Zitat von petersilie
Da ist aber ganz schön was schief gelaufen bei Euch ...
An "Protestpinkeln" oder die feste Entsprechung glaub ich übrigens nicht. Hunde machen nicht "aus Protest", sondern weil sie müssen. Und zwar eigentlich nur höchst ungern in die eigene Behausung.
Ist das auch so, wenn Du sie abends später fütterst?
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09.10.2006, 23:29
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Viele Grüße allerseits von
Avocado
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10.10.2006, 08:47
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
@Mensch Avocado, da hast du ja einen super Hund. Meine Olga hat schon öfters - in fremder Umgebung - direkt nach dem Gassigang gepinkelt. Und zwar eindeutig aus Unwohlsein oder Protest und nicht, weil sie musste. Hier zuhause passiert das nämlich nie und sie hält auch morgens sehr lange aus. Aber sobald wir irgendwo auf Besuch sind, oder als sie mal ein WE bei ihren Mopssittern war (die sie sehr gut kennt), hatte Olga da kein Nachsehen mehrAn "Protestpinkeln" oder die feste Entsprechung glaub ich übrigens nicht. Hunde machen nicht "aus Protest", sondern weil sie müssen.
Hunde pinkeln nicht immer nur, weil sie müssen, sondern auch aus Angst, Verunsicherung oder Freude.
Nur als Anmerkung
Ansonsten schließe ich mich Petersilie an. Ich bin die meiste Zeit mit unserem Hund zusammen. Es kommt sogar vor, dass ich mit Olga Gassi gehen muss, obwohl die Kids gerade etwas wollen (Schmusen, Vorlesen, bei den Hausaufgaben helfen etc.). Manchmal habe ich das Gefühl, der Hund hat uns alle gut im Griff. Ihm soll es einfach gut gehen - und das tut es auch
Seit der Hund da ist, war ich mit meinen Kids nicht mehr im Schwimmbad, in der Stadt mal eben so oder auf einem Ausflug. Ich arbeite nämlich nachmittags, bin alleinerziehend und wenn ich nach der Arbeit gleich Aktionen starte, dann ist der Hund zulange alleine (obwohl die Kids ja eigentlich nachmittags zuhause sind
) bzw. ohne mich
Ich finde schon, dass die Kids und ich ab und an - wegen Hund - verdammt kurz kommen. Vielleicht können sich andere das besser einteilen oder haben Männer zuhause... über Tipps würde ich mich sehr freuen
Wenn es nicht anders geht, darf man sich auch mal eine Auszeit gönnen. Ich freue mich mittlerweile auch ganz dolle auf die Zeit in Sizilien und die höchste Konzentration auf mich und die Kids - und nicht auf Hundi.
Muss auch mal sein
Ich bin schließlich keine Hausfrau, die sich nur auf Hund und Kinder konzentrieren kann (oder wie einige hier nur auf Hund???). Ich bin auch noch da
LG
Gartenzwergin
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10.10.2006, 09:04
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Zitat von Gartenzwergin
Und aus Gründen der Dominanz, du weißt sicher, dass man das beim Hund markieren nennt - und das scheint mir hier fast so, denn:
Zitat von Gartenzwergin
Zitat von Gartenzwergin
Ich bin schon auch noch da, nicht nur mein Hund!
Zitat von Gartenzwergin
Es ist im Grunde ganz einfach. Jeder Hund bringt von Natur aus die Veranlagung mit, sich dem "Rudelfüherer" unterzuordnen. Das ist für den Hund überhaupt kein Problem und hat auch nichts mit Unterdrückung zu tun. Alles, was er dazu braucht, ist wirklich nur ein RudelFÜHRER....... und beim Thema Hund ist dieses Wort nicht negativ besetzt. Findet er allerdings niemanden, der das Rudel "führt", so wird er versuchen, diese Führung zu übernehmen, denn irgendwer muß im Hunderudel ja die Verantwortung tragen. und die Anlage, diese Verantwortung zu übernehmen, die bringt auch jeder Hund mit.
Dass man sich um seinen Hund entsprechend kümmert, steht wohl ausser Frage. Aber wenn man das Gefühl hat, der Hund hat einem "im Griff", dann stimmt da was nicht, denn der Hund ist das allerletzte Glied in der Kette.
