Mein langhaariger Hütehundmix bekommt neuerdings offene Stellen, sogenannte Hot Spots, an der Kehle, die er sich dann in Kprze blutig kratzt, zu dem eitrigen nässen dazu schaut das schrecklich aus und ist auch sehr schmerzhaft und mit Juckreiz verbunden.
Wir waren schon öfters beim Tierarzt, ich hab aber das Gefühl wir kommen da nicht recht weiter. Ich kann ihn doch nicht jedesmal spritzen lassen (mit Antibiotikum), das geht doch nicht an die Ursache??
Futterumstellung gab es keine, das tritt relativ spontan auf, ohne dass ich irgendeinen Grund erkennen kann wieso jetzt und wieso da wieder.
Hat jemand eine Idee?
Ich hab (nach Tips aus Hundeforen) Calendula versucht, das hat zwar an den bereits betroffenen Stellen dafrü gesorgt dass die wieder abgeheilt sind - nur damit nebendran neue entstanden sind. Zum Verzweifeln...
Ach ja, und einen Kragen damit er nicht kratzt will ich ihm auch nicht anlegen, weil der genau da aufliegen würde... und verbinden ist vielleicht auch nicht so klasse, wenn dann keine Luft hinkommt???
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Thema: Hot Spots beim Hund
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25.06.2012, 00:08Inaktiver User
Hot Spots beim Hund
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25.06.2012, 08:28Inaktiver User
AW: Hot Spots beim Hund
Reinigen mit Wasserstoffperoxid und danach Aluminumspray drüber. Das ist einfach und wirkt fantastisch.
Wie alt ist dein Hund? Meist passiert es gerade bei jungen Hunden, deren Imunsystem noch nicht voll ausgereift ist und wächst sich dann aus.
Du könntest z.B. Hagebuttenpulver unter das Futter mischen, um so einfach mal dem Immunsystem etwas gutes tun.
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25.06.2012, 10:39Inaktiver User
AW: Hot Spots beim Hund
Hallo schnellschnell,
ich kenne das Problem von meiner Hündin her, bei ihr trat das vor 2 Jahren im Sommer zum ersten Mal in der von dir beschriebenen Form auf. Bei ihr liegen Futtermittelunverträglichkeiten vor und sie reagiert auf Pollen. Bei ihr zeigte sich das irgendwann über die Haut, was bei Hunden, die empfindlich sind, ja nichts Ungewöhnliches ist. Die erste Maßnahme, die wir ergriffen: Wir stellten sie auf ein Allergiefutter um, im Grunde genommen ist das eine Ausschlussdiät (getreidefrei, Kartoffeln, eine einzige Proteinquelle) die wir aber beibehalten haben, weil spätere Versuche, sie wieder umzustellen, nicht klappten, irgendwas war immer. Als Knabberspaß bekommt sie entsprechende Kauartikel, beigefüttert werden frische Lebensmittel, von denen wir wissen, dass sie sie verträgt.
Sie hatte sich auch wundgekratzt und musste mit Antibiotika behandelt werden, weil schon eine starke Bakterienvermehrung auf der wunden Haut stattgefunden hatte. Um den Juckreiz zu nehmen, damit sie sich nicht ständig kratzte, bekam sie einmalig Cortison gespritzt. Zur lokalen Behandlung der wunden Stelle bekam ich einen Hautreinigungsschaum (HexoCare Schaum von Alfavet), der Panthenol enthält, was entzündungslindernd und hautberuhigend wirkt und den Heilungsprozess unterstützt. Der Schaum wird 2 x tgl. auf die zu behandelnden Hautstellen aufgesprüht, leicht einmassiert und bleibt dann einfach drauf, nicht abwaschen. Trockene Hautpartikel wie Schuppen oder gelöste Krusten kann man vorsichtig mit einer weichen Bürste abbürsten oder mit einem Tuch entfernen. Wir haben das über einen längeren Zeitraum gemacht, bis die Haut wieder ok war. Wenn ich merkte, dass sich doch wieder ein Hot Spot entwickelte, habe ich punktuell sofort mit einem Q-Tip eine leicht cortisonhaltige Salbe aufgetragen, um den Juckreiz zu unterbinden und ein erneutes Aufkratzen zu vermeiden.
Bei einem Labbi ist das aufgrund des kurzen Fells etwas einfacher, bei einem langhaarigen Hund würde ich zur besseren lokalen Behandlung die Haare an den entsprechenden Stellen kürzen.Geändert von Inaktiver User (25.06.2012 um 11:29 Uhr) Grund: Tipper entsorgt
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25.06.2012, 10:52Inaktiver User
AW: Hot Spots beim Hund
Zwischenfrage: hat der/die Tierärztin ein Hautgeschabsel eingeschickt?
