ja, aber m.E. sind Hunde, die noch nicht mal die Gelegenheit bekommen, sich ohne Leine zu beäugen und zu beschnüffeln echt arm dran! Es mag einge Exemplare geben, die tatsächlich kein Interesse an anderen Hunden haben, meiner Erfahrung nach sind die jedoch in der Minderzahl, zumindest unter den "gemeinen Familienhunden", die hier hauptsächlich rumrennen, sprich Mischlinge und Retriever.
allerdings bin ich als Mittel-bis Kleinhundbesitzerin doch sehr froh, wenn Hovawart-, Bernhardiner-, Neufundländer- usw Besitzer nicht der Meinung sind, ihre Hunde müssten unbedingt mit meinen spielen - das geht auch bei gutmütigen Exemplaren nicht immer ohne Blessuren aus, besonders bei Junghunden.
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07.03.2012, 00:00
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
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07.03.2012, 09:13Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Ich denke, einiges wird hier manchmal falsch verstanden, wenn es um das Spielen geht.
Meine Hündin darf spielen, sie trifft sogar viele uns bekannte Hunde, mit denen sie spielen kann und natürlich darf.
Es geht doch darum, dass man nicht mit jedem Hund sofort und immer spielen kann oder soll oder muss. Oder hab ich das falsch verstanden?
Bei einer Schäferhündin oder ähnlichen Rassen ist es nur zu verständlich, dass die Menschen das erst mal nicht so kuschelig finden, wenn sie auf der, die, das zurennt. Sie will spielen, aber weiß das der andere immer gleich? (Nein, mit Sicherheit kann man das nie so wirklich als Fremder einschätzen.) Ich respektiere das total und möchte daher, das meine Hündin erst mal weiß bekomme ich das Signal meines Frauchens das ich loskann, oder geht es einfach nicht. PUNKT.
..und sie macht das schon richtig gut.
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07.03.2012, 11:35
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Gerade die Golden und Labrador Retriever, die ich kenne, interessieren sich wenig für andere Hunde, sobald sie richtig erwachsen sind. In unseren "Stammrevieren" sieht das immer richtig spaßig aus: Alle Goldies (auch meine) und Labradors sind relativ weit weg von der Truppe, schnüffeln, buddeln und schauen dumm, bestenfalls blödeln sie mit ihren Menschen rum. Ich hatte bei meinen immer das Gefühl, sie gehen am liebsten mit mir alleine, ganz ohne andere Hunde. Ausnahme sind für meinen Ollen natürlich pheromonduftende Mädchen
Die anderen "Großen" beschnuffeln sich wenigstens zur Begrüßung und laufen miteinander. Die Hütehunde und Hütehundmixe bei uns sind ausnahmlos Balljunkies und schauen auch keinen anderen an. Meine Junghündin spielt noch sehr intensiv und wild, aber nur mit ganz ausgewählten Kumpels.
Ich bin mit Boxern aufgewachsen, die waren ganz anders: Alle haben gespielt bis ins hohe Alter und waren bei jedem Spaziergang richtig enttäuscht, wenn kein anderer Hund auftauchte. Sie haben richtiggehend gesucht.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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07.03.2012, 12:36
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Hunde, die verbissen werden, aber auch. Weiter unten meinst du ja etwas ähnliches.
Wenn schon Hunde nicht so genau wissen, wer ihnen gut oder übel will und wie damit umgehen, wie soll es dann eine harmlose Spaziergängerin?
Ich kenne mich ja nicht so aus, aber würden Hunde, ganz auf sich gestellt, vielleicht die Rangordnung viel schneller und unblutiger klären? Ohne auf den Besitzer schielen zu müssen, was der eventuell will oder macht?
(Rivalisierende Rüden natürlich ausgenommen.)
kolia, schade, dass dein Avatar so dunkel ist. - Ich hatte die Diskussion so aufgefasst wie du.
Witzig. Geltens Boxer nicht als besonders aggressiv? Oder gucken sie nur so grimmig und sind meistens nett?*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
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07.03.2012, 14:39Inaktiver User
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07.03.2012, 14:41Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Klären würden sie die Rangordnung. Ja, klar. Unter Umständen bis der Gegner tot ist. Ein wirklicher Rangkampf (kommt genauso häufig unter Hündinnen wie unter Rüden vor - nur gemischt geschlechtlich ist selten) endet immer mit Schwerverletzten bis toten Hunden.
Der Rest ist nur Prollerei, die ich als Hundehalter je nach Situation aber schleunigst unterbinden würde. Einmal, damit nicht aus versehen doch einer verletzt wird oder das ganze in einen ernsthaften Kampf umschlägt und weil ICH das sagen habe und nicht mein Hund. Wenn ich dabei stehe hat mein Hund keine Kämpfe auszufechten. Das heißt aber auch, dass ich in der Verantwortung bin meinen Hund gegebenenfalls vor anderen Hunden zu schützen.
