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  1. User Info Menu

    Frage Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Hallo liebe Katzenhalter!

    Wir (meine 2 Mitbewohner und ich) haben vor ein paar Monaten zwei Katzen adoptiert, einen Kater und eine Katze. Sie sind jetzt ca. 7 Monate alt. Und so langsam kommt das Thema Kastration/Sterilisation auf. Wir wollen sie auf jeden Fall kastrieren bzw. sterilisieren lassen, denn sie sind Freigaenger und es gibt hier in der Gegend jede Menge streunende Katzen und Kater. Und Nachwuchs von den beiden als Paaerchen wollen wir auch nicht.

    Nun zu meiner Frage - wie laeuft in der Regel der gesamte Prozess ab? Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis sich die Tiere von der OP erholt haben? Wie intensiv ist die Pflege nach dem Eingriff notwendig?

    Ich frage deshalb, weil wir gerade beim Tierarzt waren, und uns wurde Folgendes erzaehlt:

    Einige Tage vor der OP muss ein Bluttest gemacht werden, um festzustellen, ob die Katzen gesund sind.
    Am Tag der OP muessen wir sie morgens beim Tierarzt abgeben und koennen sie, je nachdem wie gut sie sich erholen, sie entweder abends wieder abholen oder am naechsten Tag.
    Danach bedarf es 10 Tage lang intensiver Pflege (quasi 24 Std. Rundumbetreuung) . Die Katzen muessen 10 Tage lang in einem Kaefig gehalten werden und in der Zeit alle 3 Tage zum Tierarzt zur Kontrolle.

    Ich haette nicht gedacht, dass eine Kastration bzw. eine Sterilisation so ein grosser Eingriff ist - das klingt ja schlimmer wie eine Blinddarm-OP beim Menschen!
    Ist das wirklich so krass?

    Ich denke gerade daran, unsere 2 werden verrueckt, wenn wir sie 10 Tage in einen Kaefig sperren.

    Wie waren Eure Erfahrungen beim Kastrieren Eurer Kater bzw. Sterilisieren Eurer Katzen?

    Vielen lieben Dank schonmal fuer Eure Antworten!

    Jolinia

  2. User Info Menu

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Hallo Jolinia,

    nein, was der Tierarzt erzählt halte ich für haarsträubend.

    Vor vielen Jahren hatte ich einen Kater. Der musste notfallmäßig operiert werden und da er eh schon in Narkose lag, wurde die Kastration gleich mitgemacht. Er wurde mir mitgegeben, als er noch nicht wieder wach war und ist zuhause langsam zu sich gekommen. Am nächsten Tag war er wieder so ziemlich der Alte. Ich glaub, die Wunde wurde damals noch nicht mal genäht, sondern nur mit einem Spray "verschlossen".

    Vor 9 Jahren hab ich meine beiden Kätzinnen sterilisieren lassen. Ein Bluttest vorher wurde nicht gemacht. Ich hab die Mädels morgens abgegeben und mittags/nachmittags abgeholt, als sie aus der Narkose zurück waren. Daheim musste ich aufpassen, dass sie nicht zuviel in der Gegend rumspringen und irgendwo runterfallen, solang die Koordination noch nicht wieder so ganz gestimmt hat. Am nächsten Tag war von der Narkose nichts mehr zu merken. Die Fäden waren ca. eine Woche drin und ich hab schon immer genau kontrolliert, ob sie sich dort übermäßig putzen oder dran rumzupfen. Meine waren zum Glück brav, aber es gibt auch Spezialistinnen, die sie sich selber ziehen. Dagegen wird ein Baby-Body empfohlen, in den man ein Loch für den Schwanz reinschneidet. Wann es wieder Freigang gibt, war bei mir kein Thema, da ich Wohnungskatzen habe. Bei einer der Damen bildete sich um die Wunde eine Beule. Ich hab mich telefonisch beim Tierarzt erkundigt, was zu tun ist. Es handelte sich um Wundflüssigkeit, was nicht so selten wäre. Beobachten und kommen, falls es schlimmer wird. Nach ca. einer Woche wurden die Fäden gezogen und das Thema war ausgestanden.

    Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und würd auf jeden Fall noch mal einen anderen Tierarzt in Deiner Gegend zum Ablauf befragen.

    Liebe Grüße,
    Nachtflug

  3. Inaktiver User

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Vorweg: Beide (Katze wie auch Kater) werden kastriert, nicht sterilisiert.
    Und so einen Aufwand und Bohei wie beschrieben habe ich in 40 Jahren Katzenhaltung noch nicht erlebt.

    Früher haben wir die "Kandidaten" (die allerdings an dem Tag nichts fressen durften, was auch schon das Schwierigste an der Sache war, weil natürlich bös protestiert wurde, wenn es kein Frühstück gab... ) zum Tierarzt gebracht und haben sie dann nach der OP sofort - noch schlafend - wieder mitbekommen.
    Tierarzt damals: In dunklen, warmen Raum legen und bis heut abend in Ruhe lassen, dann sind sie wieder wach.
    Am nächsten Tag durften sie dann auch gleich wieder wie immer fressen und rausgehen, Nachkontrolle, Fäden ziehen oder sowas gab's nicht, innen wurde selbstauflösend genäht, die äußerlich sichtbaren haben sie selbst irgendwann abgeputzt.

