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  1. Inaktiver User

    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Nein, ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand, wenns ums eigene Überleben geht, wirklich derart prinzipientreu bleiben kann. Viel schlimmer finde ich das Gedankenspiel, wenns nicht ums eigene Verhungern ginge sondern ums Verhungern des eigenen Kindes.

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    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Natalie, nehme ich Dir nicht übel, vorstellen darf ich mir es auch nicht aber ich würde es tun.
    Glaube bitte nicht, dass ich meine Monster weniger liebe als Andere.Ich kann mich erinnern das mein Vater mit Tränen in den Augen an meinem Krankenbett saß(1946 Scharlach, Keuchhusten+Mangelernährung) ) und mir eine Brühe mit Fleischstückchen löffelweise eintrichterte. Er weinte nicht nur weil ich schwerkrank war, sondern weil er eine nach der andern, seiner geliebten, weißen Tauben selbst für mich geschlachtet hat. Das wußte ich damals natürlich nicht. Und mein Papa hat seine Tauben über alles geliebt!

    LG
    semi
    Time is just memory
    Mixed with desire

    Tom Waits

  3. Inaktiver User

    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Semiramis,

    wenn ich höre, 1946 Scharlach, könnte es vielleicht tatsächlich auch eine Frage der Generation (weiß grad nicht wie ich es anders ausdrücken soll) sein.

    Deine Erziehung war tatsächlich komplett anders als meine.

    Ich sage genau wie Murmeltier, ich würde meinen Hund niemals essen.

    Das was Horus gesagt hat, ist natürlich richtig.

    Grundsätzlich gehe ich zunächst davon aus, dass selbst in der größten Hungerperiode irgendwo noch ein Grässchen wächst und gedeiht, dass sich für den Verzehr eignet.

    Ich bin keine Mutter und trotzdem versuche ich natürlich mütterliche Gefühle zu erahnen.

    Und dann muss ich sagen:

    Wäre auf der einen Seite mein Kind und auf der anderen Seite mein Hund und mein Kind drohte zu verhungern und der Hund wäre die letzte Möglichkeit mein Kind zu retten, würde ich meinen Hund........ ihr wisst schon....

    Wäre ich alleine, niemals. Denn wenn es wirklich so weit kommt, dass ich nur noch meinen Hund als Mahl zur Verfügung hätte, wären alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft.

    Und dann stünde der Tod sowieso kurz vor der Tür......

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Zitat Zitat von Aviva
    Hi Peppi,

    'Fellnaeschen' habe ich seit meiner Kindheit immer wieder gehabt, wenn es sich nur irgendwie einrichten liess. Und wer meiner Pflegekatze, die gerade auf meinem Schoss sitzt und versucht an die Tastatur zu kommen, etwas antun wollte, dem waer ein blaues Auge sicher. Aber wieso ist es eigentlich noetig, hier unsere Haustiere aufzuzaehlen? Emotionen gegenueber Tieren kann ich selbstverstaendlich nachvollziehen. Die Argumentationsschiene der Petition dennoch nicht.

    Aber im Grunde sind wir uns ja eh einig , auch wenn ich persoenlich eben wegen der reisserischen Schosshund-Argumentation so eine Petition nicht unterschreiben wuerde. Das bewertet eben jeder anders.

    P.S.: Poison und Semiramis - volle Zustimmung!
    Ich schwelge immer so gerne in Erinnerungen. Und da fiel mir plötzlich spontan ein, welche Tiere ich seit Kindheit so beherbergt habe.
    Ist ja schon eine Menge, was ich eher nicht essen würde......

    Liegt an meinem Vater. Der ist ein absoluter Tierjeck, wie ich halt auch.

