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    Re: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Love, das ist ja völlig unbestritten, dass Hunde mit GEwaltpotential nicht in der Öffentlichkeit rumlaufen dürfen. Und Hunde einzuziehen, die Menschen gebissen haben ist ja auch völlig richtig - ebenso wenn Hudne so offensichtlich missbraucht werden, wie du e shier beschreibst.

    Du sagst aber doch slebst, dass sie eben falsch gehalten wurde. Was hat das dann mit der Rasse zu tun? Kommt sowas nicht genau so mit anderen Rassen vor?

    Es ist definitiv nicht richtig, dass diese Hunde öfter beißen als es andere Hunderassen tun. Auch prozentual nicht, also wenn man die Häufigkeiten der Rassen berücksichtigt.
    Es ist auch nicht richtig, dass andere Hunde "nur beißen" diese Hunde aber "sofort töten". Auch das besagt z.B. die Statistik der tötlichen Hundebisse.

    Imm wieder wird hier argumentiert, dass man aber von "normalen Hunden", nicht höre, dass sie Kinder totbeißen. Von "Kampfhunden" höre man dies aber öfter. Dies liegt einzig und allein an der Art der berichterstattung. Ein Beispiel zeigte ich oben. Kinder werden getötet bzw. verstümmelt von Husky, Jack Russel und Schäferhund-Rotti-Mix und man bildet aber einen Pittbull neben der Schlagzeile ab. Wenn ein Schäferhund oder ein dackel beißt, steht es klein auf Seite 30, wenn ein Pitbull beißt - selbst wenn es im Auslands ist(!) - steht es auf der Titelseite. So entsteht ein völlig falsches Bild von Häufigkeiten.

    Fakt ist, JEDER Hund kann töten. Bei einem Baby - und die sind öfter Opfer als man meint - reicht dazu auch ein Rehpinscher... In der Schweiz wurde ein Baby von einem Yorkshire-Terrier getötet...

    Ich stelle hier mal die Statistik ein, die zeigt, wie viele Kinder in Deutschland in den letzten knapp 40 Jahren von welchen Hunderassen getötet(!) wurden:

    18. November 1968 (Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen.

    8. März 1971 (Wunsiedel in Oft.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen.

    23. August 1972 (o O): Doggen töteten 6jährigen Knaben

    25. April 1973 (Waiblingen): Der 10jährige Junge St. F. von zwei Schäferhunden getötet.

    23 März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötet 6jähriges Nachbarskind.

    30. September 1974 (Herne):12jähriger K.D.K. von Schäferhunden getötet.

    16. Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B von Schäferhündin getötet.

    Silvester 1976 (Rödental b. Coburg): Ein Leonbergerrüde tötete 6jährigen Knaben

    Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet.

    5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen

    13. August 1977 (Delmenhorst): Schäferhund tötet 7jährigen

    1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen.

    1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die abwehrende Tante.

    Juni 1983 (München): Sibirischer Husky sprang durch Fenster und tötete 10 Tage alten Säugling.

    28. Januar 1985 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden getötet.

    18. Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her-11jährige totgebissen.

    2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß dreijähriges Mädchen tot.

    November 1989 (Buchholz/Nordheide): Ein in der Familie lebender Mischlingshund tötet einen Säugling durch Abbeißen des Kopfes

    20. März 1989 (Karlruhe): Tod eines 4jährigen jngen durch drei Schäferhunde die auf dem Rückweg vom Hundeplatz waren.

    19. Mai 1989 (Ofterdingen): Tod eines 7jährigen Jungen durch zahlreiche Bisse eines Schäferhundes.

    12.Juli 1993 (Bissendorf bei Hannover): Dogge fügt Mädchen tödliche Bisswunden zu.

    9. April 1996 (Ansberg): Rottweiler beißen Fünfjährigen tot.

    21. Juli 1996 (Droysendorf bei Bamberg Bayern): Kind durch Schäferhund getötet.

    15. Februar 1997 (Zwickau): Kleine Meldung. (FAZ in 66 Worten: Ein Schäferhund hat am Freitag in Zwickau einen sieben Tage alten Säugling totgebissen).

