Der Vergleich mit dem Hund, der in den Garten macht, hinkt doch etwas. Katzen vergraben das ja in der Regel, und sofern es sich nicht um einen Nutzgarten handelt, oder der Nachbar regelmäßig in der Erde gräbt um andere neue Gewächse einzusetzen, wird er von den Hinterlassenschaften einer Katze eher wenig mitbekommen. Hundehäufchen liegen dagegen schön dekorativ oben auf, man kann sie also kaum übersehen.
Sofern es nicht nur eine frei laufende Katze in der Nachbarschaft gibt, wird auch das Einsperren eines Tieres nichts bringen. Denn frei gewordene Territorien werden meist recht schnell von anderen Katzen übernommen - d.h. das Problem wäre für den Nachbarn sicher nicht gelöst.
Einen richtigen Tipp habe ich auch nicht. Es liegt wirklich am Nachbarn, den Garten eben Katzen-sicher zu gestalten, wenn er sicherstellen will, dass keine Katzen rein kommen. Als Katzenbesitzer kann man da nicht viel mehr machen, als eben guten Willen zu zeigen und Mittel zur Verfügung zu stellen, mit denen der Nachbar die Katzen vergraulen kann.
An die TE: Geht Deine Katze zu bestimmten Zeiten raus? Viele Katzen haben da ja eine gewisse Routine, meine z.B. gehen nur jeden Morgen und jeden Abend für ca. 2 Stunden auf Streife und sind ansonsten in unserem eigenen Garten oder im Haus. In dem Fall könnte man dem Nachbarn das ja mitteilen, so dass er eben Bescheid weiß, wann er Türen und Fenstern offen lassen kann, ohne mit der Katze rechnen zu müssen. Manchen Katzen kann man auch einen bestimmten Rhythmus angewöhnen, man könnte dann den Freigang eben auf die Zeiten legen, in denen der Nachbar in der Arbeit ist. (Nicht um den Nachbarn auszutricksen, sondern einfach, um ihm den Ärger zu ersparen, den er vermutlich jedes Mal hat, wenn er Katzi sieht.)
Anderer Tipp: Katzen kratzen ja an strategisch wichtigen Stellen. Falls es in das Bild des Gartens passt, könnte man einen weniger teuren Baum, oder irgend was anderes aus Holz, in die Nähe stellen, als attraktivere Option für die Katze. Man muss sich dazu halt bissl reindenken, was der Katze besser gefallen könnte, als der teure Baum. Nicht unbedingt einfach, leider...
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Ergebnis 11 bis 12 von 12
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07.10.2011, 09:49
AW: Nachbarn wollen unsere Katze nicht in ihrem Garten
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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07.10.2011, 16:11
AW: Nachbarn wollen unsere Katze nicht in ihrem Garten
Seufz, das Thema ist und bleibt eben schwierig. Unser ehemaliger Nachbar hat unsere Katze konsequent immer wieder verscheucht - sie ging dann zumindest nicht mehr ins Haus. Da andere Nachbarn da aber weniger konsequent waren, hat das auch eine Weile gedauert. Und ja, da kann und darf der Nachbar auch mal genervt reagieren. Die Idee, Abwehrspray, evtl. Verpiss dich Pflanzen und Draht fuer den wertvolleren Baum rueberzubringen ist doch gut - da es signalisiert, dass man die Beschwerde ernst nimmt. Unsere neuen Nachbarn haben nun hinten im Garten einen Ultraschalltonerzeuger, der auf Bewegung reagiert - das funktioniert in Bezug auf die Katzen gut. Leider, da nun alle bei uns durchwandern, was bei unsere Katze vermehrt Stress/ Revierkampf ausloest.
Und leider verbuddeln nicht alle Katzen ihre Hinterlassenschaften - unsere z.B. nicht, egal ob im Haus oder draussen.


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