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    AW: Tiere in der Kälte

    Genau. Ums Differenzieren geht es. Es gibt schon viele Offenstall-Pferdebesitzer, die im Winter Besuch vom Ordnungsamt / Tierschutz bekommen, weil sich irgendwelche Spaziergänger beschwert haben. OK, die kommen, sehen sich das an, und fahren in der Regel wieder. Normalerweise denke ich dann auch, lieber einmal zuviel geguckt, als zu wenig. Aber nervig sein kann es schon. Insbesondere, wenn man dann noch von Spaziergängern angepflaumt wird, die es nicht besser wissen.
    Meine Nachbarin (die zugegebenermassen nicht ganz ernst zu nehmen ist) hat mal das Ordnungsamt gerufen, weil ein anderer Nachbar seine Kühe draussen im Regen stehen hatte . Und einmal hat sie das Ordnungsamt gerufen, weil ich ihr erzählt hatte, daß wir einen Elektrozaun installieren, und sie dachte jetzt, da seien 220 Volt drauf.
    In beiden Fällen kamen die, haben einmal herzhaft gelacht, und sind dann wieder gefahren.

    Andersrum füttert sie hier irgendwelche Streunerkatzen durch, ohne mit denen mal beim Tierarzt gewesen zu sein, und nach ein paar Jahren sterben die ganz jämmerlich - meistens wegen Würmern, oder fehlender Impfungen. Bei manchen von diesen Katzen war es sogar wahrscheinlich, daß die jemandem gehört hatten - eine trug ein Halsband.

    Sie macht das alles aus "Tierliebe". Aus ihrer Sicht halt.
    Grüsse

  2. gesperrt

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Borealis Beitrag anzeigen
    Andersrum füttert sie hier irgendwelche Streunerkatzen durch, ohne mit denen mal beim Tierarzt gewesen zu sein, und nach ein paar Jahren sterben die ganz jämmerlich - meistens wegen Würmern, oder fehlender Impfungen. Bei manchen von diesen Katzen war es sogar wahrscheinlich, daß die jemandem gehört hatten - eine trug ein Halsband.

    Sie macht das alles aus "Tierliebe". Aus ihrer Sicht halt.

    Schade, schade.

    Würmer zu bekämpfen ist ja heutzutage kein Problem. Ein paar Tropfen des zum Katzengewicht passenden Medikaments und sie ist für 12 Wochen wurmfrei. Bei der ersten Behandlung wiederholt man das schon nach 4 Wochen.

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    AW: Tiere in der Kälte

    Naja, gut. Ich habe ja auch schon versucht, ihr das klar zu machen (als ich noch mit ihr gesprochen habe ).
    Sie sagt dann: im Futter fressen sie die Wurmkur nicht, und Spot-On kriege ich nicht drauf, weil ich sie dazu erstmal fangen müsste.
    Ja. Müsste sie dann halt. Dazu muss man sich natürlich eine Katzenfalle vom Tierschutz holen, und wenn man schonmal dabei ist, kann man auch mal zum TA fahren, und die Tiere durchchecken lassen, und sehen, ob sie gechippt sind.
    Ist ihr aber alles zu viel Aufwand.
    Da macht sie dann lieber so halbherzige Aktionen, wie, die Tiere anfüttern, und damit verhindert sie zugleich, daß sie vielleicht zu Leuten gehen, die sich mehr Mühe geben würden.
    Ich weiss, ist jetzt total OT, sorry...
    Grüsse

  4. gesperrt

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Borealis Beitrag anzeigen
    Naja, gut. Ich habe ja auch schon versucht, ihr das klar zu machen (als ich noch mit ihr gesprochen habe ).
    Sie sagt dann: im Futter fressen sie die Wurmkur nicht, und Spot-On kriege ich nicht drauf, weil ich sie dazu erstmal fangen müsste.
    Ja. Müsste sie dann halt. Dazu muss man sich natürlich eine Katzenfalle vom Tierschutz holen, und wenn man schonmal dabei ist, kann man auch mal zum TA fahren, und die Tiere durchchecken lassen, und sehen, ob sie gechippt sind.
    Ist ihr aber alles zu viel Aufwand.
    Da macht sie dann lieber so halbherzige Aktionen, wie, die Tiere anfüttern, und damit verhindert sie zugleich, daß sie vielleicht zu Leuten gehen, die sich mehr Mühe geben würden.
    Ich weiss, ist jetzt total OT, sorry...

    Ich finde das eigentlich nicht OT, denn du hast einige sehr gute Tipps geschildert.


    Unsere freilaufende Katze wird beim Essen meistens gekämmt, sodass sie Körperkontakt kennt und sogar geniesst. Bei dieser Gelegenheit werden ihr die Tropfen in den Nacken gegeben.
    Wenn man Katzen Zeit lässt, dann nehmen sie selbst den Kontakt auf.

  5. Moderation

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Ziva Beitrag anzeigen
    Die Tiere sind an diese extreme Kälte nicht gewöhnt.
    Die Lokalzeitung hatte letzten Samstag einen Artikel zum Thema "Wie Tiere überwintern". Das meiste war zwar noch aus dem Bio-Unterricht bekannt, aber doch recht interessant.