Hier gibt es nähere Ausführungen zur Dominanz und wie man sie unterbindet.
http://www.hundewelten.de/html/antidominanz.html
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10.10.2006, 11:43
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Nein, ich hab ZWEI super Hunde. (Die im übrigen - von den Welpenausrutschern abgesehen - noch nie in die Wohnung gepinkelt haben - weder in unsere noch in fremde.)
Zitat von Gartenzwergin
Da gebe ich Dir recht, aber mein Post bezog sich auf eine Situation, wo der Hund HAUFEN macht, und das ist schon noch was anderes.
Zitat von Gartenzwergin
Und falls meine Hunde sich beim Hundesitter einpinkeln würden, würde ich Ursachenforschung betreiben. Und ihn nicht noch woanders abgeben. Auch nur als Anmerkung
Siehste, so eine Aussage versteh ich einfach nicht. Dann geh doch in so nem Fall eine halbe Stunde später? Wieso "musst" Du dann unbedingt zu einer bestimmten Uhrzeit Gassi? Kein Wunder, dass Du genervt bist ...
Zitat von Gartenzwergin
Nu, wennste nen Mann zuhause hättest, müsstest Du Dich um den auch noch kümmern und hättest noch weniger Zeit für Hund ... (war ein Scherz).
Zitat von Gartenzwergin
Ernsthaft: dieses Wehklagen von wegen "ich muss auf so vieles verzichten wegen Hund" ist mir rätselhaft. Nein, ich meine jetzt nicht speziell Dich, Gartenzwergin, das ist nur eine Beobachtung, die ich in vielen Foren mache. Da wird immer so getan, als sei es ein wahnsinns Opfer, mit Hund raus zu gehen und täglich mit ihm Zeit zu verbringen. Ja hallo. Man holt sich einen Hund und erwartet, dass alles so läuft wie vorher? Sollte doch klar sein, dass man in Zukunft viel Zeit mit seinem Hund verbringt - und diese Zeit geht zwangsläufig anderen Hobbies oder Verpflichtungen ab. Ist doch logisch. Wenn ich täglich 2 Stunden mit Hund Gassi bin, kann ich nicht gleichzeitig im Kino sein oder Fenster putzen. Das wäre aber auch so, wenn man plötzlich seine Liebe zu Modelleisenbahnen entdeckt und 2 Stunden täglich an der neuen Gleisanlage rumbastelt. Nur machts der Modelleisenbahn nix, wenn sie mal ne Woche in der Ecke steht ...
Umso erstaunlicher finde ich es, wenn Leute, die eh wenig Zeit für Ihren Hund haben, selbigen im Urlaub abschieben statt die mal nicht so termingeplagte Zeit auch mit diesem Familienmitglied zu verbringen.
Höre ich da einen gewissen Unterton heraus? Falls es dich beruhigt, mein Mann und ich arbeiten beide hauptberuflich und das nicht zu knapp, inklusive abendlicher Überstunden und gelegentlicher Wochenendarbeit.
Zitat von Gartenzwergin
Hallo Regina,
sorry, aber die Dominanztheorie ist doch grauslich und längst überholt. Allein wenn ich lese (wie in Deinem Link empfohlen) "der Hund soll immer hinter Herrchen laufen" - ja um Himmels willen. So ein Schrott!! Macht jeden Spaziergang zu einem Gewürge ... völlig überflüssig. Oder bewegen sich die vielbeschworenen Wölfe (deren Verhalten sich übrigens von dem domestizierter Hunde in vielen Punkten unterscheidet) grundsätzlich nur im Entenmarsch von Punkt A nach B, erst der Alphawolf, dann der Betawolf, dann der Deltawolf ... waaaaaaaaaaah.
Oder der grandiose Vorschlag, den Hund in ein Zimmer bugsieren und ihn dann minutenlang in die Augen niederstarren (ohne Anlass, wohlgemerkt, nur zu prophylaktischen "Erziehungs"zwecken) - aua. Das ist richtig schlimm.
Der Hund weiß genau, dass sein menschliches Gegenüber kein Hund ist - also hat es auch keinen Sinn, da irgendwelche an den Haaren herbeigezogene "Rudelregeln" durchziehen zu wollen.
