Ganz klares Jain
Ohne Mensch kein Hund und ohne Hund kein Mensch (jedenfalls nicht in der heutigen Form)
Die Nachweise dass Mensch und Hund zusammenleben werden immer älter, bzw. es werden immer ältere gefunden. Eventl. leben Mensch und Hund schon seit 120.000 Jahren zusammen.
Also ist das Zusammenleben mit Menschen für einen Hund artgerecht.
Nur sind die Rassen aus dem Nutzen der Hunde entstanden. Das Problem heute ist dass man sich aus allen Rassen etwas aussuchen kann, ob´s passt oder nicht.
Für einen Begleithund taugt ein Kangal eher weniger. Leider suchen viele ihren Hund nach Optik aus.
Das finde ich auch in der Zucht nervig. Versuch mal in einer Rassebeschreibung den Charakter zu finden, ein kurzer Absatz, nach seitenweise Äusserlichkeiten.
Begleithunde gab es wohl schon immer, Hunde können sich gut anpassen und verstehen Mensch auch besser als die meisten Menschen den Hund.
Einen Hund hält man eigentlich immer um eigene Bedürfnisse zu erfüllen. Nur sollte man so fair sein erstens einen zu diesen Bedürfnissen passenden Hund zu wählen und zweitens auch dem Hund seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Antworten
Ergebnis 351 bis 360 von 464
-
06.04.2012, 13:41
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
-
06.04.2012, 14:02
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
... das ist eine ausgewogene Antwort

Ja, ein schöner Exkurs - soweit ich das beurteilen kann.Ohne Mensch kein Hund und ohne Hund kein Mensch (jedenfalls nicht in der heutigen Form)
Die Nachweise dass Mensch und Hund zusammenleben werden immer älter, bzw. es werden immer ältere gefunden. Eventl. leben Mensch und Hund schon seit 120.000 Jahren zusammen.
Also ist das Zusammenleben mit Menschen für einen Hund artgerecht.
Nur sind die Rassen aus dem Nutzen der Hunde entstanden. Das Problem heute ist dass man sich aus allen Rassen etwas aussuchen kann, ob´s passt oder nicht.
Für einen Begleithund taugt ein Kangal eher weniger. Leider suchen viele ihren Hund nach Optik aus.
Das finde ich auch in der Zucht nervig. Versuch mal in einer Rassebeschreibung den Charakter zu finden, ein kurzer Absatz, nach seitenweise Äusserlichkeiten.
Schon bei der Grösse eines Hundes wunder ich mich gelegentlich, warum diese Wahl getroffen wurde.
Gibt es eigentlich eine Erklärung dafür, warum die vielen freilaufenden Hunde im Süden eher friedliche und freundliche Artgenossen sind ?Begleithunde gab es wohl schon immer, Hunde können sich gut anpassen und verstehen Mensch auch besser als die meisten Menschen den Hund.
Einen Hund hält man eigentlich immer um eigene Bedürfnisse zu erfüllen. Nur sollte man so fair sein erstens einen zu diesen Bedürfnissen passenden Hund zu wählen und zweitens auch dem Hund seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Man könnte doch auch erwarten, dass hier eine Rudelbildung stattfindet und die Tiere aufgrund ständigen Hungers eher aggressiv werden.
?
-
06.04.2012, 14:03
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Ja. Daher gab es vor Jahren eine Huskyschwemme und jeder halbwegs hundaffine Mensch zog mit einem Puschel mit blauen Augen durch den Stadtpark. Weil die so schön sind. Schätzungsweise 80% sind dann im Tierheim gelandet.
Dann kamen die JackRussel Terrier. Weil die so putzig sind. Die Tierheime wissen gar nicht mehr wohin mit diesen Hunden, die vollkommen neurotisch geworden vom vielen Streicheln völlig unausgelastet rumjiepern.
Parallel für die Unerschrockenen gab es die Ridgebacks. Die sind so majestätisch und teuer! Also hat hier jeder, der was auf sich hält, so ein Teil neben dem Schreibtisch liegen in der Kanzlei, Beratung, Agentur. Im Stadtpark trotten dann diese meist grossen Tiere 2 Meter hinter Herrchen (immer mit Iphone) her und wissen gar nicht, was sie hier sollen.
Ungebrochen ist die Sucht, sich einen Golden Retriever anzuschaffen. Insbesondere Familien mit Kindern wissen, dass die schon erzogen auf die Welt kommen, kinderlieb sind und nieeeeee böse sind. Vom Vermieter werden diese Goldies auch geschätzt, weil der es auch so gehört hat. Nur die Golden Redd River, wie sie dann von Menschen genannt werden, die sich doch nicht zu viel mit den Hunden beschäftigen wollen, wissen das nicht.
Wellenartig werden Boarder Collies und Australian Shephard angeschafft, weil sie so süss sind, und so viele Kunsstücke können. Leider vergessen manche Käufer, dass man diese Kunststücke einüben muss und dass das Zeit benötigt. So sieht man dann diese Collies und Shephard, wie sie wenigstens Herrchen und Frauchen beim Gassi gehen behüten, indem sie sich alle paar Meter hinlegen und lauern, ob das Schaf kommt.
Fortsetzung folgt.Geändert von Lukulla (06.04.2012 um 14:44 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
06.04.2012, 14:12
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Für Lukulla:
!
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
06.04.2012, 14:15
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Nicht wahr

