Ihr Lieben,
mein Kater wird dieses Jahr 16 Jahre alt. Er ist gesund (letzter Besuch beim TA im vergangenen Sommer), altersgemäß recht ruhig geworden und geht nur noch für kurze Zeit raus. Heute morgen ist wieder passiert, was im letzten halben Jahr schon zweimal vorkam: Ich lasse ihn rein - er war ca. zwei Stunden draußen, hat dabei aber sicher vorwiegend vor der Tür gesessen, bis Frauchen end-lich richtig aufsteht - und er läuft ganz komisch. Biegt das Rückgrat stark nach oben, sieht aus wie zusammengeschnurrt, und stakst ganz langsam und hölzern in kleinen Schritten. Offensichtlich hat er Schmerzen. Bei den letzten Malen war dies noch am selben Tag wieder völlig vorbei, sodass ich nichts weiter unternommen habe. Ich hoffe, das wird heute auch wieder so sein (jetzt schläft er). Kennt jemand hier das? Könnte das Rheuma sein? Es ist ja zurzeit recht kalt draußen. Aber dann müsste er dieses Verhalten doch sicher öfter zeigen?
Für Antworten vielen Dank
Sarilissa
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Thema: Älterer Kater - Rheuma?
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05.01.2012, 10:20Inaktiver User
Älterer Kater - Rheuma?
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05.01.2012, 11:01
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Auch ältere Katzen haben öfter Arthrosen. Manchmal so schlimm, dass man es bei der Untersuchung im Gelenk knirschen hört. Arthroseschmerzen treten eher nach Ruhepausen auf und bessern sich nach einiger Zeit der Bewegung manchmal, außer der Prozess ist sehr weit fortgeschritten und es schabt Knochen auf Knochen.
Kann aber auch ein Zeichen von Schmerzen im Bauchraum sein. Blasenentzündung beispielsweise.
Wenn das öfter vorkommt, wirst Du um ein Untersuchung nicht rumkommen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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06.01.2012, 09:15Inaktiver User
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Danke, Katelbach,
gestern Abend war wieder alles okay!
Wenn es eine Arthrose sein sollte - kann ich etwas dagegen tun? Zum Beispiel futtermäßig?
Mein Katerle mag so gern Joghurt, Quark und natürlich Wurstscheiben und Käsestückchen ...
Das alles bekommt er aber nur als "Leckerlis".
Gruß
Sarilissa
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06.01.2012, 12:23
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Wenn es eine Arthrose ist, dann ist das Gelenk verändert. Der Zustand ist irreversibel.
Wenn arthrosebedingte Schmerzen häufig sind, gibt es Schmerzmittel, die die Entzündung im Gelenk und der Gelenkumgebung bekämpfen. Metacam für Katzen zum Beispiel.
Du kannst aber möglicherweise mit bestimmten Futterzusätzen weiterer Arthrosebildung in anderen Gelenken vorbeugen. Soweit ich weiß ist der Wert zwar nicht durch kontrollierte Studien belegt, aber viele Tierbesitzer berichten Erfolge. Es sind z.B. Extrakte aus bestimmten Muschelsorten, allgemein Chondroitin-Sulfat und Glucosaminoglykane.
Es gibt auch - allerdings ebenso nicht durch Studien belegt - Frischzellen in homöpathischer Verdünnung, die bei Arthrosesymptomen helfen sollen. Ich muss gestehen, dass ich sie bei einem meiner Hunde angewendet habe, der schwere Arthrosen hat und ihm daraufhin über 2 Jahre keine Schmerzmittel geben musste. Auch die Schwellungen gingen zurück. Ich kam schon ins Grübeln, denn eigentlich stehe ich aber auf Seiten der wissenschaftlichen Medizin.
Aber wie schon geschrieben: es könnten auch andere Schmerzen sein.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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08.01.2012, 10:56
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Hallo Katelbach,
hast du noch den Namen des Frischzellenpräparats? Homöopathische Mittel bekomme ich nämlich in den Kater rein. Normale Medikamente verweigert er.Man kann nie so dumm denken, wie's mal kommt.
