen ... 2 Wochen später war das Mädel das das gesagt hat selber krank, und rate mal, wer da nicht zum Stall gekommen ist... Dann hatte ein Pferd eine Schlundverstopfung, und derjenige, der vorher gefüttert hatte, bekam den schwarzen Peter zugeschoben ... alles sowas. Da könnte ich einen Roman drüber schreiben (hab ich grade schon fast
) Nie wieder!
Und wenn es dir jetzt schon zu eng wird: im Winter wird alles noch viel schlimmer. Und dann versuch mal, im Winter einen Stall zu finden ... das wird noch viel schwerer. Dann würde ich lieber sofort anfangen zu suchen - besser du merkst das jetzt gleich, als zu spät.
Falls du in Köln oder südöstlich davon wohnst, kannst du mir gerne eine pn schicken, dann hätte ich vielleicht was für dich - allerdings ohne Halle, aber mit schönem Platz und riesigen Weiden.Grüsse




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