Hallo zusammen!
Hier geht es mal nicht um meine Süssen, sondern um den Hund meiner Mutter.
Er wird bald 13 Jahre alt.
Vorgestern rief mich meine Ma morgens ganz aufgelöst an. Sie dachte, ihr Hund würde gerade sterben. Er krampfte, es lief vorne und hinten aus ihm raus.
Um es kurz zu machen: Sie ist mit ihm in die Tierklinik gefahren. Dort gab man ihr ein Notfallmittel mit, welches sie bei Krampfanfällen in den After verabreichen könne.
Leider hatte sie nur 2 Dosen, die sie zuhause angekommen ziemlich schnell einsetzen mußte.
Der Hund hat zwischen vorgestern und gestern dann noch etwa 8 epileptische Anfälle gehabt.
Natürlich war sie gestern erneut mit ihm beim TA. Er bekam das Notfallmittel nochmal intravenös verabreicht und endlich auch ein Medikament, das die Anfälle verhindern soll. Es ist pünktlich alle 12 Stunden zu geben.
Zum Glück hatte er seitdem keine erneuten Anfälle!!
Jetzt der Grund meines Postings: Laut Aussage meiner Ma, geht es dem Wauzi sehr schlecht.
Daß er völlig im A.... ist, ist ja noch nachvollziehbar. Er kann kaum laufen, trinkt und frißt nur mit Hilfe, ist vollkommen kraftlos...
Nach seinen Krampfanfällen ist er wohl wie eim Wahnsinniger durch die Wohnung gerast und hat sich nicht mehr beruhigt, also komplett verausgabt. Meine Mutter hatte Sorge, daß er zu dem ganzen Sch... noch einen Kreislaufkollaps bekommt.
Was mir/uns mehr Sorgen bereitet, ist, daß er noch immer so verwirrt scheint. Wenn er mal aufsteht, läuft er gegen Wände, Dinge, scheint orientierungslos. Gestern abend hat er den Mantel meiner Mutter zerrissen, der wie immer an der Garderobe hing.
Gibt es hier Herrchen oder Frauchen mit Epilepsieerfahrung beim Tier?
Muß das Gehirn sich wieder beruhigen? Ist es normal, daß der Hund jetzt noch soo verpeilt und fertig ist?
Klar ist, so kann es nicht bleiben. Das können und wollen wir dem Hund nicht zumuten...
Also: Geduld oder Abschied nehmen?
Danke für alle Hinweise und Tips!!! Ich fahre gleich zu meiner Ma und wäre froh, wenn ich irgendwas sinnvolles sagen könnte.
Die ratlose Schnuff
Antworten
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23.02.2013, 12:47
Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
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23.02.2013, 12:54Inaktiver User
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Das tut mir sehr leid was da gerade passiert , 13 J. ist allerdings auch ein ordentliches Alter.....ich würde die Empfehlungen vom TA kommende Woche abwarten, denke aber es ist besser für ihn wenn er einen rechtzeitigen würdigen Gang übern Regenbogen bekommt......
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23.02.2013, 12:56
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Liebe Schnuffelwuff,
Hundi von Schwiegereltern hatte auch heftige Epilepsieanfälle. Und hat dabei ersichtlich sehr gelitten.
Versteh den Tierarzt nicht so ganz. Der hätte doch eine Empfehlung geben müssen.
Vielleicht hat er aber gesehen, wie sehr Deine Mutter an dem Tierchen hängt.
Ganz ehrlich: wir haben ihn erlösen lassen.
Ist sicher, dass er keinen Hirntumor hat?
Traurige Grüße
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23.02.2013, 13:45Inaktiver User
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
@Schnuff, erst einmal ganz wichtig, den Hund jetzt nicht alleine lassen. Wenn solch ein Anfall kommt, ist das Tier völlig orientierungslos. Die Dogge einer Bekannten wurde nur durch die Unordnung im Raum vor einem Sprung aus dem Fenster des 12. Stocks gehindert.
Ich würde aber auf jeden Fall erst einmal abwarten, ob bzw. wie die Medis, die die Anfälle verhüten sollen, auf Dauer wirken.
Kann mir schon vorstellen, dass die Medis sehr heftig sind, und der Körper sich erst einmal darauf einstellen muss. Also, die kommende Woche würde ich nach Möglichkeit schon sehen, wie der Hunde reagiert. Wenn sich sein Befinden gar nicht bessert, dann müsst ihr wohl an ein Abschiednehmen denken. Aber das werdet ihr dann schon richtig entscheiden, denke ich.
Unsere Dogge mussten wir mit 9 Jahren leider auch einschläfern lassen. Ich glaube aber, dass die Medizin in den vergangenen Jahren bestimmt Fortschritte gemacht hat.
Ich wünsche dem Hund auf jeden Fall gute Besserung und hoffe, er darf noch ein paar Jahre bei euch bleiben.
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23.02.2013, 14:00
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Danke Ihr Lieben schon mal für die Antworten!
Ich fahr jetzt gleich mal hin und melde mich heute abend wieder.
Hoffentlich hab ich dann bessere News.
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23.02.2013, 15:24
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Hi Schnuff,
Epilepsie ist ein schwieriges Thema. Um sie sinnvoll zu behnadeln braucht es Diagnostik, ein Anfallstagebuch, Medikamente, deren Blutspiegel regelmäßig überprüft werden müssen ...
Außer durch echte Epilepsien können Anfälle u.a. auch durch Herz-Kreislauf-Störungen, Durchblutungsstörungen, Tumoren oder auch z.B. durch Unterzucker ausgelöst werden können.
