Du bist hier nicht unverstanden, Du argumentierst aus einer anderen Position heraus, ebenso wie andere auch.
Warum also zwischen den Zeilen persönlich werden?
Das heizt lediglich an.
Dein Hund bleibt bei Dir, viele tun es leider nicht.
Und damit haben viele Menschen, Nichthundekenner so ihre Erfahrungen gemacht.
Zum Teil eben äußerst negative.
Die möchten das nicht einschätzen wollen, die möchten das auch nicht mehr tolerieren wollen.
Die möchten einfach nicht mehr belästigt wollen.
Das geht dann auch gerade zu Lasten der Hunde und Halter, die vorbildliches Verhalten an den Tag legen.
Das ist bedauerlich - keine Frage.
Es ist aber auch sehr verständlich - für mich zumindest.
Meine Situation war leider - insbesondere mit Kleinkind so - dass ich tatsächlich einige Spazierwege nicht mehr gehen konnte, einigen Hunden und Haltern, wenn ich sie von Weitem sah, mit Groll begegnete.
Riesige Junghunde, viel größer als mein Kind, die munter durch die Gegend sprangen und an so ziemlich jedem hoch.
Sehr lustig.
Da lag mein Kind mehr als einmal drunter.
Glücklicherweise war es nie ängstlich aber doch auch mal erschrocken.
Und nein, es hatte weder Keksfinger noch sich irgendwie ermunternd verhalten.
Es gibt viele nette Begegnungen, aber für manche Leute uch viel zu viele negative Begegnungen mit Haltern, die diesen Namen nicht verdienen.
Das hat Konsequenzen.
Und an denen sollte niemand vorbeischauen.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 68
Thema: Hunde und ängstliches Kind
-
28.05.2012, 20:29
AW: Hunde und ängstliches Kind
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
-
28.05.2012, 22:25Inaktiver User
AW: Hunde und ängstliches Kind
Matratze,
Konsequenzen kann es haben, wenn das Gespraech gesucht wird. Eltern möchten bitte IHRE Rolle bei der Problematik nicht übersehen. Sie versäumen es leider oft eklatant, ihren Kindern Basisregeln im Umgang mit Tieren beizubringen. Das kann ich nicht ändern, aber ich muss mit den Konsequenzen klar kommen - beispielsweise total distanzlosen Kids, die meinen Hund UMARMEN (!!!) oder ihm auf dem Kopf herum tatschen. Die eben nicht erst fragen. Alles schon passiert, und meine hochpubertäre "Waffe", die am besten morgen getötet werden sollte, hat ruhig und freundlich reagiert.
Dass Kinder interessant für Hunde sind, ist so logisch - sie sind klein. Sie bewegen sich oft motorisch ungelenk. Sie rennen und triggern Jagdsequenzen. Sie hüpfen, kreischen, rudern mit den Armen. Sie haben Spielzeuge, die auch Hunden vertraut sind, oder Essbares.
Ändern kann sich nur etwas, wenn man in Dialog tritt.
Ach ja - langsam zum Mitdenken meint übrigens genau das - nicht losmeckern, sondern Beiträge zu Ende lesen, bevor man sich echauffiert.
-
28.05.2012, 23:11
AW: Hunde und ängstliches Kind
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
28.05.2012, 23:46
AW: Hunde und ängstliches Kind
Nur noch kurz was dazu, ich muss ins Bett.
In einen Dialog treten kann man, wenn man einen Sinn darin sieht.
Vielen ist dies, gerade auch in Bezug zu Hundehaltern und den Erfahrungen mit ihnen, diesbezüglich abhanden gekommen.
Ein bisschen so, wie mit den Thema 'Raucher - Nichtraucher'.
Man hat sich zu viele zu dämlich Abfuhren geholt.
Das ist eher Diskussionsbereitschaft und Einsatz auf Hundehalterebene gefragt.
Es wurde bereits zuviel Vertrauensvorschuss in eine Richtung gegeben.
So erkläre ich es mir.
Ich lebe in einer sehr beschützten, sozialen 'Welt'.
Jeden Sommer wiederholt sich das gleiche:
Irgendein oder mehrer Besuchshunde stürmen den Hof.
Im Hof befinden sich immer auch Kleintiere wie Meerschweinchen, unsere Katzen, andere Hunde.
Jedes Jahr das gleiche Spiel:
Jemand bringt einen oder mehrere Hunde mit, es wird reingestürmt, die Halter sonstwieweit entfernt und nur auf Intervention bereit, einzuschreiten.
Das schafft keine Begeisterung.
Da geht die Begeisterung in Richtung Vertrauensvorschuss gegen null.
Und das ist es, Vertrauensvorschuss.
Dieser kann nicht vorausgesetzt werden.
Schon gar nicht, wenn es so viele Gegenbeispiele gibt.
