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    Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Naaaamd!

    Ein lieber Freund von mir hat einen zwei Jahre alten Hütehund-Mischling einer bekannt sehr agilen und beschäftigungswilligen Hütehundrasse.

    Wir fahren normalerweise immer in großer Runde (> 10 Leute) in der Vorsaison auf Strandurlaub in südliche Gefilde, Strecke über 700 km einfach.

    Dort sind eigentlich keine Hunde am Strand erlaubt, aber unseretwegen, weil wir schon lange dorthin fahren, drückt man ein Auge zu, wenn der -ziemlich große- Hund an der kurzen Leine angebunden ist am Sonnenschirmsockel und auch am Strand nur bei Fuß an der Leine läuft.

    In den letzten beiden Jahren (ein Mal Hund Welpe, ein Mal Hund halbwüchsig) hat den Hund die Einschränkung sichtlich gestresst, andererseits ist er als Hütehund auch extrem auf sein Rudel fixiert.

    Nun kann ich heuer zur langjährig üblichen Gemeinschaftsreise aus familiären Gründen nicht mitfahren und muss in München bleiben.

    Ergo bot ich an, dass der Hund nicht den Stress der langen Autofahrt haben müsse und die zehn Tage an kurzer Leine angebunden am Strand, sondern bei mir in München bleiben könne.
    (Garten mit Freilauf, mehrere gleichaltrige Hunde in unmittelbarer Nachbarschaft; Hund kennt und liebt mich seit immer und folgt mir aufs Wort; großzügige Spaziergänge ohne Leine hier jederzeit machbar)

    Jetzt hatten wir eine kurze Diskussion, in der der liebe Freund meinte, dass das hundepsychologisch für den Hund viel wichtiger sei, bei seinem Kernrudel zu sein, also bei ihm und seiner Frau, auch wenn er da am Strand ganztägig keine Bewegungsfreiheit habe.
    Klingt schon logisch, ist ja ein Hütehund, der ist natürlich auf seine Herde fixiert.

    Andererseits habe ich das jetzt zwei Jahre erlebt, wie das bewegungsfreudige Kerlchen genervt ist vom ganztägig unterm Sonnenschirm angebunden sein, trotz Spielzeug oder Kauknochen.

    Der Hund kennt das, auch mal woanders zu sein als nur beim 'Kernrudel', ist regelmäßig bei den Eltern oder auch bei mir, wenn die Besitzer arbeiten oder ihn ansonsten nicht mitnehmen können; bei mir allerdings war er noch nie über Nacht, also nur stundenweises Babysitting.

    Nur zur Klärung unserer prinzipiellen Standpunkte aus hundepsychologischer Sicht die Frage an Euch:

    - Lieber Hund beim Kernrudel dabeihaben unter den geschilderten Bedingungen?
    oder
    - Lieber Hund daheim lassen (bei mir und meinem Freund), unter den ebenfalls geschilderten Bedingungen, aber halt ohne Kernrudel?

    Selber hatte ich bis vor gut zehn Jahren immer eigene sehr große Hunde, allerdings stets zwei, und die kamen immer zu den Großeltern mit Riesengrundstück und ausgedehnten Spaziergängen aufm Land, statt an einen südeuropäischen Strand verschleppt zu werden. Und die waren dort mehr als happy, obwohl ihr 'Kernrudel' nicht da war. Aber es waren halt immer zwei...
    Und keine Hütehunde.

    Danke für Eure Meinungen; es ist auch nur eine prinzipielle Frage, denn es ist bereits entschieden, dass der Hund mit seinem Kernrudel mitfahren soll.

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    Nur zur Klärung unserer prinzipiellen Standpunkte aus hundepsychologischer Sicht die Frage an Euch:

    - Lieber Hund beim Kernrudel dabeihaben unter den geschilderten Bedingungen?
    oder
    - Lieber Hund daheim lassen (bei mir und meinem Freund), unter den ebenfalls geschilderten Bedingungen, aber halt ohne Kernrudel?
    Manche Tierbesitzer neigen dazu, ihr Denken und Fühlen auf Tiere zu projizieren ;-)

    Ich würde sagen: lieber daheim bei dir lassen!
    Du kennst den Hund, er mag dich und er wird es garantiert ohne sein Kernrudel aushalten.

    Eine Freundin von mir züchtet seit über 30 Jahren Shelties - britische Hütehunde.....die hat es tatsächlich auch schon fertig gebracht, ohne die Hunde wegzufahren - die habe es alle überlebt ;-)

    Ein Hütehund der den ganzen Tag am Strand an kurz angebundener Leine rumliegen muss, das ist für mich Tierquälerei!

