"Unsere" Polizei verweist Finder von Fundtieren an uns, die Tierhilfe. Die das ehrenamtlich nebenberuflich machen. Da kommen dann so Anfragen: "Ich hab hier einen Hund/Katze/Maus/Vogel eingefangen. Könnense den mal eben abholen?" während man auf der Arbeit sitzt und sich erst mal um eine Pflegestelle für das Tier kümmern muss...
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18.10.2012, 13:58
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
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18.10.2012, 14:12
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Gitta, nicht jeder Tierschützer ist gleich. Das treibt manchmal seltsame Blüten. Ich kenne eine sehr engagierte Tierschützerin, die der Meinung ist, jede freilaufende Katze muss leiden. So geht sie auf Bauernhöfe und fängt Katzen ein. Diese werden sterilisiert, was ja sinnvoll ist und dann werden sie bei einem Tierschutzverein im Keller in einen Käfig gesperrt und weitervermittelt. Manche vorher freilaufenden Katzen müssen nun Monate und Jahre in diesem Käfig verbringen und dürfen nur einzeln beim Füttern im Zimmer umherlaufen. Ich leide bei dieser Vorstellung... Eine andere Tierschützerin vergleicht jeden Hund, der an der Leine geht mit einem Kettenhund und würde jeden dieser Besitzer am liebsten anzeigen.
Natürlich sind dies die Ausnahmefälle. Mich beschleicht aber das Gefühl, dass sich diese Ausnahmefälle in Tierheimen häufen.
Ich habe nur einmal ein Tier in einem Tierheim abgegeben und habe schlechte Erinnerungen daran.
Irgendetwas wurde gefeiert als bei unseren Nachbarn ein Eichelhäher gegen die Scheibe flog und liegen blieb. Ich war die einzige, die keinen Alkohol getrunken hatte und fuhr mit dem Vogel zum Tierheim. Dort musste ich ca. 2 Stunden mit dem Karton und dem leblosen Vogel auf dem Schoß auf den Vogelexperten warten. Ich war an die zwei Stunden der Dame im Empfangsbereich ausgesetzt, die nölte, moserte und eine unglaublich negative Ausstrahlung hatte. Sie hatte den Vogel zwar nur kurz angesehen, behauptete sie kenne sich nicht aus, erklärte mir aber lang und breit, wie viel das kosten würde, den Vogel auszupäppeln und wahrscheinlich müßte man ihn sowieso einschläfern und die Gedankenlosgikeit der Menschen, die die Tiere einfach im Tierheim abgeben... Ich fühle mich so unter Druck gesetzt, dass ich die 50 DM, die ich dabei hatte spendete, aber das hob die Laune der Dame nicht, eher im Gegenteil. Die Bitte, den Vogel einfach dazulassen, wurde abgewiesen, ich musste warten, bis der Vogelexperte auftauchte, der auch schlechte Laune hatte ...
Durch diese Erfahrungen würde ich in so einem Fall zu meiner Tierärztin oder in eine Tierklinik fahren, im besonderen Fällen die Polizei verständigen, aber nicht ins Tierheim.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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18.10.2012, 14:19
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass der Begriff "Fundsache" davon abhängig ist, in welchem Bundesland man wohnt.
Geändert von sleepie_berlin (18.10.2012 um 14:22 Uhr)
Liebe Grüße
sleepie
Wer bis zehn zählen kann, ist klar im Vorteil
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18.10.2012, 14:24
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
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18.10.2012, 14:31Inaktiver User
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Habe ich das irgendwo auch nur in einer Silbe gesagt? Differenzieren ... hilft auch differenziert wahrzunehmen.
Mich stören eher diese selbsternannten Experten, die ihre eigenen Vorstellungen als Standards sehen wollen.
