Danke Euch und freue mich auf Austausch
Die Tendenz geht bei uns grundsätzlich zu einem Tierheimhund.
Bis es soweit ist .....warte ich noch auf meinen Rentner in spe.
Bin derselben Ansicht, daß die Tierheim-Hunde es am nötigsten haben , ein gutes zu hause zu finden.
Ein Welpe wird zu anstrengend, da bin ich mir sicher, ich hatte nur immer die Auskunft von anderen.......ja wir hatten ihn schon als Welpe und er ist dadurch sehr anhänglich. Frühe Prägung,aber ich hoffe auf spontane Intuition,
wenn die Zeit gekommen ist.
LG
heimat
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Thema: Immer neue Hunde-Fragen
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25.03.2013, 14:44
AW: Immer neue Hunde-Fragen
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25.03.2013, 17:22
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Schnuffi, das hast Du schön geschrieben
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Ich kann dazu nur aus eigener Erfahrung sagen, dass wir mit unserem Karlchen einen Hauptgewinn aus dem Tierheim bekommen haben
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Nachdem wir mit ihm mehrmals dort Gassi gegangen sind und einige Informationen erfragt hatten, bekamen wir Besuch von einer Dame des Tierheims, die nur sehen wollte, ob wir auch genügend Platz für so einen großen Hund wie ihn hätten (Schäferhund-Colliemix). Nachdem sie das "Go" gegeben hatte, sind wir am nächsten Tag für ihn einkaufen gegangen und haben Karlchen am übernächsten Tag (nächstmögliche Öffnungszeit Tierheim) abgeholt.
Alle Vorhersagen über Charakter und Entwicklung sind zu 100 % eingetroffen und am Rest, der noch nicht funktioniert, sind wir wahrscheinlich selber schuld

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Deswegen kann ich "Tierheimhund" als Erfolgsmodell empfehlen. Die massenhafte Welpenproduktion, vor allem die unter schlechtesten Bedingungen in Osteuropa, darf man auf überhaupt gar keinen Fall unterstützen, auch nicht, wenn die kleinen Welpchen noch so niedlich aussehen. Viele sind schlimm krank, überhaupt nicht sozialisiert und unter unwürdigen Bedingungen zur Welt gekommen. Das ist schrecklich und gehört bestraft!
Viel Glück bei Eurer Entscheidung
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... and nothing else matters
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25.03.2013, 17:37Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich habe auch einmal eine Frage: Wie bringe ich meinen Hund dazu,nicht immer seine Bällchen in den Graben Rollen zu lassen? Er bekommt sie dann nämlich nicht wieder heraus. Großes Geschrei und Mutti hilft natürlich!
Ich möchte aber nicht auf einen Ball verzichten, Ole konzentriert sich immer sehr drauf und hält keine Ausschau nach Rehen.
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25.03.2013, 18:04Inaktiver User
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25.03.2013, 18:07
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Ich (auch früher meine Eltern) hatten bis auf einen Hund immer Welpen, bis auf meine Junghündin (traumatisierter Auslandshund) waren sie immer von verantwortungsvollen Züchtern, die viel mit den Welpen unternommen haben. Sie waren alle gut sozialisiert, freundlich mit Mensch und anderen Tieren und konnten schon viel.
Meine Junghündin, die Kollegen von einer Straßenhunde-Kastrationstour mit etwa 3,5 oder 4 Monaten aus einem rumänischen Lager mitbrachten, hatte außer Misshandlungserfahrung sonst kaum etwas kennen gelernt. Fehlprägungen zu deprogrammieren ist nicht immer erfolgreich. Sie panikt nach 2 Jahren noch bei allem Möglichen, obwohl ich sehr viel mit ihr arbeite. Sie hatte aber auch schlechte Erfahrungen und wurde misshandelt. Dafür hatte sie keine Angst vor dem Staubsauger. Sowas kannte sie nicht.
Meine alte Hündin (mindestens 13) kam als erwachserner, überhaupt nicht erzogener, aber verzogener Hund vor gut 12 Jahren zu uns. Ihre Menwschen wollten sie nicht mehr. Sie blieb eine Schwererziehbare, denn sie hatte bei den Vorbesitzern offenbar keine Grenzen, aber auch keinen Rückhalt erfahren. Sie war immer ein Hund, der selbst entscheidet - und genau das wollen wir nicht. Es hat Jahre gedauert, bis sie eine Bindung zu mir aufgebaut hat. Jahrelang wäre sie mit jedem mitgegangen. Irgendwie war sie distanzlos wie das vernachlässigte Kinder oft sind.
