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  1. Inaktiver User

    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Rettungsdienst u.ä. gibt es aber auch Mischlinge die ihre Arbeit sehr gut machen.
    Aha, und warum gibt es dann kaum wirklich brauchbare Rettungshunde und es ist fürchterlich schwierig für Ausbilder von Dienst- und Hilfshunden brauchbare Welpen zu bekommen? Für viele Ausbildung muss mit dem Welpen angefangen werden, die Ausbildungen sind sehr, sehr teuer und kosten Zeit. Ich muss also beim Welpen eine entsprechend hohe Wahrscheinlichkeit haben, dass ich einen brauchbaren Hund bekomme. Diese Wahrscheinlichkeit kann ich nur haben, wenn ich Eltern, Großeltern, Geschwister, Aufzucht etc. genau kenne.

    Ernsthafte Rettungshundearbeit hat mit den ganzen Wochenend-Rettungshundlern, die sich in Deutschland tummeln, nicht, aber auch gar nichts tun. Es gibt nicht viele Rettungshunde in Deutschland, die den Namen Rettungshund auch wirklich verdient haben. Es geht um Menschenleben (und auch um das Leben des Hundes) und nicht um eine Freizeitbeschäftigung. Ich kenne so gut wie keinen Hund, der nicht aus gezielter Zucht stammt (und damit schließe ich Kreuzungen mit ein), der ein brauchbarer Arbeitshund geworden ist.

    Natürlich kann ein Hund aus dem Tierheim ein ganz toller Begleiter werden und im Hundesport erfolgreich werden. Er kann auch ein netter Hobbyrettungshund werden etc. aber dazu ein wirklicher Arbeitshund zu sein, gehört schon sehr viel mehr.

    Hätten wir nur gute Züchter, hätten wir so gut wie keine Hunde im Tierheim. Das Problem sind nicht die guten Züchter, sondern die Vermehrer, denen es entweder nur ums Geld geht oder die fürchterlich naiv und blauäugig ans Thema Zucht gehen.

  2. VIP

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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Zitat Zitat von Gilgit Beitrag anzeigen
    [...] in Ebay werden zahllose "Rassehunde" Im Alter zwischen 9-18 Monaten "privat" angeboten zu Preisen um €1500 usw.
    Tier via ebay oder überhaupt über den Handel geht gar nicht!

    Daher mein Plädoyer für verantwortungsvolle Zuchten, wenn es es ein Rassehund sein soll. Da kann ich mir die Ergebnisse (Wesen/Gesundheit) der Eltern- und früherer Generationen anschauen, mir etwas Glück gibt es vielleicht einen Wurf Vollgeschwister aus einem früheren Jahr, ich kann den Umgang der Menschen mit dem Hund anschauen ... und auch die Interessenten für die Welpen werden auf Herz und Nieren geprüft.

    Die, die sich Züchter nennen, versprechen den Leuten oft, sie würden den passenden Welpen ausuchen und bringen ... Da müssen alle Alarmglocken läuten! Aber viele Käufer sind heute so unbedarft, dass sie nicht wissen, dass sie unbedingt Hündin und Wurf, Umgebnßung, Haltungsbedingungen, und das ganze Drumrum sehen müssen.

    Wieder zum Thema: Welpenschule ist unbedingt sinnvoll, nicht weil der Hund da "etwas lernt", sondern der Besitzer.

    Dazu noch ein Exkurs: In meiner Wohngegend gibt es eine Familie, die immer wieder chaotische und dominante kleine Hunde hat. Das Ganze zieht sich über Hundegenerationen und hat schon System: Hund liegt auf der Sofalehne, sitzt auf dem Stuhl, wenn die Leute essen, schnappt, wenn man ihn vom Lieblingsplatz scheuchen will, ist beim Tierazt nur eingeschränkt zu untersuchen und zu behandeln. Die Besitzerein sagte einmal zu mir: "Ich verstehe nicht, das Mausi so ist. Sie war doch in der Hundeschule. Kann es sein, dass sie dumm ist, sie hat dort gar nichts gelernt."