Ich gehe mal davon aus, dass der Kollege in der Klinik sich ein Bild gemacht hat und von einer echten Epilepsie ausgeht. Das Medikamnet, das 12-stündlich gegeben werden mus, ist vermutlich ein Barbiturat (Luminal) oder Primidon (Mylepsinum). Die Einstellung des Patienten auf solche Medikamente ist oftmals langwierig. Anfangs sind die Tiere dann müde, lustlos und "daneben". Sediert eben.
Wie war der Hund nach dem Anfall? Hungrig, besonders anhänglich, ängstlich?
Was ging dem Anfall voraus? War irgendetwas anders als sonst? Hat er Medikamente bekommen? Wurde er entfloht?
Vielleicht findet Ihr eine große Tierklinik, die auch einen neurologisch spezialisierten Tierarzt beschäftigt.
Vielleicht magst Du Dich belesen.
Viel Glück und berichte bitte weiter.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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23.02.2013, 20:12
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
So, liebe Mitfühlende! Da bin ich wieder.
Als ich heute mit meinen 2 Ollen zu meiner Mutter kam, lag ihr Hund ermattet in ihrem Schlafzimmer. Das ist insofern erwähnenswert, als daß es der letzte Raum in der recht großen Wohnung ist. Dort hält er sich sonst nicht auf, weil man ja dann nicht mitbekommt was so los ist und wen man an der Tür lautstark anmelden muss..
Laut meiner Ma hatte er die Stunden vorher geschlafen und geruht.
Auf mich reagierte er zuerst etwas durcheinander.Er wirkte orientierungslos und knurrte z.B.auch mal kurz. Ich habe meine Hunde erstmal ferngehalten, nachdem sie ihn begrüßt hatten.
Ich war dann etwa 2 Stunden dort, habe ihn aber in Ruhe gelassen. Man merkte, daß er mit verschiedenen Reizen überfordert war.
Als wir uns verabschiedeten, wurde er relativ munter. Er freute sich über Lilli, als hätte er gerade erst geschnallt, daß sie da ist. Tatsächlich stand er dann auf und meine Ma konnte ihn in unserer Gesellschaft ums Haus führen.
Erfreulicherweise hat er draußen gezielt seine Geschäfte erledigen können. In den letzten Tagen war alles drinnen passiert. Ist ja für einen Hund auch nicht schön, sein Nest zu beschmutzen..
@Katelbach: Ja, er bekommt Luminal. Es beruhigt mich ja etwas, daß sein dösiger, verpeilter Zustand momentan auch mit durch das Medikament verursacht scheint.
Zu Deiner Frage: Nach den Anfällen war er wohl sehr durstig, ansonsten nur wie angestochen, rannte völlig bekloppt durch alle Räume und wollte duch die Wände. Anhänglich also nicht.
Er hat zuvor keine neuen Medikamente bekommen, wurde auch nicht entfloht.
Mittlerweile gehen wir aber davon aus, daß er schon vor Monaten eine solchen Anfall hatte. Da kam meine Ma eines Tages nach hause und der Hund hatte die ganze Wohnung verwüstet, speziell ein Zimmer, welches er ziemlich auseinander genommen hatte (bzw. den Inhalt des Zimmers).
Sie sagte, wenn sie jetzt so überlegt, sei ihr schon eine Wesensveränderung aufgefallen, die sie aber bislang auf das Alter schob. Nach dem Motto: Alte Menschen werden auch oft skurril...
Die Tierärztin rief heute auch noch an und erkundigte sich. Sie war schon mal beruhigt darüber, daß er keine weiteren Anfälle hatte.
Das ist derzeit der Stand der Dinge. Wahrscheinlich muß man jetzt Geduld haben.
Ich freue mich über weitere Antworten von Euch und werde sie auch gerne an meine Mutter weiterleiten.
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24.02.2013, 01:19
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Spricht schon für eine genuine Epilepsie, auchdieVerwirrtheitz nach dem Anfall. . Ein neurologisches Konsil wäre nicht schlecht.
Diabetiker ist der Hund nicht?
Es ist tragisch mit unseren Ollen. Zu sehen, wie schnell sie sich verändern, ist heftig.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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24.02.2013, 04:03
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
Hallo Schnuffelwuff! Es tut mir sehr leid dass der Hund deiner Mutter und ihr da durch gehen müsst. Es ist sehr schwer mit anzusehen, ich hab auch ähnliches mitgemacht, bzw mein Lassie damals.
Ich wollte nur zu den sehr guten Antworten hier hinzufügen, dass ich auch auf jeden Fall erstmal abwarten würde. Er scheint sich ja nun auch schon in klitzekleinen Schritten zu erholen.
Mein Lassie hatte damals auch einen sehr heftigen Anfall der wie Epilepsie aussah, aber mein TA meinte damals er sei durch ein zu schwaches Herz ausgelöst worden. Der Fall lag also etwas anders als bei euch.
Auf jeden Fall dauerte es einige Woche bis er sich erholt hatte. Die erste Woche wollte er gar nicht aufstehen und war sehr wackelig auf den Beinen. Er hatte Angst raus zu gehen und hat nur kurz im Garten gepinkelt. Fressen wollte er auch kaum. Aber dann ging es langsam aber stetig wieder bergauf. Und nach einen Monat war er fast wie vorher, mit einer Blasenschwäche die blieb.
Es war schön zu sehen wie er kämpfte und wie er stolz war als er zum Beispiel wieder Stufen gehen konnte
Ich war froh dass ich ihm Zeit gegeben hatte, obwohl es zu Anfang auch sehr schlecht aussah.
Ich wünsche euch und dem Hundi alles Gute und dass er sich schnell wieder erholt!
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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28.02.2013, 13:25Inaktiver User
AW: Alter Hund: plötzlich Epilepsie- HILFE
@Schnuff, falls du noch mitliest: Wie geht es dem Hund deiner Mutter mittlerweile?




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