Sie hat mich immer wieder an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil sie streunte, jagte und auch getötet hat. Die Konsquenz: ein Leben weitgehend an der Leine.
Ich habe sehr, sehr viel Zeit und Geld in Trainigs gesteckt. Erfolglos. Die Trainer rieten mir mehrfach dazu aufzugeben und sagten "Sparen Sie sich das Geld. Der Hund ist extrem hart in der Durchsetzung seiner Ziele." Nicht mal von elektrischen Viehzäunen ließ sie sich abhalten und noch mit Gehbehinderung und Schmerzen ist sie mir noch letztes Jahr abgehauen, um ein Kaninchen zu jagen. Zum Glück ist sie langsam geworden.
Doch sie ist eine extrem liebe und soziale Hündin. Friedfertig ohne Ende. Verrückt!
Grundsätzlich würde ich persönlich einen Welpen bevorzugen, aber wenn der aus einer schlechten Umgebeung kommt, ist es auch schwierig.
Meine junge Hündin ist absolut kein Hund für Anfänger. Auf der anderen Seite kenne ich viele Leute, die viel Glück mit erwachsenen Hunden haben.
Du siehst, generell kann man das nicht sagen.
Mit einem Tierheimhund kann man sich aber immerhin langsam bekannt machen. Wochenends rausgehen etc.
Meine junge Nachbarin hat seit ein paar Monaten einen älteren Rüden aus dem Tierheim, der ist einfach großartig. Allerdings wurde der abgegeben, weil 2 Familienmitglieder hochgradig allergisch waren. Er ist liebevoll und mit Erziehung aufgewachsen.Geändert von katelbach (25.03.2013 um 18:11 Uhr)
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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25.03.2013, 18:40Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Die mag er nicht und zerstört sie nur.Nimm statt einfachem Ball einen mit Band.... lässt sich ebensogut werfen und von hund genausogut tragen, rollt aber nicht weg, wenn er ihn fallen lässt
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01.04.2013, 11:35Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Dir ist schon klar, dass Du es hier mit einer Verschiebung zu tun hast, und Dir u.U. einen Balljunkie heran ziehst? Das ist kein Spass - diese Hunde sind krank, suchtkrank, und es geht ihnen nicht gut. Es ist daher wichtig, als Mensch hier sehr sorgfältig zu schauen. Statt nur auf den Ball zu setzen, könntest Du an Eurem Kontakt arbeiten, und dafür sorgen, dass Du und Eure gemeinsame (!) Interaktion interessanter sind. Die Dosis macht das Gift.
Der Ball ist letztlich ein Surrogat, Ein Ersatzreiz, der Jagdsequenzen initiiert. Letztlich schulst Du damit bestimmte Abläufe - und das kann durchaus auch dazu führen, dass bei passender Gelegenheit über die Jagd dann in der Praxis das perfektioniert wird, was über den Ball in Fleisch und Blut über ging.
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02.04.2013, 09:11
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Gestern ist das Karlchen aber sowas von durchgebrannt
. Auf der Wiese gerade noch fröhlich Äste gesammelt und mit Blacky getobt, dreht er sich unvermittelt um und rennt schnurstracks in die Botanik
- gut getarnt durch seine braune Farbe habe ich ihn sofort aus den Augen verloren. Alles Rufen, Pfeifen und sonstwie Locken umsonst.
Zum Glück kam mein Spatzenkind gerade im rechten Moment mit dem Fahrrad an und ist sofort ins Gelände gepest, wo er ihn nach kurzer Zeit gefunden hat. Verdreckt bis an den Bauch, kein bisschen reumütig, Kopf und Schwanz stolz hochgetragen, ich schwöre, er hat gegrinst
.
Natürlich haben wir nicht geschimpft, er soll ja keine Angst vor dem Wiederkommen haben.
Aber die nächsten Tage lasse ich ihn eher nicht von der langen Leine und übe wieder das Zurückkommen auf Pfiff mit Leberwurst-Bestechung, damit er weiß, dass sich Zurückkommen lohnt, oder?