(Oma einer Freundin)
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08.01.2012, 14:25
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08.01.2012, 17:33
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Hallo katelbach,
darf ich dich auch um den Namen des Präparates bitten. Meine 11-jährigen Ktze hat Arthrose in beiden Knie, die Diagnose wurde durch Röntgen eindeutig bestätigt. Ich gebe ihr Metacam, würde aber gerne weiteren Abbau verhindern.
Kann man Metacam eigentlich dauerhaft geben? Ich war mit meiner Süßen schon bei 2 Ärzten, deren Aussagen sind etwas widersprüchlich. .
lg mipp
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08.01.2012, 18:55
AW: Älterer Kater - Rheuma?
@mipp
ich schick Dir gleich eine PN.
Metacam und ähnliche Mittel als Dauerbehandlung. Man muss es abwägen. Solange Katz oder Hund es vertragen, kann man es geben, bei Nebenwirkungen, die meistens den Magen-Darm-Trakt betreffen, muss man es absetzen. Man kann versuchen, ein Mittel zum Magenschutz zu geben.
Man kann auch versuchen, die niedrigste, noch wirksame Dosis zu fínden oder es in voller Dosis jeden 2. Tag zu geben. Von den pharmakologischen Daten her ist dieses Vorgehen nicht sinnvoll, manche berichten aber, dass es bei ihrem Tier gut funktioniert.
Sinnvoll ist auf jeden Fall, Mittel zu finden, mit denen man immer wieder eine Zeit ohne Metacam oder ähnliche Entzündungshemmer auskommt. Manche haben mit Zeel oder einer Kombination von Zeel und Traumeel ganz gute Erfolge, manche mit homöopathischen Einzelmitteln, da kenne ich mich aber nicht so gut aus (ich weiß nur, dass Ledum bei bestimmten Zehengelenksarthrosen helfen soll).
Das Frischzellpräparat ist kein Allheilmittel. Es hat bei meinem Hund aber erstaunlich gut gewirkt. Ich war sehr skeptisch, da ich strikte Anhängerin de Schulmedizin bin, aber der Erfolg war wirklich überraschend. Ich habe aber meiner alten Hündin ein anderes Präparat aus dieser Produktreihe für ein anderes Problem gegeben und hatte absolut null Erfolg.
Man kann es nicht voraussagen, ob es wirkt, es ist ein Versuch.
Schönen Abend
KatelbachThank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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08.01.2012, 23:07
AW: Älterer Kater - Rheuma?
Bei meiner British Kurzhaar Katze wurde mit dem 5. Lebensjahr anhand einer Röntgenaufnahme eine Cox Arthrose in den Hinterläufen festgestellt. Diese Gelenkerkrankung soll laut meinem Tierarzt bei dieser Katzenrasse leider häufiger vorkommen. Mein Kater, letztes Jahr 12 geworden, gleiche Rasse, ist zum Glück kerngesund.
Ich habe damals gezielt die diversen Trockenfuttersorten genauer unter die Lupe genommen und füttere seit 5 Jahren, neben einmal Nassfutter am Tag, nur noch Sanabelle Grande. Diese Sorte enthält einen Muschelkalkzusatz, der sich auf die Knorpelbildung sehr positiv auswirkt. Nach einigen Monaten hatte sich ihr Gesundheitszustand spürbar verbessert. Sie konnte wieder auf das Sofa springen und apportierte auch wieder fleißig ihr Spielzeug. Mein Tierarzt bestätigte eine Verbesserung der Beweglichkeit ihrer Gelenke.
Um Medikamente bin ich bis jetzt noch herum gekommen, sie ist letztes Jahr 10 Jahre alt geworden, allerdings ging es ihr letztes Jahr wieder schlechter. Mein Tierarzt meint aber, das ist ähnlich wie bei einem Menschen mit Knochenerkrankungen, bei feucht-kalten Wetter sind die Beschwerden schlimmer und bei wärmeren, trockenem Wetter geht es den erkrankten Tieren besser. Je nach dem wie es sich dieses Jahr entwickelt, werde ich aber mit meinem Tierarzt über weitere Möglichkeiten sprechen, wie man ihren Zustand wieder verbessern kann.
Liebe Grüße
Nachtschwalbe
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10.01.2012, 08:26Inaktiver User


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