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  1. Inaktiver User

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Eine Freundin von mir hatte ihren Riesenlöken damals auch einäschern lassen.. eigentlich wollten sie die Urne auch an seinem Lieblingsplatz im Wald vergraben, damit er "dort für immer Eichhörnchenjagen kann" *schluchz*
    Allerdings hatte da auch grad ein strenger Winrter angefangen und die Monate gingen ins Land... und die Urne steht heut noch in der Vitrine-
    mit Bild daneben

    Für mich war das auch eine Option, aber als es dann soweit war, der Zustand meiner uralten aber sonst putzmunteren Hündin verschlechterte sich binnen vier Tagen so rapide, dass wir dann am letzten Abend den TA nach haus kommen ließen, dass mir- soweit von denken überhaupt noch die Rede sein könnte- spontan nur die Zeitungsannonce mit dem kürzlich eröffneten Abschiedswald einfiel.
    Hatte sogar die Zeitung noch liegen und wählte dann halt die Nummer... :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für uns war es so richtig, und wir konnten das auch finanzieren. Ich weiss aber, dass das längst nicht für jeden möglich ist - daher finde ich es sehr sinnvoll, darüber nachzudenken, wie man das vielleicht anders regeln könnte.
    So ist es.

    Um nochmal auf einen älteren Beitrag von Schnuffelwuff zurückzukommen:

    Zitat Zitat von Schnuffelwuff Beitrag anzeigen
    Ich finde es höchst unsozial, Menschen, die z.B. von Hartz 4 leben, das Recht auf ein Haustier abzusprechen.
    Das sind Menschen, die eh schon durch das soziale Netz fallen weil sie kein Geld über haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
    Viele vereinsamen und ziehen sich vor Scham zurück.

    Die Tierheime nehmen immer mehr Haustiere auf, deren Besitzer nicht mehr in der Lage sind, die alltäglichen Kosten aufzubringen.
    Beklopptes System- die Kosten bezahlt dann die Gesellschaft durch Steuergelder.

    Wieso spricht man einem Tierbesitzer nicht ein paar Euro mehr für den Unterhalt seines geliebten Tieres zu.
    Da sparen dann auch die Krankenkassen, weil die sonst folgenden Depressionen auch behandelt werden müssen.


    Und diesen Gedanken weitergedacht müsste es dann eben auch noch drin sein seine Tiere bei nachgewiesener Bedürftigkeit gegen Zahlung eines kleinen, erschwinglichen Obulus, meinetwegen für die Urne als solches die dann in der einfachsten papp-Ausführung zehn, zwanzig Euro kostet, in irgendeiner Form verbrennen/beisetzen zu lassen.
    Für den Rest müsste dann eben der Staat oder wer auch immer einstehen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die reinen Kosten einer Kremierung, also jetzt vom Energie und Lohn/Zeitaufwand her tatsächlich in die Hunderte gehen. Wie lange dauert es denn, bis so ein Hund vollständig verbrannt ist??
    Ich glaube die Marge für die Betreiber/Unternehmer ist doch ziemlich beträchtlich.

  2. Moderation

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    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Wenn es nach mir ginge, müssten auch Menschen nicht begraben werden, sondern würden verbrannt und dann entsorgt. Ich habe absolut kein Verhältnis zu Friedhöfen oder ähnlichen und die Vorstellung einen "Angehörigen" (egal ob Mensch oder Tier) als Urne in der Wohnung stehen zu haben, gibt mir nichts positives. Weil irgendwann muss das ganze in den Müll entsorgt werden, spätestens, wenn ich sterbe und niemand erbt, dem die Urne was bedeutet.

    Und mit Urnen umziehen macht sich nur in amerikansichen Road-movies gut ....

    Und wenn ich schon Menschen am liebsten nicht beerdigen lassen will, dann verstehe ich es bei Tieren noch viel weniger und vorallem - was hier im Strang schon angesprochen wurde, die "Ahnenbrühe" ist keine appetitliche Angelegenheit und kann zu vielerlei Problemen führen.

