Nach einem ganzen Leben mit Hunden denke ich, ein Hund muss nicht immer und in jeder Situation frei laufen. Es gibt Hunde, die ab und an gern an die Hand genommen werden.
Meine junge Hündin "bettelt" des öfteren um die Leine. Sie ist ängstlich, es gibt Gegenden, in denen sie sich erschrocken hat oder gemobbt wurde, da mag sie eigentlich nicht mehr hin. Sie geht dann mit aufgezogenem Rücken, eingeklemmter Rute etc. dicht hinter mir und es ist ihr sichtlich unbehaglich. Sie ist ein bisschen auf Flucht gepolt. Manchmal stupst sie mich wiederholt an. Nehme ich sie dann an die (lange) Leine, dann schnüffelt sie wieder mit Interesse und lässt Menschen- und Fremdhundkontakt eher zu. Sobald ich sie in bestimmten Situationen an die Leine nehme, ändern sich Ohrenspiel und Haltung. Sie fühlt sich sicherer und - paradoxerweise - freier.
Als sie klein war, wollte sie gar nicht ohne Leine gehen, wenn die alten Hunde nicht dabei waren.
Und an der Straße sind meine Hunde eh immer an der Leine. Zu ihrem Schutz und aus versicherungstechnischen Gründen.
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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12.05.2013, 11:39
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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12.05.2013, 11:54
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Oh ja, wir spielen sehr oft zusammen. Als Welpe hat er ja nicht gebissen. Das fängt er jetzt an, seit dem er alle seine schönen neuen Zähne hat. Ich sage ihm "Aus", wenn er das nicht macht, dreh ich mich weg und er bellt wioe verrückt. Dann hole ich die Leine und laß ihn an der Leine, ohne zu fixieren. Es hilft. Er legt sich einfach zu mir hin und bleibt bei mir liegen, zu meinen Füßen oder neben mir.
Und nein, ich würde nie meinem Hund Gewalt antun.
Meine Mutter war sehr psychisch dominant und böse. Da gab es kein liebevolles an der Hand halten. Also hat das hier für mich nichts zu suchen.Hat dich deine Mutter an der Hand gehalten, als du klein und unbeholfen warst?
Leine per se finde ich ja nicht doof. Aber ich würde meinem Hund gerne mehr Freiheiten geben. OHNE Leine!!!Versuche die Leine anders anzuschauen. Wenn du die doof findest, sind die Chancen nicht schlecht, dass auch dein Hund die doof findet.
Sieh es nicht als Freiheitsberaubung für den Hund, sondern als Verbindung, die auch Sicherheit gibt.
Wenn die Leine hilft, dann nimm sie doch.
Hund an der Leine in der Wohnung käme mir vor wie wenn eins meiner Kinder mit Jacke und Mütze in der Wohnung rum läuft. Da krieg ich nämlich die Krise.
Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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12.05.2013, 11:57
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Da sowieso. Da gehts ja ohne Leine gar nicht. Aber ich wohne in Waldnähe. Keine 2 Minuten bis dahin.Und an der Straße sind meine Hunde eh immer an der Leine. Zu ihrem Schutz und aus versicherungstechnischen Gründen.
Vor der Haustür einen sehr breiten Grünstreifen, allerdings fährt unterhalb die Bahn und da ist es laut und gefährlich für meinen kleinen Wautzi.
Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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12.05.2013, 12:22
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2013, 12:24
AW: Immer neue Hunde-Fragen
PS
Hier ein Artikel zur Leine:
Auf Sechs Pfoten - Hunde-Erziehung mit Holger SchülerGrüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2013, 12:45
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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12.05.2013, 13:13
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ok, da war also die Leine reines Kontroll- und Machtinstrument und du hast das so kennen gelernt.
Wir hatten keinen Hund, ab und an durfte ich Hunde von Bekannten halten. Ich fand das immer ganz toll mit so einem tollen Tier verbunden zu sein. Als Kontrolle hätte das bei mir eh nicht funktioniert, wenn man der Dogge geradeaus in die Augen schauen kann
(Herrchen war dabei und hatte seine Schnuffis auch ohne Leine im Griff)
Vielleicht finde ich die Dinger deshalb nicht schlimm?
Dann solltest du dir die Leine erst mal schmackhaft machen. Jedesmal wenn du sie in die Hand nimmst ein Gummibärchen, wenn du den Hund an oder ab leinst zwei.
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2013, 14:00
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Dann solltest du dir die Leine erst mal schmackhaft machen. Jedesmal wenn du sie in die Hand nimmst ein Gummibärchen, wenn du den Hund an oder ab leinst zwei.

War grade ne Stunde im Wald. Er ohne Leine und dann kamen 4 andere mit Leine. Das kann er nicht haben und bekam Angst. Flizte zack weg. Ich sammelte ihn dann im Gebüsch wieder auf. Da half kein rufen und keine Pfeife. Nun liegt er völlig erschöpft hier zu meinen Füßen.
Er mag Hunde nur dann, wenn er frei ist und die anderen auch, oder aber er ist an der Leine und die anderen auch an ihrer Leine.
Ach, das kriegen wir mit viel Übung noch hin. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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12.05.2013, 15:56Inaktiver User
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12.05.2013, 16:32Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Schlumpfine,
es ist übrigens ein Gebot der Vernunft (mal abgesehen von Höflichkeit), dass man seinen Hund anleint, wenn man auf andere angeleinte Hunde trifft.
Warum?
Weil viele Menschen Gründe haben, ihre Hunde an die Leine zu nehmen. Beispielsweise weil sie einen kranken Hund führen, der Schonung braucht. Oder eine läufige Hündin. Oder einen ängstlichen Hund oder einen, der schlecht sozialisiert ist, und möglicherweise schnell aggressiv/territorial auf Begegnungen mit Artgenossen reagiert. Manchmal haben sie auch einfach keine Zeit, und möchten zügig weiter gehen, ohne auf Interaktionen ihrer Vierbeiner Rücksicht zu nehmen.
Wenn mein Hund angeleint ist, schätze ich es gar nicht, wenn andere ihre Hunde auf meinen zustürzen lassen, denn ich habe für mein Verhalten - s.o - gute Gründe. Der heranstürzende Hund kann sich dann darauf gefasst machen, dass ich ihn energisch in die Schranken weise.
Also bitte bei angeleinten Hunden eigenen Hund heran rufen und das Gespräch mit dem Menschen des Angeleinten suchen, bevor man ggf. gemeinsam ein Ableinen abstimmt.


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