Ja. Autos stören auch. Und Straßenbahnen. Und die anderen Mitmenschen. Nicht nur in der Stadt, auf dem Dorf auch. Und eigentlich sollte vielleicht sowieso jeder eine einsame Insel...
Entschuldige die Ironie. Aber vielleicht solltest Du genauer bezeichnen, dass die Tiere Dich stören?
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Ergebnis 341 bis 350 von 464
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05.04.2012, 19:56
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
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05.04.2012, 22:14
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06.04.2012, 08:00
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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06.04.2012, 08:01
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06.04.2012, 11:22Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Warum sollte ich über eine Rückmeldung aus dem virtuellen Raum, die sich auf meine Persönlichkeit bezieht, nachdenken? Du kennst mich ebenso wenig wie ich Dich - Du urteilst über ein Fantasiegebilde, das mehr mit Dir als mit mir zu tun hat. Mir geht es um das Thema. Und da finde ich es schon sehr überdenkenswert, sich, wie Du es tust, auf die Position zu kaprizieren: Ich hab zwar keine Ahnung von Hunden (denn ich besuche weder eine Hundeschule, noch bilde ich mich lesend weiter), aber ich weiss trotzdem, wie die Sache wuppt. Mein Vater konnte das schliesslich auch.
Ich "kenne" Hunde, soweit man das generalisieren kann, seit meiner Kindheit. Seit über 12 Jahren lebe ich aktiv und eigenverantwortlich mit ihnen. Ich befasse mich seit vielen Jahren mit ihrem Verhalten, ihrer Biologie. Ich käme nicht auf die Idee, mich hinzustellen und zu sagen: Ich brauche keinen Blick von aussen! oder: Ich weiss alles, was man wissen muss. Ich lerne konstant hinzu, weil jeder Hund anders ist, und in der Interaktion mit seiner Umwelt dynamisch lebt.
Wenn ich mir anschaue, welchen Zuwachs an Informationen es allein in den letzten 10 Jahren gab, wie sich das Training der Hunde und ihrer Menschen, und unser Verständnis über diese und viele andere Arten verändert hat, liegt doch auf der Hand, dass Wissen immer nur eine Momentaufnahme sein kann.
Mir liegen Hunde sehr am Herzen, und ich wünsche mir, dass diejenigen, die sich einen Hund in ihr Leben holen, bereit sind hinzuschauen, und sich einzulassen.
Wenn Du das anmassend findest, ist das halt so. Es ist nicht mein Anspruch, in das Weltbild irgendeines Menschen, der mich nicht einmal persönlich kennt, zu passen, oder von ihm gemocht zu werden.
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06.04.2012, 11:40Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Das ist der Punkt - man kann jedem Menschen, der auf einer virtuellen Plattform Fragen stellt und Informationen liefert unterstellen, "belehrend" zu sein. Das ist bequemer, als sich mit der möglicherweise nicht sonderlich angenehmen Erkenntnis auseinander setzen zu müssen, dass man gar keine Antworten hat. Oder sich eigentlich gar kein Urteil erlauben kann.
Da rückt es das eigene Weltbild schnell wieder gerade, wenn man, statt beim Diskussionsthema zu bleiben, Wertungen über den oder die unbequeme PosterIn abgibt.
Wenn man sich ein Urteil über jemanden bilden möchte, lernt man ihn kennen. Live, real, basta.
Dazu bist Du im übrigen jederzeit herzlich eingeladen. Ich freue mich immer riesig, wenn ein Mensch, der darüber nachdenkt, sich einen Hund ins Leben zu holen, fragt, oder uns besucht, sich "meine" Rasse live anschaut, und auf einem Spaziergang miterlebt, was es bedeutet, beispielsweise mit einem gerade hochpubertären Ridgeback Rüden unterwegs zu sein.
So mache ich das auch - ich laufe mit Leuten, von und mit denen ich lerne. Wir unterstützen uns gegenseitig. Ich besuche Seminare und Workshops. Ich lese viel (und darunter auch viel Kokolores, aber inzwischen kann ich das Gute wenigstens vom Mumpitz unterscheiden, hooray!
).
Ich finde halt: Das gehört dazu.
Der Clicker kann immer nur so gut funktionieren, wie ihn Mensch sinnvoll einsetzt. Für mich ist er ein Werkzeug - entscheidend ist aber immer die Beziehung, nicht das Werkzeug. Das wähle ich, wenn es Sinn macht, es einzusetzen. Der Clicker ermöglicht mir, sehr punktgenau für den Extremschnellkommunizierer Hund eine Rückmeldung zu geben. Das ist gerade beim Junghund eine wertvolle Hilfe - der bietet mir ja oft von sich aus ganz viel Tolles an, das ich mithilfe des Clickers sehr punktgenau und für den Hund nachvollziehbar bestätigen kann. In dem Moment ist der Clicker das Werkzeug - der Schraubenzieher, mithilfe dessen ich eine Schraube mit jeder Umdrehung fester verankere.Clicker: Es kommt drauf an was man daraus macht. Eine Bekannte erzählte mir von einer Frau die mit Hund an ihrem Haus vorbei läuft und permanet klickt. Ich habe sie mal selber gehört, hat sich angehört als würde sie jeden Schritt ihres Hundes bestätigen. Für diesen Hund wird es einfach ein Hintergrundgeräusch sein.
Man kann aber tolle Sachen Schritt für Schritt einüben ohne den Rest des Hundelebens zu klicken *ggg*
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06.04.2012, 11:48Inaktiver User
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Hund wünscht sich nichts mehr, als harmonisch und mit guten Beziehungen in seinem Sozialverband zu leben. Aber er ist und bleibt ein Hund. Meine Aufgabe als Mensch ist es, ihm beizubringen, sich für das menschliche Empfinden sozialverträglich zu verhalten.
Das erfordert Hirnschmalz, Wissen, und gemeinsame Arbeit.
Du beschreibst letztlich ein Paradoxon: Du verlangst, dass Hund Dich nicht "stört", und kritisierst, dass Mensch sich damit befasst, gemeinsam mit Hund zu arbeiten, damit er exakt das auch leisten kann.
Tja..
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06.04.2012, 12:59
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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06.04.2012, 13:02
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06.04.2012, 13:14
AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers
Es ist eine gute Frage, ob sich Hundehalter darüber im Klaren sind, dass sie sich ein "Stück Natur" ins eigene Leben holen ?
Viele denken darüber eben nicht nach, sondern gebrauchen das Tier als Freund-Ersatz und als Partner-Ersatz undf gegen das Gefühl der Einsamkeit.
Der Hund darf mit ins Bett und versteht mich, wenn ich traurig bin ... usw.
Ich sage mal, das ist legitim (oder auch nicht), aber ist das auch artgerecht ?



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und vorsicht, falls dein Kaff nicht so fürchterlich weit von meinem Kaff entfernt ist, könnte ich das annehmen 