Hier sind die Halter gefragt in die Diskussion zu steigen, nicht die Nichthalter.
Sehe oben, für viele gibt es eben genau diesen Ansatz bei diesem Thema nicht mehr.Ach ja - langsam zum Mitdenken meint übrigens genau das - nicht losmeckern, sondern Beiträge zu Ende lesen, bevor man sich echauffiert.
Und es ist auch kein 'Meckern', wenn man es schlicht nicht möchte, von Hunden - wie auch immer bedrängt zu werden.
Das geht am Thema vorbei, soll klein machen, in die Meckerecke stellen.
Ja, ich sehe es als Realität an, dass sich Menschen oft genug schwer versuchen müssen, durchzusetzen, um nicht von Hunden, vielmehr den Haltern, belästigt zu werden.
Das ist das Problem, das dem Unmut zugrunde liegt - und auch der Diskussionsunlust.Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
-
29.05.2012, 15:19
AW: Hunde und ängstliches Kind
Also, ich sehe nicht, dass c_f grundsaetzlich einen anderen Standpunkt vertritt als die meisten hier. Ich glaube, es herrscht Einigkeit, dass a) Hundehalter immer fuer das Benehmen ihres Hundes verantwortlich sind, b) Kinder und aengstliche Menschen Anrecht auf Ruecksicht und ggf. Schutz haben und b) es absolut in Ordnung ist, wenn einer nichts mit Hunden zu tun haben will.
c-f haette nur gern, dass die 'anderen' auch einen Teil der Verantwortung tragen oder etwas gesunden Menschenverstand zeigen.
Beispiel: wenn ich meinen absolut friedfertigen, alten Hund schon anleine, weil ich ein Kleinkind kommen sehe (was ich immer mache), der Hund sich absolut nicht fuer Kind oder dessen Begleitung interessiert und ich mir dennoch anhoeren muss, dass ich gefaelligst die Toele ausm Weg nehmen soll, tendiert mein Verstaendnis- und Freundlichkeitspegel gegen 0.
Desgleichen bei Erwachsenen, die hysterisch kreischen, wenn auch bei kleinlichster Auslegung keinerlei Gefahr im Verzuge ist. Es gibt jede Menge Phobien, doch nur von Hunden wird erwartet, ihr Verhalten der sie betreffenden Phobie anzupassen. Jemand, der Angst vor Menschenmassen hat, erwartet doch auch nicht, dass ihm zuliebe private Kinovorstellungen stattfinden. Merke: ich will keine Phobie verniedlichen, denn mir ist klar, dass die Betroffenen leiden.
Andererseits haben wir eine Postbotin, die uns sagte, sie habe Angst vor Hunden, und uns bat, die Post bei ihr am Auto abzuholen, wenn Hunde draussen sind (meist die von Nachbarn, die frei rumlaufen). Sie hupt, wir gehen die Post holen - kein Problem.le gach beannacht
Trautchen
Das mit der Leiche ist zwar weniger schoen, doch muss das Leben ja weitergehen... (mehr oder weniger Hannes Wader)
-
29.05.2012, 15:50
AW: Hunde und ängstliches Kind
Ich will es hier ganz kurz halten....wenn Menschen unterwegs sind, gehört der Hund an die Leine, egal ob es ein großer oder kleiner Hund ist.
Mir ist unverständlich wieso darüber diskutiert wird. Niemand kann in einen Hundekopf reinschauen, niemand kann voraussagen ob der Hund nicht doch bissig wird.
Ich kann nie mit Gewissheit sagen ob mein kleiner Havaneser alle Menschen mag, ergo nehme ich an die Leine und habe keinen Stress damit, ist für mich selbstverständlich.
Mein kleiner Havaneser ist unglaublich verspielt hat noch nie zugebissen...trotzdem bleibt er an der Leine wenn Leute in der Nähe sind.
Sonnige GrüßeOptimismus ist die Basis des Gelingens
-
29.05.2012, 16:21
AW: Hunde und ängstliches Kind
klingt logisch, aber hier wird die Position vertreten, Leine sei verzichtbar, weil ohnehin sinnlos
weil:
- kleine Hunde ja eh an der Auslaufleine geführt werden (unterstellt wird offenbar, dass die nicht arretiert wird)
- große Hunde so viel Kraft haben, dass sie sich problemlos losreißen, wenn sie das wollen.
mit der logischen Folgerung: Leine gaukele Sicherheit vor.
leider hat noch keiner gesagt, wie das Problem zu lösen wäre. Verstanden habe ich es so, dass jeder zusehen solle, sich und seinen Kindern (wie klein die auch sein mögen), Hunde-Angst abzutrainieren.
ist ja auch logisch: wer sein sicheres Haus verlässt, begibt sich nun mal in GefahrGeändert von Blila3 (29.05.2012 um 16:28 Uhr)
-
29.05.2012, 16:51
AW: Hunde und ängstliches Kind
Ein Hund gehört nicht an die Leine. Vor allem da, wo Menschen sind, denn die sind fast überall. Es ist absurd, davon auszugehen, dass Hunde bösartige Monster sind, die nur darauf warten, irgendjemanden etwas anzutun.
