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    Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Hallo und einen schönen guten Tag. Ich bin sehr traurig, denn meine Hündin (11 Jahre) hat, durch die jahrelange Einnahme von Tabletten gegen Epilepsie, Leberzirrhose. Ich wollte hier einmal anfragen, ob jemand damit Erfahrung hat und ob man mehr tun kann, als ihr nur ihre Medikamente zu geben. Vielleicht irgendwelche unterstützenden Mittel. Zur Zeit bekommt sie an Medikamenten Legavit-Komplex und gegen Schmerzen Metacam, da sie auch noch Arthrose im Rücken hat. Zu essen bekommt sie Hepatic von Royal Canin. Allerdings isst sie sehr schlecht.Morgens geht es ihr immer am schlechtesten, sie ist sehr wackelig auf den Beinen, aber im Laufe des Tages gibt sich das und sie geht dann auch lange Gassirunden und hat auch Interesse an ihrer Umwelt. Die Tierärztin möchte sie noch nicht erlösen, eben weil sie noch am Leben teil nimmt. Kann ich ihr noch irgendetwas anderes zur Unterstützung der Leber geben bzw. gibt es etwas, dass ich ihr geben kann, damit sie wieder mehr zu Kräften kommt? Ich erwarte keine Wunder mehr, aber ich möchte ihr die Zeit, die ihr noch bleibt, so leicht wie möglich machen. Für Ratschläge oder Tipps wäre ich wirklich sehr, sehr dankbar. Vielleicht hat oder hatte ja ein Hund von irgendjemandem hier aus dem Forum das gleiche Schicksal wie meine Luna?

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Hallo katirko,

    es tut mir sehr leid, dass Dein Hund so krank ist.

    Vorab: leider kann ich Dir keinen Ratschlag geben, aber ich möchte, dass Du weisst, dass Deine TÄ sicherlich das Beste für Deine Luna tut. Sollte das Leben nicht mehr zumutbar sein, wird sie Dir das sagen.

    Ich denke, Dein Hund ist den Umständen entsprechend gut versorgt.
    Bereite Luna alles so, von dem Du weisst, dass es ihr Spaß macht und guttut.

    Mehr kannst Du nicht tun.

    Liebe Grüße und gute Besserung für Dich und Deine Luna,

    Lichtkrieger

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Hallo Lichtkrieger,
    ersteinmal ganz lieben Dank für Dein Mitgefühl. Es ist nur so, dass man von anderen so verwirrt wird, dass man bald ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man ihr nicht die letzte Spritze geben lässt. Mein Sohn ist z.B. war gestern in der Praxis der Meinung, wir sollten sie erlösen. Ich bin dagegen, genau wie die Ärztin, denn Luna läuft, wenn erstmal die Tabletten gewirkt haben fast wie immer. Klar, sie ist schlapp, aber sie hat in den letzten Wochen ja auch kaum etwas gegessen, woher soll da Kraft kommen. Dann hat mein Sohn aber selbst gesehen, dass Luna noch imstande ist 1,5km nachhause zu laufen. Abends ist sie auch noch mal eine gute Stunde draußen gewesen. Sie freut sich auch über Besuch, ist neugierig wie immer und nimmt auch an ihrer Umwelt teil. Warum soll ich sie dann gehen lassen? Sie läuft zwar morgens sehr unsicher, rutscht auch viel aus (aber mehr wg. dem blöden Laminat, dass ich in der Wohnung habe) aber wenn sie sich dann eingelaufen hat, ist alles ok.Ich denke es wäre zu früh, sie gehen zu lassen. Schlimm ist für mich halt auch, daß ich erst im Oktober Luna´s Mutter Molly gehen lassen mußte. Sie hatte Krebs in der Milchleiste. Und im Dezember, genau 2 Monate nach Mollys Tod, habe ich meinen Kater, tot unter dem Bett vorgezogen. 10 Min. vorher haben wir noch zusammen geschmust. Ist alles ein wenig zu viel und zu plötzlich. Ich hatte einmal 4 kleine Mischlingshunde und jetzt nur noch 2 und zu wissen, dass ich bald nur noch 1, nämlich Pepsy, habe, dass ist schon nicht leicht. Eine Schwester von Luna und Pepsy starb schon 2006, sie wurde gerade mal 5 Jahre. Auch Krebs. Sie hatte einen Tumor an der Milz. Aber ich sage mir immer, dass wir alle zusammen eine ganz tolle Zeit miteinander hatten und dass ich guten Gewissens sagen kann, dass ich meine Tiere über alles liebe und immer ein gutes Frauchen war. Und ich bin dankbar für die tollsten kleinen Wautzis der Welt. Ich muss mir dass immer wieder sagen, sonst drehe ich durch. Nochmals ganz, ganz lieben Dank für deine liebe Nachricht und Deine guten Wünsche, ich habe mich sehr darüber gefreut. Ist nicht selbstverständlich.

