Cook,Die größten Erziehungsfehler werden gerade bei junden Hunden begangen. Sie sind ja so süß, man läßt viel oder alles durchgehen und verpaßt so die notwendige Prägung zur rechten Zeit. Wer ist dann der Leidtragende? Der später problematische Hund oder der Tierhalter, der ihn entsorgt?
so muss es aber doch nicht sein, wenn man sich mit dem Thema vernünftig auseinander setzt. Es gibt gute Hundeschulen, es gibt Bücher, in denen klar vermittelt wird, worauf es ankommt, und es gibt viele, viele Beispiele gut erzogener Hunde, die ein anderes Bild zeigen.
Das verstehe ich nicht so ganz. Gerade wenn ich einen Hund als Welpen bekomme, begleite ich ihn doch bis an sein Lebensende. Das sind in meinem Fall bei unserem Dicken (Foto übrigens im Profil) vermutlich ca. 13, mit ganz, ganz viel Glück vielleicht aber auch 16 Jahre. Die Hälfte seiner Lebenszeit ist inzwischen also möglicherweise verstrichen - ein Gedanke, den ich gar nicht länger verfolgen mag - und die Bindung könnte enger kaum sein. Wer einen Hund von "Baby" an kennt, wer ihn getragen hat, als er noch keine Treppen laufen konnte, wer nachts aufgestanden ist, damit das kleine Paket sich erleichtern konnte, erlebt hat, wie sich ein ganz eigener Charakter zeigt, welche Veränderungen dann in der Pubertät anstehen, wie sich beispielsweise der Duft eines Hundes verändert, wenn er älter wird, wer dann weiter sieht, wie der Hund nach der Pubertät ausreift und zu einem souveränen Hausgenossen wird, wer jede Regung seines Hundes kennt und interpretieren kann, der begleitet seinen Hund beim Altwerden doch mindestens genauso innig wie jemand, der einen Hund erst später aufgenommen hat?Ich werbe auch immer für ältere Hunde, obwohl ich natürlich Welpen aufgezogen habe und es wieder tun werde.
Wer aber einmal einen Hund erlebt wie er altert und wie sich die eigenen Gefühle für dieses Tier entwickeln, wird diesen Begleitprozess nicht mehr missen wollen.
Aber das ist natürlich eine sehr persönliche Ansicht.
Grüssle
Seawasp
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 116
Thema: Hund in kleiner Wohnung
-
03.09.2006, 15:29Inaktiver User
AW: Hund in kleiner Wohnung
-
03.09.2006, 15:45
AW: Hund in kleiner Wohnung
Seawasp,
natürlich hatte ich jeden Hund bis zu seinem Ende. Ich lehne nur den Welpen-Wahn ab, weil er
1. zuviele weitere Hunde produziert
2. viele Halter einfach überfordert sind. Hundeschulen sind ja ganz nett, aber meistens müßten eigentlich die Halter erzogen werden. Viele haben ja schon das grundlegende Problem, die strenge Hierarchie eines Rudels zu leben. Entweder machen sie gar nichts, oder oder sie verwechseln es mit übertriebenen Druck.
Auf die "Sterbebegleitung" bezogen, sehe ich auch keinen Unterschied, ob ich den Hund von Beginn an hatte oder er erst als ausgewachsener Hund kam. Entscheidend ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wenn Du in ein paar Jahren diese Phase mit Deinem Hund erlebst und er zuletzt in Deinen Armen stirbt, wirst Du mir vielleicht Recht geben. Man muß es erlebt haben.
Cook3Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
------------------------------------------------------
Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)
-
03.09.2006, 17:47Inaktiver User
AW: Hund in kleiner Wohnung
Cook,
Djambo ist nicht mein erster Hund. Ich weiss durchaus wie es ist.