... and nothing else matters
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02.04.2013, 09:40Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
spatz,
die absolute Sicherheit gibt es nicht. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir von den Hunden verlangen, völlig gegen ihre Natur zu handeln. Sie sollen nicht jagen, sich nicht in Unaussprechlichem, für sie aber wunderbar Duftendem wälzen, nicht den Garten umgraben, keine stinkenden Knochen horten, uns nicht anspringen, belecken, nicht nach Lust und Laune durch die Botanik wandern oder mit Artgenossen interagieren - alles nehmen wir ihnen, setzen es häufig ungeschickt oder gar mit Gewalt durch, nennen es schlicht Gehorsam, wenn sie sich an diese Regeln halten, und haben auch noch die Attitüde zu glauben, dass Hund uns dieses Verhalten "schulde".
The boot is on the other foot!
Es ist an uns, Hirnschmalz einzusetzen, um Hunden Kooperation leicht zu machen.
Draussen heisst das: konstant aufmerksam sein, und frühzeitig gegensteuern. Interessant für den Hund sein und bleiben. Gemeinsam mit ihm tolle Sachen machen. Und nie davon ausgehen, dass das Verhalten, das "eigentlich" sitzt, nun auch für immer etabliert ist. Das ist es nicht, niemals. Hunde sind Opportunisten, und sie werden immer abwägen, was für sie lohnender ist, auch wenn sie genau wissen, was wir von ihnen verlangen. Deshalb bedeutet Arbeit mit Hund auch immer Arbeit an den basics, und dafür zu sorgen, dass sich guter Gehorsam für den Hund lohnt.
Ich liebe ja diese Vergleiche von populären Trainern mit Kindern sehr - ja, es ist richtig, dass wir Kindern nicht konstant Gummibärchen in den Rachen stopfen, wenn sie sich gut benehmen. Wir verlangen aber von Kindern auch nicht konstant, gegen ihre Natur zu leben. Wir können mit Kindern kommunizieren und ihnen Dinge erklären. Ein Hund versteht dagegen niemals, warum er sich nicht in Aas wälzen soll, und wir können es ihm nicht erklären. Also muss es sich für ihn lohnen, es zu unterlassen, ganz einfach.
Hunde leben im Moment - und deshalb haben sie auch kein schlechtes Gewissen. Sie reagieren maximal beschwichtigend, wenn sie an unserer Körpersprache ablesen können, dass wir so richtig sauer sind. Viele Menschen interpretieren das dann als "Schuldbewusstsein".
Was Du tun kannst:
Aufmerksam sein für die Körpersprache. Dein Hund hat Dir, bevor er Gas gab, genau angezeigt, was er gleich tun würde, sein Muskeltonus hat sich verändert, er hat sich ausgerichtet, Witterung aufgenommen. Du hast es nur übersehen, und deshalb den Zeitpunkt für eine Unterbrechung der Kette verpasst. Hier kannst Du Deine Wahrnehmung schärfen.
Mit der Schlepp kannst Du weiter an der Maximaldistanz arbeiten. Freiheit kann nur derjenige geniessen, der ihrer auch würdig ist.
Wenn Dein Hund los prescht: EINMAL rufen, und dann nicht mehr. Warum? Weil Du es Deinem Hund sonst sehr leicht machst, Dich zu ignorieren und weiter sein Ding zu machen. Er bekommt ja durch Deine Rufe ständig mitgeteilt, wo Du Dich gerade aufhältst - alles in Ordnung, Mensch ist weiterhin da. Bist Du dagegen still, wird sich ein Hund mit einer gesunden Bindung an seinen Menschen sehr zügig fragen: Hoppala, wo isser denn? Natürlich nicht, wenn er gerade in einer Verhaltenskaskade, beispielsweise einer Jagdsequenz steckt - da ist er ziemlich blind und taub für Aussenreize, die nichts mit der Jagd zu tun haben, weshalb auch dann Rufe völlig überflüssig sind. Aber sobald er wieder auf Empfang ist, wird er sich diese Frage stellen - und schnellstmöglich aus eigenem Antrieb seinen Menschen suchen. Voraussetzung ist, wie gesagt, eine gute Beziehung, Bindung.
DAS Supersignal, das IMMER funktioniert, wird es nicht geben, und wer erzählt, dass das bei seinem Hund so sei, der lügt sich meines Erachtens selbst in die Tasche. Wer mit Hunden lebt, lebt immer mit einem gewissen Risiko, wenn er ihnen Freiheiten einräumen möchte.
