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  1. Moderation

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    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Zitat Zitat von Quidam Beitrag anzeigen
    Mein Hundeverein hier - es macht einfach mehr Spass, unter mehreren das 1. Millionste Mal Sitz zu üben - gibt regelmässig Schnupperstunden für Nichthundeleute. Wird inzwischen gut angenommen, vor allem bei Familien mit Kindern. Ängstliche kommen leider sehr wenig vorbei, dabei wäre es gerade für sie wichtig, die Hundekörpersprache kennenzulernen. Wie gesagt, Hunde hats inzwischen so viele, dass es schon wichtig wäre, sich ein wenig auszukennen.
    Das ist ja eine tolle Sache! Da werde ich in unserem Gebiet mal auf die Suche gehen. Das würde ich sofort machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganda, diese Frage versteh ich nicht.
    Das glaube ich, sie war auch falsch gestellt, sorry.
    Ich habe mich ja mit dem Problem beschäftigt und bin auch ein Mensch, der Hunde sehr mag, wenn sie umgänglich sind, trotzdem aber vor bestimmten Rassen total Angst hat. Aber praktische Tipps habe ich bisher noch nie bekommen, nur "tiefenpsychologische". Warum ich Angst habe, weiß ich ja.

    Nur finde ich es auch blöd von Hundebesitzern, wenn sie davon ausgehen, der hundelose Mensch könne mit ihrem freilaufenden Tier genausogut umgehen wie sie selbst. Es liegt schon eher in der Verantwortung der Halter, dass es nicht zum Schaden kommt.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Viele Leute die Angst haben vor Hunden neigen übrigens dazu, Hunde anzustarren. Was für einen Hund eher eine Aufforderung zum Kräftemessen ist, ein Hund der keinen Ärger will guckt eher am anderen vorbei.

    Da finde ich es konstruktiver zu lernen an Hunden vorbeizugucken als sie anzustarren und mich beissen zu lassen (im schlimmsten Fall) - auch wenn ich natürlich im Recht bin und jeden Hund anstarren darf so lang ich nur will. Oder?
    Das ist ein praktischer Tipp, danke. Dass man ihnen nicht in die Augen schauen soll, wußte ich und mache es auch nicht. Es hat mir aber nicht immer geholfen, mich so unauffällig und uninteressiert und distanziert zu geben wie möglich. Wahrscheinlich merken sie es einfach, dass ich nicht so locker und souverän rumstiefle wie andere.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


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  2. Inaktiver User

    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Nur finde ich es auch blöd von Hundebesitzern, wenn sie davon ausgehen, der hundelose Mensch könne mit ihrem freilaufenden Tier genausogut umgehen wie sie selbst. Es liegt schon eher in der Verantwortung der Halter, dass es nicht zum Schaden kommt.
    Ganz klares Ja, gar keine Frage.

    Da hatte ich neulich so ein Erlebnis: direkt vor meinem Haus ist eine große Wiese, wo auch viele Hunde frei laufen und spielen. Ich kuck so auf die Straße und sehe zwei kleine Mädchen mit Kaninchen auf dem Arm - und renn raus und sag denen, ich versteh schon dass sie ihr Kaninchen mit rausnehmen - aber hier wären halt viele freilaufende Hunde und ich fände das schon gefährlich. Da kommt doch eine Nachbarin und sagt, also eigentlich sollten die Leute doch auf ihre Hunde aufpassen und das geht ja gar nicht dass die auf das Kaninchen losgehen.

    Da hab ich sie nur gefragt ob sie meint, dass den Kindern das hilft? Wenn sie zuschauen müssen dass das Kaninchen totgebissen wird - dann können sie sich was davon kaufen, dass das eigentlich ja nicht hätte passieren dürfen.

    Eigentlich fährt man mit dem Auto auch nicht in ein anderes Auto - Realität ist aber, dass das passiert, und dann stell ich mich halt drauf ein und denk für andere mit, auch wenn sie im Unrecht sind.