Was die "Hunde - Produktion" für den Welpen Wahn angeht - es gibt durchaus verantwortungsbewusste Züchter, die nach strengen Richtlinien vorgehen und das Wohl der Hunde, respektive der Rasse im Auge haben. Es liegt in der Verantwortung des Einzelnen, nach einem solchen Züchter zu suchen, sich ganz genau anzuschauen, wie er mit seinen Tieren umgeht, Pedrigree zu beachten und eben keine Hinterhofzuchtstation zu unterstützen.
Ein guter Züchter wiederum gibt seine Tiere nicht an jeden ab, sondern prüft Interessenten auf Herz und Nieren. Dieses Verfahren soll u.a. gewährleisten, dass Menschen einen möglicherweise grossen und schwierigen Hund wie beispielsweise einen Ridgeback nur bekommen, wenn sie dafür a) geeignet, und b) in der Lage sind, mit diesem Hund angemessen umzugehen und ihn vernünftig zu erziehen. Ein solcher Züchter hält darüber hinaus Kontakt, kommt beispielsweise auch zu Besuch, um sich anzuschauen, wo sein Welpe gelandet ist und wie es ihm geht.
Die Hundeschule ist doch letztlich nichts anderes als eine Schule für Menschen - dort lernen sie eine vernünftige Interaktion mit ihren Hunden, erfahren Hilfe bei Problemen, können sich mit anderen austauschen, Kontakte für Hundespaziergänge aufbauen, werden angeregt, Agility oder andere Aktivitäten mit ihren Hunden zu starten etc. pp.
Grüssle
Seawasp
-
04.09.2006, 01:04
AW: Hund in kleiner Wohnung
Hallo seawasp,
manches, was du sagst, kann ich durchaus verstehen.
Allerdings nicht folgenden Satz, der mich sogar ehrlich gesagt ziemlich traurig macht und das ganze Dilemma aufzeigt, von dem Cook und ich reden:
"Im nächsten Frühjahr bekommen wir einen zweiten Hund - natürlich wieder einen Welpen."
Warum ist das NATÜRLICH? Warum MUSS es denn IMMER und ganz NATÜRLICH ein Welpe sein (ich meine hier nicht für dich, du sollst DICH jetzt nicht rechtfertigen. Es geht mir nur um das Wort NATÜRLICH im Satz. Hätte da nur gestanden "wieder einen Welpen" hätte ich gar nix gesagt)?
Es sitzen zigtausend Hunde in deutschen Tierheimen. Warum ist es NATÜRLICH, keinen von DENEN zu nehmen? Das finde ich so traurig, weil eben viele Leute so denken. Und ich kann es nicht verstehen... Meiner meinung nach, müsste es ganz ganz Strenge Zuchtregelemtierungen geben, damit nur noch sehr sher wneige kontrollierte Würfe jedes Jahr erfolgen können. Wildes Vermehren ohen gesicherte Abnehmer "Weil ich einmal Babys haben möchte"
würde ich unter hohe Strafen stellen!
Weiterhin so viele Welpe zu produzieren, wo die Tierheime bis an den Rand voll sitzen, ist in meinen Augen nicht nur unverstädnlich, sondern eine Schande...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
-
04.09.2006, 01:54
AW: Hund in kleiner Wohnung
Was Du beschreibst ist der absolute Idealfall. Wir alle wissen, das es nicht der Normalfall ist.
Zitat von Inaktiver User
Darüberhinaus ist jeder Mensch, der bei einem Züchter kauft ein Mensch, der für die Kommerzialisierung der Hundevermehrung sorgt. Im übrigen, und da bin ich gar nicht auf der Linie der Tierschützer auch jeder Mensch, der Tiere frei kauft.
Wir können alle sehen, wohin das führt. In Deutschland werden jedes Jahr 40.000 Schäferhundwelpen produziert. Natürlich nur unter liebevollsten Bedingungen. Und jeder von uns, die wir Hunde haben, hat sich leider schon einmal in seinem Leben über diese Sch***schäferhundbesitzer aufgeregt. Schade für diesen eigentlich wundervollen Hunde.