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    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Ich würde auch nie eine Kuh oder ein Schwein essen, das ich selber hochgezüchtet hätte, von Kalbs- bzw. Ferkeltagen an. Und Wild? Ein kleines Rehkitz?
    Da zieht jeder seine eigene Grenze. Man kann sich die abstrusesten Situationen konstruieren. Stellt euch vor, ihr seid auf einer Bergwanderung, ein Fels stürzt runter, euer bester Freund, mit dem ihr wandert, gerät mit dem Arm unter den Felsen und ihr wisst, du musst diesen Arm irgendwie von seinem Körper abtrennen, weil ihr die Frostnacht nicht überleben würdet in der Höhe. Was machst du? Fügst du ihm diese irren Schmerzen zu? Lässt du ihn alleine da sterben? Bleibst du bei ihm und stirbst auch?

    Ich stell das nur in den Raum, wir sollten das lieber gar nicht diskutieren.
    Nur, ich bin selber (leider) schon zwei mal in Lebensgefahr geraten und ich kann - zumindest aus meiner Erfahrung sagen - man reagiert ganz anders als man denkt - man wird ganz nüchtern, klar, das Adrenalin "fegt" alles weg, was nicht dem Überleben dient. Das sind extreme Momente und ich glaube nicht, dass man jemanden nach etwas beurteilen kann, was er in dem Moment tut. Man ist wie "ferngesteuert".

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    das Adrenalin "fegt" alles weg, was nicht dem Überleben dient. Das sind extreme Momente und ich glaube nicht, dass man jemanden nach etwas beurteilen kann, was er in dem Moment tut. Man ist wie "ferngesteuert".
    Yep. Das kann ich bestätigen.
    Wobei meine Erfahrung ist, dass man gerade in diesen realen Situationen häufig noch die berühmte dritte Lösung findet, auf die man nicht kommt, wenn man sich die gleiche Situation gedankenspielartig vorstellt und durchdenkt.

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    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Murmeltier, genau das glaube ich keinem Menschen.
    Wenn es um das eigene Überleben geht, würde dir dein Körper und dein Selbsterhaltungstrieb schon zeigen, wie du überlebst. Und du würdest sicher schweren Herzens auch deinen Hund verspeisen.
    Und wenn es nur aus dem Grund ist, zu leben und weiterhin anderen Tieren zu helfen. Du würdest kurz vor dem Verhungern gar nicht mehr wissen, was du da isst. Du würdest es einfach tun.
    Dalila, würdest du deine Kinder in so einem Fall essen? Nein, oder? Genau so wenig würde ich meine Hunde essen.

    Du musst das nicht verstehen oder nachvollziehen können und du kannst es völlig blöde finden, aber ich bin überzeugt, dass ich meinen Hund liebe, wie ich auch ein Kind lieben würde. Sicher ist es eine andere Art von Liebe, aber genau so intensiv (Kann ich nur vermuten, da ich keine Kinder habe - aber (momentan) auch nicht möchte).

    Würde jemand auf meinen Hund schießen, ich wurde mich in die Kugel werfen - ohne nachzudenken, aus Reflex...

    Bevor ich einen Hund hatte, hätte ich mir nie vorstellen können, dass man so sehr und so bedingungslos lieben kann (eine meiner Katzen kam da vorher mal annähernd ran, aber tatsächlich nur annähernd).

    Die Argumentation "wenn man wirklich kurz vor dem Tod ist, isst man alles" finde ich eben darum inkonsequent, weil da dann auch andere Menschen miteinschließen müsstest.
    Ich mache da keinen prinzipiellen Unterschied, das hatten wir doch schonmal...

    Fremde Hunde würde ich wohl essen, aber tatsächlich niemals meine eigenen... das wäre wie meine Kinder essen. Mein Hun dist 100%ig meine Familie.
    Geändert von murmeltier (01.09.2006 um 12:09 Uhr)
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Zitat Zitat von semiramis
    Natalie, nehme ich Dir nicht übel, vorstellen darf ich mir es auch nicht aber ich würde es tun.
    Glaube bitte nicht, dass ich meine Monster weniger liebe als Andere.Ich kann mich erinnern das mein Vater mit Tränen in den Augen an meinem Krankenbett saß(1946 Scharlach, Keuchhusten+Mangelernährung) ) und mir eine Brühe mit Fleischstückchen löffelweise eintrichterte. Er weinte nicht nur weil ich schwerkrank war, sondern weil er eine nach der andern, seiner geliebten, weißen Tauben selbst für mich geschlachtet hat. Das wußte ich damals natürlich nicht. Und mein Papa hat seine Tauben über alles geliebt!