    Katirko

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Zitat Zitat von katirko Beitrag anzeigen
    Es ist nur so, dass man von anderen so verwirrt wird, dass man bald ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man ihr nicht die letzte Spritze geben lässt. Mein Sohn ist z.B. war gestern in der Praxis der Meinung, wir sollten sie erlösen. Ich bin dagegen, genau wie die Ärztin, denn Luna läuft, wenn erstmal die Tabletten gewirkt haben fast wie immer. Klar, sie ist schlapp, aber sie hat in den letzten Wochen ja auch kaum etwas gegessen, woher soll da Kraft kommen. Dann hat mein Sohn aber selbst gesehen, dass Luna noch imstande ist 1,5km nachhause zu laufen. Abends ist sie auch noch mal eine gute Stunde draußen gewesen. Sie freut sich auch über Besuch, ist neugierig wie immer und nimmt auch an ihrer Umwelt teil. Warum soll ich sie dann gehen lassen?
    Liebe Katirko!

    Ich glaube auch, dass Du das selbst spüren wirst, wann die Zeit da ist, wo es für Deinen Hund besser ist, erlöst zu werden.

    Solange Du noch ein gutes Gefühl dabei hast, wird es auch richtig sein. Niemand wird seinen Hund leiden lassen, das kann man ja nicht mitansehen. Von daher glaube ich, dass das eigene Bauchgefühl sicher die beste Variante ist.

    Ich wünsche Euch alles Gute, Dir und Deinem Hund!

    Liebe Grüße
    Zio

  5. Inaktiver User

    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Oje, katirgo, ich weiß wie es dir z.z. geht.....
    vll. kannst du ja übergangs Läufer auslegen damit dein Hund morgens nicht so ausrutscht....wegen Verletzungsgefahr mein ich. Sie könnte sich was zerren z. b.

    >>Niemand wird seinen Hund leiden lassen

    Hm, dein Wort in Gottes Gehörgang.....leider gibts Leute die eben nicht rechtzeitig loslassen sondern Schlimmstes riskieren. In der entfernten Familie von mir gibts so eine, die wartet lieber bis es so richtig übel wird fürs Tier und den Rat des TA in der Regel ignoriert....ich hab aber mit der nix mehr zu tun.

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Ich würde auch die Kleine verwöhnen für die Zeit, die ihr noch bleibt.

    LG Woody
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

  7. VIP

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Hat Deine Hündin schon einen Aszites? Schlechte Nierenwerte? Wirkt sie manchmal verwirrt? Ist das Augenweiß gelblich?
    Das würde auf ein fortgeschrittenes Krankheitsbild hinweisen.

    Spezielles "Leber"futter ist schon sehr gut.
    Du könntest sie evebtuell mit Homöopathie unterstützen, brauchst dazu aber einen Tierazt, der sich richtig gut mit klassischer Homöopathie auskennt. Carduus marianus ist das Mittel, daneben wird auch Kalium phosphoricum empfohlen. Über die Potenzen kann ich Dir nichts sagen, da kenne ich mich nicht aus und das muss der Profi anhand des Krankheitsbilds auswählen.
    Was Du ihr zweimal pro Woche spritzen kannst: Ubichinon und Coenzyme comp. Spritzrn unter die Haut lernst Du schnell.

    Ich haben mit meinen Hunden in der Hinsicht gute Erfahrungen. Meine mindestens 13-Jährige hat einen Lebertumor, der schon garstig aussah, als ich ihn im letzten Juli entdeckt habe.
    Seit der Diagnose bekommt sie palliativ Homöpathika von einer Kollegin, die seit Jahrzehnten klassische Homöopathie betreibt. Dazu anfangs Coenzyme und Ubichinon, jetzt zur Zeit nur Ubichinon.

    Der Tumor ist natürlich sehr groß geworden, aber sie hat keine Symptome von Seiten der Leber, auch nicht extrem schlechte Werte.
    Natürlich hat sie abgebaut, sie wird dünn, man sieht es vor allem am Kopf. Aber sie ist verfressen wie immer, freundlich und sie hat´s immer noch wichtig.

    Ich bin überzeugte Schulmedizinerin, habe aber schon soviel Positives mit (klassischer) Homöopathie erlebt, dass ich inzwischen darauf vertraue, wenn ein Kollge mit fundierten Kenntnissen sie auswählt und anwendet.