In den Tierheimen dieser Welt sitzen so viele grossartige und Rassehunde, da dürfte es mit eingier Mühe und ein wenig Herumfahrerei nicht schwer fallen, "seinen" auch jungen Traumhund zu finden.
Mein Worte richten sich nicht gegen Dich als Person, aber gegen Dich als Hundekäuferin.
Wer einmal da reingeschaut hat und murmeltier und Gilgit haben mit Sicherheit sehr viel mehr Ahnung, weil sie näher dran sind, bekommt das Kotzen von dieser Produktion, die nur eine Basis hat: die Ware Tier.
Sorry, Morla, wenn diese Diskussion ein bisschen off topic wird, aber mein Appell an alle, die Hunde lieben, heisst: ins Tierheim zu gehen und da zu schauen.
Seawasp, Du kennst die Notseiten für Rigdebacks. Ist da keiner dabei, der Dein Herz verdient hat, weil er ein anderes menschliches verloren hat?Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
04.09.2006, 03:00
AW: Hund in kleiner Wohnung
Danke Murmeltier, Du sprichst mir aus der Seele!
Zitat von murmeltier
Im übrigen solltet Ihr das mit der Sterbebegleitung nicht meiner Süßen erzählen - die hustet Euch was. Und steckt mit ihren bald 13 Jahren noch manchen halb so alten Hund in die Tasche
.
Sie war 11 1/2, als sie zu uns kam, und saß vorher fast ein Jahr im Tierheim. Alle waren sich einig, sie sei ein wundervoller Hund, aber keiner wollte sie haben auf Grund ihres Alters.
Das ist so schlimm. So richtig: das lohnt die Mühe nicht mehr.
Alles falsch. Sie ist mein Sonnenschein, und auch wenn wir eine "kürzere" Zeit zusammen haben werden, dann ist das doch UNSERE gemeinsame Zeit. Hätte ich darauf verzichten sollen, nur weil ein Welpe voraussichtlich "länger hält"?
Ich hab mich doch in diesen speziellen Hund verliebt, mit ihrem einzigartigen Charakter. So eine gibts nicht nochmal und wirds nie wieder geben. Und das hätte ich nicht verpassen wollen.
Ihr lieben Vertreter der "Welpen sind doch so einfach"-Fraktion: Ihr hattet - wenn ich das richtig lese - ideale Bedingungen: Haus, Garten, Familie, die sich mit kümmert, ein geordnetes Leben, keine übergroßen Geldsorgen ... das ist doch mit Morlas Situation nicht zu vergleichen.
Liebe Morla, viel Spaß beim Gassigehen!! Das ist auf jeden Fall toll, Du kriegst dabei ja auch jede Menge Hundeerfahrung. Als "unerfahrener" Gassigeher kriegst Du auch eine Einweisung ... alles Dinge, die ein späterer Hundebesitzer brauchen kann. Und die Tierheimhunde können es so gut gebrauchen ... mach das! Und bitte berichte!Viele Grüße allerseits von
Avocado
-
04.09.2006, 08:24Inaktiver User
AW: Hund in kleiner Wohnung
Ich denke, sich einen Welpen zu holen ist auch ein Stück weit egoistisch, wobei ich das nicht negativ bewerten möchte.
Ein Welpe hat einfach eine ganz andere Prägung auf den Halter (ich spreche nicht von Bindung!), als ein älterer Hund aus "zweiter Hand". Ich denke es gibt vielen Haltern eine Art Befriedigung und Bestätigung, den Hund aufwachsen zu sehen, ihn "zu formen" (auch das möchte ich nicht negativ bewerten), zu erziehen und ihn an sich auf eine Art zu binden, die bei einem Hund aus dem Tierheim gar nicht möglich ist, weil er eben gar nicht auf den Halter geprägt ist. Auf der anderen Seite, so wie Cook es beschreibt, kann man diese positiven Erfolgserlebnisse auch bei einem Hund aus zweiter Hand haben.