    LG
    semi
    Oh Mann, das ist ja schrecklich

    Ich kann das nachvollziehen. Ich habe keine Kinder, aber wie ich schon sagte, rein emotional haben die Hunden diesen Status für mich (vermute ich). Dashalb habe ich ja gesagt, dass ich evtl. meine Kleintiere töten würde, um mich UND meine Hunde zu ernähren...

    Aber ich würde wirklich eher sterben als Shiwa zu töten. Ich könnte danach mein Leben lang nicht mehr froh werden - ich denke ich würde eher sterben als mit dieser Schuld leben zu können.

    Würde der Hund vor mir von selbst sterben, würde ich nicht so prizipientreu sein und eher sterben als ihn dann zu essen - aber ihn dafür töten? Niemals...

    Ob ich es für meine Kinder tun würde, kann ich schlecht sagen, weil ich keine habe... möglich, dass ich - soe wie ich jetzt die Kleintiere für die Hunde opfern würde, dies dann mit den Hunden täte. Aber ich weiß es nicht und kann es mir nicht vorstellen...
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  9. Inaktiver User

    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Murmeltier, es hat schon Menschen gegeben, die in den Bergen, bei Minus 50 Grad, Sturm und in völliger Einsamkeit zum Sterben verurteilt waren. Und die haben mit Abscheu und Gewissensbissen dann Muskelfleisch von einem Kameraden gegessen, der vor ihnen gestorben war. Aber sie haben dadurch überlebt. Ich denke, es ist eine moralische und ethische Auffassung, wozu ich bereit sein könnte. Ich könnte, um zu überleben, ein Tier umbringen. Egal, welches. Und so wie du deinen Hund über alles liebst, ist es meine Meinung, dass es eine abgöttische Liebe (nicht! blöde) ist. Die mit nichts, aber auch mit gar nichts, mit der Liebe zu einem Menschen vergleichbar ist. Vielleicht merkst du eines Tages den Unterschied, wenn du ein Kind hast. Wie du dann liebst.

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    AW: Ich bitte euch sehr, lest und unterschreibt. Bitte!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Murmeltier, es hat schon Menschen gegeben, die in den Bergen, bei Minus 50 Grad, Sturm und in völliger Einsamkeit zum Sterben verurteilt waren. Und die haben mit Abscheu und Gewissensbissen dann Muskelfleisch von einem Kameraden gegessen, der vor ihnen gestorben war. Aber sie haben dadurch überlebt. Ich denke, es ist eine moralische und ethische Auffassung, wozu ich bereit sein könnte. Ich könnte, um zu überleben, ein Tier umbringen. Egal, welches. Und so wie du deinen Hund über alles liebst, ist es meine Meinung, dass es eine abgöttische Liebe (nicht! blöde) ist. Die mit nichts, aber auch mit gar nichts, mit der Liebe zu einem Menschen vergleichbar ist. Vielleicht merkst du eines Tages den Unterschied, wenn du ein Kind hast. Wie du dann liebst.
    Aber ich liebe ja viele Menschen. Ich liebe meinen Verlobten, ich liebe meine Eltern und meinen Bruder liebe ich wirklich sehr.

    Ich habe gerade darüber nachgedacht, ob ich meinen Hund töten könnte, um meinen Bruder oder meinen Verlobten zu retten... Ich hab den Gedanken abgebrochen, weil ich zu keinem Ergebnis komme...