LG Lotterle
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25.06.2012, 17:38
AW: Hot Spots beim Hund
Hi schnellschnell,
Hotspots sind Sch***.
Wenn die Entzündung die Haarbälge befallen hat, kommst Du um Antibiotika nicht rum.
Bei wiederkehrenden Hotspots sollte man Allergien (Futtermittel vor allem!) ausschließen, Die Zecken- und Flohprophylaxe sollte lückenlos sein (regelmäßig Spoton, das bei Deinem Hund wirkt), denn ein einziger Flohbiss oder Zeckenstich (oder eine Ohr- oder Analbeutelentzündung sowie andere Srtechende und beißenede Parasiten) reicht als Auslöser. Mikrotraumen der Haut sind oft der Auslöser, denn sie jucken. Der Hund leckt, schubbert sich oder kratzt exzesiv (Selbtbeschädeigung) und dann ist der Hautdefekt da, der sich dann schnell zum Hotspot auswächst.
Durch eine Funktionsstörung/Fehlbesiedlung der Haut (Mangel an schützender Hautflora, zu hoher pH-Wert, oft durch dauerndes Schwimmen, Baden, Schwitzen ...) können pathogene Keime in die Haut eindringen und tiefer liegende Entzündungen verursachen. Da werden dann Botenstoffe ausgesendet, die die Entzündung am Laufen halten.
Stellen, die schon entzündet sind, muss man ausscheren, täglich mit öfter lokaler Wundbehandlung versorgen (mit z.B. Hexoral tupfen und ein Wundspray drauf). Manchmal ist ein Korisonpräparat nötig um den Teufelskreis der verselbstständigten Entzündung zu unterbrechen. Manchmal ein Antibiotikum., wenn die Entzündung gefährlich tief geht.
Der Hund darf auf keinen Fall an den Stellen lecken oder kratzen.
Untestützend kann klassische Homöopathie wirken, ein Konstitutionsmittel, das direkt für den Hund ausgesucht wird. Da kenne ich mich als Schulmedizinerin aber nicht aus.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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25.06.2012, 17:47Inaktiver User
AW: Hot Spots beim Hund
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25.06.2012, 18:00
AW: Hot Spots beim Hund
Ich weiß, ich hatte auch solche Patienten. Meist findet sich aber dann ein Mittel, das reizlos ist. Die Frage ist nur, ob das dann auch auf dem Hund oder der Katze wirkt.
Individuelle Unverträglichkeiten sind ganz schwierig. Ich reagiere z.B. auf meinen Schweiß. Aber hauptsächlich nur an Hals, Brust, Bauch und Kniekehlen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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26.06.2012, 11:37
AW: Hot Spots beim Hund
Meine vorletzte Hündin, ein golden Retriever, hatte das auch immer, vor allem unter der Kehle und auch hinten am Schwanz. Teilweise waren die Stellen richtig groß.
Sie bekam erst Antibiotika, aber es trat immer wieder auf. Unser TA empfahl diese offene Stelle täglich mit Salzwasser zu betupfen, was ich auch tat und es half.LG Gilgit
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26.06.2012, 12:52Inaktiver User
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26.06.2012, 13:06Inaktiver User
AW: Hot Spots beim Hund
Die Spots sind NUR an der Kehle?
Das würde mir zu denken geben. Womit kommt der Hund an dieser Stelle häufig in Kontakt?
Neben einem gründlichen Check inklusive Allergietest, Untersuchung der betroffenen Hautareale / Abtragung von Zellmaterial und Analyse würde ich dafür sorgen, dass die betroffenen Stellen zugänglich sind, also geschoren werden, und eine sorgfältige Wundhygiene betreiben.
Trägt der Hund Halsband? Flohband? Weglassen, Umstellen auf Geschirr, so dass mechanische Reizungen an den betroffenen Stellen unterbleiben.
Um Lecken zu verhindern, gibt es jenseits der fiesen Plastikkrägen Alternativen - weiche Manschetten, Thorni, aufblasbare Kragen beispielsweise.
Was füttert Ihr? Ich würde als primäre Massnahme definitiv getreidefrei füttern, und auf Sorten wechseln, die relativ allergieunverdächtig sind. Pferd und Lamm bieten sich da an, und zwar am Besten in Form von BARF, oder von Herstellern wie Orijen oder Wolfsblut, die zumindest einigermassen vernünftig zusammen gesetzt sind.
Ich hoffe für Euren Hund, dass Ihr bald die Ursache findet.



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