c-f,
auf den Punkt.
Ich arbeite mit meiner Rumänin schon über 2 Jahre und ich habe sie sehr jung, mit maximal etwa 4 Monaten bekommen. Da war schon alles gelaufen - erst einmal.
Ich sehe die enormen Fortschritte, die sie macht, die Leiterin des psychologischen Hudnezentrums auch, aber meine weniger Erfahrene Umgebung ... "Die ist ja immer noch so ein Schisser!" "Die MUSS U-Bahn fahren ..."
Ich finde es über die Maßen verantwortungslos, Trauma-Hunde als einfache - weil "dankbare" - Hunde für jeden anzupreisen. Sie ist lernwillig, gutartig, alles was man sich wünscht, doch beim Anfänger hätte sie eine Tierheim-Karriere vor sich gehabt.
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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07.05.2013, 09:57
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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07.05.2013, 10:08
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich finde den Beitrag auch gut und ich habe auch schon viele Tipps von c_f befolgt. Vor allem, geduldig zu sein mit meinem unsicheren Hund, ihm die Welt zu zeigen, ihm die Angst vor diesem und jenem zu nehmen, indem ich souveräner wurde. Jaja, am Anfang hatte ich oft beim Gassi Angst, dass er ausflippt oder jemanden beißt oder abhaut oder sonstwas blödes macht, wir wußten ja rein gar nichts über seine Vorgeschichte. Das hat er gemerkt und wurde vermutlich erstmal noch unsicherer.
Letztens habe ich Hundeleute getroffen, die Karlchen von Anfang an kannten. Die meinten, es sei unglaublich, wie großartig sich der Hund in den letzten 7 Monaten entwickelt habe und wie souverän er inzwischen geworden sei. Das ging nicht von heute auf morgen und ich hätte manchen Tag heulen können, weil ich ihn so doof fand wie nur was
. Auch jetzt klappt noch nicht alles, wie es sein sollte, aber wir arbeiten beharrlich jeden Tag dran und loben ihn für alles, was er toll gemacht hat.
Man muß ihnen Zeit geben. Einem jungen Hund vielleicht noch mehr, der kennt ja viel weniger von der Welt als einer, der schon dreieinhalb Jahre alt ist wie Karlchen. Und vor allem, wenn er aus schlechter Haltung aus dem Ausland kommt.... and nothing else matters
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07.05.2013, 14:28
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Hallo,
sorry, war unterwegs.
Ich wusste nicht, das der kleine Mann so ängstlich nach Deutschland kommen wird. Im Profil stand nur Alter 4 Monate, verschmust und sucht zuhause.
Für mich stand und steht nach wie vor klar, ich will ihm alles geben, was er braucht. Ich habe massig Zeit, Liebe und Geduld werd ich dann auch aufbringen
Ich bin bis jetzt einige Male mit ihm in der Welpenschule gewesen. Damit er soziale Kontakte mit anderen verschiedenen Hunden hat und war Problemlos. Wir haben 2 Hunde mit im Hause wohnen, auch ok, nur draussen macht er komisch. Aber das wird alles noch. Er ist jetzt gute 5 einhalb Monate und wir werden noch viel Zeit miteinander verbringen.Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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07.05.2013, 15:16Inaktiver User
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07.05.2013, 19:49
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11.05.2013, 20:29Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Spatz,
manchmal sind Hunde auch doof. Also - für uns, wenn wir mal wieder mit hochnotpeinlichroten Ohren da stehen, weil es hinten und vorne nicht wuppt. Für sich selbst sind sie total logisch, und dann reagiert ihr Mensch so oberdämlich, und regt sich auf oder wird kopflos - nee, und da soll man dann als Hund noch durchblicken, also wirklich!

Ich freue mich, Spatz, dass Ihr so gute Fortschritte macht und ich trotz meiner oft sehr ungeschminkten Worte ab und zu helfen konnte.
Liebe Grüsse, und weiterhin viel Freude allen, die mit Hunden leben (dürfen)
c_f
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11.05.2013, 20:56
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Huhu,
ich mal wieder.
Habe 1. tolles zu berichten. Er hört auf "Komm zurück" mit und ohne Hundepfeife, ich kann ihn mit Leine laufen lassen ohne das ich die Leine fest halte. Wir sind heute richtig rum getobt.
2. weniger toll. Ich weiss nicht, wie ich ihm klar machen soll, das beissen, egal ob aus Spaß oder ernst, nicht akzeptabel ist.
Ich halte ihm das Maul zu, ich rede mit ihm. Nichts bringt was. Eben ist mir grade was eingefallen, was ich mal in einer Doku gesehen habe und das hat geholfen.
Leine dran. Nun liegt er bei mir. Ja, schön, aber ehrlich, ich finde es doof. Auch wenn ich die Leine nicht fest halte, finde ich es merkwürdig, einem Hund die Leine anzulegen.
Was meint ihr dazu???
Ich wäre gerne da, wo meine Gedanken sind!



Bleibt gesund und passt auf euch auf!!!
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11.05.2013, 23:01
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Versuche die Leine anders anzuschauen. Wenn du die doof findest, sind die Chancen nicht schlecht, dass auch dein Hund die doof findet.