Ich persönlich möchte keinen Welpen, wenn ich nicht die Idealbedingungen dazu habe. Im Moment ist das Thema Hund für mich ohnehin ein Wunsch, weil ich eben nicht mal gute Bedingungen habe.
Bim
PS: Auch einen älteren Hund aus dem Tierheim zu holen ist meiner Meinung nach egoistisch motiviert. Denn es fühlt sich einfach gut an, einem leidenden Tier ein neues Zuhause zu geben. Schließe mich selbst da nicht aus!Geändert von Inaktiver User (04.09.2006 um 08:44 Uhr)
-
04.09.2006, 08:56Inaktiver User
AW: Hund in kleiner Wohnung
Warum ist das NATÜRLICH? Warum MUSS es denn IMMER und ganz NATÜRLICH ein Welpe sein (ich meine hier nicht für dich, du sollst DICH jetzt nicht rechtfertigen. Es geht mir nur um das Wort NATÜRLICH im Satz. Hätte da nur gestanden "wieder einen Welpen" hätte ich gar nix gesagt)?
murmeltier,
die Sache ist ganz einfach: Wir möchten einen Hund von klein auf bei uns haben, wir möchten ihn aufwachsen sehen, an seiner Entwicklung Anteil haben, und wir möchten nicht irgendeinen Hund, sondern einen Rhodesian Ridgeback.
Mein Liebster kann sich nicht anfreunden mit einem Nothund, und ein Rhodesian Ridgeback, der aus einer Notsituation heraus abgegeben werden muss, wäre - abgesehen vom Welpen - die einzige Alternative, die aber für meinen Liebsten nicht in Frage kommt. Es bringt gar nichts, jemanden zu etwas überreden zu wollen, das er nicht will, daher habe ich meine Versuche, meinen Liebsten für einen Nothund zu begeistern, inzwischen eingestellt und bin nur "unterstützendes" Mitglied in der Organisation. Auf diese Weise leiste ich meinen Beitrag.
Natürlich gibt es viel Elend auf dieser Welt, werden Tiere misshandelt und gequält, keine Frage. Ich kann jedoch nicht jedes dieser Tiere aufnehmen, auch wenn ich das gern wollte, und ich muss als verantwortungsvoller Mensch darauf achten, dass die Tiere, die ich in meine Familie hole, es gut haben. Darüber hinaus kann ich monetär Initiativen unterstützen, die sich um Tiere kümmern, denen es nicht so gut geht wie meinem Hund.
Das ist mein Beitrag, und das finde ich in Ordnung.
Abgesehen davon ist es eine rein persönliche Entscheidung, einen Welpen statt einen erwachsenen Hund zu nehmen - das können andere respektieren oder auch nicht.
Lukulla, ein Mensch, der ein Tier einer bestimmten Rasse bei einem verantwortungsbewussten Züchter kauft ist auch ein Mensch, der dafür sorgt, dass die Rassenvielfalt erhalten bleibt. Ich arbeite aktiv daran, Menschen davon abzubringen, sich für einen Rhodesian Ridgeback zu entscheiden - und zwar dann, wenn ich sehe, dass sie für diesen Hund einfach nicht geeignet sind. Abgesehen davon möchte ich aber keinen Schäferhund, keinen Whippet, keinen Dackel, und auch keinen Labrador - ich liebe nunmal Rhodesian Ridgebacks, entsprechend wende ich mich an Züchter, die diese Rasse nach strengen Auflagen und mit viel Liebe züchten.Darüberhinaus ist jeder Mensch, der bei einem Züchter kauft ein Mensch, der für die Kommerzialisierung der Hundevermehrung sorgt. Im übrigen, und da bin ich gar nicht auf der Linie der Tierschützer auch jeder Mensch, der Tiere frei kauft.
Ich unterstütze keine Hundevermehrer, und ich sage frei heraus, wenn ich einen Züchter für einen solchen halte.
Lukulla, es steht Dir frei, so zu verfahren. Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden.In den Tierheimen dieser Welt sitzen so viele grossartige und Rassehunde, da dürfte es mit eingier Mühe und ein wenig Herumfahrerei nicht schwer fallen, "seinen" auch jungen Traumhund zu finden.