    No further comment.
    Geändert von katelbach (29.09.2012 um 17:24 Uhr) Grund: vertippt, wie immer ..
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Ihr Lieben, ich verfolge Eure Diskussion sehr interessiert. Ich muss aber auch anmerken, dass die Gespräche sich kaum noch um das Ursprungsthema drehen und die TE meta evtl. etwas verzweifelt ist, weil sie auf ihre Frage nach der Welpenschule gar keine Antworten mehr erhält.

    Vielleicht kann man die Beiträge über Zucht und Züchter in einen neuen Thread auslagern, das Thema ist auf jeden Fall interessant?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  4. Inaktiver User

    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Dann schreib ich auch noch brav was zum Thema:

    eine gute Welpenschule - ja gerne! Am besten bunt gemischt, große und kleien Hunde, gerne auch mit einem souveränen Althund dabei. Wichtig ist eine gute Trainerin (oder Trainer - ich benutze mal ein generisches Femininum), die das Spiel in die richtigen Bahnen lenkt und auf genug Pausen für die kleinen achtet. Bei Hundekontakten im Park mangelt es nämlich meist genau daran - an einer Aufsichtsperson, die das Spiel in sinnvolle Bahnen lenkt.

    Ich weiß nicht, wie firm Du selbst in der Hundererziehung bist, gerade auch was moderne, wissenschaftlich basierte Ansätze angeht, ein paar Trainingsstunden bei einer guten Trainerin schaden aber so oder so nicht, müssen aber auch nicht um jeden Preis sein.

    Wenn man genug sehr gut sozialsierte Hunde mit Besitzern, die "hündisch" sprechen im Bekanntenkreis hat, kann man sich Welpengruppen auch sparen, allerdings ist meine Erfahrung, dass das eher selten zutrifft.

    Außerdem bekommt man so direkt Kontakt zu guten Trainern, wo man vielleicht später auch gerne weiter trainiert.

    Nur bitte auf jeden Fall die Hundeschule erst ohne Welpen grundlichst auf Herz- und Nieren prüfen und dann entscheiden, ob Du mit Deinem Welpen dort hingehen möchtest!

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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Kinners, das wurde ja eine angeregte Diskussion.

    Also, ich denke, ich werde eine Welpenschule bei mir in der Gegend suchen, auch, damit meine Tochter den Umgang mit dem Hund besser lernt.

    Zu dem Thema Hundehandel:

    Mein Bruder hat aus dem Tierheim einen Hund, der als Welpe bei einem Autounfall auf der Autobahn aufgefunden worden war. Das war ein "Händler" aus dem Osten, die Rassehunde hier wohl irgendwie verscherbeln wollten. Es handelte sich dabei im Berner Senner Hunde, Möpse und Bordeau Doggen. Das ist nun schon 6 Jahre her, und der Hund meines Bruders ist eine Seele von einem Hund, nur ältere Männer, die mag er nicht so. Mag sein, dass das mit seinr Herkunft zu tun hat.

    Vor ca. einem halben Jahr ist nun bei uns in der Gegend wieder so ein Transporter verunglückt, die Welpen wurden auf verschieden Tierheime verteilt und einige der Jungen sind schon bald danach verstorben, die hatten wohl alle Infektionen im Magen-Darm-Bereich, Hautinfektionen, usw.
    Das finde ich ganz schlimm, wie mit den armen Geschöpfen umgegangen wird, aus reiner Profitgier.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
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    BVB
    Cuba oder Kuba

  6. Inaktiver User

    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    meta,

    hier kommen einige ganz praktische Anmerkungen:

    1. Sozialisation "passiert" nicht einfach - Du bist dafür verantwortlich, dass sie stattfinden kann. Das stellst Du sicher, indem Du Deinen Welpen angepasst (!) an das, was er leisten und verarbeiten kann, in unterschiedliche Situationen begleitest, und ansonsten ganz entspannt Deinen Alltag ablaufen lässt, inklusive aller Geräusche und Aktivitäten.