    Und was das Verhalten angeht ist das das gleiche: wenn mein Kind Angst vor Hunden hat dann versuche ich ihm halt beizubringen dass es nicht schreiend davonrennt - oder ich selbst bleib dann eben auch nicht stehen, starre einen Hund an und schrei rum. Das provoziert halt, und auch wenn ein Hund natürlich niemals beissen sollte - in der Realität ist halt dann mein Risiko attackiert zu werden höher als wenn ich im gleichen Tempo weitergehe, nicht mit irgendwas rumfuchtle und ihn nicht anstarre oder rumschreie. Dass eine Attacke hätte nicht passieren dürfen ist dann halt ein schwacher Trost. :-(

    Einfach keine Angst zeigen ist natürlich schwer, wenn man Angst hat... aber ignorieren ist wirklich das beste. Leider gibt es heute nicht wenige Leute die schreien wie die Irren und am besten noch mit Walkingstöcken rumfuchteln - und da bleibt es nicht aus dass der friedlichste Hund sich erschrickt und mal Wuff macht - was denen natürlich die tödliche Gefahr bestätigt in der sie sich wähnen. Das finde ich als Hundebesitzer nun wieder anstrengend.

  3. Inaktiver User

    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Und noch ein praktischer Tip: ein Hund sollte keine fremden Leute anschnüffeln oder gar anspringen, auch klar - trotzdem kann dir das passieren. Da wäre am besten sich still und ruhig (ich weiß, schwer wenn man richtig Panik kriegt!!) wegzudrehen. Nicht schreien, nicht treten, nicht die Hände hoch und rumfuchteln.

    Und sich sagen, dass die meisten Hunde das nicht machen um zu beissen.

    Vielleicht hilft das ein bisschen.

  4. Inaktiver User

    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen

    Quidam, von gutmütigen Rottweilern habe ich ganze Taschen voller Geschichten. Sie nützen mir alle nix, weil ich die Erlebnisse als Kind mit dem Tier vom Nachbarn (Freigänger!) nicht los werde und heute noch in schlechten Nächten davon träume. Ich habe einiges probiert, das Problem loszuwerden, weil ich mich irgendwann selber lächerlich fand. Alles umsonst; sobald einer am Horizont auftaucht, und ich erkenne sie schon am allerfernsten Umriss, ist die Panik da.

    Dazu kommt, dass es halt auch Besitzer gibt, die sie wegen ihrer Aggressionsfähigkeit halten. Das kann ich als Unbeteiligte auf bloße Sicht nicht erkennen, wie auch bei anderen großen Rassen nicht.
    Versuch nicht, dir einreden zu lassen, deine Rottweiler-Angst wäre völliger Unsinn - steh einfach dazu. Ich habe auch Angst vor denen und stehe dazu - und all die tollen, total gutmütigen, knuffigen Rottweiler mag es ja geben. Aber ich habe bisher nur gegenteilige Exemplare kennengelernt, vor denen man sich in acht nehmen mußte. Ich fürchte mich auch vor anderen Rassen und komme ihnen lieber nicht zu nahe. So what? Wer sagt eigentlich, daß man jeden Hund mögen muss ? Magst du alle Menschen ? Ich nicht.
    Meinen Hund mag auch nicht jeder - gut, fürchten tut sich nun niemand vor ihm, aber häßlich finden diese Rasse viele. Und das ist mir ja auch wurscht...

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Das mag sicher so sein; aber ist es Aufgabe der Nichthundebesitzer, sich einzudenken?
    Natürlich nicht ! Es jedermanns gutes Recht, Hunde entweder generell nicht zu mögen oder bestimmte Hunde nicht zu mögen und sich mit ihnen auch theoretisch nicht abgeben zu wollen.

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Parallel aber auch den Tierschutz, oder? Leute, die den Besitzern freundlich und kompetent sagen, wie sie das Tier halten und erziehen müssen. Vielleicht erreichen die mehr als nur der Amtsschimmel.
    Das mußt du wissen - also wer da in Frage käme. Manche Tierschützer treten sehr militant auf, die machen sich damit nicht unbedingt beliebt. Es kommt auch auf diese Halter an, ob es Leute sind, mit denen man reden kann, oder ob sie von vornherein abblocken oder sogar aggressiv werden...
    Ich würde daher auf jeden Fall das Ordnungsamt verständigen. Das klingt alles gar nicht gut. Da sollte etwas geschehen, bevor ein Drama passiert.

