Das Übliche - inzwischen ist alles eigentlich ganz anders
Oder doch nicht?
DENKPAUSE
50 Minuten sind 50 Minuten. Eindrücke, Interaktion, Wegstrecke. Es ist Hupe, ob Du dabei einen, drei oder sechs Kilometer läufst.Ihren Auslauf benötigt sie dennoch und bekommt sie auch.
In den beschriebenen 50 min sind ganz viele Spielpausen eingeplant und toben mit anderen Hunden. Ich kaufe doch keine 50 min am Stück mit ihr....alles in allem dauerts so lange. Manchmal schaffen wir gerade mal nen Kilometer weil das spielen viel interessanter ist. Je nachdem ob ein geeigneter spielpartner gefunden wurde.
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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04.08.2013, 09:34Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
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04.08.2013, 13:38
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich verstehe ja, dass es total aufregend und toll ist, einen Welpen/jungen Hund zu haben.
Aber diese Überaktivität rächt sich in der Zukunft. Das geht bei großen Hunden mit möglichen Skelettproblemen los und schadet der Wesensentwicklung.
Ein junger Hund sammelt so viele neue Eindrücke. Und er braucht Zeit, die zu verarbeiten. Reihen die sich einfach aneinander, entsteht Verunsicherung und Überforderung.
Zusätzlich entsteht ein Aktivitätsjunkie. Aus viel tun und viel laufen wird ein immer mehr müssen, damit Hund nicht nervös rumrennt und nervt.
Weniger ist in diesem Alter einfach mehr. Das heißt ja nicht, dass man kaum etwas machen soll. Aber eben fein dosiert und mit Bedacht ausgewählt. Damit Hund das bekommt, was genau dieser Hund braucht.
LG
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04.08.2013, 16:53
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich las kürzlich in der Sonntagsausgabe der FAZ einen kurzen launigen Artikel mit der Überschrift (sinngemäß): "Warum wir auf den Hundeplatz gehen!"
Wegen uns, nicht wegen der Bedürfnisse unserer Hunde, meinte der Autor und führte aus, dass die Hauptinteressen von Hunden sich von "Fressen und Schlafen" bis "mit Artgenossen spielen" erstreckten und bei "Fortpflanzung" endeten. Von "ich geh mit Frauchen/Herrchen auf den Hundeplatz" stand da nix
.
... and nothing else matters
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04.08.2013, 17:05Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Das war bestimmt dieser Artikel hier...
Gespräch mit einem Hundepsychologen:
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04.08.2013, 18:24
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Erzähl das mal meinen Malinois...

Die finden alle fremden Hunde als echte Belästigung und spielen höchsten "Ich verpasse dir ein schicke Löcher".
Die anderen eigenen Hunde sind einfach da, gespielt wird kaum mal miteinander.
Fressen ist Mittel zum Überleben und spielt keine große Rolle.
Schlafen wird generell überbewertet.
Aber Zusammenarbeiten, alles mögliche verteidigen und beißen und festhalten sind super Dinge, die Hund nach deren Meinung rund um die Uhr erledigen könnte.
Ok, genau dafür sind meine Hunde auch gezüchtet worden, sie sollen schließlich als Diensthund bei der Polizei arbeiten. Sie kommen zwar gut ohne Hundeplatz aus, aber sinnvolle Arbeit, die die angezüchteten Anlagen befriedigt, benötigen sie schon. Der Hundeplatz ist da die praktische Lösung für alle Beteiligten. Dann sind sie auch nach sehr kurzen Einheiten zufrieden und gelassen. Nach 20 km am Rad fragen die nur, was wir denn jetzt machen wollen.