    Dem Hund ist es mit Sicherheit lieber, bei dir zu bleiben und er wird sein "Herrchen" nicht so sehr vermissen, wie er das gerne hätte ;-)

  3. gesperrt

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Danke für Eure Meinungen; es ist auch nur eine prinzipielle Frage, denn es ist bereits entschieden, dass der Hund mit seinem Kernrudel mitfahren soll.
    Seltsames Rudel, welches den ganzen Tag am Strand abhängt - ist das Kernrudel auch am Sonnenschirm festgebunden? ;-)

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Zitat Zitat von Premium Beitrag anzeigen
    Seltsames Rudel, welches den ganzen Tag am Strand abhängt - ist das Kernrudel auch am Sonnenschirm festgebunden? ;-)
    Bestimmt, auf jeden Fall, kann nur so sein, MUSS so sein...

    *michwechschmeißvorlachen*
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Ich würde ihn auch da lassen. Der arme Hund, den ganzen Tag an der kurzen Leine festgebunden
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen

    - Lieber Hund beim Kernrudel dabeihaben unter den geschilderten Bedingungen?
    oder
    - Lieber Hund daheim lassen (bei mir und meinem Freund), unter den ebenfalls geschilderten Bedingungen, aber halt ohne Kernrudel?
    Würde ich vom Hund abhängig machen. Unsere Hündin würde ich so einschätzen, dass sie auch entspannt 14 Tage ohne uns überlebt und glücklich ist.
    Vorher hatten wir einen Hovawart, der extrem auf uns fixiert war und den ich nicht bei anderen gelassen hätte (und habe). Er wäre unglücklich gewesen, da er wirklich das Zusammensein mit uns als Wichtigstes empfand.
    Allerdings würde sich mir die Frage so nicht stellen, da ich auch einen Urlaub so gestalte, dass Hund sich wohlfühlt, wenn er dabei ist. 10 Tage (oder auch nur drei Stunden) am Sonnenschirmsockel würden definitiv nicht dazu gehören.

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Ich glaub, mein Karlchen würde durchdrehen, wenn er am Strand an einem Sonnenschirm festgebunden einen Tag ausharren müsste . Er ist ein Schäferhund-Colliemix mit sehr dichtem Fell und massig Unterwolle, der nicht wirklich für einen heißen Strandtag geschaffen ist. Der japst jetzt schon, wenns mal einen wärmeren Tag hat (wir wohnen in Südhessen, nicht in Süditalien ).

    Deswegen fahren wir erst im Herbst mit ihm in den Urlaub, zum Teil auch an den Strand, aber dort mit Freilauf. Bei Städtetouren geht er entweder an der kurzen Leine oder bleibt auch mal im Ferienhaus. Spatz jun. wird froh sein, wenn er seine "Regierung" los ist und den PC für sich hat. Er kümmert sich dann wie hier zuhause auch um das Hundewohl und die Gassigänge .

    Auf die lange Autofahrt würde Karlchen vermutlich ganz gern verzichten, aber mit ausreichend Pausen geht das wohl.
    ... and nothing else matters

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Der arme Hund, angebunden im Schatten liegen, während das Rudel ständig davonrennt.
    Wahrscheinlich wäre Herrchen völlig von der Rolle, wenn er feststellen würde, dass sein Hund nach 10 Minuten mit dem Fremdrudel seinen Spass hat, vor allem, da er dich ja kennt.

    Hunde sind da sehr pragmatisch und akzeptieren den höheren Spassfaktor - mein Hund geniesst die Gassigänge mit meiner Putzfrau, meiner Nachbarin, dem Jungen um die Ecke, das Radfahren mit dem anderen Jungen - und die gemütlichen Stunden im Garten beim Dösen unter der Liege.
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Ich finde das ehrlich gesagt sauschxxxx von den Hundebesitzern.

    Wenn ich die schönste Zeit des Jahres mit meinem Hund verbringen will, geht so ein Urlaub einfach nicht.
    Das ist völlig egoistisch und unakzeptabel.

    Schöne Zeit für den Wauz: 10 Tage Gefangenschaft. Wie kommt man als Tierbesitzer auf so etwas???
    Kann ich nicht verstehen, zum Glück!

    Ihr Glück, daß sie mich nicht kennen. Denen würde ich den Marsch blasen.

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    AW: Prinzipienfrage Hund und Urlaub

    Zitat Zitat von Quidam Beitrag anzeigen
    Der arme Hund, angebunden im Schatten liegen, während das Rudel ständig davonrennt.
    Nö, zur Ehrenrettung - das Rudel rennt nicht ständig weg. Von den Besitzern ist mindestens einer ständig da, die gehen auch abwechselnd schwimmen; und auch vom Rest der Gruppe entfernen sich nie alle gleichzeitig; also der Hund hat auch dort am Strand nonstop ihm bekannte Menschen seiner 'Herde' in Sicht- und Schnuffelweite.

    Die Temperaturen in der Vorsaison sind auch nicht so arg dort, dass er einen Herzkaschperl bekäme.

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