Das Gegenteil ist der Fall. Hunde sind Freudenspender, auch für die, die keine haben (können), und höchst soziale Wesen. Sie mögen in der Regel den Kontakt zu anderen Lebewesen. Einen Hund permanent an der Leine zu führen, ist tierschutzwidrig. An der Leine hängt ja auch der Mensch, der Mensch vom Hund. Das heisst, der Hund ist in dem Moment in einer deutlichen angespannten und aufmerksamen Zustand. *muss ich was tun?* *muss ich meinen Chef verteidigen?*
Hundebegegnungen an der Leine laufen immer anders ab, als wenn Hunde sich frei bewegen und auch aus dem Weg gehen können. An der Leine ist der Hund "angehängt". Es gibt kein Vor und kein Zurück. Ängstliche Hunde, die gerne vermeiden würden, sehen sich gezwungen mit Vorwärtsverteidigung zu bellen, um den anderen von sich weg zu halten. Dominantere Hunde pöbeln und fühlen sich an der Leine noch stärker. Es ist fast immer ein grosser Stress. Übrigens sind es oft kleine Hunde, die viel Stress haben. Sie werden nämlich fast immer unterschätzt und führen sich an den Chef angehängt auf, als wären sie Cäsar.
Kaum ein Hundebesitzer kann seinen Hund in der Lage stabil und gelassen halten, da die Leine immer im Weg ist und fast immer zu kurz. Oft wird der Hund an der Leine geradezu gewürgt, was seine Grundhaltung, Angst oder Angriffslust, noch verstärkt.
Eine Leine ist immer nur ein Hilfsmittel, was für kurze Zeit und so selten wie möglich eingesetzt werden soll. Ein Hund muss sich frei nach seinem eigenem Rhythmus bewegen können. Sei es, um zu schnuppern, sich zu erleichtern, mit anderen Hunden Sozialkontakt aufzunehmen und seiner Bewegungs- und Spielfreude oder Lernfreude zu frönen.
Übrigens: Rettungshunde MÜSSEN ohne Leine geführt werden, sonst könnten sie nicht retten. Das müssen sie aber alltäglich auch können dürfen.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
29.05.2012, 17:10
AW: Hunde und ängstliches Kind
Das ist vernünftig. Will man wenig Stress haben. Angst vor Hunden geht ja oft auch mit Angst vor anderen Dingen einher.
Angst vor Hunden sollte kein Erpressungsmittel gegen Hundebesitzer sein. Ich kenne wirklich keine andere vermeintliche "Bedrohung", die so einseitig gegen den vermeintlichen Verursacher gerichtet wird, wie die Angst vor Hunden.
99% aller Hunde sind friedfertige Wesen, die es lieben im sozialen Gefüge zu leben. Aber die Mär, dass ausgerechnet von Hunden soviel Gefahr ausgeht, ist wohl genauso wenig auszurotten wie die Mär vom bösen Wolf. Der im Übrigen extrem scheu ist und sich Menschen freiwillig nie nähern wird!
Mit einem Miteinander lässt es sich besser leben, auch wenn es anstrengender ist, als mit einem Gegeneinander. Ich mag diese Ausgrenzung nicht.
Jeder kehre vor seiner Tür und übernehme Verantwortung für sein Leben und die Lebewesen, die ihm anvertraut sind. Dann sollte ein Miteinander gut möglich sein.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
29.05.2012, 17:10
AW: Hunde und ängstliches Kind
Die Rettungshunde, die ich kenne und kannte (fünf) laufen aber nicht permanent frei! wobei sie ihr weit gefasstes Auslaufpensum ja sozusagen "im Dienst" absolvieren können - und dort natürlich ohne Leine. Da sie aber im Regelfall auch in eine Familie integriert sind und somit auch dienstfrei unterwegs, werden sie gelegentlich angeleint, obwohl die nur wirklich aufs Wort gehorchen. Wobei mir ein Fall bekannt ist, wo ein Rüde durchaus hin + wieder Ansätze zeigte, die Rangordnung auszutesten.
Mir ist artgerechte Haltung ein großes Anliegen - aber bislang ist nicht davon auszugehen, dass kein Hund eine Belästigung oder Gefahr darstellt.
Erst wenn eine Erlaubnis zur Haltung an eine Prüfung gekoppelt ist und weit restriktiver erteilt wird als ein Waffenschein, bin ich bereit, für eine generelle Leinenfreigabe zu plädierne



Zitieren
