Das ist doch Geschmackssache, ich mag einfach keine Schlepp. Aber das entscheidet doch jeder frei.
Mit fällt es einfach leichter, meine "40kg-Köter" mit der Flexi abzubremsen und sicher zu halten, wenn ich mal wieder gedankenverloren durch den Wald stapfe. Andere sehen das sicher ganz anders.
Im Training dagegen nutze ich auch Leinen mit 5 oder 10 Metern Länge, das fällt mir leicht.
Da bei uns hier in NL die Trainingsplätze für meinen Sport nicht abzäunt sind, muss ich einfach frühzeitig üben, dass Hund nicht von der Fahne geht. Der Vorteil ist, dass man auch in hohen Reizlagen trainiert. Das klappt zwar dann nicht einfach so draußen, aber es lässt sich leichter umarbeiten. Allein weil man als Mensch weiß, in welchen Momenten man seinen Hund noch beeinflussen kann.
Bei Bedarf miete ich mir hier die Auslauffläche einer Hundetagesstätte oder fahre zu einem umzäunten Auslauf. Aber das hat man ja leider nicht überall. In Deutschland habe ich auch schon eingezäunte Firmengelände genutzt, fragen kostet schließlich nichts.
LG
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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05.08.2013, 18:32
AW: Immer neue Hunde-Fragen
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05.08.2013, 18:34
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Das ist ja ne tolle Idee. Danke. Werde mich mal umhören.Bei Bedarf miete ich mir hier die Auslauffläche einer Hundetagesstätte oder fahre zu einem umzäunten Auslauf. Aber das hat man ja leider nicht überall. In Deutschland habe ich auch schon eingezäunte Firmengelände genutzt, fragen kostet schließlich nichts.Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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05.08.2013, 18:53Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Eine Schleppleine ist ein Arbeitsgerät, keine Leine im originären Sinne. Deshalb ist sie auch nicht zum "sicheren Halten" gedacht.
Ihr Mehrwert besteht darin, dass das Trainingsziel bei richtiger Anwendung darin besteht, sie überflüssig zu machen. Darüber hinaus hat sie einen entscheidenden Vorteil - man muss sie überhaupt nicht in der Hand halten, und soll das auch gar nicht. Deshalb heisst sie Schleppleine. Sie dient nicht zum Festhalten des Hundes, sondern dazu, Freiheit in einem dennoch gesicherten Rahmen zu simulieren.
Das hat den großen Vorteil, dass es dem Hund ermöglicht, mitzuarbeiten und selbst richtige im Sinne von erwünschten Entscheidungen zu treffen, ohne direkte Einwirkung des Menschen. Die Schlepp ermöglicht auch in ungesichertem Gelände so Freiheiten und einen Vertrauensvorschuß. Ich empfinde sie als sehr gutes Mittel, um die Kooperation zwischen Mensch und Hund zu festigen.
In Verbindung mit Clickertraining bekommt man so ein wunderbares Arbeitsfeld insbesondere für Kontexte, die lebensnah sind, gerade weil sie nicht an Plätze gebunden sind. Das kann kein Platz der Welt bieten, denn Lernen muss beim Hund in unterschiedlichen Kontexten gefestigt werden, Hunde übertragen nicht einfach automatisch.
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05.08.2013, 19:25
AW: Immer neue Hunde-Fragen
c_f: Du hattest mir ja ganz am Anfang die Sache mit der Schlepp ausführlich erklärt und wir waren nach einiger Zeit soweit, Karlchen ganz loszumachen, ohne dass er die Distanz von 10 m dann überschritten hat
.
Abgehauen ist er natürlich zwischendurch trotzdem mal, da ist der Straßenhund mit seiner Eigenständigkeit wohl durchgekommen
. Weit weg war er aber zum Glück nie. Inzwischen ist er dank des ausdauernden Trainings gut abrufbar und hat riesige Fortschritte gemacht *freu*.
Soziale Kompetenzen haben wir auf dem Hundeplatz im Freilaufgelände erworben und gefestigt, so dass er dort jetzt prima im Rudel mit Schäferhunden, Berner Sennenhund, Labrador, Border Collie, Zwergspitz (
), Dalmatinern und Mischlingen mitläuft, ohne zu pöbeln. Beim Training auf dem großen Platz mit oft mehr als 7 Hunden wartet er geduldig, bis er dran ist und läuft dann freudig los, um seine Aufträge zu erledigen.
Hat sich also gelohnt und würde ich als immer noch relativer Hundeanfänger jedem nur raten
.
... and nothing else matters
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05.08.2013, 19:29
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Hachiko liebt andere Hunde und Katzen. Aber die Katzen mögen ihn nicht und wollen auch nicht mit ihm spielen.