    28.4.1998 (Dreetz Mecklenburg-Vorpommern): Theresa (6) von 3 Rottweilern getötet.

    14. Februar 1999 (Stralsund und Mechelen in Belgien): Aggressive Rottweiler töten zwei Kinder.

    Juni 2000 (Hamburg): Der Fall Volkan - Pitbull tötet 6-jährigen

    8. August 2001 (Lutzhorn, Krs. Pinneberg): Ein elf Jahre altes Mädchen vom Schäferhund des Vaters todgebissen.

    28. März 2002 (Rheinland-Pfalz/Zweibrücken) Am Donnerstagnachmittag wurde ein 6-jähriger Junge bei Hornbach, Landkreis Südwestpfalz, von zwei Rottweilern angefallen und tödlich verletzt


    Ich habe mich jetzt mal rein auf Kinder bezogen, da diese am häufigsten als Opfer von "Kampfhunden" genannt werden und auch am häufigsten betroffen sind.

    Wir halten fest, In Deutschland wurden bisher getötet:

    15 Kinder durch Schäferhunde
    4 Kinder durch deutsche Doggen
    4 Kinder durch Rottweiler

    1 Kind durch Dobermänner
    1 Kind durch Leonberger
    1 Kind durch Pitbulls
    1 Kind durch Huskys
    1 Kind durch Jagdhunde
    1 Kind durch Mischlinge

    Insgesamt 29 Kinder.

    EINES durch einen Kampfhund im eigentlichen Sinne, 28 durch NICHT-Kampfhunde.
    Wenn man Rottweiler und Dobermänner mit in die Kategorie nimmt (wo sie urpsrünglich nicht rein gehören) sind es noch immer 6 zu 23...

    KEIN einziges durch einen Bullterrier, einen Stafford, einen Staff-Bull oder einer Bulldogge. Trotzdem stehen sie auf den Listen der "gefährlichen Hunde".
    Ist das fair?

    Ich möchte hier nicht sagen, dass "andere Rassen" (z.B. der Schäferhund) auf die Liste gehören. Da gehört gar keine Rasse drauf. Sowas ist immer im Einzelfall zu entscheiden. Es gehtr mir auch nicht darum mit dem Finger auf andere zu zeigen udn zu sagen "Das sind die wahren Bestien" - wäre ja Unsinn. Wa sich zeigen will, ist dass JEDER Hund, vorallem jeder große Hund Tötungspotential hat und es datum albern ist, nur EINIE Rassen als "gefährlich" zu bezeichnen.

    Die Auflagen an Hundehalter ALLER Rassen, sollten generell erhöht werden. Sprich Führungszeugniskontrolle, Sachkundenachweis, Pflicht zum Chippen und Pflicht zur seperaten Haftpflichtversicherung. Evtl. auch Pflicht zum Hundeschuldbeushc bzw. zur Absolvierung eines simplen Gehorsamstests, wie Sitz, Platz, Bleib, Fuß.

    Dann wären Rasselisten völlig überflüssig... Damit rettet man nämlich nicht einen einzigen Kind das Leben.

    LG

    Natalie

  2. Inaktiver User

    Re: Sehr sehr schöne Internetseite...


    Diese Hunde hatten Personen und ander Hunde angegriffen. Mit Sicherheit, nicht unerklärlich, sie wurden so erzogen. Fakt ist, dass ein solcher Hund, der ein großes gewaltpotenzial hat nicht in der öffentlichkeit umherlaufen darf.
    Love, schade, dass du die Argumente, die Nathalie oder Bim anführten, gar nicht wirklich annehmen magst. Das oben Zitierte ist der Knackpunkt, das Problem wird ursächlich durch falsche Erziehung hervorgerufen, ob nun bewusst oder unbewusst, das sei dahingestellt. Die Daumenschrauben sollten wesentlich stärker bei den Menschen, die Hunde züchten, aufnehmen, aufziehen, erziehen angesetzt werden. DA liegt der Hund begraben. Jeder, der es darauf anlegt, wird es z.B. schaffen, aus einem als absolut freundlich, kinderlieb und familientauglichen geltendem Hund wie z.B. einem Labrador ein ätzend aggressives Viech zu machen, aber dazu schrieb ich in Nathalies Thread im allgemeinen Forum schon etwas.