Alles nur geklaut und aus dem Gedächnis wiedergegeben
Ich vermute mal:
Strassenhunde werden von Menschen geduldet. Ein aggressiver Hund würde eine Gefahr darstellen und wahrscheinlich getötet. Also vermehren sich nur "freundliche" Hunde. Ungefährlich zu sein, sichert das Überleben.Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
-
06.04.2012, 14:21Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Das redd river von "to retrieve" kommt und die Hübschen vermeintlichen Sofahunde eigentlich dafür gemacht sind in unwegsamen Gelände und aus eiskaltem Wasser zu apportieren, wären doch nur verwirrende Fakten für so einen Familienhundbesitzer

Zu den Straßenhunden: meist sind die eben gut sozialisiert - sprich - sie leben mit vielen anderen Hunden zusammen und das meist von Welpenalter an. Ernsthafte Kämpfe kosten Energie und sind nicht nur für den Verlierer gefährlich. Es ist also schlauer sich miteinander zu arrangieren und sogar lose Gemeinschaften zu bilden, die ab und zu(!) zusammen ihre Beute sichern oder selten auch mal zusammen jagen. Das Leben für einen Straßenhund ist hart, da kann man keine Energie verschwänden.
Meist haben sie viel Platz, können sich ausweichen etc.
Und es kümmert eben niemanden, wenn doch mal ein Hund bei/nach einem Kampf stirbt, oder in ein Auto rennt, weil er gejagt wird, oder, oder, oder
Außerdem gibt es viele Probleme aus dem Alltagshundeleben eines Haushundes nicht. Es gibt keine Leinen, die die Kommunikation und den Handlungsspielraum einschränken und vor allem auch keine Menschen, die Kommunikation und Handlungsspielraum verhindern oder Einschränken. Und damit mein ich auch die Fälle, in denen die Hunde zu Recht eingeschränkt werden, weil es sonst für sie (Verkehr...) oder für andere gefährlich oder störend werde könnte.
-
06.04.2012, 14:28
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
na, das Rubbeln zeigen wir jetzt nicht, aber so fängt es immer an: http://images.zeit.de/digital/mobil/...ch-540x304.jpg
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
06.04.2012, 14:31
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
@Shrike

Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
-
06.04.2012, 14:36
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Eher im Gegenteil, da kein Mensch als Verstärker dranhängt.
Zitat von schnarchstop;16309291
Gibt es eigentlich eine Erklärung dafür, warum die vielen freilaufenden Hunde im Süden eher friedliche und freundliche Artgenossen sind ?
Man könnte doch auch erwarten, dass hier eine Rudelbildung stattfindet und die Tiere aufgrund ständigen Hungers eher aggressiv werden.
[B
Schlimme Aggression unter Hunden kommt eher dann vor, wenn sich einer durch seinen Menschen stark gemacht fühlt, noch öfter, weil der Mensch unbewusst das aggressive Potential verstärkt. Sei es durch Nervosität (Hund muss dann seinen Menschen beschützen) oder durch z.B. Strafen oder Leinenruck, wenn der Hund die Haare stellt oder imponiert (was er durchaus darf).
Oder Menschen, die ewig dabei stehen bleiben, wenn sich zwei potentielle Kontrahenten umkreisen, ihre Hunde dann anschreien oder ansprechen oder gar plötzlich einseitig das Halsband packen.
Ein gut geprägter Hund wird eher schauen, dass er seinem Menschen nachgeht, wenn der sich weiterbewegt.
In den wilden Gruppen erfolgt eine Top-Sozialisierung untereinander, es scheint auch eine epigenetische Weitergabe von Merkmalen zu geben.
Irgendwas macht den Wilden klar, dass sie aufeinander angewiesen sind, sie betreiben untereinander eine Art Aufgabenteilung. Die Rangordnung innerhalb der Gruppen ist klar.
Das funktioniert, solange die Gruppe im Gleichgewicht ist.
Wenn plötzlich etwas anders ist, Menschen eingreifen und füttern beispielsweise oder auch, wenn ein Chef krank oder verletzt ist, dann ist das Gleichgewicht gestört. Dann ist es nicht mehr so friedlich.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
06.04.2012, 14:37
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
@Shrike

Hättste ein bissl früher schreioben können, dann hätte ich mir das Tippen gespart
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin



Zitieren