Lukulla, nochmals: Ich unterstütze die Organisation monetär, und ich habe mich schon aktiv daran beteiligt, einen RR, der misshandelt wurde, aus der Familie heraus zu bekommen, um ihn über RR in Not zu vermitteln. Das ist mein Beitrag. Mein Partner möchte keinen Nothund aufnehmen, das muss ich respektieren.Seawasp, Du kennst die Notseiten für Rigdebacks. Ist da keiner dabei, der Dein Herz verdient hat, weil er ein anderes menschliches verloren hat?
@ Avocado:Ihr lieben Vertreter der "Welpen sind doch so einfach"-Fraktion: Ihr hattet - wenn ich das richtig lese - ideale Bedingungen: Haus, Garten, Familie, die sich mit kümmert, ein geordnetes Leben, keine übergroßen Geldsorgen ... das ist doch mit Morlas Situation nicht zu vergleichen.
Ich habe nirgends (!) behauptet, Welpen seien "einfach". Ganz im Gegenteil - ich habe betont, dass es Arbeit, Geduld, viel Liebe, sehr viel Zeit und Mühe kostet, einen Welpen vernünftig zu erziehen, und ich habe darüber hinaus Morla zu ihrer Entscheidung beglückwünscht, einen Hund erst dann zu sich zu nehmen, wenn sie einen geregelten Alltag hat und gewährleisten kann, dass ihr Hund nicht mehr als 3 Stunden am Tag allein sein muss.
Ich habe aber auch unterstrichen, dass Welpen nicht so schwierig und chaosträchtig sind, wie die Extremfälle hier Glauben machen wollen.
Darüber hinaus habe ich NATÜRLICH ideale Bedingungen (wenn auch nicht durch eine Familie, die unterstützend tätig wäre - meine Mischpoke lebt dazu ein BISSCHEN zu weit weg
) - sonst würde ich kein Tier halten. Ich habe jahrelang auf einen Hund verzichtet, weil die Bedingungen eben nicht ideal waren und ich zuwenig Zeit hatte.
Das ist für mich im übrigen ebenfalls aktive, gelebte Tierliebe - zu wissen, wann es Zeit ist zu verzichten.
Es wäre nett, wenn Inhalte so wiedergegeben würden, wie sie vom poster geschrieben wurden.
Grüssle
Seawasp
-
04.09.2006, 09:13
AW: Hund in kleiner Wohnung
Das ist teilweise sicher richtig. Würd es nicht als einzigen Grund ansehen, aber es spielt sicher mit. Vorallem auch bei diesen Dingen, dann noch extra schwer vermittelbare Tiere zu nehmen usw. Es ist eben auch eine Chance die Trauer udn das Mitleid, wa sman empfindet, wenigstens ein bisschen zu lindern. Wenn es auch ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Zitat von Inaktiver User
Ich weine noch heute bei manchen Tierheimbesuch, z.B. wenn ich eben nicht nur blind durch die Reihen gehe und den Gassi-Hund hole und wierde raus gehe, sondern mir etwas Zeit an den Zwingern nehme oder in einr mir unbekanntes Tierheime gehe. Dann weine ich fast immer...
Meiner Meinung nach ist letztlich wahrscheinlich jedes Verhalten von Menschen irgendwie aus egoistisch motiviert, auch wenn man zu Weihnachten an die Kinderkrebshilfe spender o.ä. Jede Wohltat hat letztlich auch zur Folge, dass man sich dadaurch slebst besser fühlt, weil man zufrieden ist oder zumindest das Gewissen ein Stück weit beruhigt. Ist ja nicht nur auf Tiere bezogen.