Ganz übler Unsinn, der viel kaputtmachen kann!
Sorry, jetzt hab ich mich sehr vom ursprünglichen Thema entfernt, aber das musste einfach raus ...Viele Grüße allerseits von
Avocado
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10.10.2006, 13:02
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Liebe Avocado,
wie machst du das mit den Hunden, wenn du ganztags arbeitest? Würde mich mal interessieren, ist ja nicht so einfach. Hast du zufällig Oma und Opa nebenan, oder lasst ihr die Hunde alleine, oder könnt ihr sie mitnehmen?
Der Hund hat uns nicht in dem Sinne "im Griff", dass er z.B. lautstark bellt und alles verlangt und uns terrorisiert. Überhaupt nicht. Olga bleibt auch mal, wenn ich sie partout nicht mitnehmen kann, alleine ohne zu murren.
Es liegt an uns bzw. an mir. Ich bin einfach so gerne mit Olga zusammen (ja da staunst du Avocado
), dass ich mir immer einen riesen Kopf mache, ob ich mal kurz Einkaufen fahre, zur Kosmetik gehe, in die Stadt fahre (bei H & M ist es für Hunde eher stressig) oder mit den Kids ins Schwimmbad fahre (da sind Hunde auch nicht so gerne gesehen). Ich selbst mache mich zum Skalven des Hundes - nicht umgekehrt. Obwohl Olga nachmittags gut betreut ist (Mopssitter, Kids), eile ich direkt nach der Arbeit nach Hause, anstatt mir mal eine Auszeit zu gönnen und z.B. Bummeln zu gehen. Muss ja nicht täglich sein... Morgens bin ich sowieso immer zuhause.
Und das macht mich insgesamt unglücklich und nervt dann auch. Ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, überhaupt nichts mehr für mich machen zu können. Den Hund am liebsten keine Sekunde alleine lassen würde bzw. ohne mich. Olga muss mich eigentlich nur anschauen und ich bin butterweich...
Ist das normal oder habe ich einen an der Klatsche? Es muss doch möglich sein, einmal in der Woche einen Englischkurs für 2 Stunden zu besuchen ohne vor schlechtem Gewissen im Boden zu versinken
LG
Gartenzwergin
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10.10.2006, 13:20Inaktiver User
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Das ist ganz normal und wird auch wieder weniger werden. Wenn ich mir überlege, wie ich früher um meine Madame herumsprang, ich stand manchmal sogar nachts auf, wenn ich sie nicht schnaufen hörte (
), das käme mir heute sicherlich nicht mehr in den Sinn, damals war mir klar, dass der Hund gerade ein lebensbedrohliches Problem haben muss.
So lange hast du die Möpsin noch nicht und wie bei jedem Menschen/Partner/Freund/Kind muss sich eine Routine erst noch einfinden und geübt werden.
Bei deinen Kindern bist du am Anfang wahrscheinlich wie alle bei jedem Furz hingerannt, nach ein paar hundert Windeln, hast du herausgehört, ob da jemand die Windeln voll hat oder Unterhaltung will, so in etwa ist es wohl bei den Hunden auch (nur von Anfang an ohne Windel)
...
LG
Estrella
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10.10.2006, 13:51
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Jetzt hab ich einen Haufen Text getippt und dann war alles weg......
Werde mich späte nochmal dazu äussern.
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10.10.2006, 13:55Inaktiver User
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
@Gartenzwergin
Ich bin zwar nicht Avocado, möchte Dir aber trotzdem antworten.
Vorweg: Wie lange hast Du den Hund jetzt schon? Vier Monate? Fünf Monate?
Wir haben unsere Hündin jetzt seit dem 29. Januar diesen Jahres und ich habe erst vor kurzem (vielleicht ein zwei Monate) etwas aufgehört, mir ständig und immerzu Sorgen zu machen. Es war so schlimm, daß ich im April meinen ersten Schwindelanfall bekam (dem noch weitere folgten) und ich erst so langsam dabei bin, mich davon zu erholen.
Glücklicherweise habe ich einen Mann an meiner Seite, der die ganze Sache sehr viel entspannter sieht als ich und der mir ständig gesagt hatte, daß ich mich nicht so aufregen solle, denn das würde sich alles irgendwann einspielen. So langsam passiert es auch. Seit drei Wochen erst spielt sie mit dem Spielzeug, das ich ihr im Februar
gekauft habe.