LG
c_fGeändert von Inaktiver User (02.04.2013 um 09:45 Uhr)
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02.04.2013, 11:04Inaktiver User
AW: Immer neue Hunde-Fragen
Liebe c_f

Ich lese deine Beiträge und finde vieles nach wie vor sehr gut von dir auf den Punkt gebracht.
Du weißt auch, dass ich in manchen Angelegenheiten deine Meinung sehr schätze
Aber.....
Erstens: Ich habe einen Junkie hier bei mir. Und was für einen Spieljunkie. Bälle und alles Spielzeug, verwandelt meine Süße in Dynamit. Viele meiner Erziehungsmaßnahmen erreiche ich durch das Einsetzen von Spielsachen. Kein Leckerli der Welt tauscht sie gegen Spielsachen ein. So und nun das mit dem Jagen und dem Ball schmeißen.
Meine Hündin ist eine extreme Jägerin und noch nie hatte ich einen solchen Hund mit derart ausgeprägtem Jagdtrieb. Sicht und Fährte. Sieht sie nix, erschnüffelt sie es. Ob am Boden oder aus der Luft. Ich hab sehr oft, richtig mit ihr zu tun. Aber o.k. sie ist so und ich werde das mit Sicherheit nie so ganz aus ihr rausbekommen. Aber jetzt kommt's. Ich will das auch nicht mehr. Ich spiele mit ihr nach wie vor sehr oft Ball und Frisbee und alles was ihr mega Spaß macht. Ich weiß ganz sicher mittlerweile, sollte ich ihr heißgeliebtes Spielen unterlassen, macht das ihren Jagdtrieb absolut nicht harmloser.
Ich habe und werde mit dieser Hündin ein Leben lang sehr viel Arbeit haben, wenn wir täglich unterwegs sind. Weit und lang unterwegs sind. Sie folgt in sehr vielen Dingen richtig super, echt toll ist sie, aber was das Jagen angeht? No Way... da heißt es für mich nur, aufpassen, vorbeugen (Schleppleine in gefährdeten Gegenden)
Was ich eben sagen möchte, ich spiele mit ihr Ball und wir spielen extrem gern Ball und all das.
Ich werde einen Sche** tun und das lassen, nur weil sie diesen Jagdtrieb hat und ich es damit noch fördere. Ich bin mir so sicher, dass sollte ich das Ball spielen und Co. unterlassen, ändert sich absolut nichts. Ich für meinen Teil habe ich einfach darauf eingestellt das es so ist und versuch das Beste daraus zu machen.
Das andere ist was du geschrieben hast. Die Veränderung des Muskeltonus wenn ein Hund loslegen will. Oh je... klar ist das richtig was du schreibst, aber man kann wirklich nicht unentwegt nur auf den Hund achten. Man will das auch nicht. Man will auch mal normal rausgehen und man sollte auch nicht immer auf den Hund achten. Der checkt das doch und wird noch übermütiger, gerade weil er weiß, ahaaaa auf mich wird eh aufgepasst..also kann mir sowieso nichts passieren, also loooooooooooooooooooooooooooos!
Außerdem gerade bei meiner Hündin die pfeilschnell ist, aber wirklich pfeilschnell, da geht das so schnell, dass du so sehr du dir Mühe gibst und schon routiniert bist in vielem, keine Chance hast noch zu reagieren.
Das einzigste was ich z. B. mache mit ihr, wie gesagt, in besonders gefährdeten Gegenden, kommt Madame einfach nicht ab von der Schleppleine. Ansonsten bin ich mit ihrer Folgsamkeit und all das was sie kann, mehr als zufrieden und habe im Alltag, in Stadt, Geschäften, Auto, Besuchen, Tierarztpraxen die voll sind mit allem Getier, Lokalitäten, Kontakte zu allen fremden oder bekannten Hunden, auch die die ihr blöd kommen, kann sie super damit umgehen, - keine Probleme. Nicht mal im Ansatz Probleme.
Liebe Grüße kolia
Ich finde man macht sich was vor, wenn man denkt, gerade mit dem Jagdtrieb, bekomme ich in den Griff. Ob auf die Art wie du mit deinen Hunden umgehst, oder auf andere Art. Auch das man Dies und Das unterlassen sollte weil ...und ..und ...und...Geändert von Inaktiver User (02.04.2013 um 11:13 Uhr)


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