    Merk Dir eine wichtige Faustformel: Pro Lebenswoche 1 - 2 Minuten Aktivität am Stück. Ein Welpe von 9 Wochen sollte also ca 10 - 20 Minuten draussen unterwegs sein, dann braucht er wieder eine Pause, um zu verarbeiten.

    Welpen müssen ganz viel schlafen, aber sie müssen dazu auch lernen, wie das funktioniert mit dem Ruhe halten. Es ist wichtig, Hunden beizubringen, wie das funktioniert. Kondtionierte Entspannung kann helfen, ansonsten ist es ganz einfach, regelmässige Ruhephasen zu etablieren: Vor allem nach jeder Mahlzeit kannst Du dafür sorgen, dass ohne Ausnahme erst einmal geruht wird. Damit schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du hilfst Deinem Hundekind, runter zu fahren und trägst viel dazu bei, eine Magendrehung zu vermeiden.

    2. Ein Hund lernt nicht in der Hundeschule, sondern im Alltag mit und bei Euch. Hundeschule kann Euch nur ein paar Anregungen geben, mehr leistet sie nicht.

    3. Euer Welpe profitiert nicht von reinen Welpengruppen! Erheblich sinnvoller sind gemischte Gruppen mit soveränen erwachsenen Hunden, je bunter die Mischung, desto lehrreicher für einen solchen Zwerg. Hier kann er "hündisch" lernen, stellt fest, dass es sehr unterschiedliche Hunde gibt, und bekommt auf spielerische Weise Einblicke in die komplexe Kommunikation. Ich würde immer eher nach einem solchen Konzept Ausschau halten.

    4. Eine gute Hundeschule bietet sowohl Lerneinheiten als auch freies Spiel an, letzteres - s.o. - auch mit souveränen Althunden. Gute Trainer nehmen Euch in die Verantwortung. Wer die "Kleinen schon machen" lässt, während die begleitenden Menschen quatschend und Kaffee trinkend am Rand stehen, versteht nichts von Hunden und schadet Euch und Eurem Welpen!

    Welpe ist nicht gleich Welpe - ein guter Trainer schätzt die Entwicklungsstände der Welpen ein, und bildet entsprechende Gruppen. Nur weil Welpen "ungefähr" gleich alt sind, bedeutet das nicht, dass sie auch denselben Entwicklungsstand hätten.

    5. Macht Euch klar, dass es "Welpenschutz" nur im eigenen Rudel gibt. Fremde Hunde können auf Euren Welpen durchaus aggressiv reagieren, Ihr müsst ihn also behüten, und eine gute Balance finden zwischen erlaubten Kontakten, die extrem wichtig sind, und Schutz Eures Hundes.

    6. Ich möchte Euch zwei Bücher empfehlen, die Euch einige Fragen beantworten dürften:

    1. Hoffnung auf Freundschaft

    2. Die Hundegrundschule

    7. Macht Euch locker. Am Anfang habt Ihr ausreichend damit zu tun, Euch kennen zu lernen, Vertrauen aufzubauen, Stubenreinheit zu etablieren. Überlegt Euch von Anfang an, was Euer Hund darf und was nicht, und bleibt konsequent innerhalb dieser Grenzen.

    Hunde brauchen keine Schreierei, keine Gewalt, keinen Leinenruck, keine Discs, keine Stachel- oder Würgehalsbänder. Trainer, die auf solche aversiven Massnahmen zurück greifen müssen, verstehen nichts von Hunden.

    Hunde brauchen klare Grenzen, ruhige, souveräne Menschen, viel Liebe, noch mehr Geduld, und viel, viel Zeit. Zwei Näpfe, einen eigenen Ruheplatz, auf dem sie NIEMAND stört, ein Geschirr, eine Leine, was zum Kauen, ein gutes Futter, und einen Menschen, der sich Zeit für sie nimmt. Spielzeug? Muss nicht extra gekauft werden. Den grössten Spass können Hunde haben mit Kreativität: Was man nicht alles mit alten Socken, alten Geschirrtüchern, einer Giesskanne, all dem, was es im Garten zu entdecken gibt, und zig Alltagsgegenständen anfangen kann!

