Wie gesagt, ein ca. 26-34 Kilo Hund kostet via Einzelverbrennung im TH Krematorium ca. 300€ inkl. Transport plus Verschickung in einem Plastikbeutel in einer Pappurne. Eine Sammelverbrennung ist günstiger, kostet aber auch in der Gewichtsklasse 190€. Aber da erhält man natürlich kein Packerl mit der Asche.
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24.10.2012, 18:36
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Geändert von Lukulla (24.10.2012 um 18:40 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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24.10.2012, 21:05
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Verstehe ich gut. Ich geh nicht mal an das Grab meines Lebensmenschen, obwohl der Friedhof einen Katzensprung entfernt ist.
Ich fühle dort keine Verbindung. Überhaupt nichts. Auch nicht an den ebenso nahe gelegenen Gräbern meiner gesamten Angehörigen.
Aber ich hätte gern sehr gern die Asche meines Mannes im Garten verstreut oder an einem anderen Ort, an dem wir gern zusammen waren.
Ein richtiges Grab für meine Hunde, die quasi jetzt meine einzigen Angehörigen sind, brauche ich nicht. Ich möchte sie aber auch nicht via Tierkörperbeseitigung wntsorgen lassen. Seltsam, da für mich ein toter Körper ein toter Körper ist.
Aber ich kann verstehen, wenn man sein Tier begraben möchte und die Geschäftemacherei macht mich wütend.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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25.10.2012, 10:04Inaktiver User
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Wir begraben unsere Tiere.
Ich hätte auch kein Problem mal beim Ausschaufeln eines Grabes was zu entdecken, dass ein jeweiliger Vorgänger da verbuddelt hat. (Vielleicht wegen der Neugier? Ich weiß es nicht)
Das Würmer oder anderes Getier alles auffrisst und vielleicht nur ein paar Gebeine übrig bleiben, halte ich für natürlich.
Meine vorige Hündin,sowie verstorbene Meerschweinchen und 2 Wellensittichdamen sind alle von uns begraben worden. Wir haben damit kein Problem und nach Abspache mit dem Tierarzt was gewisse Regeln diesbezüglich angeht, war das auch umwelttechnisch in Ordnung.
O.K. Wir haben den Platz. Wenn das nicht so gewesen wäre, hätte ich mir für die kleinen Tiere draußen irgendwo, bei Nacht und Nebel einen Platz gesucht und verbuddelt und die Hündin hätte ich einäschern lassen.
Ich hätte da jetzt eine persönliche Geschichte unseres Hundes, den mein Vater damals zu sich, zu uns holte.
Nach 15 Jahren starb dieser treue Hund (Schäfer-Sennenhundmix) an Herzversagen. Meinem Vater riet man wie es damals einfach üblich war, den Hund zur Entsorgung zu geben, in so einen damals üblichen Sammelbehälter zu legen, der immer entleert wurde.
Mein Vater hat diese Vorgehensweise bis heute bereut.
Obwohl die Zeiten damals anders waren was die Ansichten mit Hunden und all dem angeht, fand er es extrem unwürdig und hatte jahrelang ein Problem damit. Er würde so etwas nie wieder tun.
Auch wenn es nur ein toter Körper ist. Dieser Körper hatte Leben in sich und dieser Körper sollte würdig ruhen dürfen. Einfach seine Ruhe finden dürfen.
kolia
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25.10.2012, 10:27Inaktiver User
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Kleine Zwischenfrage - was machen eigentlich die Pferdebesitzer, wenn ihr Tier stirbt?
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25.10.2012, 10:58Inaktiver User
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Yagua, ich finde deine Idee sehr nett.
Bei unserem ersten Hund (ist schon über 20 Jahre her) war es so, dass er direkt nach einer (falschen) tierärztlichen Behandlung plötzlich starb und ich habe ihn zu einer tierärztliche Hochschule gebracht, damit man dort untersuchen konnte, an was er gestorben war. Man hat mir gesagt, dass ich seinen Körper nicht zurück bekomme.
Unseren zweiten Hund haben wir persönlich ins Krematorium gefahren und einzeln einäschern lassen. Ja, es war irgendwie damals ein angenehmes Gefühl, als wir ihn sozusagen zurück bekamen, aber für Beide ist die Hauptgedenkstätte eigentlich mein Kopf und mein Herz
!