    Und wenn du gar ein Ordnungsamt einer Gemeinde leitest, dann kannst evtl. du erklären, mit welcher Begründung nur Halter von größeren Hunden z.B. einen Sachkundenachweis erbringen müssen, Halter von kleineren Rassen aber nicht? Das ist so ein Kokolores! Ich finde das absolut unverständlich! Wenn ich mir anschaue, zu was für blöden Fiffis wirklich eine Menge Leute z.B. kleine Hunde machen und sich einbilden, mit ihrem Hund umgehen zu können, dann könnte ich in die Tastatur beißen! Ich erlebte einen "süßen, kleinen" Dackel, der sich in der Hand seiner Halterin dermaßen verbiss, weil sie ihm einen fremden Ball wegnehmen wollte, dass sie ihre Hand nicht mehr richtig benutzen kann, weil Nerven geschädigt wurden. Oder ein älterer Herr, der seinen Yorkshire-Terrier am lang ausgestrecktem Arm am Halsband hängend an mir und meiner Labradorhündin vorbeitrug, derweil sein armer Hund hysterisch in der Luft zappelte und aggressiv bellte und schnappte. Wenn ich SOWAS sehe, Love, dann könnte ich platzen. Was glaubst du, was passiert, wenn ein Kind diesen Hunden zum Beispiel unbedacht am Schwanz zieht, weil sie ja so klein und niedlich sind? Ich möchte das Kind nicht sein, ehrlich nicht.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum das Problem der Hundehaltung von den Ländern nicht dort angepackt wird, wo der Kernpunkt des Problems liegt: bei den Haltern und Züchtern. Warum zieht man sich noch, wenn es z.B. darum geht, Hundeführerscheine als Pflicht für ALLE Hundehalter einführen, egal ob sie einen Pudel oder einen Staff haben?

    Zuza


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    Re: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Ich verstehe wirklich nicht, warum das Problem der Hundehaltung von den Ländern nicht dort angepackt wird, wo der Kernpunkt des Problems liegt: bei den Haltern und Züchtern. Warum zieht man sich noch, wenn es z.B. darum geht, Hundeführerscheine als Pflicht für ALLE Hundehalter einführen, egal ob sie einen Pudel oder einen Staff haben?

    Zuza

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    Re: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Murmeltier ich möchte dir ja gar nicht mehr wiedersprechen

    Ich kann leider keine Gesetze entwerfen, dass können nur Politiker, leider....

    ich finde auch, dass jeder Hundehalter, für hunde ab einer gewissen größe,
    ein führungszeugnis, sachkundenachwei, haftfpf. besuch einer Hundeschule nachweisen sollte. ganz ehrlich, bei einem dackel, pinscher, würde ich ein führungszeugnis übertrieben finden. Hundeschule sollte pflicht für alle halter sein.

  5. Inaktiver User

    Re: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Love,

    warum das alles nur ab einer gewissen Größe?

    Zuza

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    AW: Re: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Zitat Zitat von Love77
    Hi,

    Ich spreche in soweit aus Erahrung, dass ich dieseHUnderassen nicht für ungefährlich halt, da ich ein Ordnungsamt der Gemeinde .... leite.
    Love, nimm es mir bitte nicht krumm, doch das halte ich für kein einwandfreies Indiz bezüglich Fachwissen.
    Ich erinnere mich noch allzu deutlich an das Telefonat mit der Dame vom Odnungsamt meiner Heimatstadt, die mich - da sie ja nun glücklicherweise gerade einen Besitzer eines sog. Kampfhundes am Hörer habe (O-Ton) - bat, ihr den Unterschied zwischen Maulkorb und Halti zu erklären. Und diese Dame war expliziet für die Listenhunde zuständig !
    Es gäbe noch andere Anekdoten, doch das würde zu weit führen und wir säßen morgen noch hier.
    Fakt ist : weil man mit der Umsetzung von Gesetzen betraut ist, ist damit noch lange kein Wissen über Rassen im allgemeinen und Hundeverhalten im speziellen zwingend verbunden. Das wäre lediglich wünschenswert.