    Okay, das ist heute sicher nicht mehr zeitgemäß - aber überlebt haben es ALLE ohne irgendwelche Komplikationen.

    Bei den letzten Katzen, die ich zum Kastrieren brachte (die letzte auch schon wieder 6 Jahre her) habe ich die Miez jeweils am Morgen gebracht (wieder mal kein Frühstück... ) und konnte sie dann am frühen Nachmittag wach wieder abholen, während der Narkose/Aufwachphase waren sie dann in der Praxis unter Beobachtung.
    Die eine Tierärztin hat uns anschließend für eine Woche später zum Fäden ziehen kommen lassen, ein anderer Tierarzt hat wieder selbstauflösend und so genäht, dass äußerlich keine Fäden zu sehen waren.

    Freigang haben alle auch gleich am nächsten Tag wieder bekommen.

    Die von Dir geschilderte Vorgehensweise klingt für mich ehrlich gesagt nach ziemlicher Geldmacherei (Bluttest vorher, anschließend alle drei Tage Tierarztbesuch...) und für einen nicht zumutbaren Stress für Katze und Mensch (10 Tage Käfighaltung!??).

    Such Dir einen anderen Tierarzt, es gibt reichlich davon.

  4. Inaktiver User

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Das ist völliger Unsinn, was Dein Arzt da sagt.

    Ich hatte letzten Freitag meinen 7 Monate alten Kater kastrieren lassen. Er durfte am Vorabend ab 18.00 Uhr nicht mehr fressen, ab 23.00 Uhr nicht mehr trinken (das verhindert ein Übergeben wahrend oder nach der OP).

    Um 9.00 Uhr morgens musste er beim Tierarzt sein. Um 15.00 Uhr durfte ich ihn wieder abholen. Er war schon wach, aber für den Rest des Tages noch ziemlich dusselig. Man soll ihn, wenn es geht, noch eine Weile in der box lassen.

    Bei meinem Emil ging das nicht. Er wollte raus und rumlaufen. Also sind wir zusammen ins Schlafzimmer, wo man die Tür zumachen kann, Katzenklo mitgenommen und den süßen ein wenig beobachten und den Narkoserausch ausschlafen lassen.

    Am nächsten Morgen war alles wie immer. Er durfte das erste Mal wieder fressen und hat es bei sich behalten. Den Tag sollte er noch drinnen bleiben (schwierig). Am Sonntagmorgen durfte er dann wieder raus. Alles bestens. Keine Fäden, sondern so ein Silberspray. Verheilt gut, er schleckt sich nicht übermäßig und ist wieder ganz der Alte. Keine Nachkontrolle, kein weiterer Tierarztbesuch nötig. Also in 2 bis 3 Tagen ist beim Kater alles überstanden.


    Bei einer Kätzin, die übrigens auch unbedingt kastriert, nicht sterilisiert werden sollte, ist es ein wenig aufwendiger. Sie bekommt ja einen kleinen Bauchschnitt und ist ein bisschen länger malade. Aber auch da ist nach 3 oder 4 Tagen alles erledigt. Kätzchen schlecken lieber an der Wunde als Kater und müssen vielleicht für 1 oder 2 Tage einen Halstrichter tragen. Die Fäden lösen sich oft von selbst auf oder werden vom Tierarzt unkompliziert gezogen.


    Bitte die Katze gleich welchen Geschlechts auf keinen Fall über Nacht beim Tierarzt lassen. Das ist meist unnötig, kostet zusätzlich und das Kätzchen leidet.


    Such Dir also bitte, bitte einen neuen Tierarzt. Und das möglichst schnell, wenn Du nicht viele kleine Kitten zu hause haben möchtest.

    Viel Glück Euch und dem süßen Katzenpärchen.

  5. User Info Menu

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Liebe Friederike, liebe Wolkentier, liebe Nachtflug,

    Vielen Dank fuer Eure ausfuehrlichen Antworten! Ich habe bisher nicht viel Ahnung von Katzen (es sind meine ersten 2), aber das was der Tierarzt gesagt hat kam mir auch etwas merkwuerdig vor - denn schliesslich werden ja taeglich Tausende von Katzen und Katern kastriert (danke Wolkentier fuer den richtigen Begriff!), und wenn das immer so ein Aufwand waere, oh mei!

    Wir werden uns jetzt nochmal an einen anderen Tierarzt wenden.

    Lieben Dank!

    Jolinia

  6. User Info Menu

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Huhu Jolina,

    ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen -
    hol Dir lieber noch mal eine andere Tierarztmeinung an.
    Liebe Güte, allein schon der Streß für die Viecher,
    wenn sie im Käfig bleiben sollen und alle 3 Tage zum Tierarzt - nee,
    die drehen doch durch!

    EIN ODER ZWEI (oder drei... ) TIPPS noch anbei:

    #laßt die OP morgens an einem normalen Wochentag machen.
    Falls dann zuhause irgendwas sein SOLLTE mit den Katzen, könnt Ihr problemlos
    beim Tierarzt anrufen oder vorbeischneien.