Sieh es nicht als Freiheitsberaubung für den Hund, sondern als Verbindung, die auch Sicherheit gibt.
Wenn die Leine hilft, dann nimm sie doch.
Hm, ansonsten, wenn er die Zähne an dir hat, sofort Zuwendung unterbrechen. Ups, der Hund ist grad verschwunden, sowas aber auch
Ob´s pädagogisch wertvoll ist, weiß ich nicht, aber wenn Hund oder Katze mich beißen, ziehe ich nicht weg, sondern schiebe ins Maul. Fanden bis jetzt alle so doof, dass sie es ließen.
Ok, Töchting sagt, ihr Kater nicht. Hab´s noch nicht probiert, weil er auf "hey, lass das" reagiert.Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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11.05.2013, 23:20Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Dein Hund muss erst begreifen, dass die für ihn natürliche Art, sein Maul zu benutzen, in Bezug auf Menschen nicht akzeptabel ist. Ihm das zu zeigen ist Dein Job, und das Training dazu hätte gleich mit dem ersten Tag beginnen müssen, auch wenn Welpen sehr süss sind, und man ihnen alles nachsehen möchte. Um ihm zu vermitteln was geht und was nicht, kannst Du in diesem Fall mit negativer Strafe arbeiten. Das ist nichts schlimmes, sondern bedeutet lediglich: Du nimmst etwas weg, das er jetzt gerade möchte/gut findet, und zwar bezogen auf den Kontext, in dem das störende Verhalten auftritt. Positive Strafe würde bedeuten, dass Du einen für den Hund unerwünschten Reiz hinzu fügst. Insbesondere positive Strafe ist sehr schwierig zielgerichtet einzusetzen und zeitlich sinnvoll zu verknüpfen, das erfordert grosse Erfahrung und perfektes timing.
Ein Beispiel für negative Strafe im Kontext "unerwünschtes Verhalten":
Du spielst mit Deinem Hund (ich hoffe, dass Du das oft tust), und er setzt sein Maul so ein, dass es Dir weh tut. Negative Strafe würde nun bedeuten, dass Du in dem Moment, indem er zu weit geht, einen Schmerzenslaut machst - das verstehen Hunde sofort - und das Spiel abbrichst. Du nimmst also etwas, das ihm Freude macht und er als lustvoll empfindet, in diesem Fall das Spiel, weg. Du musst das sehr sorgsam einsetzen, denn die Zeit spielt dabei eine Schlüsselrolle - Dein Hund kann Deine Botschaft "Tu das bitte nicht, denn das bereitet mir Schmerzen und ist nicht akzeptabel" nur begreifen, wenn Du UNMITTELBAR bei Auftreten des unerwünschten Verhaltens agierst. Zögerst Du zu lange, kann er die negative Konsequenz nicht sauber mit seinem Verhalten verknüpfen. Die Konsequenz muss immer dann erfolgen, wenn er zu weit geht.
Konkret: Ihr spielt. Dabei setzt Dein Hund naturgemäss sein Maul ein. Ziel ist ein sog. "weiches Maul", also dass er sein Maul weiterhin benutzen kann, aber auf eine Weise, die für Menschen schmerzlos und ungefährlich ist. Er kann lernen, das dosiert zu tun, wenn Du ihn in dem Moment, in dem er zu weit geht, deutlich machst, dass es weh tut, und die Interaktion beendest.
Gleiches gilt für Situationen, in denen Dein Hund beispielsweise hinter Dir her läuft und in Kleidung beisst, weil er spielen möchte.
In solchen Situationen kann im Haus eine Hausleine zum Einsatz kommen, um das unerwünschte Verhalten zu unterbinden, wenn Dein Hund Abbruchsignale von Dir zu ignorieren versucht. Es setzt voraus, dass Du zunächst ein Abbruchsignal gibst, ihr also ein Signal etabliert habt, das Dein Hund als "lass das" versteht. Das Signal wird freundlich und ohne Erregung, und nur einmal gegeben, und dann, wenn er das Signal nicht respektiert, wortlos durch eine Konsequenz unterstützt, beispielsweise indem Du den Hund auf seinen Platz bringst, und dort, wenn er da noch nicht sicher auf Kommando bleibt, mit der Hausleine fixierst.
Das Ganze soll freundlich und ohne Groll oder Aufregung passieren, ganz selbstverständlich. Du greifst hier auf ein Verhalten zurück, das für Hunde nachvollziehbar ist - Du begrenzt den Hund physisch, das ist in der Hundewelt ein sehr gebräuchliches Kommunikationsmittel.
Die Begrenzung kann zeitlich sehr kurz gehalten werden. Wiederholt Dein Hund seine unerwünschte Aktion, wiederholt sich die Begrenzung. Er wird das unerwünschte Verhalten anfangs möglicherweise sogar in verstärkter Frequenz zeigen, das ist normal. Wichtig ist, dass die Antwort darauf ruhig, besonnen und konsequent erfolgt, auf Euren liebevollen Umgang miteinander aber keinen Einfluss nimmt.
Du gibst Deinem Hund durch solches Verhalten zu verstehen, dass Du klar und berechenbar bist. Das gibt ihm Sicherheit.
Es ist nicht notwendig, laut, böse oder Deinerseits gewalttätig zu werden und zu aversiven Massnahmen zu greifen, die über Begrenzung hinaus gehen. Eure Beziehung wird durch die Konsequenzen, die unerwünschtes Verhalten nach sich zieht, nicht belastet, das ist ganz wichtig. Der Hund wird beispielsweise nicht über längere Zeiträume ignoriert und isoliert - das käme für ihn einer sehr schweren sozialen Strafe gleich, die ihn massiv verstören kann.
War das verständlich?
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12.05.2013, 09:43Inaktiver User


Zitieren

- war mir irgendwie schon klar, aber es ist ja leichter, es auf den Hund zu schieben
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