    Habt ihr nur Hunde eingezogen, die "gefährlichen" Rassen angehörten ? Wenn ich bedenke, welche Voraussetzungen zur Haltegenehmigung eines solchen Hundes vonnöten sind und nicht jeder Hanswurst die erfüllen kann, müssen also bei euch entweder sehr viele brave Bürger mit lupenreinem Führungszeugnis leben, die fast alle einen solchen Hund halten, oder eben viele, die einen solchen Hund illegal halten, um eine so hohe Quote zu erfüllen. Zumindest sprichst du Vertreter dieser Rassen so deutlich an, daß der Eindruck entsteht, ihr Anteil sei besonders hoch.
    Eine Bekannte, die ebenfalls beim Ordnungsamt arbeitete hat jedenfalls Hunde völlig unterschiedlicher Rassen einziehen müssen. Die hatte es scheinbar etwas abwechslungsreicher. ;)
    Auch bei unserem Hundetrainer, der außerdem eine Hundepension hat, in der die Stadt auch beschlagnahmte Hunde unterbringt, hat durchweg "gemischtes" Publikum, und wenn "Kampf"-Hunde eingezogen wurden, dann selten wegen irgendwelcher Vorfälle als vielmehr deswegen, daß der Halter nicht die erforderlichen Unterlagen vorweisen konnte.

    Leider bedienst du dich vieler Klischees. Alleine das widerlegt deine Sachkenntnis.
    Zur Geschichte der Pitdogs (die einzigen Hunde, auf die der Begriff Kampfhunde wirklich zutrifft und die beileibe nicht nur dem American Pitbull Terrier angehören; eine Bezeichnung also, die lediglich einen Aufgabenbereich beschreibt, und keine Rasse) : diese Hunde wurden nicht nur auf Gameness hin selektiert, sondern auch auf Menschenfreundlichkeit, und auf beide Eigenschaften wurde gleichermaßen viel Wert gelegt. Mal ganz abgesehen davon, daß die Pitdogs fast immer in Familien mit Kindern lebten (und nochmal ganz deutlich : wir sprechen hier vom zum Kampf ausgebildeten Hunden, die sicher nicht nur Couchpotatos waren), weil sie einfach die Geldeinnahmequelle des kleinen Mannes darstellten der nicht unbedingt den großen Garten mit Zwinger zur Unterbringung hatte, mußten diese Hunde sich im Kampf bei einer Unterbrechung anfassen und rausnehmen lassen. Der Hund, der dabei einen Menschen biß, hatte es hinter sich und wurde noch an Ort und Stelle getötet. Er mußte also in einer Extremsituation auf der Höchststufe des Selbsterhaltungstriebes, in einem Kampf um Leben und Tod trotzdem eine so hohe Reizschwelle haben, die Menschenhand, die reingreift nicht zu beißen.
    So, und nun spreche ich dir mal die freundliche Empfehlung aus, wenn sich die Gelegenheit bietet in eine Keilerei zwischen zwei x-beliebigen "normalen" Hunden reinzugreifen, die nicht einmal einen Beschädigungskampf führen sondern lediglich einen Kommentkampf, und viel Spaß dabei. Hinterlass vorher deine Adresse, damit wir dir Blumen schicken können.

