Ja, ich habe konkrete Dinge erlebt da ich selbst in einem Tierschutzhaus tätig war, dadurch sehr viel miterleben "durfte" was hinter den Rosa-Brillen-Kulissen so abgeht - intern! Sowie zahlreiche selbsternannte Tierschützer denen man dadurch unweigerlich auch begegnet sowie gewisse Vereine!
Tierschutz!? (dieses scheinheilige Wort löst bei mir schon Gänsehaut aus)
Wer es glauben will/mag soll seelig werden!
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Ergebnis 21 bis 30 von 69
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17.10.2012, 18:05
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt
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17.10.2012, 18:32
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Sicher, wenn ein Tierheim für ein abgegebenes Tier Gebühren haben möchte, ist das für mich, wie auch viele andere Tierfreunde, ein heikles Thema. Einerseits kann ich die Betreiber dort verstehen, denn es gibt hier so viele Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, sei es, weil sie eine Allergie, kein Geld mehr für das Tier haben, wegen Arbeitslosikeit oder Haustierverbot, wegen Umzug usw. ihr Tier einfach, schmerz- und kostenlos "entsorgen" wollen.
Bei diesen Menschen wäre es wohl ohne Zweifel angebracht, Geld vom Besitzer zu verlangen. Aber, wer von denen, die ein "Fundtier" abgeben, ist schon so ehrlich um zuzugeben, dass es -sein- Tier ist, das er ins Heim abschiebt! ?
Also bleiben die Tierheime auf den zusätzlichen Kosten sitzen, die jedes neue Tier mit sich bringt!
Vor vier Wochen hatte ich genau das Problem, dass auf einem großen, freien Nachbargrundstück mit Holzstapeln eine wild lebende Katzenmama ihre acht Wochen alten Babys der Öffentlichkeit vorstellte. Um einer Katzeninvasion in den nächsten Jahren vorzubeugen, beschlossen einige Nachbarn und ich, die Katzen einzufangen, aber wohin dann damit? Nach stundenlangem Telefonieren mit Tierheimen, (wollten alle keine Katzen, waren angeblich alle bis unters Dach voll!
), dem Tierschutzverein und mehreren Tierärzten
, konnten wir uns dann darauf einigen, dass der Tierschutz, eine total liebe Tierärztin und wir als Nachbarschaftsgemeinschaft jeder ein Drittel für die Behandlung und priv. Vermittlung zahlt. Obwohl wir es eigentlich als unmöglich ansehen, für unsere Tierliebe auch noch zuzahlen zu müssen, da die Katzen uns ja nicht gehörten. Aber in Deutschland sieht es, glaube ich, ja so aus, dass demjenigen das Tier gehört, auf wessen Grundstück es wohnt!?
Wenn aber die Zuzahlung bei Fundtierabgabe generell in jedem Tierheim so gehandhabt wird denke ich, dass noch mehr Tiere an der Autobahn oder sonstwo ausgesetzt werden. Und immer weniger Menschen werden dann wohl zu Tierfreunden werden und ausgesetzte, verirrte Tiere ins Heim abgeben! Eigentlich sehr schade diese Entwicklung, denn, sind nicht die Tiere, wie z.B. Hund und Katze, die besten Freunde von uns Menschen`?
Geändert von anchesamun (17.10.2012 um 18:36 Uhr)
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17.10.2012, 23:12
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
@anchesamun, ganz toll, dass du dich gekümmert hast.

Du hast das Problem, den Zwiespalt, in dem sich die Tierheime befinden, auf genau auf den Punkt gebracht.
Geld ist leider im Tierschutz immer knapp. Und jedes Einzelne hat es so verdient, dass es ihm gutgeht.
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18.10.2012, 08:48
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Na ja, Hilfe bedeutet ja nicht nur, das Tier einzufangen und jemandem anderen aufs Auge zu drücken. Ich kann schon verstehen, dass man nicht unbedingt noch Geld bezahlen möchte, wenn man sich um ein Tier kümmert, aber ganz objektiv betrachtet gibt es nichts umsonst. Diejenigen, die sich im Anschluß um das Tier kümmern, investieren ja auch Zeit und Geld.
Eigentlich wäre es sinnvoll und notwendig, dass derjenige, der das Tier in diese Situation gebracht hat, die Verantwortung und auch die Zahllast übernimmt. Nur das ist meistens der, der nicht "belangt" werden kann. Die Kosten und der Aufwand hingengen bleiben und müssen von irgendjemanden übernommen werden.
Für mich klingt das obige ein bißchen so: Helfen ja, aber es darf kein Aufwand und keine Kosten entstehen. So kann leider das System nicht funktionieren.
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18.10.2012, 10:19
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Aber Fremden die das Tier nur eingesammelt haben die Kosten aufs Auge zu drücken geht mal gar nicht!
Da braucht man sich dann nicht mehr zu wundern wenn die Hilfsbereitschaft der Leute nachlässt, immerhin wächst das Geld nicht auf Bäumen!
