Dankeschön euch beiden für die Glückwünsche!![]()
Nein, leider nicht!Zitat von Frauschmit
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Denn da gibt es den netten Paragraphen 5 im Landeshundegesetz NRW und in diesem Folgenden Abschnitt:
"5.4.4
Das gleichzeitige Führen von mehreren gefährlichen Hunden oder Hunden im Sinne von § 10 Abs. 1 durch eine Person begründet wegen der schwierigen Beherrschbarkeit ein stark erhöhtes Gefahrenpotenzial und wird deshalb durch Satz 4 generell verboten. Nach Sinn und Zweck der Regelung ist auch das gleichzeitige Führen eines gefährlichen Hundes und eines Hundes im Sinne von § 10 Abs. 1 durch eine Person verboten. Dies gilt auch, wenn Hunde von der Anlein- und Maulkorbpflicht befreit sind."
Aber 10 Doggen darf ich gleichzeitig Führen. Oder 5 Huskies.(die selbstverständlich alle nicht in einem ca. 2-stündigen Test zeigen mussten, dass sie auf Alltagssituationen und verschiedene Bedrohungssituationen nicht aggressiv reagieren).
Ja ich darf sogar EINEN Pitbull (ohne Wesenstest) mit 10 Doggen führen, aber 2 Staffordshire-Bullterrier (laut Rassestandard 35-40 cm und 12-17 kg, mit Wesenstest) geht natürlich gaaaaaaar nicht...![]()
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Ich bin so sauer! Ich finde das einen dermaßenen Humbug. Dann sollen sie bitte eine generelle Regelung treffen, die das je nach Größe/Gewicht der Hunde regelt oder so, aber nicht so einen Mist.
Während meiner Gassigeher-Zeit im Tierheim habe ich einen Schäferhund kennen gelernt, den ich definitiv nicht halten konnte. Auch mit einem Husky hatte ich mal Probleme. Und ein einziger wirklich extrem großer Pitbull-Mix (war mit was anderem sehr großen gemsicht). Von solchen Hunden würde ich mir keine 2 zutrauen.
Von Staff-Bulls kann ich bequem 3 gleichzeitig führen ohne ins Schlittern zu geraten. Mein Gott, diese Würmchen. Die sind doch kaum größer als West-Highland-Terrier...
Ich würde schon freiwillig nicht mehr Hunde gleichzeitig führen, als ich im Ernstfall halten kann. Mit Shiwa und Lilou kann ich das (auch wenn sie größer als reinrassige Staff-Bulsl sind, sie wiegen zusammen noch immer weniger (45 kg) als mancher Hund allein). Einen Kaukasischen Owcharka oder einen Kangal würde ich mich nicht mal alleine trauen zu führen...
Naja. Wenn ich in der Uni mal nen Moment Ruhe habe, gedenke ich ohnehin das Land NRW wegen dieser Regelung zu verklagen... Die Chancen stehen u.U. nicht schlecht, dass ich zumindest mit einer Ausnahmeregelung rechnen kann. Dass ich das ganze Gesetz zu Fall bringe, ist wohl nicht machbar.
LG
Natalie
Antworten
Ergebnis 41 bis 46 von 46
Thema: Lilou ist da
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24.09.2006, 00:51
AW: Lilou ist da
Geändert von murmeltier (24.09.2006 um 01:30 Uhr)
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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24.09.2006, 02:04Inaktiver User
AW: Lilou ist da
Hallo murmeltier,
das könnte also bedeuten, daß Du in Teufels Küche kommst, wenn Du mit Deinem Freund spazierengehst und jeder von euch einen Hund dabei hat, er sich plötzlich entschließt, im Supermarkt schnell noch etwas zu kaufen, Du draußen mit beiden Hunden wartest, er an der Kasse lange aufgehalten wird oder seine Sachen nicht so schnell findet, in dem Moment das Ordnungsamt oder die Polizei um die Ecke kommt und Dich mit den beiden Hunden sieht?
