Ich habe mit dem Jungracker auch eine Welpen/Junghundegruppe besucht, die einem Verein angegliedert ist, in dem vorwiegend Schäferhunde und ihre Menschen Mitglieder sind. Die Welpengruppe fand nämlich im freien Gelände (Waldgebiet) statt, so dass jede Menge typischer Begegnungen mit Joggern, Radlern, Spaziergängern und auch erwachsenen Hunden und ihren Menschen konstant geübt werden konnten. Der Trainer war sehr zackig und schon deutlich Schutzhundesport geprägt, aber er hat seine Sache gut gemacht. Wir haben aber dort aufgehört, als es auf den Platz ging, weil das für uns nicht mehr von Nutzen ist.
Auch Vereine leisten also wirklich gute Arbeit - man muss halt nur ebenso sorgfältig auswählen wie bei HuSchu.
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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17.08.2013, 11:49Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
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17.08.2013, 11:49
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Danke schön

Die HP dieser Schule, liest sich wie du beschreibst c_f.
Ich setze mal nen Link, ohne zu verlinken
w w w.hundeschule-reutlingen.de/5/Startseite.html
Mal schauen wie es live aussieht.
Über animal learn und cum cane habe ich halt mal gelesen was sich so im Netz rumtreibt. In einem Forum wurden die in Bezug gesetzt, vielleicht habe ich auch nicht richtig gelesen.
Die DVD von Blaschke-Berthold habe ich und die erste auch schon geschafft
Stur mit Methoden habe ich´s nicht so, muss halt für mich und Hundi passen.Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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17.08.2013, 11:52
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich gestehe, ich schaue auch ein bisschen nach Entfernung. Bei beiden müsste ich nur über den Neckar, zum einen in die eine, zum anderen in die andere Richtung.
Sind beide nichts, geht´s halt ein Stück weiter
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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18.08.2013, 18:17
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Du musst es andersherum sehen: Beißen tut dieser Hund von ganz alleine. So lernt er, dass es dafür gewisse Regeln gibt. Er lernt sich zurückzunehmen und gewisse Situationen einzuschätzen und harmlos zu finden. Seine Reizschwelle hat sich deutlich in den gelasseneren Bereich verschoben, in gewissen Situationen ist er dank Ausbildung nennen wir es mal gehemmt und zeigt ein ungefährliches Alternativverhalten. Dazu kommt durch das Training ein sehr guter Gehorsam, der eben auch in Momenten der absoluten Hochspannung da ist. In seinem Fall ist es einfach so, dass etwas, das er von Geburt an tut, in geregelte Bahnen gelenkt ist. Ich finde es beispielsweise sehr beruhigend zu wissen, dass
- der Hund kein Futter vom Boden oder von Fremden annimmt.
- er sich auch mitten aus einem Angriff auf große Entfernungen abrufen lässt.
- er nicht beißt und nur bewacht, wenn der Mensch stehen bleibt.
- das Training nur zu geringen Anteilen auf einem Hundeplatz stattfindet und Hund somit im Alltag trainiert wird.
Dazu kommt, dass die Ausbildung noch viel mehr Inhalte hat. Die sind nicht so beeindruckend wie die Beißarbeit, daher findet sich z.B. auf Youtube sehr wenig darüber, aber sie bieten eine ideale Beschäftigung, die den Anlagen des Hundes entspricht. Und sie machen einfach Spaß, dem Hund und mir. Das betrifft dann Sucharbeit, Wasserarbeit und viele Übungen, die den Hund ordentlich nachdenken lassen. Und gerade diese Übungen machen ihn dann auch wieder sicher im Alltag.
Zu "extrem" ist er, weil er schlechte Nerven hat und zu personenbezogen ist. Damit ist er schlecht auf einen neuen Menschen einzustellen. Klar ließe er sich abgeben und er würde sich einem neuen Menschen auch komplett anschließen. Aber eben nicht innerhalb von vier Wochen zur Einsatzfähigkeit in allen Lebenslagen. Dazu kommt, dass die Hunde hier mit "normalen Kollegen" zusammenarbeiten. Also z.B. Hundeführer und ein zweiter Beamter mit Schutzschild ganz eng. Oder der Hund ist allein mit dem "Täter", andere Beamte sichern den Menschen, erst danach kommt der Hundeführer wieder ins Spiel. So etwas meistert das Tönnchen nur in Übungssituationen. Da sind alle ziemlich gelassen, im realen Einsatz würde der Stress für ihn aber zu groß, da wäre er nicht mehr zuverlässig.