Ist das Gleiche bei Futterspenden!
Einerseits jaulen und betteln gewisse "Tierschützer" (ich sage bewusst nicht alle weil es ja doch einige gibt die wirklichen Tierschutz betreiben, auch wenns nicht die Überzahl ist) nach Futtespenden weil die armen Viecherln doch Hunger haben!
Dann wenn sie Futterspenden bekommen lassen sie sich darüber aus das dies Billigsdorferfutter ist und kein Markenfutter!
Spendet dann wirklich mal wer Markenfutter wird das nicht an die hungrigen Tierschutzhunde verfüttert sondern geht an das eigene Getier zu Hause!
Alles schon erlebt in meiner Laufbahn im Tierschutz!Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt
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18.10.2012, 10:33Inaktiver User
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18.10.2012, 10:35
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Ja, aufs Auge drücken wollten wir natürlich die Tiere niemandem. Aber wenn man auf dem Land wohnt, ergibt sich zweifellos das Problem der vielen, verwilderten Hauskatzen, die niemandem mehr gehören, weil sie schon in der dritten, vierten... Generation draußen leben. Sollen wir dann unsere Augen vor diesem Problem verschließen, die Tiere sich selbst überlassen, nach dem Motto: "Was geht mich die blöde Katze da mit ihren Jungen an?"
Ich besitze mittlerweile - NEUN- Katzen, die ich ALLE aufgenommen habe. Auch die besagte Katzenmama hat nun ein neues Heim bei mir zu Hause bekommen, aber irgendwann sind auch meine finanziellen Möglichkeiten erschöpft, ganz zu schweigen vom Platz, denn ich habe z.B. nur eine winzige Wohnung.
Der Tierschutz, die Tierheime und Tierfreunde wie ich, müssen eine für alle Seiten machbare und vor allem auch finanzierbare Lösung für das "Tierproblem" in Deutschland finden. Es kann nicht sein, dass die Tierheime auf ihren Kosten für z.B. "Fundtiere" sitzen bleiben, es darf aber auch nicht sein, dass engagierte Tierschützer, die nicht einfach mit verschlossenen Augen egoistisch durch die Gegend laufen auf den Kosten sitzen bleiben müssen.
Ich helfe immer, wo ein Tier meine Hilfe braucht und in Not ist, und ich habe schon tausende von Euronen dafür investiert, von der Zeit, einen verwundeten Igel zum Tierarzt zu bringen und danach im Heizungskeller aufzupäppeln usw. will ich hier überhaupt nicht reden. Aber es ist leider ein schmaler Grad zwischen Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit. Ich, wie viele andere Tierschützer auch, fühle mich für die Tiere, die sich ja nicht selbst helfen können, verantwortlich und möchten auch gerne immer helfen. Aber wenn dann vieles die finanziellen Möglichkeiten übersteigt, eine Katzensterilisation kann ja schon mal über 100 Euro kosten...
, wer soll das dann immer zahlen??? Der aktive Tierschützer, oder wer? Leidtragende sind,
von allen Seiten betrachtet, leider immer die Tiere!
In der Diskussion ging es ja hauptsächlich um die Frage, ob man es richtig findet, dass die Tierheime Geld für Fundtiere nehmen.....
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18.10.2012, 10:41
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Nein, nicht Standardeinstellung sondern schlicht eine Geldfrage!
Ich finde, dass (wie es hier ist) 70,- bis 120,- Euro für die Abgabe eines Tieres wahnsinnig viel ist, vorallem für eine Person die das Tier nur irgendwo aufgesammelt hat, rein gar nichts mit dem Tier zu tun hat!
Da braucht man sich echt nicht zu wundern das sehr, sehr viele Leute wegsehen.Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt
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18.10.2012, 10:42
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
@Fanta, hör doch bitte endlich auf damit, alles schlecht zu machen und über einen Kamm zu scheren, nur weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast! Mir geht´s langsam echt auf den Geist.
Es geht um ein generelles Problem, das die Tierheime haben, das aber auch private Tierschützer haben, nämlich die Kosten, die der Tierschutz verursacht.
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18.10.2012, 10:50
AW: Tierheim verlangt für abgegebene Fundtiere Gebühren
Ja, die Wahrheit kann einem echt auf den Geist gehen, dann doch lieber Blümchenwiesenphiosophie, oder was hättest du gerne!
Ich schere nicht alle über einen Kamm.
Kosten hin oder her, Privatpersonen die das Tier irgendwo aufgesammelt haben zur Kasse zu bitten ist nicht in Ordnung und wie die Gesellschaft grossteils zeigt (durch wegsehen, sich dafür nicht verantwortlich fühlen) das glasklar auf!Geändert von Fanta01 (18.10.2012 um 10:58 Uhr)
Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
DAS LEBEN GEHT WEITER!
Setze kein Fragezeichen,
wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.
© unbekannt


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