Du hast aber natürlich in so fern recht, dass es auch hier wieder eine Rolle spielt, dass viele Hundehalter Hunde überhaupt gar nicht lesen können und damit unabsichtlich Situationen hochpuschen, in denen die Hunde eigenlich noch normal bis relaxt unterwegs waren.
Weiter oben schrieb jemand was über Rudeltiere: auch das stimmt nur so halb. Verwildete Hunde oder wilde Hunde leben nicht in Rudeln, sondern in losen Zweckgemeinschaften, die sich nur ab und zu zusammen finden. Manchmal gibt es Kumpels oder Kleingruppen, die etwas rudelartiges bilden, aber die meisten verwilderten Haushunde sind in erster Linie Einzelgänger, die allerdings andere Hunde in ihrem Revier meist dulden und sich mit ihnen arrangieren.
Ein Rudel ist ein relativ fester Sozialverband in dem normalerweise keine Eindringlinge geduldet werden (Assimilationen dauern eher lange und finden nicht allzu oft statt). Sprich: wenn ich schon eine Rudeltheorie zugrunde legen will, heißt das erst recht, dass mein Hund keine Fremdhunde duldet und mit fremden Hunden nicht spielen etc. wird. Und nur weil für mich ein Hund nicht Fremd ist ("ach, das ist doch Nachbars Lumpi, den sehen wir doch jeden Tag hinterm Zaun!") heißt das für meinen Hund noch lange nicht, dass der Hund als Freund/guter Bekannter gilt.
Hunde sind im Spielverhalten recht individuell. Es gibt Vertreter (häufig Kastraten beiderlei Geschlechts), die bis ins hohe Alter Spielen und andere Hunde erstmal vorbehaltslos toll finden. Andere hören direkt nach dem Welpenalter auf zu spielen und legen wenig Wert auf Sozialkontakte mit fremden Hunden, bzw. Hunden die sie nur gelegentlich mal sehen.
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07.03.2012, 15:01Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Übrigens hab ich mal eine ganz interessante Studie gelesen, die von Verhaltensbiologen über einen längeren Zeitraum durchgeführt und kürzlich veröffentlicht wurde (Uni Göttingen ? Ich erinnere mich nicht mehr, es läßt sich sicher ergoogeln). Man hielt ein Wolfs- und ein Hunderudel ohne menschlichen Kontakt (und getrennt natürlich) und konnte dabei beobachten, daß Beißereien unter den Hunden wesentlich häufiger vorkamen und um einiges blutiger endeten als bei den Wölfen.
Bei den Straßenhunden überleben auch nur die cleversten und tödliche Beißereien untereinander sind keine Seltenheit, vor allem wenn die Ressourchen knapp werden.
Leider hängen viele noch dieser Wolfsromantik nach... aber ein Haushund hat mit einem Wolf ungefährt so viel gemeinsam wie eine Taube mit einem Albatros.
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08.03.2012, 11:46
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Sie gehören zu den Molossern? Dafür sind sie aber sehr schön und eher zierlich ausgefallen.^^
Der Stamm gilt als ruhig, das habe ich auch mal gelesen. Alexander der Große soll welche von der Urform gehabt haben, weil sie so furchterregend aussehen. Wird ihnen nicht ein großer Beschützerinstinkt nachgesagt?

Um Gottes Wilen, da lag ich ja völlig daneben!
Stimmt, ich bin auch davon ausgegangen, dass die Verhaltensweise denen der Wölfe aufs Haar gleicht, weil Hunde genetisch alle auf den Wolf zurückgehen.
Mit dem "Rudelverhalten" von Hunden wollte ich sagen, dass ein Hund vielleicht entspannter unterwegs ist, wenn er das mit einer/m souveränen Halter/in tut. Wenn nicht klar ist, wer der Chef in seinem Rudel (= Mensch +Hund) ist, fühlt er sich unsicher und meint vielleicht, er muss die Verantwortung allein übernehmen, wenn ein fremder Mensch oder Hund in die Nähe kommt.
Bei Hunden, deren Menschen die Zügel in der Hand haben, hält sich meine Angst in Grenzen. Zum kompletten Hundefeigling werde ich, wenn mir ein nervöses Tier begegnet, dass mich anbellt und einkreist und gar nicht mehr weggeht.*
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08.03.2012, 12:06Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Na hör mal.... da hast du ja wohl auch allen Grund dazu. Ich würde da auch Angst kriegen. Die meisten Hunde sind friedfertig Menschen gegenüber, aber 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Ich versuche solche Situationen auch zu vermeiden, was gar nicht so einfach ist, weil ich ja selber oft mit Hund unterwegs bin. Der ist allerdings klein und von einer Rasse, die vielen Menschen eher ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
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08.03.2012, 14:06
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Eben, da beißt sich das Argument, sich selber einen Hund anzuschaffen, um die Angst loszuwerden, in den Schwanz. Wir hatten zuhause Hunde, auch große, und trotzdem.
Jetzt sag aber auch welche!!Der ist allerdings klein und von einer Rasse, die vielen Menschen eher ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
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