    Ich bin sehr für Rituale, ich habe bei allen meinen drei Großeltern die Grabrede gehalten, ich kann mich an schönen Bildern unseres verstorbenen Katers freuen, mit meiner geliebten Oma jederzeit und überall reden, wo ich mag und mich über Erinnerungsstücke freuen - aber Friedhöfe sind für mich im besten Falle schöne Flecken zum Spazieren gehen, aber haben für ich absolut nichts mehr mit dem Toten zu tun.

    Und ich gebe durchaus gerne Geld aus für mein Tier, damit es ein artgerechtes und nettes Leben hat - aber ich würde nie viel Geld nach dem Tod dafür ausgeben, um mir eine zusätzliche Erinnerung zu schaffen. Ich kann das nicht verstehen.

    Muss ich aber auch nicht, weil absolut jeder machen kann, womit es ihm (und hoffentlich zu Lebzeiten dem Tier) gut geht.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. Inaktiver User

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Fanta01 Beitrag anzeigen
    Sind Tierbestattungen nicht doch ein wenig übertrieben?

    Es sind doch immer noch Tiere und keine Menschen die einen Glauben haben!
    Als ob mensch des Glaubens wegen beerdigt würde.....

    Und bitte: Was sind Menschen anderes als Säugetiere ???


    Hier leben insgesamt 5 Säugetiere mehr oder weniger friedlich und glücklich zusammen.
    Alle sind absolut gleichberechtigt in ihren Wünschen und der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und das werden wir auch im Tod nicht ändern:
    Alle werden kremiert und dann in den Bergen verstreut - mein Mann und ich müssen dazu in die Schweiz, weil es hier nicht erlaubt ist und unsere Katzis werden wir, wenn es - hoffentlich erst in vielen, vielen Jahren - soweit ist, einäschern lassen und dann am Lieblingsort von uns zweibeinigen Säugetieren verstreuen.

  4. Inaktiver User

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Ich habe absolut kein Verhältnis zu Friedhöfen oder ähnlichen (...)

    Ich kann das nicht verstehen. .
    Das ist selbstverständlich eine legitime Sichtweise, aber, mit Verlaub: eine sehr moderne!

    Der Totenkult als solches ist schätzungsweise so alt wie die Menschheit selbst,
    und ganz offensichtlich den allermeisten ein tief verankertes Bedürfnis.

    Und auch das um verstorbene Tiere so ein "Bohei" veranstaltet wird ist kein brandaktuelles Phänomen.
    Es gibt jahtrausende alte Tiergräber, wer über das nötige Kleingeld verfügte ließ sicher so einiges springen, so mcher ließ seinem *klick* oder Dackel ganze Denkmäler errichten *klick*


    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Muss ich aber auch nicht, weil absolut jeder machen kann, womit es ihm (und hoffentlich zu Lebzeiten dem Tier) gut geht.
    Manche können das aber eben nicht.
    Und das ist hier ja das Thema :-/

  5. Moderation

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    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bitte: Was sind Menschen anderes als Säugetiere ???
    Sag ich meinen Katzen auch immer, und trotzdem haben sie nicht da Abendessen fertig, wenn ich heimkomme.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Sag ich meinen Katzen auch immer, und trotzdem haben sie nicht da Abendessen fertig, wenn ich heimkomme.
    Sei blooooß froh drum !!!!

    Unsere neigen durchaus dazu, uns mitzuversorgen.
    Allerdings machen sie das natürlich nach ihren Vorstellungen - vorletzte Woche ( als das Wetter noch gut war), kamen wir innerhalb vom 5 Tagen auf 3 Vögel und einen Tafelschwamm.....

    Mein Mann war in der Woche krank und als ich duschen war, gab es plötzlich mörderisches Gebrüll aus dem Wohnzimmer: Unsere Jüngste hatte noch nicht registriert, daß der Dosi auch daheim ist und raste mit dem Rotkehlchen im Maul - wie öfters mal - auf's Sofa, wo mein Liebster schlief.

    Grooooooooooße Irritation auf allen Seiten.....


    Sorry für's OT.