Zitat von murmeltier
Was sollen denn diese Prüfungen, außer, daß sie Geld (höchstwahrscheinlich) in die Staatskasse spülen? Erst wird der Hund mit Situationen konfrontiert, die nie im Leben so geballt auftreten und als "Belohnung" für diese Belästigungen darf der Hund zwar ohne Maulkorb und Leine laufen, aber nur ohne seinen Hundekumpel. *kopfschüttel*
Die haben doch echt ein Rad ab.
Hast Du schonmal an einen Umzug gedacht??
Pianoforte
P.S.: Ach ja, von mir natürlich auch Glückwünsche für die bestandene Prüfung.
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25.09.2006, 15:34
AW: Lilou ist da
Hi, Natalie,
das ist ja super
Ich hab' nicht eine Minute daran gezweifelt, dass sie das packen wird
Liebe Gruesse - Mausi
++
DIE KALTE SCHNAUZE EINES HUNDES IST ERFREULICH WARM
GEGEN DIE KALTSCHNAEUZIGKEIT MANCHER MITMENSCHEN!
********************************
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25.09.2006, 16:17
AW: Lilou ist da
Für Lilou und ihr Frauchen
LG
semiTime is just memory
Mixed with desire
Tom Waits
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26.09.2006, 08:50Inaktiver User
AW: Lilou ist da
*wuff*
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27.09.2006, 14:11
AW: Lilou ist da
Erstmal DANKE euch allen für die Glückwünsche!
Gestern kam der Bescheid per Post - bis dahin sollten wir noch abwarten wurde und gesagt und dann gabs den ersten Gassi-Gang ohne Maulkorb.
Ihr glaubt gar nicht, was die Kleine sich gefreut hat, dass sie erst einen Stock und dann einen Apfel umhertragen konnte
Das ging ja bisher nie und sah immmer so traurig aus, wie sie versucht hat, was aufzunehmen und es nicht ging
Allein dafür hat's sich schon gelohnt!
Ja, genau das. Ich darf weder beide gleichzig an der Leine führen (egal ob mit Koppel an einer oder an 2 Leinen) noch beide gleichzeitig freilaufen lassen (dabei mussten sie ja für die Leinenbefreiung beweisen, dass sie auch unter Ablenkung im Wort stehen).
Zitat von Inaktiver User
Das sehe ich auch so. Ja was sollen solche Regelungen? Geld zum einen, klar. Scheinsicherheit zum anderen. Die meisten Leute schreien - verursacht durch einige tragische Zwischenfälle und angeheizt von Presse und Medien - nach hartem Durchgreifen gegenüber "Kampfhunden".Was sollen denn diese Prüfungen, außer, daß sie Geld (höchstwahrscheinlich) in die Staatskasse spülen? Erst wird der Hund mit Situationen konfrontiert, die nie im Leben so geballt auftreten und als "Belohnung" für diese Belästigungen darf der Hund zwar ohne Maulkorb und Leine laufen, aber nur ohne seinen Hundekumpel. *kopfschüttel*
Die haben doch echt ein Rad ab.
Indem man solche Regelungen erlässt, kann man demonstroeren, dass man nicht untätig ist und die Leute fühlen sich subjektiv sicherer, auch wenn sie das gar nicht sind (da z.B. tatsächlich ALLE mir in den letzten Jahren weltweit bekanntgewordenen Tötungsfälle von Hunden entweder im eigenen Haus/Garten geschahen - wo eh kein Gesetz greift. Oder aber, während die Hunde abgehauen/ausgebrochen waren - und auch da nützt ein Maulkorbzwang wenig, denn den tun sich die Hunde vor dem Abhauen idR nicht selbst um).
Aber es steigrt natürlich die Popularität wenn man sich mit den schärfsten Gesetzen gegen diese "Bestien" hervortun kann, wie sinnlos sie auch sein mögen.
Möchte nochmal betonen, dass ich nicht alle Auflagen unsinnig finde. Führungszeugnis, Sachkundenachweis, Chip, Haftpflichtversicherung - finde ich alles ausgesprochen sinnvoll. Aber nicht nur für bestimmte Rassen, sondern für alle Hunde!!!
Ja, prinzipiell schon. Aber die Auswahl ist nicht so riesig. Hier in Deutschland kocht diesbezüglich ja jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Und mit NRW sind wir noch verhältnismäßig gut bedient!!!Hast Du schonmal an einen Umzug gedacht??