Ja, es ist schön, dass man die Haustiere bestatten kann. Ich lasse die Wörter "angemessen" und "würdevoll" absichtlich weg. Denn irgendwie werden dadurch Menschen, die es sich nicht leisten können, eventuell immer mehr in eine Konfliktsituation gebracht, weil sie ja dann vice versa ihren Hunde oder andere Haustiere eben nicht würdevoll und angemessen genug bestatten, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt, als sie beim Tierarzt zurück zu lassen. Und das gefällt mir an der ganzen Geschichte irgendwie nicht.
Wichtig ist, dass das Haustier zu Lebzeiten mit Würde und angemessen behandelt wurde. Diese Rituale nach seinem Tod tun wir hauptsächlich für uns.
Eine Idee für Menschen, die nicht das Geld oder die Möglichkeit haben ihr Tier zu beerdigen, die aber nach einem Ritual suchen, wäre vielleicht ein virtuelles Grab (kostenlos).
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25.10.2012, 11:09
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25.10.2012, 12:24Inaktiver User
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Das ist richtig.
Ich selbst bin ja tatsächlich auch Pferdebesitzer, hab meinen Dicken jetzt auch schon bald 12 Jahre und ja,
ich liebe mein Pferd. Ich wäre zu Lebzeiten bereit da einiges in ihn und sein Wohlergehen zu investieren, wenn der nur irgendnen Schiss hat bin ich sofort extrem geknickt und besorgt-
aber es IST definitiv ein anderes Verhältnis.
Wir wohnen nicht zusammen.
Wir sehen uns zwei Stunden am Tag, da ist er mein (Sport)Partner und auch durchaus anhänglich, kooperativ und motiviert, den Rest der Zeit aber ist er einfach ein Pferd unter Pferden, der spielt und tobt, sich im Dreck wälzt, die Weide umgräbt, sich die Sonne auf den Buckel scheinen lässt und seine (wenn auch durch einen Zaun begrenzte) Freiheit genießt.
Und ganz ehrlich- die zwei Stuunden am Tag würde er auch ohne mich rumkriegen, der würde nichts vermissen, da mach ich mir keine Illusionen :-P
Ein Pferd mag zwar domestieziert sein, ist aber allein durch seine Haltung, sein Sozialverhalten etc noch sehr viel mehr Tier geblieben, auch vom Menschen sehr viel unabhängiger als jetzt zB ein Hund, der ja menschlichen Anschluss regelrecht sucht und am liebsten 24/7 mit dir zusammensein möchte.
Die (gefühlte) Nähe, der Bezug ist einfach ein anderer- zumindest geht das mir so.
Der Gedanke mein Pferd begraben oder einäschern zu lassen erscheint mir irgendwie absurd.
Vielleicht ist das auch, ebenso wie das Bestatten von kleineren Haustieren, ein kulturell gewachsener und tradierter Gedanke.
Wenn ein Pferd geht, wird der (riesige) Körper halt entsorgt, das war halt "irgendwie schon immer" so...
Bis vor wenigen Jahrzehnten war das Pferd auch noch ein reines Arbeits- u. Nutztier und sein Fleisch wird heute noch auf jedem Weihnachtsmarkt gegessen (nicht von mir, aber meine gelegentlich magenempfindlichen u. mäkeligen Hunde bekommen ab und an getrocknetes Pferdefleisch, das sie sehr gern mögen und vertragen, solange es nicht mein Hoppe ist kenn ich da, sorry, nix!)
Es gibt ja nun auch seit einigen Jahren die Möglichkeit Pferde kremieren zu lassen.
Zunächst nur in den Niederlanden, jetzt auch in einigen Bundesländern (in meinem noch nicht).
Kosten: 3,50 pro Kilo, Abholung 1,50 pro gefahreren Km bei Abholung (und man muss es abholen lassen, wie man 500kg leblose Masse allein auf irgendnen Anhänger bekommt wüsst ich jetzt nicht...) Das Tier wird allerdings vorm kremieren noch "fachgerecht zerteilt" *schluck* und übrig bleiben 8-12 kg Asche, was ja auch nicht eben handlich ist.
Irgendwie war und ist das für mich gedanklich keine Option.