Du mußt wahrscheinlich lernen (wie ich auch
), sehr viel lockerer mit der Sache umzugehen. Auf jeden Fall solltest Du, wenn Dir danach ist, nachmittags ruhig mal bummeln gehen, zur Kosmetik, ins Schwimmbad usw. sonst wirst Du irgendwann den Hund dafür hassen, daß Du Dich so einschränkst und der kann am wenigsten dafür. Ich habe mich z. B. immer wieder gefragt, ob es eine so gute Idee war, den Hund zu uns zu holen und ich hatte auch permanent ein schlechtes Gewissen (wieso eigentlich????), daß ich dem Hund evtl. nicht gerecht werden könnte.
Ich bin inzwischen felsenfest davon, daß es irgendwo eine geheime Schule gibt, in der Hunde lernen, so zu gucken, wie sie gucken. Diese "keiner-gibt-mir-was-zu-fressen-", "keiner-liebt-mich-", "WAS-du-lässt-mich-jetzt-alleine"-Blicke, die die Hunde aus dem Effeff beherrschen, müssen sie irgendwo lernen. Mein Mann sagt dann immer zu mir "Dann guckt sie eben! Sieh' nicht hin!", wenn sie mir wieder so einen Blick zuwirft und ich kurz davor bin, in Panik auszubrechen.
Aber, um den Bogen zum Thema wieder zu schlagen, ich würde nicht ohne Hund verreisen, weil sie erstens zu uns gehört und zweitens ich ihr und uns nicht die Gelegenheit verwehren möchte, uns vollkommen entspannt neues Terrain zu erobern.
Pianoforte, die ihren Hund um nichts in der Welt wieder hergeben würde (und nicht nur, weil ich bereits zehn Kilo durch sie abgenommen habe
)
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10.10.2006, 14:07
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Hallo Pianoforte,
das ist ja interessant. Ich hatte auch heftigste Schwindelattacken und erst langsam wird es besser. Ich glaube auch, dass ich da mit dem Hund etwas komplett falsch verstanden habe. Aber wir werden uns einspielen.
Olga ist erst seit Mai bei uns. Wir waren auch schon mit ihr im Urlaub, aber jetzt geht es halt partout nicht. Wird auch nicht so oft vorkommen, dass wir ohne sie fahren. Vielleicht auch nie mehr
Liebe Grüße
Gartenzwergin
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10.10.2006, 15:33
AW: Wo bleibt der Hund im Urlaub?
Hi Gartenzwergin, bis jetzt waren wir in der glücklichen Lage, die meiste Arbeit vom Büro zuhause aus erledigen zu können. Da unser größter Kunde jetzt allerdings beschlossen hat, unsere Arbeit noch weiter auszusourcen, wird sich das alles vermutlich Knall auf Fall ändern. Und dann? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass wir so was ähnliches wie jetzt wieder aufbauen können, aber notfalls (gesetzt den Fall, wir fänden beide Arbeit außer Haus ((was ja bekannntlich auch nicht so einfach ist)) und könnten die Hunde nicht mitnehmen) müßten die Tiere eben zu Hause bleiben. Meine Schwester wohnt im selben Haus, die könnte sie dann ab und zu wenigstens in den Garten lassen (spazierengehen mit den beiden traut sie sich nicht). Und wir müßten hoffen, dass wir in den Pausen nach hause könnten und versuchen, einen Gassigeher zu finden. Ist blöd, aber besser das als Tierheim ...
Zitat von Gartenzwergin
Ich denke, ein Stück weit ist das am Anfang normal, sich um jede Kleinigkeit Sorgen zu machen. Das legt sich schon mit der Zeit :-). Und ansonsten kann ich Pianoforte nur zustimmen, die hat das schon so schön gesagt:
Zitat von Gartenzwergin
Mach in Ruhe Deinen Englischkurs, liebe Gartenzwergin, von einem entspannten Frauchen hat Olga nämlich mehr als von einem, das zwar ständig um sie rum ist, aber sich belastet und eingeengt fühlt!
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Avocado (10.10.2006 um 16:00 Uhr)
Viele Grüße allerseits von
Avocado


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