Er ist eben nicht ideal, aber das Ideal erreicht man auch nur selten. Immerhin weiß man jetzt, dass beide Eltern zwar mit anderen Partnern gut vererben, aber dass diese beiden Linien sich nicht "vertragen". Das hilft den Züchtern weiter und das Tönnchen lebt sein Leben und darf in Ruhe alt werden und das ausleben, was seine Anlagen mitbringen.
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19.08.2013, 08:28
AW: Immer neue Hunde-Fragen
@zoetje
ich wollte dir mal für deine Beiträge danken.
Du schreibst so schlüssig und Du kannst alles so gut begründen - und ich kann viel davon für meinen Hund nehmen, bzw. verstehe einiges besser. Puma ist in keinster Weise ein Gebrauchshund, wir sind froh, dass aus einem Schisser ein vorsichtiger, freundlicher, neugieriger Hund geworden ist.
In der Nachbarschaft lebt ein belgischer Schäferhund, der als Schutzhund ausgebildet ist, aber ungeeignet für den "Beruf" ist. Sein neues Herrchen hat drei Jahre gebraucht, bis er nicht mehr abhaute und eine Beziehung zu ihm aufgebaut hat. Jedes Mal, wenn er uns bemerkte, ist er freudig auf uns zu, egal wie weit weg das war. Der Hund hatte einen Narren an mir gefressen, weiss der Geier warum. Vielleicht, weil ich ihn ignorierte.Geändert von Quidam (19.08.2013 um 08:32 Uhr)
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I'm waiting for the other shoe to drop.
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19.08.2013, 17:02
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Hat zufällig jemand von euch Adressanhänger mit QR-Code in Benutzung? Bevorzugt bei Hunden, die alle Marken und Halsbandanhänger in kürzester Zeit verkratzt und verbogen aussehen lassen?
Sind die robust und ist der Code lange lesbar?
Ich habe hier jetzt nämlich welche für nur 12 Euro entdeckt, das würde ich glatt investieren, wenn es denn hält.
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01.09.2013, 12:29
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Tag zusammen,
wir haben wieder mal die Silvesterproblematik mit Karlchen, weil gestern abend in unserer Abwesenheit irgendwo in der Nachbarschaft unerlaubterweise Böller hochgejagt worden sind
. Karlchen war allein zuhause und wurde von Herrn Spatz, der als erster nach Hause kam, im Kinderzimmer in der finstersten Ecke aufgefunden, wo er zitternd und hechelnd herumlag
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Beim ersten Gassi heute morgen ist er sowas von ängstlich herumgeschlichen, hat sich immer wieder irgendwo hingesetzt, panisch um sich geguckt und die Rute fest eingekniffen genau wie an Silvester bzw. dem Tag danach. Auf "Sitz/Platz/Bleib" zur Ablenkung hat er prima reagiert, aber die Leckerchen hat er nicht genommen.
Sein großes Geschäft hat er sich verkniffen, vermutlich fand er es nicht sicher genug, obwohl es totenstill war.
Im Moment ist Herr Spatz mit ihm draußen und ich erwarte seinen Bericht.
Das arme Karlchen tut mir richtig leid, er hat scheinbar ganz schlechte Erinnerungen mit der Knallerei verknüpft
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Geändert von spatz (01.09.2013 um 12:33 Uhr)
... and nothing else matters
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01.09.2013, 13:01
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Oh je!
Das Problem habe ich hier mit meiner Süßen auch. Jeder Vollhonk glaubt, an seinem Geburtstag morgens um 3 böllern zu müssen.
Mehrstündiges Hecheln, Zittern, Futterverweigerung etc. jedes Mal. Stress mindestens noch am nächsten Tag, manchmal auch länger. Wie bei Gewittern.
Ich versuche, meine Kleine zu ignorieren und business as usual zu betreiben. Zugegeben: es gelingt mir nicht immer, weil sie so ein Häuflein Elend ist.
Im Moment arbeiten wir auch noch an einer anderen Baustelle. Vor ein paar Wochen hat sie aus einiger Entfernung den Sturz eines rasenden Radlers miterlebt (Split auf dem Weg, enge uneinsehbare Kurve, Rennrad und unglaubliche Geschwindigkeit). Sie riss mir die Leine aus der Hand und rannte zum - zum Glück nahen - Auto.
Sie hat sich damals relativ schnell wieder eingekriegt, aber letzte Woche sah und hörte sie zwei Männer uaf dem ca. 100 Meter entfernten Weg hinter ihrem Lieblingsspiel- und Badeplatz scharf auf dem Split bremsen. Sie will nun nicht mehr dort spazieren gehen und auch wenn ihre Kumpels da sind bewegt sie sich nicht von meinem Bein weg und sitzt auf ihrem Schwanz, ohren ganz weggeklappt. Die anderen können sich vor ihr im Gras kugeln oder sie auffordern. Nix. Sie mag nicht mal mehr mäuseln. Plus alle möglichen sichtbaren Stressanzeichen.