    Wenn Euch das anspricht, arbeitet mit dem Clicker - macht Spass, und gibt Euch die Möglichkeit, all die tollen Verhaltensweisen, die Euer Hund von sich aus anbietet, zu bestätigen, so dass sie sich einschleifen.

    Falls Ihr Fragen habt, könnt Ihr Euch gern per PN an mich wenden.

    Viel Freude mit Eurem Hundekind wünscht Euch
    c_f

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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Mein Mann und ich sind seit 25 Jahren Hundebesitzer, wir haben in der Zeit 5 Welpen großgezogen, aus allen sind ruhige, ausgeglichene super Hunde geworden. Vor 25 Jahren bei unserem ersten Hund (Collie) gab es noch keine Welpenspielgruppe und keine Hundeschule. Es war unser erster Hund und offensichtlich haben wir alles richtig gemacht, er war ein Prachtkerl. Auch unser Rottweiler, nie in Hunde- und Welpenschule gewesen, ist ein Traumhund gewesen. Unser Hovawart war von Anfang an ein problematischer Hund, hier wurde ich zum ersten mal mit Hundeschule konfrontiert. Danach kam wieder ein Collie, mit ihm waren wir nur in der Welpenspielstunde, eine Hundeschule braucht der Collie nicht, er ist sehr einfach zu erziehen. Jetzt haben wir einen Windhundwelpen, mit ihr gehen wir auch nur in die Welpenspielstunde, letzten Samstag war das erste Mal. Die Hunde werden dort in verschiedene Gruppen aufgeteilt, damit es kein Mobbing unter den Hunden gibt. Das hat prima funktioniert. In unserer Gruppe war unser Whippetmädchen, ein Sheltiewelpe, eine Hovawarthündin (10 Wochen, sehr ängstlich) und noch so ein Staubwedel. Die haben prima zusammen harmoniert, kein einziges Mal mußte eingegriffen werden.

    Noch was: unsere Welpen sind alle mit 8 Wochen zu uns gekommen, das ist die übliche Zeit wo Welpen abgegeben werden. Nicht ein einziger unserer Hunde hatte deshalb einen Schaden, weil er "angeblich zu früh" abgegeben wurde.

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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    Also, wir haben unseren Kleinen.
    In eine Welpenschule gehen wir noch nicht, da die örtliche erst in zwei Wochen wieder erreichbar sein wird.
    Wir gehen mit meinem Bruder und dessen Hund (Bordeauxdogge), sowie dessen GassiFreund (Labrador) auch schon mal ein wenig spazieren, damit unser Kleiner sich auch an andere Hunde gewöhnt. Unser Dicker (Bordeauxdogge) ist auch ganz besorgt, bleibt zurück, um auf den Kleinen zu warten, also ganz süß.
    Er hört auch schon etwas auf seinen Namen und wird auch an "nein" gewöhnt.
    Es lässt sich schon ganz gut an.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
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    AW: Welpenschule - sinnvoll?

    ich nehme an der süsse hund auf dem avatar bild ist deiner?

    das hört sich doch schon sehr gut an.
    ich glaube wenn ein welpe gleich mit "netten" hunden in kontakt kommt ist das gut für ihn. man merkt das ja auch ob er sich wohl fühlt usw.
    der hund einer bekannten kam als welpe auch oft mit meinem zusammen und sie meinte damals immer er wäre ganz anders als wenn er bei ihr ist, viel munterer und weniger schüchtern als sonst wenn er der einzige hund ist.
    mein zweiter hat sich allerdings trotzdem schwer getan bei der eingewöhnung obwohl schon einer da war (sogar die gleiche rasse vom gleichen züchter) aber ich hab ja auch zwei sonderexemplare

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