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Das ist nicht viel Gewicht, damit kann er gar nicht fett sein. Ein Mops ist doch nicht sooo winzig. Was hat er denn für eine Farbe? Bekannte haben einen grauen; die Autopolster sind inzwischen auch so.
    Er ist ein kompaktes kleines Muskelpaket, das stimmt. Die Farbe ist ein helles Beige, dazu schwarze Ohren und eine schwarze Maske, fertig ist der kleine Gernegroß.

  5. VIP

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    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Hi Quidam und ganda,

    meine Aussage zu den Schäferhunden: Ich hätte schreiben sollen, dass ich mt einigen Schäferhunden ein Problem hatte. Das waren - interestingly - alles Hunde von Männern, die was (para)militärisches an sich hatten. ((Wirklich, meine Kollegen waren auch verwundert über die Menschen-Spezies.))
    Die Hunde waren allesamt mannscharf, die Besitzer waren endsstolz darauf - und sie hatten ihre Hunde nicht im Griff. Einer hat mich nach der Untersuchung und Behandlung gebissen, er war schon nicht mehr auf dem Tisch und ich im angrenbzenden Behandlungsraum, als er sich losriss und mich von hinten ansprang und in den Oberarm biss. Der Halter, ein gebrechlicher Greis, hatte mir kurz vorher voller Stolz erzählt, dass der Hund niemanden an seine - ebenso gebrechliche Gatrtin ranlässt.

    Ansonsten habe ich kein Problem mit Schäferhunden (meine "Kleine" hat vermutlich einiges an SH-Blut in sich). Außer vielleicht, dass sie ein Spiel- und Annäherungsverhalten haben, das meinen Senioren manchmal gefährlich wird. Andüsen ohne abzubremsen und so.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Muss mir jetzt mal hier Luft machen.
    Grade habe ich mit meiner Mutter telefoniert.
    Sie war gestern mit ihrer Freundin und zwei kleinen Hunden im Wald.
    Die Hunde waren an der Laufleine.
    Da ist denen ein Jäger entgegen gekommen und hat sie angeschrien:
    Das wäre sein Revier, das er gepachtet hätte.
    Und wenn er die Beiden noch mal mit den Hunden da sieht, dann knallt er die Viecher ab
    Grüße von Ziva

    Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen.

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    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Lt. Jagdrecht kann man Hunde nicht einfach so abknallen. Je nach Bundesland etwas verschieden, aber z.B. in BW gibt das Jagdrecht das nicht her.

    Mutter und Freundin sind zwei, also Zeugin. Ich würde zur Polizei gehen und dazu die Jagdbehörde verständigen. Kann ja wohl nicht sein dass so ein durchgeknallter Typ mit einer Waffe rumläuft

    Ob´s was bringt weiß ich nicht, aber wenn man es nicht probiert, wird man es nicht erfahren!
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  8. Inaktiver User

    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Genau das würde ich auch raten. Immerhin waren sie zu zweit, oft ist das Problem ja dass man keine Zeugen hat.

  9. Moderation

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    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da kommt doch eine Nachbarin und sagt, also eigentlich sollten die Leute doch auf ihre Hunde aufpassen und das geht ja gar nicht dass die auf das Kaninchen losgehen.

    Da hab ich sie nur gefragt ob sie meint, dass den Kindern das hilft? Wenn sie zuschauen müssen dass das Kaninchen totgebissen wird - dann können sie sich was davon kaufen, dass das eigentlich ja nicht hätte passieren dürfen.
    Wie dann also? Die Mädchen müssen am Fenster lauern, bis die Wiese hundefrei ist und "drüfen" dann mit ihren Tierchen auf's Freigelände? Das klingt für mich nach Faustrecht bzw. Recht der Stärkeren und nicht nach gleichberechtigter Gesellschaft, wo öffentliches Grün für alle da ist, ohne dass irgendjemand um die eigene Gesundheit oder die seiner Tiere fürchten muss.