Wenn ich sie an die Leine nehme lebt sie ein bisschen auf, aber das Schönste ist für sie die Ansage: "Heimgehen!"Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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01.09.2013, 13:36
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich frag mich manchmal, wie rücksichtslos man eigentlich sein kann. Dieselben Nachbarn haben bis um halb eins in der Nacht Openair-Karaoke gesungen, so furchtbar


. Die Kinder haben wahrscheinlich völlig unbeachtet böllern können, reime ich mir zusammen. Und wenn die Eltern schon so doof sind, warum sollen die Kinder es besser können? 
.
Da muss man sich nicht wundern.
Klar, wenn jemand mit dem Rad stürzt, macht er es ja nicht mit Absicht
. Aber der Schaden ist jetzt trotzdem angerichtet. Gibts eigentlich Hundepsychologen? Oder Therapien für so extreme Angsthasen/Angstsituationen?
Nach dieser neuerlichen Knaller-Erfahrung steht für mich fest, dass ich an Silvester um spätestens 22.00 Uhr meinen Hund ins Auto lade und irgendwo mit ihm hinfahre, wo weit und breit hoffentlich niemand böllert. Diesen Stress brauche ich nicht wieder und Karlchen erst gar nicht. Ich kann ihn schließlich nicht k.o.-spritzen oder ihm eine Gehirnwäsche verpassen, so dass er dann Böllern auf einmal toll findet
.
Das Gassi mit Herrn Spatz auf einem ganz anderen Weg ging zum Glück lt. Aussage von Herrn Spatz problemlos. Er hat sich sogar getraut, Karlchen abzuleinen. Das habe ich heute früh nicht gewagt, weil er unter Garantie nach Hause gerannt wäre, so schnell es gegangen wäre.
Ich drück die Daumen für Deine Süße, dass es ihr bald wieder mehr Spaß macht, draußen herumzustromern
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... and nothing else matters
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01.09.2013, 14:12
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Hi Spatz,
es gibt zumindest in Großstädten wie meiner Verhaltenstherapeuten. Bei sehr schwerwiegenden Angststörungen reicht Training und konditionierung jedoch nicht immer bzw. das Training ist aufgrund der biochemischen veränderungen im Hirn (Transmittergleichgewicht verschoben etc., anhaltend erhöhte Stresshormon-Levels) nicht effektiv. Und jeder kleine Stress pflanzt sich obendrauf. Meine Süße ist zuhause eigentlich weitestgehend im Tiefschlaf. "Draußen" und auch bei mir im Büro ist sie immer in Habachtstellung, nie entspannt. Die Stressabbau-Geschichten wie Kauspiele oder Futterkong oder so funktionieren auch nur zuhause. Zum Spielen ist sie nur begrenzt motivierbar.
Man kann sich das vorstellen wie beim Menschen mit posttraumatischer Anpassungsstörung. Oder bei Kindern, die traumatisiert sind. Auch kognitiv haben sie Schwierigkeiten. Es heßt ja, dass sich unter solchen frühen Erlebnissen auch Synapsen anders schalten.
Ich erwäge jetzt tatsächlich, unterstützend zum Coaching ein modernes Antidepressivum einzusetzen, das den Hirnstoffwechsel normalisiert. Ich muss nur erst mal jemanden mit Erfahrung finden, denn die meisten Tierärzte haben da keine Ahnung - ebenso wie Hausärzte.
Sylvester: ko-Spritzen und die üblichen Beruhigungsmittel sind absolut kontraproduktiv, weil sie ein Ohnmachtsgefühl hinterlassen. Der Hund kriegt die Situation mit, ist aber handlungsunfähig.
Es gibt aber Angstlöser, die man zwar nur kurz geben darf, die aber wohl den Hund recht forsch machen sollen. Das werde ich wieder bereit halten, letztes Jahr ging es aber im Panic Room ohne.
Rescue etc. hilft bei meiner Süßen jedenfalls Null!
In einer Fortbildung habe ich gehört, dass es unter diesen beiden Wirkstoffen aber auch zu "Entgleisungen" kommen kann in dem Sinne, dass der ängstliche Hund plötzlich "auf dem Tisch tanzt" und rüpelt.
Man muss sie auch schnell wieder ausschleichen, da sie ein ordntliches Abhängigkeitspotential haben.
Ich denke, wir werden uns bis Sylvester noch hie und da austauschen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin


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