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    AW: Hund im Bett?????

    Sicher genieße auch ich es absolut. Gar keine Frage. Das war aber zu Anfang NICHT der Grund, warum ich es zuließ. Der Aspekt kam dann erst im Laufe der Zeit dazu (warum ich es jetzt nicht mehr missen wollen würde).

    Lilou hätte eine Ausquartierung aus dem Bett auch absolut sicher hingenommen. Ich hab sie nach einer Weile hineingebeten, weil ich es so wollte und nun genießt sie es sichtlich, kommt aber noch immer LÄNGST nicht jede Nacht dazu. Sie braucht das also nicht.

    Shiwa ist anders. Als sie neu war und ich den Vorsatz hatte "Hund nicht ins Bett" *weinte* sie 3 Nächte durch. Daher legte ich mich die ersten Nächte immer nach ner Weile zur ihr auf den Boden. In der 4. Nacht wurd mir das zu blöd und ich holte sie ins Bett.

    Klar, mit eisernem konsequenten Ignorieren hätte sie sicher früher oder später aufgegeben, aber das KANN ich einfach nicht - Herz zu weich. Die süße Maus saß über ein Jahr im Tierheim, ich wollte, dass sie sich *geliebt fühlt* und nicht ausgestoßen - darum ließ ich sie zu uns... Ich hätte sonst mitgeheult.

    Und genau darum weiß ich auch, dass ich von meiner Persönlichkeitsstruktur her NICHT geeignet bin, einen dominanten Hund zu uns zu nehmen, der seine Grenzen immer wieder austestet. Das verliere ich... Entweder ich geh daran kaputt, weil ich mit dieser städnigen Strenge unglücklich bin oder aber ich verziehe den Hund total und lass mir auf der Nase rumtanzen. Beides würde ich nicht wollen.

    Klar, man kann sich sagen: "Aber im Prizip tue ich ihm doch einen Gefallen, wenn ich hart bleibe und meine Alpha-Position behaupte, statt ihm diese indirekt zuzuzweisen", aber so bin ich nicht gestrickt.

    Ich kann das sehr gut, wenn es darum geht, dass Shiwa um Essen bettelt oder um Spielzeug. Das kann ich ignorieren und sie wegschicken, das lass ich mir nicht bieten. Aber mit Zuneigung/Körperkontakt/Schmusen kann ich das einfach nicht...
    Geändert von murmeltier (20.08.2006 um 17:20 Uhr)
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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    AW: Hund im Bett?

    Das kann ich ignorieren ... Aber mit Zuneigung/Körperkontakt/Schmusen kann ich das einfach nicht...
    Da erkenne ich mich wieder, murmeltier. Es ist mir ein Bedürfnis, anzufassen, zu umarmen, und zu schmusen.

    Es erscheint mir sehr menschlich, nicht "hündisch", und wenn ich mal den konsequent-strengen Tag habe, mit viel ignorieren und wenig Körperkontakt, werde ich ganz traurig, weil mir etwas fehlt. Meine Hündin bekommt das am nächsten Tag doppelt zurück.

    Ich hatte mal einen Thread: Weiss der Hund, dass es Liebe ist aufgemacht zu dem Thema. Wie seht Ihr diese Schmuserei?
    Geändert von Lukulla (20.08.2006 um 19:23 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  3. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?????

    Gutes Thema!

    Ja, mein Hund weiß, dass es Liebe ist - da bin ich mir sicher. Er wird den halben Tag zu Tode geschmust, er wird so heiß und innig von uns vier Menschen geliebt - wir können garnicht die Finger von ihm lassen. Er ist so aufmerksam, nicht nur wir lesen ihn nach 1,5 Lebensjahren fast immer sicher und richtig, nein, auch er kann meistens erkennen, was in uns vorgeht.

    Und er weiß eben nicht nur, wann es Fressen gibt oder Mama sauer ist oder Tochter traurig oder es zur Arbeit geht... Er weiß auch, wenn wir einfach ein Kuschelbedürfnis haben, wann wir einen auf großen Larry machen und lieber nicht gestört werden sollten.