    Du fragst dich durchaus zu recht, weshalb denn dann ausgerechnet diese Rassen so in Verruf geraten sind. Da haben wir einmal die, die den Mythos des unbesiegbaren Bulldogs heute noch feiern, weiterhin die, denen das eine Mordsangst macht und denen diese Kraftpakete schon optisch unheimlich sind, geben dem ganzen noch eine Prise Gänsehautfeeling hinzu und ein Gerüchtepülverchen, und fertig ist die Suppe. Die Grundstimmung ist also schon mal keine Gute gewesen, und interessanterweise haben die, die am lautesten über die Pitbulls schimpfen, noch nie einem live gegenübergestanden und können auf einem Bild einen Staffbull nicht von einem Bulli unterscheiden (hat sich bis heute übrigens nicht geändert).

    Zum Eklat kam es mit Volkan, dem kleinen Jungen aus Hamburg, der getötet wurde.
    Mit dem "Haupttäter" Zeus haben wir einen mehrfach auffälligen Hund, der mit Auflagen versehen war, die kein auch nur ansatzweise pflichtbewußter Ordnungsamt-Mitarbeiter jemals überprüft hat, auch nicht, nachdem Hinweise aus der Bevölkerung eingingen, die alarmierende Meldungen bezüglich des Hundes machten.
    Nachdem man nun also behördlicherseits die Angelegenheit gründlich versaubeutelt hatte, mußte die aufgeregte und verständlicherweise sowohl verängstigte als auch geschockte Menge beruhigt werden. Also gebe man dem Mob ein Bauernopfer. So groß war die "Kampfhunde"-Lobby nie, als daß sie wirksam dagegen etwas hätte ausrichten können. Hätte anders ausgesehen, wenn man dasselbe mit dem Deutschen Schäferhund versucht hätte, vom dem es übrigens auch eine nicht unbeachtliche Liste mit tödlichen Beißvorfällen gibt.

    Und so wurden überhastet und die angebotene Hilfe von Experten ignorierend Verordnungen aus dem Boden gestampft, um der Menge zu zeigen : "Sehet her, wir tun etwas, wir haben die wahren Schuldigen gefunden und nun kriegt euch bitte wieder ein, wo wir euch doch so schön beschützen.
    (Das das einschlägige Klientel mittlerweile auf andere Hunderassen umgestiegen ist und damit Schindluder betreibt, das Problem damit also keinesfalls gelöst wurde, merkt schon keiner.)"

    Du führst als Negativbeispiele eingezogener Hunde solche an, die dazu erzogen wurden, Objekte zu bewachen und die auffällig wurden. Es sollte mich doch sehr wundern, wenn Besitzer eines Firmengeländes , LKW-Fahrer und ähnliche durch die Bank weg ein ausreichendes Fachwissen in der Ausbildung eines Schutzhundes besäßen und ihr Hund entsprechend ausgebildet wäre. De facto kann ein lediglich scharfgemachter Hund nur eine tickende Zeitbombe sein und bei passender Gelegenheit gefährlich werden. Doch auch das hat beileibe nichts mit der Rasse zu tun, sondern lediglich mit dummen und leichtsinnigen Besitzern.
    Du schreibst, für einen kleinen Hund seien Vorsichtsmaßnahmen nicht wirklich nötig, weil sie keinen nennenswerten Schaden anrichten können. Falsch ! Der Schaden beginnt schon dort, wo ein unerzogener Kleinhund einfach auf die Straße rennt und einen Unfall verursacht, oder in einem Anfall von Größenwahn einen großen Hund angeht, weil das doch so utziputzi drollig ist ("Och guck mal, der mutige kleine Schatz"), worauf sich der Große gefälligst nicht zu wehren hat. Ein Verhalten, das normalerweise unter Hunden völlig asozial ist. In der Natur würde ein Canide, wäre er klar im Kopf, niemals einen größeren angreifen. Das passiert jedoch immer wieder, und daraus entstehen Vorfälle, die naturgemäß für den Kleinen unschön enden können und für die dann der Halter des großen Hundes zur Verantwortung gezogen wird.
    Nur zwei Beispiele von vielen, die, alle aufgezählt den Rahmen sprengen würden und beweisen : wenn Sachkunde, dann bitteschön für Halter ALLER Rassen.
    Übrigens möchte ich empfehlen sich einmal anzuschauen, wie das aussieht, wenn z.B. ein niedlicher kleiner Jack Russel zubeißt. Oder ein Dackel. Rassen, die dazu gedacht sind, in Höhlen geschickt zu werden und dort ziemlich wehrhaftes Wild zu stellen und möglichst sogar herauszuholen. Ein Biß von einem solchen Hund im auch für ihn leicht zu erreichenden Kopf-oder Halsbereich eines Kleinkindes ist fatal. Es gibt nicht nur erwachsene Menschen auf der Welt, und auch Kleinhunde können zu einer Gefahr werden.
    Wir haben in unserer Hundeschule übrigens eine Frau, die dort - als letzten von vielen Versuchen - ihren Jack Russel so erziehen will, daß er sie nicht ständig anfällt, wenn sie auf ihn einwirkt. Bei der letzten Stunde hatte sie eine nicht unbeträchtliche Bißwunde am Unterarm, der Arm war vom Handgelenk bis zum Ellebogen blau. Der süße kleine Racker hätte statt der Außenseite des Armes ebenso die Innenseite erwischen und eine Arterie lebensgefährlich verletzen können. Tief genug war der Biß. Da brauch mir keiner etwas darüber zu erzählen, daß Kleinhunde nicht gefährlich werden können.