In Bayern und Brandenburg z.B. darf man solche Hunde gar nicht halten, d.h. wer vor Gesetzeserlasse einen hatte, darf ihn u.U. noch bis zum Tod behalten (selbstverständlich mit Maolkorb- und Leinenzwang), einen neuen aufzunehmen ist streng verboten obwohl die Tierjeime dort übervoll mit diesen Hunden sind.
In anderen Bundesländern (Hamburg z.B.) muss der Hunde den Wesenstest absolvieren, wenn er ihn nicht besteht, wird er getötet. Selbst mit bestandenem test KEINE Chance, jemals einen Maulkorb- oder Leinenbefreiung zu bekommen.
In Hessen muss der Test alle 2 Jahre wiederholt werden, bei Durchfallen gibts auch massive Probleme (hier hätte das ja nur weiter Maulkorb- und Leinenpflicht bedeutet).
In wieder anderen Bundesländern ist ein Wesenstest gar nicht vorgesehen, also auch keine Chance auf Befreiung.
In SH müssen diese Hunde "leuchtend blaue Halsbänder" tragen, "Damit jeder auf der Straße auch erkennt, dass es ein gefährlicher Hund ist!" Meine beiden werden oft noch als "wie süß" bezeichnet, weil sie als Boxerwelpen o.ä. von Leuten ohne viel Ahnung erkannt werden - mit so einem blauen Halsband ist das dann auch vorbei, das branmarkt Hund und Halter völlig...
Ebenso wie es oft Pflicht ist, sein Grundstück und Haus und die Zufahrtswege(!) mit roten Schildern zu versehen, damit jeder gleich weiß, wo "gefährliche Hunde" leben (und wo er die Giftköder einwerfen kann...) Es ist nur zum Kotzen...
Lediglich 3 Bundesländer in Deutschland haben kein Rassebzogenes Hundegesetz: Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Wobei in Sachsen-Anhalt gerade eins in Planung ist, was auch einen Wesenstest als Pflicht vorsieht, ohne aber dabei die Möglichkeit zu gewähren, von Maulkorb und Leine befreit zu werden (also auch nur, um das Lebenrecht zu behalten).
Die Rassen, die gelistet sind, unterscheiden sich selbstverständlich. Unsere beiden wären z.B. in Berlin KEINE "Kampfhunde", in BW auch nicht - obwohl es in beiden Bundesländern Kampfhundlisten gibt (im BW stehen 3 Rassen drauf, in Berlin 10). Hier in NWR stehen offiziell 14 drauf, inoffiziell 16, weil 2 andere Rassen mit zu einer dazugerechnet werden (Dogo Canarios und Perro de Prese Malorquin sind hier einfach automatisch Alanos
)
Als wir mit Shiwa in Berlin waren, hatten wir eine Pension direkt an der Stadtgrenze zu Brandenburg. Beim Übertreten des Ortschildes wurde also aus Shiwa jeden Tag plötzlich eine ganz gefährlicher Hund, bei zurücklaufen war sie plötzlich wieder ganz lieb
Oder der Rottweiler, der in einem Bundesland in die Bahn steigt udn beim passieren der Grenze zum Nachbarland plötzlich aufgefordert wird, den Zug zu verlassen, weil die Bahn keine Kampfhudne transportiert und er soeben zu einem wurde...
Allein daran sieht man die Sinnlosigkeit der Gesetze...
Später würde ich gerne einmal in Niedersachen wohnen. Momentan bin ich an Uni gebunden und ich bin auch zu sehr Familienmensch, um von meinen Eltern und meinem Bruder wegzuziehen. Aber später mal... Wobei es ja höchstfraglich ist, ob das Hundegesetz da dann noch so sein wird, wie es jetzt ist. Das ändert sich ja alle Nasen lang, je nachdem, was gerade populär ist und ob mal wieder Wahlen anstehen und man den Leuten "hartes Durchgreifen" versprechen muss...
LG
NatalieGeändert von murmeltier (28.09.2006 um 13:10 Uhr)
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!


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