Da ich noch nie einen Hundewelpen hatte, kann ich das mit Prägung nicht wirklich beurteilen. Eine Bindung kann aber glaub ich kaum stärker sein als die zwischen Shiwa und mir (genauso stark sehr wohl, ich halte uns jetzt nicht für DAS Besondere, aber ich denke schon, es ist wirklich sehr eng und noch enger geht kaum). Shiwa ist sehr auf mich fixiert und wir verstehen uns echt blind. Lilou ist z.B. eindeutig eher Papa-Hund. Ich verbringe 5 mal so viel Zeit mit ihr, aber Papa ist der Größte
Naja, ist eigentlich perfekt so, so hat jeder einen
Ich kann mir grad nur praktisch gar nicht vorstellen, was anders oder noch intensiver sein sollte, wenn man einen Hund von Welpe an hat.
Ich weiß es halt nur von Katzen. Da kenne ich eben auch beides, 2 mal von Baby an (sogar dem Tag der Geburt, weil Nachbarskatzen und jeden Tag da gewesen) und 4 mal aus dem Tierheim. Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber die Katze, zu der ich die mit Abstand engste Bindung hatte (beidseitig) war eine aus dem TH und dazu noch eine, die nur 5 Monate bei mir war. Eine so tiefe Beziehung zu einer Katze hätte ich nicht für möglich gehalten, und das obwohl mich meine anderen von Baby an begleiteten.
Ist vielleicht nicht mit Hunden zu vergleichen, aber die Katze aus dem TH hat sich dort von NIEMANDEM anfassen lassen. Sie war eine Streunerin die 7 Jahre wild gelebt hat und höchst misstrauisch gegenüber Menschen war. Wir mussten sie mit Netz fangen, damit ich sie mitnehmen konnte. Sie hat sich dann mit viel Geduld und Liebe an mich gewöhnt mich dann mit Intensität begleitet, die mir bis dahin völlig unbekannt war. Das liegt sicher daran, dass ich quasi "ihr erster Mensch" war. Ihr ein völlig neues Leben gezeigt habe. Ihre Bindung an mich war wahnsinn.
Dazu muss ein Tier keion Baby mehr sein, denke ich...Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
-
04.09.2006, 09:23
AW: Hund in kleiner Wohnung
Seawasp, du hats mich nicht verstanden.
Ich wollte ausdrücklich nicht, das DU deine Entscheidung rechtfertigst. es ging mir nicht darum, dass ihr euch persönlich für einen Welpen entschieden habt, sondern um dieses Wort NATÜRLICH.
IHR nehmt einen Welpen - aber warum ist es NATÜRLICH einen Welpen zu nehmen? Verstehst du den Unterschied? Der gleiche Satz ohen das natürlich besagt für EUCH das selbe, sagt aber etwas ganz anderes aus.
NATÜRLICH nimmt man Welpen, ist ja normal. NATÜRLICH nimmt man keinen Nothund - DAS ärgert mich maßlos, dass es eben so NATÜRLICH ist, was "neues/ungebrauchtes" zu nehmen und oft keinen Gedanken an die armen Nasen verschwendet... DU hast offenbat doch mal über einen Nothund nachgedacht, andere tun das leider nie und finden das natürlich.
Mich stört das natürlich in der Aussage. Als sei es eben unnatürlich einen Tierheimhund zu nehmen. Es sollte NICHT natürlich sein, sich einen Welpen zu holen. Es ist eine Option, die jeder für sich entscheidet, aber diese Selbstverständlichkeit dahinter finde ich traurig...
Es ist doch ein Unterschied ob ich sage: "Ich fahre 3 mal im Jahr in Urlaub" (was einfach eine Feststellung ist, die kaum angreufbar ist) oder ob man sagt: "Ich fahre natürlich 3 mal im Jahr in Urlaub" udn damit quasi die, die fdas nicht könne7Tun abqualifiziert.
So ist das bei den Hunden auch.
Zu sagen, wir nehmen wieder einen Welpen ist ok. Dann hätte ich gar nicht geschrieben. Aber zu sagen, wir nehmen natürlich wieder einen Welpen stört mich eben... Weil ICH es NICHT natürlich finde.Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!


Zitieren