    Es stimmt daß wilde Tiere bei dem Wetter aushungern, schwächer werden, und dann erfrieren können. Von einigen Vogelarten kommen weniger als 50% durch den Winter, und ich habe den Verdacht, wenn bei Rotwild nicht zugefüttert würde, würde es für die gelegentlich auch recht schlecht aussehen. Igel, die sich nicht genug Winterspeck angefressen haben, haben gleichfalls im Winter schlechte Karten. Und wie es bei den Amphibien aussieht, mag ich mir gar nicht vorstellen -- ich weiß nicht, wie die das hinkriegen, aber sie kreigen's hin, zumindest als Spezies. Nur beim Menschen ist das dem lokalen Klima angepaßte Modell durch ein energiesparendes, importiertes ersetzt worden. Die meisten gesunden Tiere sind auch gut darin, sich einen Unterschlupf zu suchen.

    Probleme gibt's, wenn
    - die Tierart nicht hier einheimisch ist, sondern aus wesentlich wärmeren Gegenden stammt (Wellensittiche)
    - dem Tier die Erfahrung fehlt, sich einen Unterschlupf zu suchen und es nicht den Instinkt hat, einen zu suchen (drinnen gehaltene Haustiere)
    - dem Tier die Fähigkeit, im Winter warm zu bleiben, abgezüchtet wurde (viele Nutztiere, manche Haustiere)
    - das Tier seine normalen "Schutzmaßnahmen" nicht ergreifen kann, weil Artgenossen, Örtlichkeiten oder Bewegungsfreiheit fehlen
    - das Tier Hunger leidet bzw zu einem Verhalten gezwungen wird, das es sich "energetisch" nicht leisten kann.

    In so einem Fall sollte man etwas Entsprechendes tun, wenn das möglich ist und die Situation verbessert.

    ***

    Anekdoten am Rande:

    Ich bin vor Jahren in einem der Winter, wo es tagsüber im Sonnenschein -15 Grad waren, halbwilde Haflinger geritten (die kriegten Futter, hatten einen Windschutz und ein Gehölz auf der Weide). Die waren dick bepelzt, quitschfidel und energiegeladen, was man von uns Menschen so nicht sagen konnte. (*bibber*)

    Und die Katzen einer Freundin würden sich nicht tot drinnen erwischen lassen. Wenn denen kalt ist, sitzen die auf dem Heuboden oder im Kuhstall, und zur Zeit liegen sie tagsüber gerne mal auf dem Wendeplatz und lassen sich die Sonne auf den Winterpelz scheinen.

  6. Moderation

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nachbars haben eine völlig unterernährte, sehr ängstliche Katze, die nur dann hin und wieder mal ins Haus darf, wenn es den Dumpfbacken von nebenan grad gefällt.
    Kannst du der vielleicht eine Katzenkiste hinstellen (ein Unterschlupf, weg vom Boden, an einem windgeschützen Ort, vielleicht mit einem alten Schaffell oder so drin) und ihr ein paar Brekkies dazu hinstellen? Schlimmstenfalls fressen die Ratten oder der Kater von drei Häuser weiter (es findet sich immer ein verfressener Kater...) die Brekkies und nistet sich da ein, aber versuchen kann man's ja mal.

    Falls du sie zahm kriegst, müßtest du auch checken, ob sie Schnupfen hat. Sowas endet meist tödlich, kann man aber behandeln.

    Und wieso ist die Katze naß? Da würde ich ganz schlimme Befürchtungen hegen.

  7. Moderation

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Borealis Beitrag anzeigen
    Andersrum füttert sie hier irgendwelche Streunerkatzen durch, ohne mit denen mal beim Tierarzt gewesen zu sein, und nach ein paar Jahren sterben die ganz jämmerlich -
    Katzenschnupfen. Was hab ich daran Katzen sterben sehen, die zu wild waren, um sich einfangen zu lassen, bis es zu spät war . Manche gingen immerhin in die Marderfalle und konnten dann zum Impfen und Kastrieren gebracht werden (und die gucken beim Tierarzt im Wartezimmer, wenn du mit einer Kiste, als hättest du ein kleines Krokodil da drin, auf der Matte stehst, und in der Kiste ist eine winzige Tigerkatze und brüllt den ganzen Laden zusammen), andere nie.

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Pferde waren mal wild - und die Wildpferde die es noch gibt, sind immer draußen.

    Wir sollten Tiere nicht vermenschlichen. Die frieren weit weniger als wir annehmen. Selbst Katzen sind bei diesem Wetter noch draußen. Ihre Durchblutung ist eine ganz andere als unsere.

    Und Schafe sind gut gerüstet im Winter.

    Viele Ponys und Pferde werden heute ja extra in Offenställen gehalten damit sie etwas robuster sind.

    Pferden macht Kälte nichts aus - nur Nässe!!

    Was heißt hier vermenschlichen?

    Tiere sind Lebewesen...die bluten und fühlen, und auch frieren...so wie Du und ich.

    Menschen die Tiere schlecht behandeln haben kein Herz und keine Seele.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  9. Moderation

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    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    Was heißt hier vermenschlichen?
    Jemands soziale und biologische Bedürfnisse und Fähigkeiten zu ignorieren, weil sie nicht den eigenen entsprechen würde ich jetzt als "ihn schlecht behandeln" betrachten.

  10. Inaktiver User

    AW: Tiere in der Kälte

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Schade, schade.

    Würmer zu bekämpfen ist ja heutzutage kein Problem. Ein paar Tropfen des zum Katzengewicht passenden Medikaments und sie ist für 12 Wochen wurmfrei. Bei der ersten Behandlung wiederholt man das schon nach 4 Wochen.
    Das stimmt aber so nicht.
    Eine Wurmbehandlung ist immer nur akut möglich, nicht prophylaktisch.

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