    Ach, Koda, du bist der beste Hund der Welt und wenn es dich nicht schon gäbe, dann würde ich dich auf der Stelle erfinden !

    Im Ernst: Viele, viele Dinger der modernen Hundeerziehung/-psychologie kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Wir wenden sie an, wir leben mit ihr, wir predigen das auch Neu-Hundbesitzern. Doch es gibt da Restbestände, die sind einfach so individuell verschieden - ich weigere mich einfach zu glauben, dass es für jeden Hund gilt.

    Beispiel: Vor dem Hund durch die Tür gehen/Jederzeit Fressen wegnehmen können/Jederzeit Knochen aus der Schnauze ziehen/Vom Platz vertreiben und und und. All diese Übungen haben wir von Anfang an beherzigt und recht schnell gemerkt: Nee, das ist nicht unser Ding bzw. nicht Kodas. Für ihn stand es nie in Frage, dass wir das dürfen, egal ob unser kleiner Sohn oder der Vater. Ihn verunsichert es, er wartet bis heute auf unser OK, wenn wir ihm sein Fressen geben.

    Das liegt nicht an unserer angeborenen Autorität, viel mehr sind wir eigentlich oft ein bißchen lasch in der Erziehung, wie wir mitunter bei unseren Kindern bemerken. Nein, das steckt in unserem Hund drin. Er ist kein Duckmäuser, er hat keine Angst vor uns. Bei ihm greift einfach dieses Verhaltensmuster nicht.

    Und darum kann ich mir auch vorstellen, dass die Bett-Geschichte durchaus individuell zu betrachten ist. Beim einen so, beim anderen so. Wichtig ist uns, dass unser Hund immer Hund bleiben soll/darf/kann. Mitunter allerdings hab ich dein Eindruck, er ist schon ein halber Mensch - er wird uns einfach immer ähnlicher .

    Habt Ihr neulich abend solch einen fürchterlichen Report im TV über Hunde in Kalifornien gesehen? Mir ist ganz anders geworden, wie die aufgebrezelten Diven mit ihren armen im Partnerlook gestylten Hundchen durch die Tierboutiquen latschten. Haben wir eigentlich immer noch keinen Kotzsmiley?

  4. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?

    Mir geht es da wie Lukulla.

    Ich weiß auch darum, dass ein Hund ständige Zuneigungsbekundungen und Schmuserei auch falsch auffassen kann. In jedem Fall, wenn er es einfordert. Anders sehe ich es schon, wenn ich diejenige bin, die den Hund beschmust. Da ich diesbezüglich auch sehr bedürftig bin , bin ich mit einer Katze (die Gott-sei-Dank gerne schmust) gut beraten.
    Dass ein Hund Schmuserei und Zuneigungsbekundungen genießt - keine Frage, er ist ja nicht blöd und es festigt einfach die Bindung.

    Beispiel: Vor dem Hund durch die Tür gehen/Jederzeit Fressen wegnehmen können/Jederzeit Knochen aus der Schnauze ziehen/Vom Platz vertreiben und und und. All diese Übungen haben wir von Anfang an beherzigt und recht schnell gemerkt: Nee, das ist nicht unser Ding bzw. nicht Kodas. Für ihn stand es nie in Frage, dass wir das dürfen, egal ob unser kleiner Sohn oder der Vater. Ihn verunsichert es, er wartet bis heute auf unser OK, wenn wir ihm sein Fressen geben.
    Dadurch habt ihr aber trotzdem in einer für den Hund sehr wichtigen Phase klar gemacht, wer "das Sagen" hat - auch wenn es später nicht mehr nötig war und ihr darauf verzichten konntet.

    und dazu
    Nein, das steckt in unserem Hund drin. Er ist kein Duckmäuser, er hat keine Angst vor uns. Bei ihm greift einfach dieses Verhaltensmuster nicht.
    Souveränität seitens des Halters hat auch nichts mit Angst vor euch oder untertänigem Verhalten Kodas zu tun. Das wäre ganz falsch.
    Ihr habt euch für Koda als souveräne Führer "geoutet". Sein Verhalten euch gegenüber ist also ein Mix aus "liebe"vollem Respekt, Anhimmelei seinerseits und größtem Vertrauen, dass ihr die richtigen Entscheidungen trefft, wenn du verstehst, was ich meine. Eine wunderbare Mensch-Hund-Beziehung also.