    Es sind oft die gleichen Leute, die sich nix dabei denken, ihre Riesentiere unkontrolliert und schlecht erzogen rumrennen zu lassen, die in die Luft gehen, wenn größere Kids auf Spielplätzen dominieren. Aber das ist ja ganz was anderes.

    Das provoziert halt, und auch wenn ein Hund natürlich niemals beissen sollte - in der Realität ist halt dann mein Risiko attackiert zu werden höher als wenn ich im gleichen Tempo weitergehe, nicht mit irgendwas rumfuchtle und ihn nicht anstarre oder rumschreie. Dass eine Attacke hätte nicht passieren dürfen ist dann halt ein schwacher Trost.
    Das ist alles plausibel, mich stört daran nur die Verantwortungslast, die auf Nichthundebesitzer und Kinder abgeschoben wird. Es muss in diesem Land per se niemand damit umgehen können und darauf eingestellt sein, von Mensch oder Haustier angegriffen zu werden. Umgekehrt muss meiner Meinung nach aber zwingend jeder Hundehalter sein Tier absolut im Griff haben. So wird doch ein Schuh daraus, der auch passt.

    Leider gibt es heute nicht wenige Leute die schreien wie die Irren und am besten noch mit Walkingstöcken rumfuchteln - und da bleibt es nicht aus dass der friedlichste Hund sich erschrickt und mal Wuff macht - was denen natürlich die tödliche Gefahr bestätigt in der sie sich wähnen. Das finde ich als Hundebesitzer nun wieder anstrengend.
    Glaub ich dir, habe ich aber noch nie gesehen. - Es muss ja nicht die "tödliche Gefahr" vermutet werden. Wenn Jogger, Radler, Walker, Spaziergänger zum fünften Mal auf der Runde von einem übermotivierten Vierbeiner ins nähere Visier genommen werden, kann's einfach auch sein, dass es bloß nervt und man sie einfach los sein will.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und noch ein praktischer Tip: ein Hund sollte keine fremden Leute anschnüffeln oder gar anspringen, auch klar - trotzdem kann dir das passieren. Da wäre am besten sich still und ruhig (ich weiß, schwer wenn man richtig Panik kriegt!!) wegzudrehen. Nicht schreien, nicht treten, nicht die Hände hoch und rumfuchteln.

    Und sich sagen, dass die meisten Hunde das nicht machen um zu beissen.

    Vielleicht hilft das ein bisschen.
    Das ist für mich das übelste Szenario. Ich glaube, ich würde einen Herzinfarkt bekommen.
    Aber ich werde es mir merken und bin dran, Quidams Vorschlag auszuprobieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Versuch nicht, dir einreden zu lassen, deine Rottweiler-Angst wäre völliger Unsinn - steh einfach dazu.
    Tu ich, Honey, bleibt mir auch nix anderes übrig. Ich erzähle es ja nicht nur euch.

    Dazu kommt etwas ganz Wichtiges, was ich weiter oben zu schreiben vergessen habe:
    Jeder Mensch, der Hunde kennt, erzählt dir auch, dass die Gefahr real, die Angst berechtigt ist. Und das hilft dann enorm!^^

    Wer sagt eigentlich, daß man jeden Hund mögen muss ? Magst du alle Menschen ? Ich nicht.
    Ich genausowenig. Und wie du schon mal geschrieben hast: Es gibt wirklich üble Charaktere bei Hunden (bei Katzen auch), und es liegt nicht immer an Haltung oder Erziehung.
    aber häßlich finden diese Rasse viele. Und das ist mir ja auch wurscht...
    Hoffentlich!

    Es jedermanns gutes Recht, Hunde entweder generell nicht zu mögen oder bestimmte Hunde nicht zu mögen und sich mit ihnen auch theoretisch nicht abgeben zu wollen.
    Stimmt. "Generell" mag ich Hunde sehr gern, aber es werden einfach mittlerweile zu viele, quotenmäßig wächst auch die Zahl der wahren Mistköter.

