Danke für die Blumen!
Nö, Frau Cushing ist die alte Dame. Die ist nur dauerhungrig und wäre dehalb gern auf Achse. Aber immer vergnügt, gelassen und friedlich.
Ich meinte meine "kleine" Rumänin. Sie wird wohl immer ein Angsthund bleiben. Keine, die man mal in die Stadt oder zu einer Einladung mitnimmt. Das muss auch gar nicht sein, ich bin ja auch eher einsiedlerisch. Aber wenn ich daran denke, wie mein alter Herr zeitlebens alles für ein schönes und lustiges Abenteuer hielt, das man nur für ihn veranstatet ... Auch jetzt "denkt" er das noch, auch wenn er taub ist und zunehmend vergreist. Er fand Bus und U-Bahn fahren toll, saß immer still aber interessiert im Taxi, ging früher mit ins Restaurant ...
Meine Kleine ist die typische Traumapatientin. Zwar viel besser geworden, aber nach wie vor schwierig. Und sie knurrt, wenn sie keinen Fluchtweg hat und jemand sie anspricht und sie lockt. Wenn hinter ihr Platz ist, dann zieht sie sich zurück.
Aber es ist schön, wenn ich sehe, wie entspannt sie zuhause geworden ist - außer es scheppert oder ein Blumentopf fällt um oder es ist Silvester. Da dachte ich kurzzeitig, sie überlebt das nicht.
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06.04.2012, 20:02
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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06.04.2012, 20:16Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Schon klar. Aber die Reaktionen / Ängstlichkeit der kleinen Rumänin sind sicherlich einem durch ungünstige Bedingungen / Trauma plus Veranlagung sehr sensiblen Cortisolsystem geschuldet - das meinte ich.
Ergänzung, nachdem ich mir die Literatur, die mir im Kopf herum geisterte nochmal heraus gesucht habe:
Tiere, die unter unzureichenden, unübersichtlichen oder anderweitg ungünstigen Nahrungsbedingungen ihre früheste Kindheit durchmachen müssen, bekommen ein anfälligres Stresssystem, da sich mehrere, für Stressreaktionen anfällige Zentren im Gehirn vergrössern. Größere Stresszentren im Gehirn aber bewirken wiederum, dass auch schon leichte Stressreize zu einer massiven Verhaltensantwort des Stresssystems führen, das Tier insgesamt stressanfälliger wird. Eine erhöhte Neigung zu cortisolbedingten Verhaltensäusserungen wie etwa Futteraggression und Angst- bzw. Unsicherheitsverhalten, Trennungsängste, Zerstörungswut usw. sind die Folge. Quelle: Ganslosser/Krivy/Verhaltensbiologie für Hundehalter, S. 107Geändert von Inaktiver User (07.04.2012 um 10:34 Uhr)
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07.04.2012, 18:56
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
katelbach hat bestimmt versehentlich "CortisoN" statt "CortisoL" gelesen
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07.04.2012, 19:41
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Thank you for observing all safety precautions.
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sonst normale Userin
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07.04.2012, 19:55
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
ah ach so, sorry! dachte irgendwie an cortison-nebenwirkungen.... also dass m. cushing mit cortison behandelt wird (wie so vieles...). Da kenn ich mich nicht aus, aber so machts auch für den Laien Sinn;)
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07.04.2012, 20:05Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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08.04.2012, 16:21
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Ein bisschen OT ...
Mein "kleiner" Hund hat heute eins der gestern Abend gefärbten Eier geklaut und wollte es heimlich wegtragen. Ein grünes.
Im letzten Jahr, da war sie noch Welpe und ganz neu bei uns, enterte sie über einen Stuhl blitzschnell den Tisch fürs Osterfrühstück und biss dem Biskuit-Lamm den Kopf ab.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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09.04.2012, 08:22Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Gern!
Ich habe auch im Hinterkopf, dass man bei Hunden über Ernährung sowie Nahrungsergänzung gerade hinsichtlich dieser Sensibilität arbeiten kann. Ich müsste nachlesen, aber sowohl James O´Heare als auch eine Autorin namens Ariane Ullrich, die ein recht gutes Buch zum Thema Impulskontrolle schrieb, erwähnen, dass 5HTP, L-Tryptophan und GABA zum Einsatz kommen können, wenn das angezeigt ist. Auch sollten die Schilddrüsenwerte sehr sorgfältig überprüft werden.
Liebe Grüsse, und allen noch schöne Restostern!
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09.04.2012, 13:22Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Mein reinrassiger Trovatello Napoletano verhält sich ähnlich- frühkindliche Prägung auf den Straßen Neapels hat Teile ihrer internen Festplatte irgendwie gestört.Meine Kleine ist die typische Traumapatientin. Zwar viel besser geworden, aber nach wie vor schwierig. Und sie knurrt, wenn sie keinen Fluchtweg hat und jemand sie anspricht und sie lockt. Wenn hinter ihr Platz ist, dann zieht sie sich zurück.
Das gipfelte mal in einem bemerkenswerten Besuch des Freiburger Münsterplatzes, als Madame plötzlich angesichts der gigantischen Menschenmassen (tatsächlich waren auf dem gesamten Platz vielleicht fünfzig Leute unterwegs, die Tische in unmittelbarer Nähe waren sehr spärlich besetzt) in einem Akt der Verzweiflung auf meinen Schoß sprang und dort zitternd wie Espenlaub auf Gevatter Tod wartete. War sehr unterhaltsam, zumindest für alle anderen. Ich saß da unter einem Bündel Dobermannwindhund und wußte nicht, wohin zuerst schwitzen.
Solche Anfälle sind deutlich seltener geworden, aber ab und an... wenn denn gar nichts mehr geht, dann muss dieser große schwarze Hund, der entsetzlich finster knurren kann, unbedingt auf den Schoß oder, noch besser, unter den Arm! Da isses sicher, da sieht sie keiner.
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09.04.2012, 15:18Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Und mein Anspruch ist es noch viel weniger. Im übrigen habe ich kein fest zementiertes Weltbild, es ändert sich ständig.
Aber woher weißt du denn so genau, daß ich keine Ahnung von Hunden habe (und du selbstredend natürlich schon?) Wo habe ich behauptet "zu wissen, wie man die Sache wuppt"? Woher nimmst du die Gewißheit, daß diejenigen unter uns, die manche Dinge anders sehen oder machen als du, sich "nicht auf den Hund einlassen", "nicht hinschauen" wollen?
Das sind pure Unterstellungen - du kennst mich schließlich ebensowenig.
Daß ich manchmal etwas trotzig-provokant rüberkomme, hat mit genau dieser überheblichen Art zu tun. Das konnte ich noch nie ausstehen. Aber wer so gut austeilen kann, sollte auch mal was einstecken können.
Im übrigen lese ich. Auch Hundebücher, Hundeblogs und Hundezeitschriften. Wenn mir danach ist oder mich etwas interessiert. Ich sehe es allerdings nicht als Pflicht an.
Da meine Haustiere (sehr viele Spezies über Jahrzehnte) bisher alle recht ausgeglichen und bis auf einige Ausnahmen auch langlebig waren, gehe ich davon aus, es sooo falsch nicht zu machen. Auch nicht mit den Hunden.
Hätte ich einen Bullmastiff, dann würde ich durchaus in die Hundeschule gehen. Mit dem Möppel komme ich auch so klar. Er ist freundlich, entspannt und gehorsam. Mir genügt das.
Und Clicker kann ich nun einmal nicht ausstehen. Wir werden es auch ohne überleben.



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