Auf dem Gebiet tummeln sich allerhand unprofessionelle Weltverbesserer, die oft von den Menschen enttäuscht sind und sich dann dem Tier verschreiben, das sich ja nicht so gut entziehen oder zur Wehr setzen kann. Weil sie ihre Hilfssyndrome dort exzessiv ausleben können. Und wenn ihnen das über den Kopf wächst, glauben sie immer noch, nur weil sie es gut meinen, wäre auch alles per se gut, was sie tun. Und richten dabei manchmal Schaden an. Ja. Das gibt es. Und nicht zu knapp. Ist halt ein relativ gering regulierter Bereich.
In Deutschland haben wir ein Heer von Menschen, die helfen wollen. Mehr als Hilfsbedürftige. Da kommt es zu Schieflagen. Trotzdem macht ein Sockel an Hilfen auch Sinn. Ob jetzt jemand gerade murrig im Tierheim ist oder nicht ...
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18.10.2012, 18:13
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Geändert von Fanta01 (18.10.2012 um 18:20 Uhr)
Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt
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19.10.2012, 18:14Inaktiver User
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Ja bitte, wohin denn sonst? Kann ich einen Eichelhäher pflegen oder einen überfahrenen Igel? Zumal man Wildtiere nicht einfach mit nach Hause nehmen darf. Soll ich einfach wegsehen? Soll ich die wilde Katze, die bei uns in der Anlage rumläuft und schon mehrmals in den WäscheKeller gepinkelt hat ignorieren oder wegjagen oder besser noch jemand Bescheid sagen, der ne Schrotflinte hat? Es ist nicht meine Katze, ich hab sie nicht ausgesetzt, mitnehmen kann ich sie nicht, weil mein Vermieter gerade so meine eine Katze duldet. Wenn ich etwas finde, dass mir nicht gehört, dann behalte ich es nicht, sondern gebe es ab. Wenn ich z. B. eine Brieftasche mit viel Geld finde darf ich sie auch nicht einfach behalten. ich mache mich u. U. sogar strafbar wegen Unterschlagung. Auf keinen Fall muss ich aber was bezahlen, wenn ich die Brieftasche abgebe. Bei Tieren gilt das nicht?
Okay, wenn sich das rumspricht, wird sich wohl keiner mehr um entlaufene oder ausgesetzte Tiere kümmern. Und nein, ich lasse mir auch kein schlechtes Gewissen einreden, weil ich nicht mein ganzes Geld oder auch nur einen teil davon an den Tierschutz verschenke.
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19.10.2012, 19:39
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20.10.2012, 09:54Inaktiver User
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
@Fanta01 ...weißt du, ich finde man sollte, selbst wenn man schlechte Erfahrungen im Tierschutz gemacht hat, nicht weniger für Tiere deswegen einstehen oder eben alles ziemlich zurückfahren was man eigentlich für die Tiere tun will. Selbst wenn es wie in deinem Fall wohl, aus nächster Nähe erlebt worden ist.
Ich hab das auch schon. (Und das nicht nur einmal)
Aber ich würde nie und nimmer deswegen meine Aufmerksamkeit und das was ich als "Laie" tun kann zurückfahren. Wer leidet denn darunter noch mehr hm?
Die Tiere.
Das sollte man sich vor Augen halten und versuchen, wenn an helfen kann, trotzdem zu helfen wenn es einem möglich ist.
Scharlatane gibt es überall. Helfen sollte nicht so gedacht sein, dass ich es nur tu, wenn ich hunderprozentig etwas dafür sehe oder bekomme. Man sollte versuchen was man kann, was nicht heißt, sich selbst dabei zu verlieren. Seine persönlichen Grenzen sollten einem immer vor Augen sein.
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21.10.2012, 15:19
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Das von dir geschriebene gilt für dich, was ich respektiere!
Ich selbst betätige mich nicht mehr im Tierschutz was umgekeht auch respektiert werden sollte.
Ich möchte für meine Hilfe nichts bekommen, schon gar nicht wenn es um Tiere geht aber frech das Geld aus der Tasche ziehen lassen lasse ich auch nicht mit mir machen.
Das kann natürlich jeder so halten wie er mag!
Das von mir geschriebene gilt nur für mich.Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt



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