    # haltet eine Wärmflasche bereit, mit denen Ihr den Mietzen ein schönes warmes
    Nest bauen könnt, bzw. die gleich mit in die Transportbox zum Tierarzt kommt
    (bei den jetzigen Temperaturen könnten sie sonst ein bißchen auskühlen durch die
    Narkose).

    # besorgt Euch auch Küchenkrepp oder ein paar alte Wischtücher -
    es kann schon mal passieren, daß in der Aufwachphase ein kleines Malheur passiert
    oder sie sich übergeben müssen.

    # versucht, sie in den Stunden nach dem Aufwachen so zu "platzieren", daß sie
    möglichst nicht auf Tische, Fensterbänke etc. hüpfen können, weil es schon sein kann,
    daß sie sich beim Rauf-bzw. Runterspringen wehtun, wenn sie noch so ein bißchen duselig sind.

    Ansonsten: keine Sorge, meine waren immer am nächsten Tag schon wieder topfit und
    sind ganz normal durch die Gegend gesaust!

  7. Inaktiver User

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Wechsel den Tierarzt!

    So einen Aufstand habe ich noch nie gemacht. Weder Katzen noch Hunde waren so pflegeintensiv nach der Kastration...

    Aber soviel Bohei macht ein dickes Bankkonto!! Mehr ist es wohl nicht bei deinem Doc....


    Mit 7 Monaten ist es auch schon ziemlich Zeit für eine Kastration!!

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Kater lassen sich vollkommen problemlos kastrieren, liegt ja alles außen. Auch meine wurden nicht genäht; die Wunde verschließt sich selbst, es gibt kein Fädenziehen und auch keinen Kragen. Man muss sie nur beobachten, ob sie sich an der Wunde vermehrt und viel lecken. Außerdem muss man die Wunde beobachten, ob sie "gut" aussieht.

    Die Katze hat halt einen Bauchschnitt, deshalb sollte man darauf achten, dass sie unmittelbar nach der OP nicht so rumtobt (und sich die Fäden wieder aufknabbert). Wenn aber alle Tiger gleichzeitg kastriert werden, dann sind sie auch alle gleich "besoffen" nach der Narkose. Unsere TÄ gibt Tiere grundsätzlich nicht schlafend mit, sie müssen immer in der Praxis aufwachen - auch bei anderen Eingriffen bzw. Behandlungen ist hin und wieder eine Narkose notwendig.

    Am nächsten Morgen waren unsere bisher immer die alten. Allerdings lasse ich nicht kastrierte Katzen/Kater noch nicht raus, sodass ich das Freigängerproblem zu diesem Zeitpunkt nicht habe. Grundsätzlich finde ich allerdings, dass eine Katze, die nach draußen will, kerngesund und im Vollbesitz ihrer Kräfte sein muss. Einen Tag nach der OP finde ich das noch nicht gegeben, sodass ich sie da auch nicht rauslassen würde. Aber das ist meine ganz persönliche Auffassung.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  9. Moderation

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    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Wohungskatzen: Termin machen, Morgens hin, Mittags zurück. Noch betäubte Katze mit ihrer Kiste in eine warme Ecke gestellt und den Tag über Gesellschaft geleistet/beobachtet. Nummer vom TA ans Pinnbrett, im Fall von Komplikationen. Es gab aber keine.

    Am nächsten Tag war noch jemand den ganzen Tag auf "Katzenwache", aber die Katerchen waren schon wieder das alte Selbst.

    Die halbwilden Freigänger einer Freundin werden zum Aufwachen bei halb geöffneter Tür in den Flur gestellt, und sind weg, sobald sie wieder kriechen können. Voruntersuchung ist da nicht, da ist man schon froh, wenn man sie überhaupt eingefangen bekommt (manche kriegt man nur mit der Marderfalle), und beim Tierarzt schreien sie das Haus zusammen.
    Geändert von wildwusel (31.10.2012 um 11:51 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. User Info Menu

    AW: Frage zum Sterilisieren von Katzen / Kastrieren von Katern

    Kann mich den vielen sachkundigen Vorschreibern nur anschließen. Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich die völlig übertriebenen Vorstellungen des Tierarztes so lese. Meiner Meinung nach nur "reinste Abzocke" ! Das A und O für die Sterilisation und Kastration ist, dass Kater/Katze vorher nüchtern ist, dass man sie nach der Abholung in einen ruhigen, warmen Raum stellt, wegen der Narkosenachwirkungen beobachtet und ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Die Wunden heilen fast immer ohne Nebenwirkungen, beim Kater meist leichter als bei der Kätzin. Hatte gerade wieder ein Weibchen deswegen beim Tierarzt, war vollkommen unproblematisch. Sie hat einen Tag in der Ecke geruht, dann war sie wieder voll fit. Die Fäden lösten sich nach und nach selbst auf, das Bäuchlein ist heute, nach einem Monat, wieder schön mit Fell zugewachsen!
    Wechsel den Tierarzt! Gibt sicherlich jede Menge, die nicht nur an ihren eigenen Profit denken.

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