Und eben Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe lernen... Also ooooohhhhhmmmmm
Für unseren "Quotenmix" stimmt dagegen die genannte Beschreibung genau. Der möchte Fressen, Schlafen, ab und zu mal ein wenig mit anderen Hunden umgehen und sich vielleicht mal vermehren. Jegliche dauerhafte Zusammenarbeit und überhaupt Arbeiten lehnt das Tierchen strikt ab. Der perfekte Familienhund, der einfach so mitläuft und keine hohen Ansprüche stellt. Wenn jetzt noch der Jagdtrieb etwas weniger ausgeprägt wäre, dann wäre es das ideal für alle, die keinen Spezialisten als Hund brauchen und wollen, aber gerne regelmäßig spazieren gehen.
LG
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04.08.2013, 19:33
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Du hast also einen spielunwilligen, aber arbeitsamen Malinois und einen gemütlichen eher spielfreudigen Mixhund.
Wie leben die miteinander?
Was für Arbeit machst Du mit Deinem Mali?Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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04.08.2013, 19:43Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
An dem Artikel ist einiges sehr wahr. Ich lebe schon mein ganzes Leben mit Hunden. Seit ich erwachsen bin und selbst welche habe, lerne ich über sie und mit ihnen.
Das, was Hunde meiner Beobachtung nach brauchen, deckt sich durchaus mit dem, was der Artikel andeutet. In erster Linie nämlich verlässliche Strukturen, die ihre Bedürfnisse befriedigen. Welche Bedürfnisse das sind, hängt stark von der Rasse ab, respektive dem Mix verschiedener Rassen. Das ist beim Mali sicher anders gelagert als beim Aussie, und beim Kangal ´ne andere Nummer als beim Barsoi oder RR. Deshalb ist es wichtig, dass man sich als Mensch mit dem Wesen der unterschiedlichen Rassen befasst, BEVOR man sich einen Hund ins Leben holt, und sich fragt, welcher Hund im Großen und Ganzen passt. Ich habe mich bewusst für die RR entschieden, wir passen gut zueinander. Und deshalb klappt das auch im Alltag ganz prima, ohne dass sich einer gross verrenken müsste. Deshalb geht es da auch nicht ums Funktionieren, sondern ist eigentlich eher wie eine Unterhaltung, nur eben ohne Worte. Von aussen sieht das vermutlich sehr leicht aus. Und das ist es für mich eigentlich auch. Aber beim "falschen" Menschen, in der "falschen" Umgebung, mit dem "falschen" Rhythmus geht das eben in die Büx. Und da das beim RR ziemlich viel Hund ist, der in die Büx gehen kann, sind die Resultate dann oft dramatisch.
Mit einem Mali könnte ich nicht glücklich werden, und er nicht mit mir. Ich könnte ihn vermutlich führen und ausbilden, aber er würde mir auf die Nerven gehen. Und ich ihm. So einfach ist das. Ich bin eine RR und eine Rüden - Mutti. Da besteht für Hund und Mensch wenig Gefahr, depressiv zu werden. Was bin ich doch für ein glücklicher Mensch, dass ich mit diesen tollen Hundejungs
leben darf!
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04.08.2013, 19:49
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Wespe, hast Du jetzt 2 RR?
Auf dem einem Foto Deines Albums trägt BamBam so ein blaues Hundegeschrirr. Das ist massgeschneidert. Wo hast Du das machen lassen? evtl. gerne Link per PN.Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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04.08.2013, 20:09Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
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04.08.2013, 20:45
AW: Immer neue Hunde-Fragen
@Lukulla
Ich lebe wohl eher sehr ungewöhnlich und doch wieder ganz normal.
Der "Quotenmix" gehört meinem Mann, die beiden sind sehr glücklich miteinander. Denn mein Gatte würde einen Mali erwürgen, wenn er mehr mit ihm machen müsste als zusammenleben. Ich dagegen würde mit "Mister Murphy" als Einzelhund für mich extrem unglücklich. So kommen wir dagegen sehr gut miteinander aus. Aber ich füttere nur und nehme den Hund morgens mit zum Gassi. Ansonsten muss ich nur streicheln und den Alltag regeln. Und das geht sehr simpel bei diesem sehr netten Hundchen.