Hachiko hat halt immer mal Probelme mit Männern. Das die ihn mißhandelt haben, wird er wohl nie vergessen. Am liebsten würde ich nach Rumänien fahren und die auch mißhandeln.Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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05.08.2013, 19:34
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Das Arbeiten mit einer Schlepp ist mir durchaus klar.
Nur hält man die Schlepp eben doch besser in der Hand, wenn der eigene Hund nicht ungefährlich ist. Zumindest am Anfang des Trainings. Mir liegt es trotzdem nicht und ich empfinde es für meine weitere Arbeit mit dem Hund als Störfaktor.
Ich bin darauf angewiesen, dass sich meine Hunde ohne Probleme bis zu 150m von mir lösen und auch ohne Sichtkontakt sicher arbeiten. Und das eben überall, nicht nur auf dem Platz. Daher möchte ich logischerweise keinen Schwellenwert einbauen, bei dem Hund automatisch stoppt und sich rückversichert. Gleichzeitig benötige ich aber auch den Gehorsam auf große Entfernungen.
Orts- und situationsbzogenes Lernen findet schließlich immer statt. Man kann das also durchaus nutzen und später ausbauen. Mein Ton durfte am Wochenende zum ersten Mal zivil beißen. Er kennt zwar die Arbeit in Gebäuden und so ziemlich überall draußen, aber der Biergarten war neu. Dazu ein völlig fremder Helfer und kein Vollschutz, das kannte er auch gar nicht. Trotzdem hat er im ersten Anlauf nur sehr kurz gezögert und dann sein gewohntes Programm abgespult.
Je nach Anspruch baut man eben völlig unterschiedlich auf. Die Hauptsache ist doch, dass der Hund am Ende zuverlässig steuerbar ist und der Weg dahin für den Hund verständlich und angenehm aufgebaut wurde. Die Schleppleine kann super sein, ich mag sie einfach nicht.
LG
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05.08.2013, 20:07
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Da muss man aber ziemlich mit der Muffe gepufft sein, eine Schleppleine als geeignetes Instrument an befahrenen Straßen zu sehen.
Das macht man einfach richtig und nutzt die Schleppleine dort, wo sie angebracht ist.
Ich lasse meinen Hund grundsätzlich nicht unangeleint, wenn ich Personen passiere. Dann gibt es keine Diskussion und ich mute keinem Jogger oder Radfahrer, der nämlich eventuell auch schon unangenehme Begegnungen hatte, diese Unsicherheit zu.
Einen Hund, der Probleme mit Männern hatte, hatte ich auch. Der durfte erst nach Absprache und Erklärung zu ihnen, mit vorsichtiger Annäherung. Niemals hätte ich meinen Hund dem Stress ausgesetzt, sich plötzlich Männern gegenüberzusehen.Geändert von Fourthhandaccount (05.08.2013 um 20:13 Uhr)
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05.08.2013, 20:40
AW: Immer neue Hunde-Fragen
4 Hand, ich habe eine 2 m Lederleine für die Stadt und auf normalen Wegen, eine Schleppleine für den Wald und Park zum üben. Ich lasse meinen Hund nur im Waldgebiet laufen, wo es erlaubt ist. Ich glaube, wir reden grade aneinandervorbei.
Das Männer rum laufen, kann ich ja nun mal nicht verhindern, auch wenn ich es gerne machen würde. Aber wir haben nun mal mehr männliche Jogger und Radfahrer als weibliche.Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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05.08.2013, 21:00
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich meine ja, die, deren Hunde überfahren worden sind. Deiner lebt ja noch (hoffentlich ;- )). Du hast allerdings die Vorfälle als Grund genannt, warum Du keine Schleppleinen magst.
Umso mehr sollte der Hund bei Joggern an die Leine. Man kann den Hund trotzdem langsam sozialisieren, Deiner ist ja noch jung. Meiner hatte vorher einige Jahre schlechte Erfahrungen und das hat auch noch geklappt. Dennoch musste ich bis zum Ende seines Lebens bei fremden Männern vorsichtig sein.
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05.08.2013, 21:04
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Warum?
Der Hund lebt im Jetzt. Ihm zu vermitteln, dass Männer ihn nichts angehen und sie ihn niemals belästigen werden, wenn du da bist, ist doch gut zu vermitteln. Dann sind die Männer dem Hund völlig egal, auch wenn sie Horden auftreten.
Gerade als Besitzer tut man sich selbst einen Gefallen, wenn man die Vergangenheit eines Hundes ruhen lässt. Denn immer wenn wir als Menschen wegen einer schlimmen Geschichte früher Verständnis und Mitgefühl im Kopf haben, strahlen wir nicht das aus, was dem Hund Sicherheit gibt. Unsere Haltung vermittelt ihm dann, dass er mit seiner Erwartung im Recht ist. Und wie soll er uns vertrauen, wenn unsere Körperchemie ihm etwas ganz anderes erzählt?
LG


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