    Zum nächsten Punkt : wenn du es als das non plus ultra erachtest, zum Schutz vor gefährlichen Hunden all das zu absolvieren, was du aufgezählt hast, dann wäre es ebenso angebracht, daß die Behörden Verantwortung übernehmen, die mehr beinhaltet als das Prüfen von Unterlagen auf ihre Vollständigkeit und den Vollzug von gerichtlichen Anordnungen, die erst erfolgen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Dann bitteschön erwarte ich auch auch etwas mehr Einsatzfreude und Arbeitseifer bei Hinweisen auf schlechte Hundehaltung, Meldungen wegen Tierquälereien usw. Solche Bedingungen gehen Vorfällen nämlich oftmals voraus, nur leider bequemt sich kaum ein Beamter, solchen Hinweisen auch mal nachzugehen. Ich arbeite im Tierschutz und habe das oft genug erlebt.
    Verantwortung einfach nur weiterzugeben, statt Hand in Hand zu arbeiten, ist ja auch sehr viel einfacher.

    Widersprechen muß ich allerdings auch den Fürrednern, die allen Ernstes behaupten, alle Hunde seien gleich. Ihr lieben Leute, eure Argumentation ist ja ansonsten schön und gut, aber DAMIT macht ihr euch unglaubwürdig. Wenn alle Hunde gleich sind, wozu gibt es dann die Rassehundezucht ? Lediglich zur Schöpfung eines optisch individuellen Hundes ? Blödsinn ! Mit der Zucht werden auch rassespezifische Eigenheiten gefördert, die sogar vorrangig.
    Nicht vergessen darf man dabei allerdings, daß bei Rassen, die zum Kampf gezüchtet wurden, die ursprüngliche Verwendung zumeist sehr viel weiter zurückliegt als z.B. bei jagdlich geführten Rassen. Dennoch habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, daß bei ehemaligen "Kampfhunde"-Rassen (aber auch bei Rassen, die auf wehrhaftes Wild eingesetzt werden, die also auf erhöhtes Angriffsverhalten und Unerschrockenheit hin gezüchtet wurden) öfter ein latent vorhandener Hang zur Rauflust vorkommt als bei anderen Rassen. Nicht generell bei jedem dieser Hunde - bei manchem gar nicht, bei anderen nur schwach ausgeprägt, aber eben durchschnittlich häufiger. Ihr bedient euch des Merkmals der Menschenfreundlichkeit, die aus der Zuchtselektion dieser Rassen resultiert, und verleugnet gleichzeitig die Kehrseite der Medaille. Das dadurch eure gesamte - ansonsten ja völlig richtige - Argumentation wenig glaubwürdig wirkt, seht ihr oftmals nicht.