    Ich wünsche Euch noch eine gute Zeit. Verwöhne sie.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Erst einmal ganz, ganz lieben Dank dafür, dass ihr euch alle die Zeit nehmt um mir zu antworten und mir eure Erfahrungen und guten Wünsche schreibt. Ich hätte damit nicht gerechnet, weil ich diese Anteilnahme teilweise noch nicht einmal in der eigenen Familie erfahre. Einer meiner Söne meinte, ich mache zu viel Trara um Luna, obwohl er weiss, was mir meine Tiere alles bedeuten. Aber egal. Danke Katelbach für deinen fachmänischen Rat. Nein, Luna´s Augen sind noch nicht gelblich verfärbt, die Nieren, auf die die Ärztin und ich zuerst getippt haben, sind völlig ok. Sie hat halt sehr abgebaut, aber sie isst ja auch seit Wochen kaum etwas. Etwas verwirrt ist Luna immer, aber das auch nicht mehr als immer, da sie ja Mylepsinum, gegen ihre Epilepsie, bekommt. Die Ärztin meinte, ihre Schleimhäute im Mund wären gelblich, aber für mich sehen sie aus wie immer.Such mir jetzt gleich einen Tierarzt, der auch homöopathisch behandelt. Hatte ihr auch anfangs Globulis zur Appetitanregung und gegen Abmagerung gegeben, die natürlich nicht richtig halfen. Habe aber schon sehr gute Erfahrung mit Globulis gemacht, z.B. Nuxx vomica, gegen Erbrechen. Sie ist halt sehr schlapp, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie nur ordentlich essen müsste. An ihr "Leber"futter geht sie auch nicht so richtig, aber an Nudeln. Darf sie Nudeln, was darf sie überhaupt? Ich habe keinen Plan.Ich möchte ihr doch so gern helfen. Sie soll nur nicht leiden. Ich liebe sie so sehr, aber leiden soll sie nicht, das hat sie nicht verdient. Genauso wenig wie ihre Mama, die ja, im Oktober erst, über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Habt alle ganz, ganz lieben Dank, es hilft, wenn man verstanden wird. Danke

  9. VIP

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    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Gibt es eigentlich auch eine Ultraschalluntersuchung?

    Zur Ernährung: Nudeln "dazu" sind ok. Als alleinige Ernährung reichen sie nicht. Grundsätzlich gilt ungefähr dasselbe wie für den Menschen mit Lebererkrankungen: wenig Fett, hochwertiges Protein, Kohlenhydrate sind erlaubt. Die ausreichende Energiezufuhr ist wichtig. Versuch mal, die Ration mit Hüttenkäse interessanter zu machen. Die meisten Hunde und Katzen lieben Hüttenkäse.

    Wenn sich die Verwirrung verstärkt, dann kann das ein Zeichen einer sogenannten hepatischen Encephalopathie sein. Wenn die Leber nicht mehr ausreichend arbeitet, dann wird der Ammoniak, der von Darmbakterien gebildet wird, nicht mehr ausreichend "entgiftet" und hohe Ammoniakkonzentrationen im Blut erreichen auch das Gehirn. In diesem Fall muss man auch (kurzfristig) die Proteinzufuhr in der Nahrung begrenzen. Man kann dann auch Lactulose (Abführmittel) geben.
    Der Patient sollte nicht lange hungern, d.h. nicht in einen Hungerstoffwechsel kommen.

    Bei meiner alten Hündin ist das kein Problem. Sie würde am liebsten dauernd fressen.

    Viel Glück!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  10. User Info Menu

    AW: Meine Hündin hat Leberzirrhose

    Guten Morgen, vielen Dank für Deine Tipps, ja, dass größte Problem für mich ist, dass Luna so gar keinen richtigen Appetit hat, Das bringt mich wirklich zum Verzweifeln. Einen Tag haut sie rein, am anderen gar nicht. Gestern war auch wieder so ein Tag, wo ich dann denke, sie mag nicht mehr. Sie wollte gar nicht laufen, nichts fressen, nur liegen. Ich könnte dann weinen.Vielleicht hat sie sich aber auch vorgestern überanstrengt, da wollte sie am Abend nur laufen und hat auch tagsüber, für ihre begriffe, gut gegessen, also bestimmt so 400g Nudeln. Aber gestern hatte sie keinen Stuhlgang, wollte nicht fressen und nicht trinken (habe ich ihr aber eingeflößt) und wenn ich mit ihr rausgegangen bin, dann hat sie sich einfach nur hängen lassen, so daß ich dachte, ich hätte eine Marionette an der Leine. Wenn sie nur mehr Kraft hätte, diese Schlappheit ist eigentlich dass größte Problem.Wenn das nicht wäre, ich glaube dann würde es ihr gut gehen. Klar, sie hat ja auch die Arthrose im Rücken, aber dagegen bekommt sie Metacam. Ich weiss wirklich nicht mehr weiter, aber ich versuche es mit Homöopathie. Wofür ist eigentlich Carduus und Kalium? Ach so, Ultraschallbild gibt es übrigens, Niere und so sieht alles gut aus, schön glatt und auch die Werte waren ok.Wir hatten erst auf Nieren getippt.Bauchwassersucht hat sie auch nicht. Es fehlt ihr wirklich nur die Kraft, glaube ich. Ich habe Angst vor jedem neuen Tag. Bin im Moment selber nicht so stabil und wegen Depressionen in Behandlung, weil ich eine schwere Zeit hinter mir habe, dann ist man auch noch (freiwillig) alleine, d.h., ich hab ja noch meinen jüngsten Sohn, der noch bei mir lebt, aber letztendlich muß man sich ja doch alleine kümmern, die anderen verstehen es nicht, dass man an seinem Tier so hängt, weil sie keine haben. Ach man, hört sich an als wenn ich jammern will, ist aber nicht so, ich schaffe das schon, bin halt nur so am Ende mit meinem Latein. Liebe Grüße und einen schönen Tag, katirko

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