Dann lebt hier noch "Ton". Er ist ein schwarzer Mali aus holländischen Arbeitslinien. Der gehört zu mir wie mein Schatten. Er hat die komplette niederländische Polizeihundeausbildung und mittlerweile alle Prüfungsstufen abgelegt. Abgesehen davon dass er nicht zum Verkauf steht, wäre er als Diensthund auch nur sehr bedingt geeignet. Sein Nervenkostüm ist nicht gerade ideal. Andere Hunde und Menschen interessieren ihn nicht. Spielen mag er, aber nur mit seinen Menschen. Darf frei entscheiden, toleriert der keine Annäherung fremder Hunde oder Menschen auf mehr als einen Meter. Allerdings darf er natürlich nicht frei entscheiden. Die Hunde von uns nimmt er hin, aber sie interessieren ihn nicht weiter, es könnten auch Vasen sein. Bis vor einem Jahr hatten wir auch noch unseren Mali-Rentner, aber mit 14 Jahren ist er über die Regenbogenbrücke gegangen.
Die Beiden leben im Haus, ihr Leben verläuft wie bei zig anderen Hundehaltern auch. Sie schlafen auf dem Sofa und sind einfach Teil der Familie.
Dann haben wir (also eher ich) aktuell noch drei Malis, die später verkauft werden, wenn denn alles so läuft wie geplant. Sie leben nachts im Zwinger, am Tag sind sie in Haus und Garten unterwegs. Von mir aus könnten sie auch ganz drinnen leben, aber sie sollen den Zwinger zumindest kennen. Boy macht im Herbst seine Prüfung und wird danach wohl bei der Polizei landen. Das Interesse der Aufkäufer besteht bereits, aber natürlich muss alles passen. Das sehen wir, wenn es soweit ist. Die beiden anderen sind Halbstarke, mal sehen, wie sie sich machen. Wenn es Probleme geben sollte, ziehen sie ins Haus und bleiben als Haushunde, außer es findet sich ein sehr, sehr guter Platz. Schließlich sind es Lebewesen und keine Gegenstände. Irgendwie verschachert wird hier kein Hund.
Mein Geld verdiene ich anders. Ich mag einfach diese Art von Hundesport, wie sie hier betrieben wird. Nachwuchs wird erst angeschafft, wenn klar ist, dass auch Platz dafür da ist. Schließlich muss man jedem Hund gerecht werden können. Also in frühestens im nächsten Jahr im Herbst.
Die drei sind alle unterschiedlich, aber auch sie haben nichts mit anderen Hunden am Hut und sind bei fremden Menschen sehr zurückhaltend. Allerdings sind sie zum Glück alle offener und freundlicher als mein Ton.
Morgens geht es für alle ab ins Auto und Hänger, wir fahren ins Nichts und gehen eine schöne Runde. Dann gibt es Frühstück und ich mache mich an meine Arbeit. Da ich selbstständig von daheim aus arbeite, kann ich zwischendurch immer mal eine kreative Schaffenspause einlegen und ein bisschen was mit einem der Hunde trainieren. Das tut mir und den Hunden gut. Dreimal in der Woche steht der Hundeplatz an, da kommen alle Malis mit, der Mix möchte nicht arbeiten und er dürfte es hier auch gar nicht. Da haben die Herren dann eben Männerabend und können sich ohne nervige Malis vergnügen und nette (Hunde-)Damen
treffen.
An den Nicht-Hundeplatz-Abenden gehen wir gemeinsam Gassi. Stammbesetzung sind immer die Zweibeiner und Ton und Murphy. Dazu einer der anderen Malis. Das lässt sich schön zum Üben aller möglichen Umwelteinflüsse nutzen.
Optimal ist so ein Wetter wie jetzt, dann können alle Hunde frei entscheiden, wo sie sich aufhalten. Schließlich stehen Tag und Nacht alle Türen offen.
Man sieht, anders und doch wieder ganz normal.




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