    Nun kommt jedoch das große "Aber" : zum einen kann man dem durch gute Frühprägung, umsichtige Sozialisierung und Erziehung hervorragend entgegenwirken. Da widerum wären wir an dem Punkt angelangt, wo Love schreibt, daß diese Hunde nur in geeignete Hände gehören, worin ich ihr völlig recht gebe. Allerdings heißt "geeignet" für mich nichts anderes als jemand, der mit den Eigenschaften seines Hundes harmoniert und mit ihnen umzugehen versteht, ebenso, wie ein Rentner kein geeigneter Halter für einen triebigen Deutsch Kurzhaar ist und dieser (der Jagdhund, nicht der Rentner) in die Hände eines Besitzers gehört, der ihn entweder jagdlich führen will oder zumindest in der Lage ist, den Hund anderweitig auszulasten und dann auch genug Fachwissen hat, den Jagdtrieb zu kanalisieren. Auch dafür eignet sich nicht jeder. So könnte man das auf jede Rasse bezogen weiterführen.

    Zum anderen sind Agressivität gegen Artgenossen und Menschenagressivität zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Da wird jedoch oftmals nicht differenziert. Wenn ein Hund mit anderen nicht verträglich ist, bedeutet das noch lange noch nicht, daß er auch einen Menschen beißen würde und in der Regel ist das auch nicht der Fall.

    Als Fazit meines zugegeben langen Redeflusses würde ich mir also vor allem von beiden Seiten - den Gegnern und den Befürwortern der angeblich gefährlichen Rassen - mehr Objektivität und Ehrlichkeit wünschen, sowie Lernbereitschaft und die Bereitschaft zu mehr Verständnis und Toleranz. Beide Seiten und ein harmonisches Miteinander würden davon profitieren.
    Geändert von Morrigan1967 (16.09.2006 um 01:42 Uhr)
    LG, Morrigan

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    AW: Sehr sehr schöne Internetseite...

    Ganz vergessen .

    Noch etwas zur Verniedlichung, die auf der verlinkten Seite angeblich getätigt wird : auch Hunde "gefährlicher" Rassen haben eine Seite, die man durchaus als niedlich bezeichnen könnte und ich sehe nun auch nichts Verkehrtes daran, die ebenfalls hervorzuheben, vor allem, wenn ansonsten nur Negatives in den Vordergrund gerückt wird.
    Wenn ich Babybilder veröffentlichen will, stelle ich ja schließlich auch nicht nur die ins Netz, wo der Zwerg vor lauter Brüllen kurz vorm Kollaps steht, der Inhalt der Windel in einer bräunlichen Suppe an den Achseln wieder rausquillt und er mittig den Mittagsbrei erbricht.

    Nochmal in aller Deutlichkeit : natürlich gibt es gefährliche Hunde, doch die sind immer und ausschließlich (ausgenommen, der Auslöser ist eine Krankheit) Ergebnis fehlerhafter Behandlung in mindestens einem dieser Bereiche : Prägung, Sozialisierung und Erziehung.
    DAS ist für alle Hunde gleich welcher Rasse allgemeingültig !
    Es betrifft immer nur einzelne Hunde, darum ist es sowohl falsch als auch wenig wirksam, als Prophylaxe eine ganze oder gar mehrere Rassen auszurotten , was das langfristige Ziel der Verordnungen sein soll. Das ist nichts anderes als eine publikumswirksame Maßnahme und zudem das Pferd von hinten aufgezäumt. Das Grundübel wird dadurch nicht beseitigt. Die Besitzer, die ihren Hund so versauen, daß er zu einer Gefahr wird, werden immer einen Hund finden, und wenn nicht einen sog. "Kampfhund", dann eben einen anderen.


    @ Nadine
    Schöne Seite, auch wenn ich sie bereits kannte (deine beiden HPs übrigens ebenfalls).
    Geändert von Morrigan1967 (16.09.2006 um 03:38 Uhr)
    LG, Morrigan

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