    Ich würde daher auf jeden Fall das Ordnungsamt verständigen. Das klingt alles gar nicht gut. Da sollte etwas geschehen, bevor ein Drama passiert.
    Wir sind dran.

    Die Farbe ist ein helles Beige, dazu schwarze Ohren und eine schwarze Maske, fertig ist der kleine Gernegroß.


    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Außer vielleicht, dass sie ein Spiel- und Annäherungsverhalten haben, das meinen Senioren manchmal gefährlich wird. Andüsen ohne abzubremsen und so.
    Wie erkennt frau, dass der Hund nur spielen will?

    Senior mit Schäferhund hatte ich neulich am Nebentisch im Café. Die Hündin war wunderschön und lag mit dem Gesicht zu mir neben dem Stuhl des Halters. Da sie dauernd hersah, guckte ich mal unerschrocken zurück und blinzelte ein bißchen, wie ich das mit meinen Katzen tue: Heißt Entspannung, Wohlwollen, Einverständnis. Die Hündin drückte dann auch die Augen zu. Ich schwätzte mit leiser Stimme ein bißchen auf sie ein, was ihr zu gefallen schien. Als sie gingen, kam ich gerade vom Bezahlen zurück, und das schöne Tier machte einen Schritt auf mich zu, stupste mich ganz sanft an den Oberschenkel und ging von dannen. Ein richtig feines Erlebnis, um hier auch mal was Nettes beizutragen.
    *
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  10. Inaktiver User

    AW: Entschuldigung eines Hundebesitzers

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Wie dann also? Die Mädchen müssen am Fenster lauern, bis die Wiese hundefrei ist und "drüfen" dann mit ihren Tierchen auf's Freigelände? Das klingt für mich nach Faustrecht bzw. Recht der Stärkeren und nicht nach gleichberechtigter Gesellschaft, wo öffentliches Grün für alle da ist, ohne dass irgendjemand um die eigene Gesundheit oder die seiner Tiere fürchten muss.
    Wenn du das so sehen willst - ich bin da einfach pragmatischer. Und ich gehe nicht davon aus dass es ein Grundrecht ist, auf einer öffentlichen Wiese sein Kaninchen freilaufen zu lassen.

    Für mich ist das eher die Durchsetzung von Einzelinteressen um jeden Preis, auf Kosten der Gemeinschaft. Wir reden hier von einer öffentlichen Spiel- und Hundwiese ohne Leinenzwang - und da meinst du, 100 Hunde sollen Tag und Nacht an der Leine geführt werden weil einmal im Jahr jemand auf die Idee kommen könnte, seinen Chinchilla oder was auch immer ausführen zu wollen?

    Nein, da kann ich dir nicht folgen, sorry. Ganz davon abgesehen dass ich es für eine Tierquälerei halte ein Kaninchen so einem Stress auszusetzen, den es auf einer fremden Wiese ohne Fluchtmöglichkeiten hat. Ein Kaninchen ist kein Tier zum Gassigehen.


    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Es sind oft die gleichen Leute, die sich nix dabei denken, ihre Riesentiere unkontrolliert und schlecht erzogen rumrennen zu lassen, die in die Luft gehen, wenn größere Kids auf Spielplätzen dominieren. Aber das ist ja ganz was anderes.
    Allerdings ist das für mich überhaupt nicht vergleichbar. Und auf solche Unterstellungen habe ich auch keine Lust.


    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Das ist alles plausibel, mich stört daran nur die Verantwortungslast, die auf Nichthundebesitzer und Kinder abgeschoben wird. Es muss in diesem Land per se niemand damit umgehen können und darauf eingestellt sein, von Mensch oder Haustier angegriffen zu werden. Umgekehrt muss meiner Meinung nach aber zwingend jeder Hundehalter sein Tier absolut im Griff haben.
    Wir leben offenbar nicht in der gleichen Welt.

    In meiner gibt es weder Autofahrer die ihr Auto jederzeit im Griff haben noch Männer die ihre Aggressionen jederzeit im Griff haben noch perfekt erzogene Kinder oder Hunde. Auch wenn das vielleicht wünschenswert wäre.

    Und ich stell mich eben darauf ein, in meinem Interesse.

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