  7. Inaktiver User

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wenn es nach mir ginge, müssten auch Menschen nicht begraben werden, sondern würden verbrannt und dann entsorgt. Ich habe absolut kein Verhältnis zu Friedhöfen oder ähnlichen und die Vorstellung einen "Angehörigen" (egal ob Mensch oder Tier) als Urne in der Wohnung stehen zu haben, gibt mir nichts positives.
    Ich liiiiiebe Friedhöfe, besonders alte. So wie ich auch gothic novels, Geister- und Gruselgeschichten liebe, obwohl ich weder an Geister noch an ein Jenseits glaube. Aber gerade im Herbst gibt es für mich kaum schönere Orte zum Spazierengehen und Sinnieren über unsere Vergänglichkeit.
    Mit der Urne in der Wohnung geht´s mir allerdings genauso wie dir.... will ich nicht haben. Weder von Tier noch von Mensch.
    Früher war es ja in unseren bürgerlichen Kreisen durchaus üblich, seine Haustiere nach deren Verscheiden ausstopfen zu lassen. In der Wohnung meiner Großmutter (1900 geboren) stand eine mottenzerfressene ausgestopfte Katze.... ich erinnere mich heute noch an ihre Glasaugen.

  8. Moderation

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    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und diesen Gedanken weitergedacht müsste es dann eben auch noch drin sein seine Tiere bei nachgewiesener Bedürftigkeit gegen Zahlung eines kleinen, erschwinglichen Obulus, meinetwegen für die Urne als solches die dann in der einfachsten papp-Ausführung zehn, zwanzig Euro kostet, in irgendeiner Form verbrennen/beisetzen zu lassen.
    Für den Rest müsste dann eben der Staat oder wer auch immer einstehen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die reinen Kosten einer Kremierung, also jetzt vom Energie und Lohn/Zeitaufwand her tatsächlich in die Hunderte gehen. Wie lange dauert es denn, bis so ein Hund vollständig verbrannt ist??
    Ich glaube die Marge für die Betreiber/Unternehmer ist doch ziemlich beträchtlich.

    Du könntest eine entsprechende Stiftung/gemeinnützigen Verein gründen.
    Dem kannst du das Grundstück zu dem Zweck der Tierbestattung schenken und gleichzeitig Spenden einwerben für die Bestattung von Tieren, deren Besitzer sich diese nicht leisten können.


    Eine Finanzierung über Steuermittel halte ich für sehr unrealistisch.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Ich finde das eine schöne Idee für eine private Initiative!


    Wir sind glückliche Besitzer eines großen Grundstücks und die Hunde haben dort auch ihre letzte Ruhe gefunden, und zwar auch tief genug (als Jägerin weiß ich das). Unsere Hunde sind aber auch eher klein. Und das Ereignis finde ja nun nur alle paar Jahre statt.


    Eine Bestattung von mittellosen Menschen ohne Angehörige kostet in der Gemeinde hier so um die 350 EUR. Auch das muß eine Gemeinde aufbringen. Was ähnliches für Haustiere (für mittelose Frauchens und Herrchens) halte ich für sehr unrealistisch.

  10. User Info Menu

    AW: Tiere bestatten- ein Luxus! ? :(

    Zitat Zitat von Quidam Beitrag anzeigen
    Was machte sie - steckte den Gordon Retriever, der ja immerhin an die 80 kg wiegt und fast so gross wie eine Deutsche Dogge war - in die Kühltruhe. Ich war grad dort und wunderte mich, dass es mitten im Jahr sozusagen Wild gab, bis ich hörte, dass das darin gefrorene Fleisch verschenkt bzw. verarbeitet wurde. Bis im März dann der Boden aufgetaut war und sie ihn am Gartenrand begrub, dann war die Kühltruhe für Menschenessen wieder frei - die Tatsache als solche ekelt mich übrigens nicht, ich fand es nur seltsam.
    Der Hund war gechipt. Sollte jemals der Chip auftauchen, kann sie mit massiven Strafen rechnen.
    Ich muss jetzt mal nachfragen, weil ich diese Geschichte absolut nicht verstanden habe. Ein Gordon Retriever wieigt 80 Kilo?

    Du meinst wahrscheinlich einen Gordon Setter und der kann bis zu 80 Pfund = 40 Kilo wiegen.

    Sie hast also den Hundekörper in die Tiefkühltruhe getan. Und dann den Körper langsam zersäbelt und als Wild angeboten? Und den Rest dann im März in der Erde vergraben?

    Warum bekommt sie Ärger, wenn irgendwo in der Erde ein Hundechip auftaucht?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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