    LG
    Bim

  5. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?????


  6. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?????

    Ich machs kurz......

    Unsere Hunde kommen nicht ins Bett. Einer schläft im Wohnzimmer auf seinem Hundekissen. Der andere schläft vor dem Bett........

    Bei zwei 35 und 40 Kilo Tieren stellt sich die Frage mit dem Bett auch nicht mehr. Sonst dürfte ich nämlich davor schlafen.

    Zudem finde ich das Haarinferno unhygienisch. Und von astralsauber ist bei meinen Hunden auch nicht immer die Rede.

    Auf die Couch ja, aber niemals ungefragt, sondern nur wenn ich es abends erlaube........

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    AW: Hund im Bett?????

    Ja wie ich das be so großen Hunden handhaben würde, weiß ich auch nicht. Mein Freund wünscht sich für Später ja sehnsüchtig nen Rottweiler oder ne Deutsche Dogge. Der findet, unsere beiden sind gar nicht wirklich Hunde bei der Größe oder "Kleine"

    Ne Dogge mag ich glaub ich schon allein aufgrund des Sabberns nicht im Bett haben... Und son Rotti ist ja schon auch sehr massig...

    Meine haben ja zusammen grad mal 45 kg. Sind beide 49 cm hoch.
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  8. User Info Menu

    AW: Hund im Bett?????

    Ah Bim, ich bin dir noch ne Antwort schuldig, sehe ich grade... Ich geh mal suchen, wo ich das mit dem Meute-Chef herhatte...

    Deine Einwände finde ich sehr interessant. Ich kenne es eben bei Hunden in einem Haushalt auch, dass sie immer sehr eng zusammen *schmusen* und aneinander gekuschelt schlafen. Dass es bei wild lebenden Hunden anders ist, wusste ich nicht. Danke.
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  9. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?????

    Unser Hund schläft auch nicht im Bett (probiert aber immer mal wieder, ob es in Ordnung geht, wenn sie draufspringt und sich kurz hinlegt , dann folgt ein "Runter!" von mir/uns und schon ist sie wieder weg).

    Sie schläft im Körbchen (steht neben dem Bett), unterm Bett und neuerdings auch schonmal direkt neben dem Bett auf dem Boden (das sollte sie sich allerdings wieder abgewöhnen, da ich sie letztens fast plattgetreten hätte, als ich wadenkrampfgepeinigt mitten in der Nacht aus dem Bett gesprungen bin)

    Pianoforte

  10. Inaktiver User

    AW: Hund im Bett?????

    Ich kenne es eben bei Hunden in einem Haushalt auch, dass sie immer sehr eng zusammen *schmusen* und aneinander gekuschelt schlafen. Dass es bei wild lebenden Hunden anders ist, wusste ich nicht. Danke.
    Natalie, das wäre bei im Haushalt gehaltenen Hunden sicher genauso. Ich denke aber, dass das kindliche Bedürfnis nach Nähe von Welpen irgendwie aufrechterhalten wird, sprich, der Hund durchläuft zwar alle Phasen des Erwachsenwerdens, bleibt aber dennoch (gewollt) "kindlich". Das hat zum einen den Vorteil für den Hund, dass sich der Halter "kümmert" und festigt auch untereinander die Bindung. Wildlebende Hunde sind selbständiger, unabhängig (auch voneinander, obwohl sie als Rudel aufeinander angewiesen sind), "erwachsener".

    Grüße
    Bim

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