    Ich glaube nicht, dass ich es könnte. EIN Tier ja. Eins MEINER Kleintiere, ja. MEINE Hunde? Nein... Aber evtl. würde ich weggehen und zulassen, dass der jenige, um dessen Leben es geht, es selbst tut. Ich weiß es nicht...

    Was du sagst: Menschenfleisch von vorher verstorbenen Essen. DAS würde ich AUF JEDEN FALL tun. Warum auch nicht - sie sind tot... Es schadet ihnen nicht mehr... Wäre mein Hund schon tot, würde ich ihn auch essen (in so einer Situation).
    Das ist doch etwas anderes, als töten müssen... Also definitiv würde ich eher Fleisch von bereits totem Menschen essen, als meinen Hudn töten - das steht für mich völlig außer Frage...

    Ich habe im Übrigen mal eine Weile ein Baby in Pflege gehabt, was mir unwahrscheinlich schnell und intensiv ans Herz gewachsen ist. Das Gefühl war nicht wirklich viel anders als bei meinen Hunden...

    Ich glaube nicht, dass man das nicht vergleichen kann (Liebe zu Hund und Liebe zu Kind).
    Der Unterschied ist, dass die Liebe zum Kind sich mit dem älter werden verändert. Da kommen dann einfach mehr Aspekte hinzu (in die Selbstständigkeit entlassen Stück für Stück, sie Fehler machen lassen, damit sie lernen, eine Gegenseitigkeit spüren), die es bei einem Hund dann nicht mehr gibt.
    Die Liebe zu einem Kind ist flexibler und umfasst einfach mit dem älter werden Aspekte, die es beim Hund nicht geben kann und auch nicht geben darf (z.B. diese ganze Demokratie- und Diskussionsschiene) - das ist schon klar.

    Aber geht man von der Liebe zu einem BABY oder einen sehr sehr kleinen Kind aus (was eben auch noch nicht wirklich Liebe erwidern kann und für das man auch noch vollumfänglich entscheiden muss und ihm klare Struktur und Regeln geben muss usw) dann sehe ich da keinen Unterschied. Wo sollte denn einer sein, rein logisch?

    Klar könntest du sagen, das Kind ist das eigene Fleisch und Blut - was ist dann mit Adoptivkindern?

    Oder du könntest sagen, weil die Kleinen so völlig hilflos und auf einena ngewiesen sind - das sind zumindest Welpen auch.

    Nein, ich sehe da keinen Unterschied. Ich finde die Grenze künstlich.

    Immer wieder wird gesagt, man liebt Kinder aber mehr als Hunde. Ich weiß ja nicht... Das kann natürlich sein, MUSS aber nicht. Wenn ich sehe, wie viele Eltern ihre Kinder misshandeln, missbrauchen, vernachlässigen, abschieben oder gar töten ist doch klar, dass da eben KEINE naturgegebene große Liebe gibt. Also ist es wieder individuell und kann bei einem so und beim anderen so sein... Ich habe mal mit einer alten Dame gesprochen, die ich beim Gassi gehen mit ihren Dackeln traf. Sie sagte mir, wenn sie nochmal die Wahl hätte, würde sie ihre 3 Kinder nicht bekommen und gleich mit Hunden einsteigen... Klar schluckt man da, aber sowas zeigt mir einfach, dass es eben kein Naturgesetz ist, dass man Kinder anders oder mehr als Hunde lieben muss...

    Um das mal klar zu stellen - wenn ich ein Kind hätte, würde ich es denke ich schon noch mehr als meine Hunde lieben. Auch wenn ich mir das jetzt nicht vorstellen kann. Aber ich bin mri dennoch sicher, das ich meine Hudne mehr liebe, als viele andere Menschen ihre Kinder.

    Und ich weiß nicht, warum man so eine Liebe zu kleinen Kindern als "normal" und "gut" bezeichnet und zu Hunden als "abgöttisch" - ich sehe da keinen logischen Unterschied...
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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