Und 2000 euro, die das mindestens kostet, übersteigen auch meine Verhältnisse.Geändert von Inaktiver User (25.10.2012 um 12:31 Uhr)
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25.10.2012, 12:57Inaktiver User
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25.10.2012, 13:00
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
Ich meine es nicht lächerlich:
mein Hund nimmt mich als seinen Rudelführer an, er ordnet sich - ausser beim Rehstöbern - unter, er folgt aufs Wort - ausser es läutet -.
Mein Kater kommt auf Pfiff, er schmeisst sich auf den Rücken, wenn ich mit dem Waschlappen komme, er geht mit mir unter die Dusche.
Beide kämen auch ohne mich zu Recht - sobald es genügend zu fressen und soziale Nähe gibt.
Wenn ich heimkomme wedelt sich der Hund den Schwanz schier ab und der Kater maunzt zum Gotterbarmen.
Keiner von beiden aber macht sich einen Kopf, wenn ich Schmerzen habe, der Kater läuft mir trotzdem zwischen den Füssen rum, der Hund braucht mindestens eine Stunde Auslauf, sonst zickt er, so zuck halt ich bei jedem Schritt.
Und keiner von beiden macht sich Gedanken um eine Begräbnisstätte für mich.
Wenn ich nicht mehr da bin, denken sie vielleicht noch an mich, aber dann gibts ein neues Frauchen oder Herrchen.
Und wegen der zwei von 10.000 Hunden oder Katzen, die angeblich um einen Menschen trauern und nicht mehr vom Grab weichen kann man nicht von einer allgemein gültigen Liebe zum Menschen ausgehen.
Beide Tiere bekommen die bestmögliche tierärztliche Versorgung. Sie dürfen sogar in ausgewählten Zeiten auf die Couch, ins Bett, auf den Esstisch, den Stuhl, den Bücherschrank, die teuren Möbel dürfen sie nicht zerkratzen tun es aber manchmal. Und wenn sie dann einmal alt und krank werden, dann werden sie versorgt. Aber ich gehöre auch zu denen, die nicht darauf bestehen würden, dass ein bösartiger Tumor operiert wird, damit das Tier danach noch 6 Wochen zu leben hat.
Liebe und das Ausmass derselben kann man nicht messen. Und nicht beurteilen. Sie hat aber immer in gewissem Masse mit Verzicht zu tun, und vor allem darum, das eigene Wohl dem anderen unterzuordnen. Gerne und ohne aufzurechnen.
Ein Tier aber kann bestimmt nicht lieben. Denn es wird nicht für sich etwas aufgeben, damit es dem Herrchen oder Frauchen gut geht. Ausser es bekommt etwas dafür: Fressen, Zuwendung, einen warmen Hintern usw. Kein Kettenhund würde bleiben, wenn er weggehen könnte - und dann heisst es, aber er ist doch so freundlich zu den Menschen geblieben, obwohl er so geplagt wurde.
Tiere leben im jetzt mit der Erfahrung der Vergangenheit.
Nochmal: ich finde es durchaus nicht lächerlich, sich den Abschied vom Tier zu erleichtern. Und ich beurteile auch nicht, wie viel Geld dafür ausgegeben werden darf.
Aber ich wehre mich dagegen, dass ich der schlechtere Mensch, und wenns auch nur zwischen den Zeilen ist, bin, weil ich mein Tier beim Tierarzt lasse und es kremieren lasse. Denn für mich ist der gestorbene Körper nur noch ein Körper - und ich glaube auch nicht daran, dass der Mensch im christlichen Sinne eine Seele hat. Ich fände eine Menschkörperbeseitigung im Sinne von Soylent Green - ein Film aus den 80ern - durchaus akzeptabel..
I'm waiting for the other shoe to drop.
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25.10.2012, 13:06
AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(
wenn man meine Nichte liesse, würde sie durchaus ihr Pony mit ins Bett nehmen. Im wesentlichen ist es bisher nur an der Grösse gescheitert. Und wenn die Tierliebe so weitergeht, dann gibts dann bald auch pferdgerechte Wohnungen. Ich kalauere, denn für mich gibts da eben keine emotionalen Unterschiede.
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I'm waiting for the other shoe to drop.



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